Gemeinsames Profil Linux / Win7 + FireTray

  • Thunderbird-Version: 24.3.0
    Betriebssystem + Version: openSUSE 13.1 / Windows 7


    Hallo zusammen,


    ich teile mein Thunderbird-Profil zwischen Linux und Windows 7. Das funktioniert auch eigentlich ganz gut. Ich habe in /etc/fstab dazu dmask=0 und fmask=0 eingetragen.


    Allerdings lässt sich die FireTray-Erweiterung nicht installieren, weil die Installationsroutine versucht, die Dateirechte zu ändern:



    Gibt es da eine "saubere" Lösung für?


    Danke im Voraus!

  • Hallo Unhold,


    gleich vorweg:


    Zitat von "Unhold"


    Gibt es da eine "saubere" Lösung für?


    Nein, die Installation dieser Erweiterung in einem geteilten Profil ist keine gute Idee, weil sie spezifisch für Linux ist. Keine Ahnung wie Windows auf so etwas reagiert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Windows etwas damit anfangen an, wenn diese Erweiterung versucht, den TB in den Linux-Tray zu schicken. Ich würde die Finger davon lassen.


    Zu Deinem Rechteproblem ...


    Dir ist klar, dass NTFS eine vollkommen andere Rechteverwaltung hat als Linux? Die Rechte werden im Normalfall nur simuliert und nicht im Dateisystem abgelegt. Sie sind also flüchtig und können für die nächste Session ganz anders gesetzt werden. Wenn also eine linuxspezifische Erweiterung versucht, Rechte zu setzen, kann Windows damit herzlich wenig anfangen.


    Eine Rechtevergabe oder -änderung auf Dateiebene ist standardmäßig nicht möglich. Die per umask vergebenen Rechte gelten für die gesamte NTFS-Partition. Sofern Du nichts anderes festlegst, wird für beim Booten eingebundenen NTFS-Partitionen automatisch der jeweilige Benutzer Eigentümer, alle anderen bekommen nichts (umask=0077). Und da Du somit eh volle Rechte hast und auch vergeben willst, brauchst Du auch keine Masken setzen, zumal sie auf Datei- oder Verzeichnisebene eh keine Wirkung haben.


    Für OpenSuse weiß ich es nicht, für Ubuntu gibt es seit Version 10 oder so Treiber, mit denen sich eine echte Rechteverwaltung für NTFS verwirklichen lässt (also mit SID, ACL und gegenseitiger Anerkennung). Aber willst Du das wirklich? Damit bekommst Du diese Erweiterung vielleicht ans Fliegen, aber wenn Du Pech hast, fliegt der TB unter Windows mit, weil diese Erweiterung nunmal für Linux ist.


    Gruß


    Susanne

  • Zitat von "SusiTux"


    Nein, die Installation dieser Erweiterung in einem geteilten Profil ist keine gute Idee, weil sie spezifisch für Linux ist. Keine Ahnung wie Windows auf so etwas reagiert, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Windows etwas damit anfangen an, wenn diese Erweiterung versucht, den TB in den Linux-Tray zu schicken. Ich würde die Finger davon lassen.


    Hmm, gibt es wohl eine andere Lösung für das Problem? TB nimmt in der Taskleiste doch schon ziemlich viel Platz weg!


    Zitat von "SusiTux"


    Zu Deinem Rechteproblem ...


    Dir ist klar, dass NTFS eine vollkommen andere Rechteverwaltung hat als Linux? Die Rechte werden im Normalfall nur simuliert und nicht im Dateisystem abgelegt. Sie sind also flüchtig und können für die nächste Session ganz anders gesetzt werden. Wenn also eine linuxspezifische Erweiterung versucht, Rechte zu setzen, kann Windows damit herzlich wenig anfangen.


    Naja, mit Dateisystemen kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich weiß dass die Rechtesysteme nicht kompatibel sind. Daher habe ich unter openSUSE die Windows-Partition auch mit Vollzugriff eingebunden, um solche Probleme von vornherein auszuschließen, aber das bringt wohl nichts, wenn ein Programm versucht, die Dateirechte selbst zu ändern...


    Zitat von "SusiTux"


    Für OpenSuse weiß ich es nicht, für Ubuntu gibt es seit Version 10 oder so Treiber, mit denen sich eine echte Rechteverwaltung für NTFS verwirklichen lässt (also mit SID, ACL und gegenseitiger Anerkennung). Aber willst Du das wirklich? Damit bekommst Du diese Erweiterung vielleicht ans Fliegen, aber wenn Du Pech hast, fliegt der TB unter Windows mit, weil diese Erweiterung nunmal für Linux ist.


    Nein, so wichtig ist es nicht, genau diese Erweiterung zum Laufen zu bekommen, aber wäre nicht schlecht, wenn ich es irgendwie hinbekäme, dass Thunderbird auch unter Linux (KDE) in die Kontrollleiste minimiert.


    Und danke für die Antwort.

  • Zitat von "Unhold"

    Hmm, gibt es wohl eine andere Lösung für das Problem?


