Anhänge mit wählbarer Anwendung öffnen

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 38.4.0
    * Betriebssystem + Version: Ubuntu 14.4
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    * Postfachanbieter (z.B. GMX):
    * Speicherdienst (z.B. Dropbox):
    * Eingesetzte Antivirensoftware:
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):


    Hallo,
    ich möchte Anhänge in Thunderbird mit einer Anwendung meiner Wahl öffnen. Üblicherweise empfiehlt mir Thunderbird eine Stadardanwendung, die brauchbar ist. Aber nicht immer. Natürlich kann ich den Menüeintrag "Andere..." wählen. Ich würde nun erwarten, dass sich hernach eine Auflistung der auf dem Rechner installierten Programme öffnet, unter denen ich eins auswählen kann. Stattdessen öffnet sich jedoch ein File-Browser an einem beliebigen Ort der Ordner-Hierarchie, gefüllt mit beliebigen Dokumenten. Dort kann ich mir sogar die "zuletzt verwendeten" Dokumente anzeigen lassen - alles völlig unzweckmäßig, weil sich die installierten Programme im Dschungel der Daten für einen Unkundigen nicht finden lassen. Es ist völlig unmöglich, hier ein installiertes Programm zu finden, mit dem sich die Datei öffnen ließe.
    Wie gehe ich vor, dass ich über den Dialog "Andere..." eine angehängte Datei mit einer von mir gewählten Anwendung öffnen kann?
    Danke für eure Hilfe,
    lorbeerbund

  • Hallo lorbeer,


    wenn Du nicht die Standardanwendung verwenden willst, woher soll der TB wissen, welches Programm Du dafür verwenden möchtest und wo es liegt?
    Es könnte sich ja um ein Programm handeln, welches Du irgendwo auf dem Rechner abgelegt hast. Ich habe ein paar selbstgeschriebene Programm, z.B. eines, welches ein bestimmtes CAD-Format in ein anderes konvertiert. Davon "wissen" weder der TB noch mein Linux etwas. Der Auswahldialog ist somit die richtige Art, das gewünschte Programm auszuwählen. Ich weiß ja, wo ich meine eigenen Programme abgelegt habe.


    ... alles völlig unzweckmäßig, weil sich die installierten Programme im Dschungel der Daten für einen Unkundigen nicht finden lassen.

    Egal ob man nun Linux, Windows, OS X oder ein anderes Betriebssystem verwendet, ich bin eine Freundin davon, dass man sich mit den allernötigsten Grundlagen vertraut macht, z.B. damit, wo jeweils bestimmte Daten oder Programme gespeichert werden. Das schadet zumindest nicht.


    In Deinem Fall findest Du das Programm vermutlich unter usr/lib/ .


    Gruß


    Susanne

  • Hallo,


    ich sehe hierin

    ich möchte Anhänge in Thunderbird mit einer Anwendung meiner Wahl öffnen.

    das Problem. Man sollte niemals Anhänge im Client öffnen, sondern sie zuvor abspeichern, dann kann man sie gegfls. erst scannen und dann mit den Betriebssystemmitteln eine Anwendung zum öffnen wählen.

  • Hallo,


    danke für eure Versuche, mir zu helfen.


    Vorab möchte ich darum bitten, sich nicht zu eilig anhand meines Postings ein Urteil über mich und meine Kenntnisse zu bilden. Nicht umsonst heißt es "Do not judge too early!". Eine Äußerung wie "...ich bin eine Freundin davon, dass man sich mit den allernötigsten Grundlagen vertraut macht..." zeugt möglicherweise von einer Menge Computerkenntnis, ist jedoch kein Ausweis für größere Menschenkenntnis.


    Da Susi das Tux im Namen trägt, wird sie sicher wissen, dass Ubuntu eine zentrale Software-Verwaltung hat, in der sämtliche installierten Programme eingetragen sind. Schön, dass sie sich Programme selbst schreibt, ich dagegen nutze nur Programme, die von Ubuntu autorisiert sind und deshalb vom System zentral verwaltet werden. Das System kann die verfügbaren Anwendungen anzeigen, z.B. im File-Browser mittels rechtem Mausklick unter "Öffnen mit...".


    Ich hatte erwartet, dass sich auch Thunderbird diese Info aus dem System beschaffen kann, denn woher soll ich bitte wissen, an welcher Stelle genau das System beispielsweise seinen pdf-viewer gespeichert hat. Die zentrale Software-Verwaltung hat ja gerade den Zweck, User von der Notwendigkeit dieses Wissens zu befreien. Solches Wissen als allernötigstes Grundlagenwissen zu bezeichnen, erscheint mir heute eher weltfremd.


