Frage zu IMAP un dem Speichern in "Gesendete Objekte"

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 31.5.0
    * Betriebssystem + Version: Windows 8.1 Pro
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): Hosteurope
    * Eingesetzte Antivirensoftware: Windows Defender
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): Windows Firewall


    Hi,


    vielleicht ist die Frage ja doof, aber ich denke, dass IMAP ja eigentlich einen Vorteil bieten müsste, der den folgenden Sachverhalt angeht.
    Wenn ich über einen Webmailer eine Email versende - z.B. auch mit größerem Anhang -, dann muss nur vor dem Versenden der Anhang hochgeladen werden und sobald die Email verschickt ist, landet sie auch ohne weitere Zeitverzögerung im Postfach für gesendete Objekte. Wenn ich jedoch mit Thunderbird versende, verschikt es erst die Nachricht und DANN geht das Ganze hochladen quasi wieder von vorne los, damit es unter den gesendeten Objekten landet. Unnötig doppelter Traffic quasi. Im Prinzip sollte das doch gar nicht mehr nötig sein, wenn es clever implementiert ist? Läuft ja über IMAP, sollte nicht anders sein als beim Webmailer. Oder stelle ich mich doof an und habe etwas falsch konfiguriert?


    Dank vorab für Erleuchtung!

  • Hallo,

    Zitat

    Wenn ich über einen Webmailer eine Email versende - z.B. auch mit größerem Anhang -, dann muss nur vor dem Versenden der Anhang hochgeladen werden und sobald die Email verschickt ist, landet sie auch ohne weitere Zeitverzögerung im Postfach für gesendete Objekte.

    .


    Ich könnte jetzt antworten: "ja auf der Webseite...!". Tue ich auch, aber die Ursachen sind recht vielfältig und haben mir eine beschränkten Kommunikation zwischen Thunderbird und dem SMTP-Server - im Gegensatz zu den HTTP-Servern auf der Webseite - zu tun.
    Mit anderen Worten: bei dem einen Mailanbieter gibt es nie Probleme beim Versenden und bei anderen ja.
    Beim Senden von der Webseite gibt es keinen beteiligten Mailklienten, oder?
    Der Mailklient möchte die gesendete Mails speichern und der Server ebenfalls. Und 2 Köche verderben den Brei.
    Oft ist das Ergebnis dieses Konflikts eine Fehlermeldung (konnte nicht gespeichert werden) oder das Versenden wird komplett verweigert.


    Lange Rede kurzer Sinn: wenn dich das stört, kannst du Folgendes machen:


    1) das sog. "Bereithalten von Nachrichten" unter > Extras > Konteneinstellungen > Synchronisation & Speicherplatz abstellen
    Da jetzt keine Mails mehr von Thunderbird im Profilordner gespeichert werden, tritt auch kein doppelter Speichervorgang ein, denn die gesendete Mail liegt nur noch auf dem Server und wird von dort nur bei Bedarf temporär(!) heruntergeladen, größere Anhänge erst auf Nachfrage und nach dem Lesen wieder gelöscht.


    2) Das Speichern der versendeten Mails seitens Thunderbird abstellen:
    Extras > Konteneinstellungen > "Kopien & Ordner"


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Danke! Schlau wär's doch dann - um das Bereithalten als Option nicht zu verlieren-, wenn beim Versenden von Nachrichten die Versendete Nachricht durch Thunderbird nur lokal im Profil gespeichert würde, wenn Sie ja sowieso auf dem Server liegt, oder?...Oder wenn das nicht geht, dann eher nach dem Versand die Nachricht vom Server herunterladen, statt nochmal hochzuladen (Download ist ja meist schneller als Upload)...

