Zeichensatz-Angaben in Betreffszeilen

  • Hallo,


    Vorallem bei einigen Newslettern kommt es vor, dass die Versender neben der Charset-Angabe unter Content-Type auch eine Charset-Angabe in den Betreff der E-Mail einbauen. Dies geschieht im Format "=?iso-8859-1?Q?Betreff der E-Mail?=". Während zum Beispiel Outlook Express dies entsprechend interpretiert und umsetzt (sichtbar ist nur der eigentliche Betreff, die Charset-Angabe wird nicht als Teil des Betreffs dargestellt), zeigt Thunderbird diese zusätzliche Information als normalen Text an. Dies sieht natürlich einerseits nicht gerade schön aus, aber hinzu kommt noch, dass bei solchen E-Mails die Umlaute im Betreff nicht korrekt dargestellt werden, da sie wahrscheinlich eben als iso-8859-1 kodiert sind, während sie Thunderbird als iso-8859-15 interpretiert.


    Gibt es eine Möglichkeit, Thunderbird beizubringen, diese Angaben korrekt zu verarbeiten?


    Besten Dank!

  • Hallo,
    ich verstehe nicht, was du meinst.
    Poste den Header (ausschnittsweise)aus OE und dann aus TB zum Vergleich.
    Z.B. sehen die Header bei mir in TB und OE so aus:
    Content-Type: text/plain;
    format=flowed;
    charset="iso-8859-15";
    reply-type=original
    Content-Transfer-Encoding: 7bit


    Zitat

    dass die Versender neben der Charset-Angabe unter Content-Type auch eine Charset-Angabe in den Betreff der E-Mail einbauen


    Wie bitte? Du meinst mit Charset ist die Schiftart gemeint?
    Keineswegs, es ist die Zeichenkodierung. Es gibt keine Schriftart im Header, die bestimmt der Empfänger. Die Schriftart in HTML-Mails ist etwas ganz anderes.

    Zitat

    ber hinzu kommt noch, dass bei solchen E-Mails die Umlaute im Betreff nicht korrekt dargestellt werden, da sie wahrscheinlich eben als iso-8859-1 kodiert sind, während sie Thunderbird als iso-8859-15 interpretiert.


    Was erzählst du denn da? iso-8859-15 enthält alle Zeichen, die auch in 8859-1 vorhanden sind und noch ein paar mehr etwa das € - Zeichen.


    TB interpretiert die Zeichensätze, so wie sie vom Versender-PC oder Server deklariert wurden. Ist die Deklaration vorhanden und korrekt, wird sie auch richtig von TB dargestellt.


    Außerdem wird immer und überall darauf hingewiesen, dass Umlaute im Header nichts zu suchen haben, obwohl es trotzdem oft korrekt funktioniert. Es gibt dies betreff keine Inkompatibilitätsprobleme zwischen OE und TB, wohl aber z.B. wenn es sich um alte Betriebssysteme handelt, zu denen auch Server gehören können.
    Weiterhin spielt aucht die Art des Betriebssystem (Apple, Linus) dabei eine gewichtige Rolle.
    In den meisten Fällen tritt der Fehler auf, wenn Die Zeichensätze falsch deklariert sind. Nimmt z.B. der Versender UTF-8 und die Deklaration geht schief, kann ein Mailklient nur noch raten, was er nehmen soll. rät er falsch, sind die Sonderzeichen auch im Body futsch.
    Wenn du absolut sicher sein willst, dass Sonderzeichen richtig gelesen werden können, dann schreibe in Ascii, also komplett ohne Umlaute.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Ich weiss schon, wovon ich rede. Mir gehts um Folgendes:


    Zitat

    Since RFC 2822, message header names and values are always ASCII characters; values that contain non-ASCII data must use the MIME encoded-word syntax (RFC 2047) instead of a literal string. This syntax uses a string of ASCII characters indicating both the original character encoding (the "charset") and the content-transfer-encoding used to map the bytes of the charset into ASCII characters.


    The form is: "=?charset?encoding?encoded text?=".


    Genau das machen einige Versender von Newslettern in der Betreffszeile. Zurecht. Und selbst wenn nicht, habe ich darauf keinen Einfluss, ich bin nur der Empfänger. Jedoch sind Umlaute in Headern heute alltäglich und standardkonform, schliesslich gibts schon Domains mit Umlauten drin. Fakt ist, Outlook weiss damit umzugehen, Thunderbird ignoriert es. Es handelt sich nicht um eine falsche Deklaration, die nicht funktioniert, sie wird von Thunderbird einfach gar nicht als solche erkannt.


