Hallo,
der Standard-Port 25 ist an Hochschulen häufig gesperrt.
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Wozu dient die Sperrung?
Die Sperrung dient dem Zweck, schlecht gepflegte Rechner auf den Campi mit installierter Mailserver-Software daran zu hindern, als "Relais" für den Versand von unverlangter Werbe-Mail ("Spam") von ausserhalb nach ausserhalb zu fungieren. Inzwischen sind offene Relais-Mailer allerdings nicht mehr die Hauptquelle von dubiosen E-Mails, da einerseits die meisten Einrichtungen Maßnahmen gegen solche Quellen ergriffen haben, die verbliebenen andererseits in öffentlichen schwarzen Listen aufgeführt sind. Diese werden von den meisten Mailserver-Betreibern verwendet, um E-Mail von diesen Systemen zu blockieren.
Deshalb gibt es seit einiger Zeit eine Allianz zwischen Viren/Wurm-Programmierern und den Versendern von Spam-Mail. Der Großteil der Würmer der letzten Monate verfügt über ausgefeilte Funktionen zur Fernsteuerung des befallenen PCs. Dazu ist auch kein direkter Zugriff von aussen auf den PC erforderlich (der z.B. durch die bestehende Sperrung aller eingehenden Verbindungen oder durch Firewalls unterbunden wird), sondern die PCs melden sich selbst über unverdächtige Kanäle (IRC, HTTP, DNS) bei einem steuernden Rechner irgendwo auf der Welt an und holen sich aktiv die für sie vorgesehenen Kommandos. Alle mit demselben Steuerrechner verbundenen PCs bilden ein "Zombie-Netzwerk", das zu beliebigen Aktionen genutzt werden kann. Die Hauptanwendungen liegen in "Distributed Denial-of-Service"-Angriffen (DDOS); also in Angriffen von möglichst vielen verteilten Rechnern auf ein System, mit dem Ziel dieses lahmzulegen. Die zweite Hauptanwendung ist der Versand von Spam-Mails über einen eingebauten "Mini-Mailserver", der keinen weiteren Mailserver benötigt und sich direkt mit den Zielmailern verbindet. Mittlerweile sind diese gekaperten Systeme die Hauptquelle von Spam-Mails geworden. Besonders beliebt sind dabei permanent laufende Rechner, z.B. zu Hause an DSL-Anschlüssen oder eben in Universitäten (beliebt wegen der guten Netzanbindung).
Die Portsperre verhindert nun den Missbrauch der befallenen Rechner für den Versand von Spam nach aussen, sowie gleichzeitig die Weiterverbreitung der Würmer per E-Mail an Ziele ausserhalb der Universität, und damit die wichtigsten negativen Auswirkungen. DDOS-Angriffe (s.o.) können damit nicht verhindert werden, ebenso bleiben die Rechner fernsteuerbar (mit allen Folgen, z.B. Mitschneiden von Tastendrücken möglich, Diebstahl oder Zerstörung/Modifikation von sensitiven Daten, etc.). Deshalb sollte diese Ankündigung keineswegs so verstanden werden, dass infizierte Rechner nunmehr gefahrlos weiterbetrieben werden können.
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