Hallo Peter,
vielen Dank für Deine ausführliche Erläuterung des "(leider)".
Zitat von "Peter_Lehmann"Ganz einfach ... .
1.) Sind vereinbarte Standards dafür da, dann "man" sie einhält;
Sehe ich genauso.
Zitat von "Peter_Lehmann"2.) ist nicht garantiert, dass alle Provider dieses Verbiegen des Standards mitmachen, bzw. dieses auch dauerhaft tun;
3.) führt genau dieses dazu, dass Unsicherheit herrscht (... auf einmal sind alle meine Mails gelöscht ...);
4.) für genau diesen Zweck => dauerhafte Speicherung der Mails auf dem Server und Zugriff von mehreren Clients, wurde das moderne IMAP geschaffen.
Zu 2.) und 3.)
Was Du mit "Verbiegen des Standards" meinst, ist mir schon klar. Ich teile diesen Standpunkt auch im Grundsatz.
Aber: Muss ich nicht als Anwender eines eMail-Clients (wie z.B. Thunderbird) davon ausgehen, dass dessen zur Verfügung gestellte Programmfunktionen, -einstellungen usw. legal nutzbar und benutzbar sind? Wenn mir dieses Programm die Möglichkeit bietet, für eine begrenzte Zeit meine eMails vom Provider herunterzuladen, ohne diese dort sofort zu löschen, wieso verbiege ich da was? Ich darf doch als Anwender, ja ich muss sogar davon ausgehen, dass ich bei der Nutzung von Programmfunktionen mich nicht am Rande der Legalität oder gar schon illegal betätige.
Ich mache aber auch keinem Provider (insbesondere der "Kostnix"-Sparte) einen Vorwurf, wenn sie solche Versuche der eMail-Clients rigoros unterbinden.
Nebenbei: Ich nutze diese Funktion nicht und werde sie auch künftig nicht nutzen. Das hat aber andere Gründe.
Zitat von "Peter_Lehmann"Nur leider sind die Provider wegen des höheren Aufwandes für ein IMAP-Konto nur in den seltensten Fällen (*) bereit, dieses ihren zahlungsunwilligen "Kostnixkunden" kostenfrei bereitzustellen.
- ein vernünftig zu betreibendes IMAP-Konto => Bereitstellung von viel Speicherplatz => Kosten
- Verantwortung für dauerhafte Sicherung der servergespeicherten Daten => Kosten
Da haben die Provider meine volle Unterstützung. Kosten, die für die dauerhafte Bereitstellung und Sicherung fremder Daten auf den Providerservern entstehen, müssen die Provider auch in Form von Tarifen an deren Kunden weitergeben bzw. wer es umsonst haben will, muss dann halt auf manche Funktionen und Bequemlichkeiten verzichten.
Aber: Kann man dem Anwender eines eMail-Clients - auch was solche spezifische Funktionen betrifft - unlautere Motive unterstellen?
Zitat von "Peter_Lehmann"=> Also versuchen die "Kostnixkunden" mit dem bekannten Trick trotzdem so etwas wie eine dauerhafte Speicherung der Mails auf dem Server des Providers zu bewirken.
Ich wiederhole: Kann man dem Anwender eines eMail-Clients - auch was solche spezifische Funktionen betrifft - unlautere Motive unterstellen?
Oder anders: Tricksen die Anwender oder nutzen Sie eine Programmfunktion des Thunderbird oder eines anderen eMail-Clients?
Gruß
Feuerdrache