Wenn ein berechtigter Nutzer mit Thunderbird arbeitet, dann benötigt das Programm zur Anmeldung an den Mailservern die Passwörter in unverschlüsselter Form. Sie liegen also während der Laufzeit des Programms unverschlüsselt vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob der "Innentäter" sich die PW aus dem Passwortmanager abtippt, oder in anderer geeigneter Form vom Rechner kopiert. Das war im Übrigen bei allen Versionen vor v3 auch schon so.
Wenn das Vertrauen in die Mitarbeiter nicht ausreichend hoch ist, so dass man den berechtigten Nutzern des firmeneigenen Mailclients unbedingt die Passwörter vorenthalten muss, dann bleibt euch nur ein eigener Mailserver welcher die ankommenden Mails einsammelt und an die Mitarbeiter weiterleitet. Das lässt sich schon mit einer so einfachen Lösung wie dem Janaserver realisieren. Auf diesem Server hat dann jeder Nutzer ein eigenes Konto mit eigenem Passwort und ihm bleiben die zentralen firmeneigenen PW verborgen.
Nebenbei: Ich mache generell keinen grundsätzlichen Unterschied, ob es sich um einen privat oder einen berufliche genutzen Client handelt. Der IMHO erforderliche Grundschutz ist der gleiche, nur je nach Erfordernissen bei den dienstlichen Einrichtungen wesentlich höher.
MfG Peter