[Etwas OT] Die Teergrube

  • Thunderbird-Version: alle
    Betriebssystem + Version: alle
    Kontenart (POP / IMAP): alle
    Postfachanbieter (z.B. GMX): vermutlich alle
    Antivirus-Software: Teergrube
    Hallo zusammen,


    da ich heute Langeweile (Bereitschaft, und kein Kunde ruft an. daß seine Datenbank kaputt ist) habe, habe ich mal ein paar Sachen zum Thema Spam gelesen, z.B. über die Teergrube von Lutz Donnerhacke.
    Schon der Name klingt danach, wohin man sich die Spammer wünscht :flamingdev:
    Scheint ein interessanter Ansatz zu sein, wobei natürlich klar ist, daß das "Wettrüsten" nie aufhören wird. Trotzdem:

    Zitat

    Einige hundert Teergruben machen das Versenden von UBE weltweit schwierig bis unmöglich, ohne den normalen E-Mail Transport zu gefährden.

    Das wäre doch unglaublich? Warum macht es niemand?
    Auf der anderen seite habe ich den Verdacht, daß die üblichen Verdächtigen wie GMX, Web.de, freenet.de, oder noch schlimmer, AOL und Yahoo, einfach nicht auf der Höhe der Zeit sind. Sie sperren dann halt irgedneinen IP-Bereich, wo gerade eine Spammwolke losgetreten wurde, verärgern tausende unschuldige Kunden (die Schuldigen, die in einem Botnetz sind, nicht mitgerechnet), und hoffen, daß der Spuk vorbeigeht.
    Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: der Ansatz klingt interessant. Muß man die üblichen Verdächtigen erstmal draufstoßen? Lesen die keine Fachartikel? Oder ist das schon kalter Kaffee?


    Und noch etwas off-topic von einem anderen Autoren, dem man zuhören sollte: Warum geben Nigeria-Connection-Spammer zu, in Nigeria zu sitzen? Bruce Schneier weiß es, aber lest ruhig den ganzen Newsletter!


    Schönen Sonntag noch,
    muzel

    Einmal editiert, zuletzt von muzel ()

  • Hi muzel,


    das Thema "Teergrube" ist schon recht alt. Ich kann mich gut an den Hype erinnern, als dieses Thema hochkam.
    Sicherlich nutzen die oder zumindest einige Provider dieses Prinzip. Aber dass das Spam-Problem mit einigen Hundert Teergruben "gelöst" werden kann ist wohl im Reich der Fabel anzusiedeln. Die Spammer investieren sehr viel Geld, um ihren Müll los zu werden. Die Gegenseite investiert noch mehr Geld, um ihn zu bekämpfen. Aber sie können nur reagieren und bleiben immer "2. Sieger".


    Sehen wir es mal so: Nach unterschiedlichen Quellen sind 80-90% aller durchs Netz laufenden Mails Spam. Manche Quellen schreiben sogar 95%. Ich kann nur von mir sprechen und bei mir kommen pro Woche ca. 300 Mails an. Und dabei vielleicht 3-5 unerwünschte. Da kann ich nur mit Hochachtung von der Leistung derer Sprechen, die diesen Müll blockieren!



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter,
    ja. leider gab es weder in dem verlinkten Artikel noch bei Wikipedia einen Hinweis, wie alt die Technik ist, und wie weit das Wettrüsten inzwischen fortgeschritten ist. Techniken wie Black, White- und Greylisting sind ja auch schon uralt (10, oder schon 20 Jahre?) und helfen nur bedingt, wenn der Spamanteil über 90% liegt.
    Trotzdem bleibt die Frage, ob es sich nicht manche Provider durch simple IP-Sperren zu leicht machen.
    Auch wenn's ein anderes Thema ist, kürzlich beim DNS-Poisoning war man auch sehr "behutsam" und hat lange gewartet mit dem Abschaltten, um nur ja keinen Kunden zu erschrecken. Manchen Leuten sollte man aber ihr "Spielzeug" schneller wegnehmen, wenn sie damit anderen schaden.
    Grüße,
    muzel


    P.S. Die Witwe von Arafat hat mir gemailt. Sie will mit mir die geerbten Millionen, die nur noch von einer Schweizer Bank geholt werden müssen, verprassen. Soll ich...?

  • Die Witwe soll wohl noch recht jung sein ... ;-)

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