  • Zitat

    Schlau wär's doch dann - um das Bereithalten als Option nicht zu verlieren-,

    .
    Welchen Vorteil hat für dich diese Funktion?
    Versprich dir davon keine zusätzliche Sicherheit: löschst du Mails auf dem Server oder auf dem Smartphone, werden auch die Mails in Thunderbird gelöscht, wenn sie sich im IMAP-Konto befinden.
    Wenn du das "Bereithalten von Nachrichten" aktiviert hast, brauchst du die Speicherfunktion für gesendete Mails seitens Thunderbird nicht mehr.
    Die gesendete Nachricht liegt ja schon auf dem Server und spätestens beim Klick darauf wird sie heruntergeladen. Beim Bereithalten dauerhaft und auch ohne Anklicken.
    Ganz habe ich deinen Wunsch allerdings nicht verstanden, sorry.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Naja, Du hast Recht - das Bereithalten ist oft nicht nötig. Aber wenn mal Mal unterwegs ist, kein Internet hat...Oder am Server Wartungsarbeiten durchgeführt werden...Hat man keinen Zugriff auf seine Mails. Ich arbeite z.B. oft im Zug ohne Netzabdeckung und passe Projekte so an, wie der Kunde möchte und per Email festgehalten hat. Wenn ich im Zug keinen Zugriff auf die Mail hätte, müsste ich umständlicherweise vorab die wichtigen Mails manuell irgendwo auf meine Festplatte legen. Das Bereithalten macht also manchmal Sinn. Da wäre es doch eigentlich sinnvoll, die Thunderbird Vorgehensweise beim Versenden in die Richtung zu optimieren, wie mein Vorschlag oben...Ich habe jedoch als Leie keine Ahnung, ob das andere Schwierigkeiten mit sich brächte :)

  • Hallo c0cllc,


    Wenn ich über einen Webmailer eine Email versende [...] dann muss nur vor dem Versenden der Anhang hochgeladen werden [...] Wenn ich jedoch mit Thunderbird versende, verschikt es erst die Nachricht und DANN geht das Ganze hochladen quasi wieder von vorne los, damit es unter den gesendeten Objekten landet. Unnötig doppelter Traffic quasi.


    Das liegt in der Natur der Sache oder, besser gesagt, der Protokolle. Für das Senden und den für den Empfang von E-Mails sind 2 verschieden Server zuständig. Server heißt hier nicht unbedingt, dass es zwei physikalisch unterschiedliche Systeme sind. Ein Server ist häufig in Software realisiert.


    Wenn Du eine E-Mail empfängst, dann wird dazu der IMAP- oder POP-Server (der Posteingangsserver) kontaktiert und die E-Mail von diesem abgerufen. Dieser Server, auf dem Deine E-Mails aufbewahrt werden, ist im Fall von IMAP auch für die Organisation innerhalb der Ordner zuständig. Ein Mailclient wie der TB erlaubt es Dir, direkt auf diesem Server zu arbeiten, z.B. auch, dort Nachrichten in andere Ordner zu kopieren.


    Wenn Du eine E-Mail sendest, dann wird diese an den SMTP-Server (den Postausgangsserver) übergeben. Das ist ein anderer Server. Er kümmert sich um die Zustellung an die angegebenen Adressaten. Du sendest also nicht direkt an das Empfängerkonto. Sendest Du an mehrere Empfänger, musst Du die E-Mail nur einmal an den SMTP übergeben. Der Server kümmert sich darum, dass die E-Mail an alle Adressaten gesendet wird. Das bedeutet, dass auch ein Anhang nur einmal gesendet wird, auch dann, wenn Du Dich selbst auf cc setzt.


    Das Kopieren einer Nachricht in einen anderen Ordner auf dem IMAP-Server muss aber eben auf diesem IMAP-Server erfolgen. Wenn Du nun eine E-Mail an Empfänger A sendest, dann weiß Dein IMAP-Server nichts davon. Deshalb muss der Mailclient diese E-Mail zusätzlich auf IMAP-Server laden, wenn Du dort eine Kopie haben möchtest. Wie oben erwähnt, ist das nicht nötig, wenn Du diese E-Mail gleich an Dich mit sendest und diese dann auf dem Server in einem anderen Ordner kopierst.


    Bei einem Webclient ist das anders. Da bist Du bist ja bereits bei Deinem Provider. Dieser Webclient hat im Hintergrund Zugriff auf beide Server und kann Deine E-Mail auch an beide in einem Rutsch übergeben.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo SusiTux,


    besten Dank, jetzt wird es mir klar. Ich habe jetzt auch einige Tests gemacht und festgestellt, dass bei deaktivierter Bereithaltung und Abstellen des Speicherns in den "Gesendet" Ordner, weder lokal noch auf dem Server die Nachricht abgelegt wird. Somit ist die einzige Möglichkeit tatsächlich, sich selbst in CC o.Ä. zu setzen. Ich verstehe nun, dass es so ist. Dass es jedoch nach 30 Jahren Emails immernoch so ist, erschreckt mich schon etwas. Schließlich führt diese "Kleinigkeit" - wenn man bedenkt, wie viele Menschen Outlook, Thunderbird und ähnliche Clients nutzen- zu einer Verdoppelung des weltweiten E-Mail Traffics...Dabei müsste nur eine, meiner Meinung nach, einfache Funktion in den jeweiligen Server (SMTP zu IMAP) integriert werden, um diesen Prozess lokal beim Provider abzuwickeln - ganz wie im Webmailer...