    In meinem konkreten Fall öffnet Thunderbird pdf-files standardmäßig mit Libreoffice. Mir ist es bis jetzt nicht gelungen, Thunderbird mitzuteilen, dass es pdf-Dateien künftig standardmäßig mit dem bordeigenen pdf-viewer öffnen soll, weil Thunderbird mir nicht die Möglichkeit gibt, aus einer Liste vom System installierter Anwendungen die von mir gewünschte auszuwählen. Da wirkt auch der Hinweis auf die Sicherheit von Anhängen eher wie eine Ausflucht. Grundsätzlich werden bei mir nur Anhänge von absolut vertrauenswürdigen Absendern heruntergeladen. Andere Anhänge werden schon auf dem Server aussortiert und gelöscht. Mein Problem mit der Standardanwendung für pdf-files in Thunderbird bleibt davon unberührt.


    In der Hoffnung, dass meine Frage jetzt klarer geworden ist, bin ich für zielführende Tipps schon jetzt äußerst dankbar!


    Viele Grüße,
    lorbeerbund

  • Hallo lorbeer,


    Da Susi das Tux im Namen trägt, wird sie sicher wissen, dass Ubuntu eine zentrale Software-Verwaltung hat, in der sämtliche installierten Programme eingetragen sind.

    nein, ich gehöre nicht dem Adel an. Man muss mich deshalb auch nicht in der dritten Person ansprechen. Und nochmals nein, was immer Du unter einer zentralen Software-Verwaltung verstehst, dem Betriebssystem sind nicht sämtliche Programme als Applikation bekannt. Das gilt auch für Windows.


    Ich hatte erwartet, dass sich auch Thunderbird diese Info aus dem System beschaffen kann, denn woher soll ich bitte wissen, an welcher Stelle genau das System beispielsweise seinen pdf-viewer gespeichert hat.


    Das ist genau der Punkt, den ich oben ansprach. Es ist nicht überlebenswichtig, das zu wissen. Aber wer nicht weiß, wo in seinem System welche Daten abgelegt sind, der kann halt nicht über den Tellerrand hinausschauen. Er kann dann auch z.B. keine gescheite Datensicherung einrichten oder eben, wie in Deinem Fall, ein Programm, das er benötigt, nicht auswählen.

    In meinem konkreten Fall öffnet Thunderbird pdf-files standardmäßig mit Libreoffice.


    Das hast Du gewiss selbst eingerichtet - vermutlich aus Versehen. Ubuntu bringt als Standardapplikation den Gnome Dokumentenbetrachter "evince" mit. Den benutzt auch der TB, sofern man es nicht verstellt hat. Da evince mit dem Ubuntu mitkommt, findest Du das Programm nicht, wie z.B. den TB, unter usr/lib sondern unter


    usr/bin/evince


    Gruß


    Susanne

  • Klar ist damit zumindest geworden, warum du, liebe Susanne, hier deine Hilfe anbietest. So kannst du dich immer wieder vergewissern, dass du mit Sicherheit nicht zu der großen Mehrheit der Deppen gehörst. :-)


    An anderer Stelle habe ich inzwischen erfahren, dass es zu dem von mir monierten Dialog der Anwendungsauswahl in Thunderbird (und Firefox) einen Bugreport aus dem Jahr 2005 gibt, der auch zehn Jahre später noch "aktiv" ist. Weil ich nur einem Freund helfen wollte und mich das Thema nicht direkt tangiert, werde ich dort keinen Druck machen. Zumindest weiß ich jetzt, dass da noch an einer Lösung gebastelt wird und es entsprechende Einstellmöglichkeiten bei TB noch nicht gibt.


    Danke für die betreffenden Anwendungspfade!


    Fröhliche Weihnachten allerseits und einen Guten Rutsch,
    lorbeerbund

  • So kannst du dich immer wieder vergewissern, dass du mit Sicherheit nicht zu der großen Mehrheit der Deppen gehörst.

    Nicht schlecht!
    Du kennst doch gewiss diese erfolgreichen Sendungen im Fernsehen, in denen sich Leute in der Öffentlichkeit zum Deppen machen? Oder, noch besser, die "Stars", die Beifall dafür bekommen, weil sie geradezu stolz verkünden, in Mathematik stets eine Fünf gehabt zu haben?
    Dahinter steckt genau dieses Konzept. Und es funktioniert. Die Sendungen erreichen stets hohe Einschaltquoten, obwohl man niemanden findet, der sie schaut.
    Zur Erlangung der Gewissheit, dass es größeren Deppen als sich selbst gibt, welche das sogar noch laut verkünden, genügt schon ein Fernseher oder auch das Lesen mancher Beiträge in Foren.


    Du siehst also, in meinem Fall irrst Du. Es ist noch viel schlimmer! Aber das bleibt bitte ein Geheimnis zwischen uns und unseren Psychologen.