Hallo anti-neutrino,
da du ja einen "eigenen Mailserver" betreibst, muss ich dir ja bestimmt nicht den Unterschied zwischen pop3 und imap erklären ![]()
Handelt es sich dabei um einen Server bei einem vertrauenswürdigen etablierten Provider und dort vielleicht auch noch um einen Tarif für Geschäftskunden, dann kannst du sicher sein, dass dieser mehr Ressourcen in die Sicherung der Daten seiner Kunden steckt, als es dir als Privatperson möglich ist.
Ich nehme mal als Gegenpol den "Billigheimer", der dich bei einem Datenverlust im Regen stehen lässt. Irgendwo dazwischen befindest du dich.
Und im Vergleich zu den o.g. Gegebenheiten und der Bedeutung, die du deinen Mails beimisst, musst du deine persönliche Sicherungsstrategie ansiedeln.
Auf einem Netbook sind die Grenzen natürlich recht eng gesteckt.
Auf dem Hauptrechner sieht es da schon ganz anders aus.
Ich mache das so:
- Alle meine Mails (auch mal über andere Konten gekommene) liegen auf dem imap-Server. Alles in entsprechende Unterordner einsortiert und auf den Server geschubst.
- Auf dem Notebook fahre ich imap-pur. (könne natürlich "offline verfügbar" halten, aber bislang hat UMTS/EDGE immer funktioniert)
- Auf dem Desktop-Rechner habe ich natürlich auch imap, aber alle durch mich als "wichtig" (=aufhebenswert) eingestufte Mails lasse ich per Filter zusätzlich in meinen lokalen Ordnern lokal speichern.
Du kannst dazu selbstverständlich das erwähnte pop3-Konto beibehalten. Solltest aber jeglichen Abruf-Automatismus deaktivieren und auch dieses Konto aus dem manuellen Abruf ausschließen. Und natürlich, trotz des Nicht-Nutzens des Abrufs, das Löschen der Mails auf dem Server deaktivieren.
Die in diesem Konto bereits gespeicherten 3000 Mails kannst du (musst du aber nicht unbedingt) per Maus in den Poasteingang des imap-Kontos oder viel besser, in die entsprechenden dort vorhandenen Unterordner kopieren. Gehe das aber langsam an, nicht alle auf einmal! Hier musst du einen Kompromiss zwischen verfügbarem Platz auf dem Server und der Notwendigkeit der Verfügbarkeit dieser Mails auf dem Netbook machen.
Bis jetzt haben wir kein Wort über Backup und Archiv verloren.
Du hast jetzt alle deine (wichtigen = aufhebenswerten) Mails sowohl auf dem Server als auch in deinem lokalen Profil des Hauptrechners gespeichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Rechenzentrum "abbrennt" und gleichzeitig die HD deines Hauptrechners den Geist aufgibt ist relalativ gering, aber vorhanden. Jetzt kommt deine oben angeregte Überlegung ins Spiel.
Ob du jetzt dein persönliches Thunderbird-Userprofl täglich beim Herunterfahren, jede Woche einmal oder überhaupt nicht sicherst (natürlich immer auf ein externes Speichermedium) musst du selbst entscheiden. Mir persönlich reicht eine wöchentliche Sicherung auf eine USB-HD, welche nur für diesen Zweck angesteckt und danach auch wieder entfernt wird (=> Blitzschutz!).
OK?
MfG Peter