Halo Jürgen,
absolut korrekt.
(Ausnahme: Ein professionelles Trustcenter stellt Softwaretoken her, und diese werden in einem automatisierten und hochgesicherten Prozess mit einem mindestens 16-stelligen Zufallspasswort - reines Transportpasswort - versehen und dieses ohne Kenntnismöglichkeit des Personals in ein Sicherheitsdokument gedruckt - PIN-Brief wie beim Mobilfunk.)
Aber letzteres fällt bei XCA und somit auch privat bei mir aus.
Das Lösungswort heißt schlicht und einfach "Vertrauen"!
Welchen Zweck haben die Schlüssel Zertifikate in unserem/meinem konkreten Beispiel?
Sie sollen unseren rein privaten und absolut nicht "geheimen" Mailverkehr (oder auch VPN-Verbindungen) vor den Augen Unbefugter schützen. Mit "Unbefugten" bezeichne ich ganz allgemein all die Neugierigen, die sich so im Netz und auch an den Schnittstellen zu den Providern tummeln. Und diejenigen, die sich von mir ein Zertifikat holen, vertrauen mir eben, dass ich deren private Schlüssel nicht an andere Personen verteile, sondern sogar gleich nach der Übergabe an sie vernichte. Ich halte also nur die reinen Zertifikate mit den öffentlichen Schlüsseln vor. In dieser Art arbeiten auch viele Firmen-CA, die Schlüssel für ihre eigenen Mitarbeiter produzieren.
Dass dieses Prinzip funktioniert, beweist mir der immer größer werdende Bedarf der bei mir ankommt - und befriedigt wird.
Transportkennwort? Wird selbstverständlich über einen anderen Kanal ausgetauscht, oder wenn schon vorhanden, mit einer verschlüsselten Mail.
Selbstverständlich biete ich auch an, dass mir Nutzer einen Zertifikatsrequest schicken, also ihren Schlüssel selbst generieren und nur von mir zertifieren lassen. Eine kleine Batch-Datei bzw. Shellscript erstellt, verteilt mit einer Anleitung und das Ganze ist in wenigen Minuten für den Nutzer erledigt. (Grundlage: openSSL)
Da mir der Aufwand so ganz langsam etwas zu groß wird, gedenke ich in den nächsten Jahren auf openCA umzusteigen. Nur das ist ein Installationsmarathon - und da sind mir die paar Hundert Zertifikate pro Jahr wieder etwas wenig ... .
Andererseits, produzieren dann die Browser der Antragsteller immer den secret Key und ich erhalte ausschließlich die Zertifikatsdaten und den public Key. Also genau so, wie es eigentlich sein sollte und wie es zum Bsp. bei der Anforderung eines Z. vom TC-Trustcenter erfolgt.
OK?
MfG Peter