    Der Header in Outlook ist der selbe wie in Thunderbird, da es sich um die gleiche Mail handelt, die von den beiden Clients unterschiedlich dargestellt wird. Ein Beispielheader:


    from: "Absender" <name@domain.com>
    to: "Empfänger" <name@web.de>
    date: 11 Oct 2006 02:56:29 +0200
    subject: =?iso-8859-1?Q?Gerhard Schr=F6der und Lieschen M=FCller gew=E4hlt?=
    content-type: text/plain; charset=iso-8859-1
    content-transfer-encoding: quoted-printable


    Zitat

    Was erzählst du denn da? iso-8859-15 enthält alle Zeichen, die auch in 8859-1 vorhanden sind und noch ein paar mehr etwa das € - Zeichen.


    Falsch, einige Zeichen wurden ersetzt. Die deutschen Umlaute sind jedoch identisch und sollten deshalb korrekt angezeigt werden, da hast du recht. Dass Thunderbird das Ganze als iso-8859-15 interpretiert, war mein ersten Schuss ins Blaue, da dies die eingestellte Standard-Kodierung ist. Dann ist es meinetwegen etwas anderes, eigentlich auch belanglos. Solange Thunderbird irgendetwas anderes als den deklarierten Zeichensatz nimmt, läuft etwas falsch.

  • Hallo,
    du hast unter Ansicht, Zeichenkodierung, Automatisch bestimmen, "Universell" aktiviert?
    Was hast unter Extras, Einstellungen, Ansicht, Schrift aktiviert?
    Wenn du da etwas angehakt hast, kann es leicht zu solchen Fehlern kommen
    Zum Lesen:
    http://www.msexchangefaq.de/internet/codierung.htm
    http://www.rhusmann.de/kuerzel/kuer20j2.htm
    http://www.zid.tuwien.ac.at/zidline/zl04/umlaute.html


    Zitat

    Jedoch sind Umlaute in Headern heute alltäglich und standardkonform, schliesslich gibts schon Domains mit Umlauten drin.


    Richtig aber nur wennman ein Betriebssystem auf dem neuesten Stand hat.


    Was meinst du wie viele Server und PC noch mit Win98 laufen?
    Umlaute in Domains werden von den meisten Mailklienten ohne Spezialtool noch nicht verarbeitet.




    Zitat

    Outlook weiss damit umzugehen, Thunderbird ignoriert es. Es handelt sich nicht um eine falsche Deklaration, die nicht funktioniert, sie wird von Thunderbird einfach gar nicht als solche erkannt.


    O je, nicht mal Outlook und Outlook Express sind vollkommen miteinander kompatibel.
    Von den Problemen , die das verbreitete Lotus Notes erzeugt, ganz zu schweigen.
    Erzähle mir bitte nichts von Standards.


    Bei mir laufen alle Mails zuerst nach TB und dann nach OE (alle IMAP).
    Ich erinnere mich nicht an eine einzige Mail, in der TB etwas anderes angezeigt hat als OE. Und ich bekomme sehr viele Newletters.
    Was Outlook angeht, kann ich nicht mit reden. Was es aber schon bei Anhängen für Probleme gab lies hier:
    http://oe-faq.de/?56FAQ:2.11


    Noch etwas. welche "Sicherheitssoftware" läuft bei dir, die Mails abscannt?


    Gruß

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  • Noch etwas:
    quoted-printable (7-bit encoding) lässt daraus schließen, dass die Mail in HTML geschrieben ist, auch wenn man das an deinem geposteten Header nicht erkennen kann.
    Bestelle dir die Newsletter in plain-Text und und es wird klappen.
    Für HTML-Mails gibt es bis heute keinen Standard.
    Und. mir fehlt in deinem Posting die Angabe über MIME.
    Gruß

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  • Habe gerade eine Spammail gekommen, die im Quelltext absolut korrekt dargestellt ist, nicht aber im Nachrichtentext. Alle Umlaute sind falsch dargestellt.


    Quelltext:


    Nachrichtentext:


    Warum ist es so? Schuld von TB ist es nicht.
    Die Deklarierung ist falsch. Deklariert ist ISO-8859-1.
    Gesendet wurde er aber als UTF-8.
    Stände UTF-8 in der Deklarierung, hätte TB auch richtig angezeigt.
    Gruß

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