    Vielleicht, aber das wäre ein Weg, den wir nur sehr erfahrenen Anwendern empfehlen, weil dabei das Profil in zwei bzw. drei Teile geteilt wird. Verwendest Du IMAP oder POP? (Nicht, dass danach nicht schon bei der Eröffnung des Fadens gefragt worden wäre ;-))

  • Zitat von "SusiTux"

    Verwendest Du IMAP oder POP?


    IMAP, aber wenn es geht, sollen die Nachrichten überall auch lokal verfügbar sein! Hmm... jetzt wo ich darüber nachdenke, wären zwei völlig separate Profile also eigentlich auch möglich...



    Zitat von "SusiTux"

    (Nicht, dass danach nicht schon bei der Eröffnung des Fadens gefragt worden wäre ;-))


    Ja, hab ich nicht angegeben, weil meine ursprüngliche Frage ja eigentlich gar nichts mit den E-Mail-Konten zu tun hat. Asche auf mein Haupt... Und jetzt verwende ich zwar gerade aussschließlich IMAP, aber das kann sich theoretisch auch wieder ändern.

  • Zitat von "Unhold"

    ... jetzt wo ich darüber nachdenke, wären zwei völlig separate Profile also eigentlich auch möglich...


    Genau. Damit hast Du die E-Mails zwar noch nicht so ganz lokal verfügbar, aber das wäre die einfachste Lösung. Du kannst in beiden Profilen das lokale Bereithalten aktivieren, dann hättest zumindest eine Art lokalen Cache der IMAP-Ordner, allerdings halt doppelt und lediglich als Spiegelbild dessen, was sich in dem jeweiligen IMAP-Ordner befindet. Löschen auf der eine Seite bewirkt auch das Löschen auf der anderen Seite.


    Wenn Du die E-Mails wirklich lokal haben willst, unabhängig vom IMAP-Server oder vielleicht sogar als lokales Archiv, dann kannst Du das erreichen, in dem Du zwar zwei Profile verwendest, die sich aber das Konto "Local Folders" teilen. Damit lassen sich dann in beiden Profilen auch jeweils unterschiedliche Erweiterungen installieren.


    So weit, so gut. Diese Option, das Profil zu zerteilen, ist zwar im TB vorgesehen und funktioniert auch einwandfrei, sie setzt allerdings voraus, dass man sich mit dem TB und der Struktur des Profils auskennt. Spätestens beim Backup/Restore muss man wissen, wo dann welche Dateien gespeichert sind. Das hat hier schon einigen echte Probleme bereitet. Im Problemfall greifen auch die Standardhilfen nicht mehr ohne weiteres, weil dabei zunächst stets von einer "normalen" Installation ausgegangen wird, also davon, dass sich die Lokalen Ordner innerhalb des Profils befinden. Deshalb wird hier in der Regel von diesem Vorgehen abgeraten. Aber es funktioniert. Ich mache das seit langem so.

  • Zitat von "SusiTux"

    Genau. Damit hast Du die E-Mails zwar noch nicht so ganz lokal verfügbar, aber das wäre die einfachste Lösung. Du kannst in beiden Profilen das lokale Bereithalten aktivieren, dann hättest zumindest eine Art lokalen Cache der IMAP-Ordner, allerdings halt doppelt und lediglich als Spiegelbild dessen, was sich in dem jeweiligen IMAP-Ordner befindet. Löschen auf der eine Seite bewirkt auch das Löschen auf der anderen Seite.


    Ein Problem gibt es noch... ich verschieb bestimmte Nachrichten regelmäßig in lokale Ordner. Das gibt natürlich ein durcheinander, wenn ich das mal unter Windows und mal unter Linux mache...


    Zitat von "SusiTux"


    Wenn Du die E-Mails wirklich lokal haben willst, unabhängig vom IMAP-Server oder vielleicht sogar als lokales Archiv, dann kannst Du das erreichen, in dem Du zwar zwei Profile verwendest, die sich aber das Konto "Local Folders" teilen. Damit lassen sich dann in beiden Profilen auch jeweils unterschiedliche Erweiterungen installieren.


    So könnte es gehen.


    Zitat von "SusiTux"


    So weit, so gut. Diese Option, das Profil zu zerteilen, ist zwar im TB vorgesehen und funktioniert auch einwandfrei, sie setzt allerdings voraus, dass man sich mit dem TB und der Struktur des Profils auskennt. Spätestens beim Backup/Restore muss man wissen, wo dann welche Dateien gespeichert sind. Das hat hier schon einigen echte Probleme bereitet. Im Problemfall greifen auch die Standardhilfen nicht mehr ohne weiteres, weil dabei zunächst stets von einer "normalen" Installation ausgegangen wird, also davon, dass sich die Lokalen Ordner innerhalb des Profils befinden. Deshalb wird hier in der Regel von diesem Vorgehen abgeraten. Aber es funktioniert. Ich mache das seit langem so.


    Ist vielleicht in Aussicht, dass dieses ganze "profile sharing" mal ordentlich von TB und FF unterstützt wird? Auch wenn man froh sein sollte, dass es solche Anwendungen überhaupt für Lau gibt. Aber ich befürchte, die Nachfrage nach solchen Features ist wohl nicht groß genug...