unterschiedliche Anzeige der IMAP-Ordner auf verschiedenen Rechnern/ Nutzern

  • Hallo zusammen,
    da ich recht neu hier bin und nur Anwenderkenntnisse der bekannten Programme habe, suche ich hier Antworten und hoffentlich weiterführende Lösungen für mein Problem mit der IMAP-Verwaltung meines Kontos.


    Ich rufe mein E-Mailkonto mit verschiedenen Endgeräten (PC, Tablet, Smartphone) im IMAP-Verfahren ab. Es ist ein Konto mit einem Account, verschiedenen E-Mailadressen (Alias) und entsprechend erstellten Ordnen, wo die Mail per Regel einsortiert wreden.


    Nun möchte ich nicht an jedem Rechner die gleichen Ordner abrufen. Auch sollen die Ordner benutzerbezogen angezeigt werden. Mit anderen Worten, meine Kinder sollen nicht alles Ordner sehen.


    Leider funktioniert das scheinbar nicht mit dem normalen Abo, bzw. Abo-Abmeldung der Ordner. Jede Änderung überträgt sich bei der nächsten Anmeldung auf des andere Profil oder auch auf die Ansicht am anderen Rechner. Die Abos werden scheinbar direkt in meinem E-Mailaccount eingerichtet.


    Da ich bis jetzt noch keine Lösung gefunden habe erhoffe ich mir Antworten auf folgende Fragen:


    1. Welche Einstellungen muss ich vornehmen?
    2. Gibt es eventuell ein Add-on dafür?
    3. Geht das überhaupt bei einem Mailaccount?


    Bei den verschidenen Android-Apps kann ich direkt am Gerät auswählen, welche Ordner angezeigt, bzw. synchronisiert werden.


    Für eure Hilfe bin ich jetzt schon dankbar.


    Vile Grüße, Tilo


    * Thunderbird-Version: 38.5.1
    * Betriebssystem + Version: Win10
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): Mailbox.org
    * Eingesetzte Antivirensoftware: Defender
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): Betriebssystem-intern

  • Halli Tilo,
    und willkommen im Forum!


    Ich rufe mein E-Mailkonto mit verschiedenen Endgeräten (PC, Tablet, Smartphone) im IMAP-Verfahren ab.

    Die einzig richtige Entscheidung!


    Prinzipiell ist es richtig, dass du die im Client anzuzeigenden "Mailordner" mit Datei > Abonnieren einstellen kannst. Bei mir funktioniert das auch perfekt, allerdings lasse ich auch auf allen meinen drei Rechnern immer die gleichen Ordner anzeigen bzw. ausblenden.
    Es ist wohl möglich, dass die eingerichteten Abos auch auf dem Server gespeichert werden. Zumindest ist das bei einigen Providern so. Mir ist das bei 1&1 noch nicht aufgefallen. (Aber wie gesagt, nicht intensiv getestet.)



    Mit anderen Worten, meine Kinder sollen nicht alles Ordner sehen.

    Auch dies ist für einen Vater und Großvater ohne nähere Erklärung nachvollziehbar. Aber auch in genau der anderen Richtung! Auch die Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre und wollen (zurecht) irgendwann einmal nicht mehr, dass "die Alten" ihre Kommunikation mit ihren Freunden mitlesen können.


    Auch wenn es mit dem Abonnieren bei dir perfekt funktionieren würde, solltest du die Intelligenz der Kids nicht unterschätzen. Was glaubst du, wie schnell sie erkannt haben, dass sie mit drei Klicks alle deine Mails "mitlesen" können.
    Fazit: So wird das nix!


    Bessere Lösung:
    Bevor deine Kinder die bequemste Lösung - ein Mailpostfach bei einem großen Amerikanischen Anbieter, dem ich (und wohl auch jeder bewusste Mailbox.org- oder Posteo-Nutzer!) niemals meine Daten (Mails, Kalender und Adressbücher) zum Verwursten hinterherwerfen würde - würde ich ihnen ein seriöses und auch kostenloses Mailkonto bei einem zuverlässigen deutschen Mailprovider einrichten. Da gibt es einen großen Provider, der sich mit einem magentafarbenen (c) "T" schmückt und für jedermann ein derartiges Konto mit riesigem Quota bereithält. Einfach einrichten und fertig.
    Wichtig: Dort sind im Kundencenter (Webseite) zwei wichtige Einstellungen zu tätigen:
    - das Setzen eines so genannten Mailpasswortes für die Nutzung eines Mailclients, und
    - das Deaktivieren des sonst automatischen Löschens von Mails nach 90 Tagen.


    OK?



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter,
    vielen Dank für deine leicht verständliche Antwort.


    Das mit dem werde ich wohlmöglich verwerfen. Da vermute ich, dass das System von mailbox.org recht gut abgeriegelt ist, was auch gut so ist.


    Über ein Alternativkonto hatte ich auch schon nachgedacht. Es ist nur ungünstig, da nur wenig da ich dann parallel mehrere Konten haben muss. Der Zugang wird dann auch schnell verwärt, wenn das Passwort verändert wird.


    Es gab mal E-Mailkonten für Kinder, da wurde man als Elternteil im Hintergrund über die Aktivitäten des Nutzers informiert. Allerdings ist aus dem System irgendwie rausgefallem. Mit meiner Mailbox.or-Lösung habe ich momentan diese Variante nachgebildet, wenn da der Mailverkehr über den Rechner nicht wäre.


    Was hat es mit der Funktion "diesen Ordner synchronisieren" auf sich? vom verständnis hätte ich gesagt, der Ordner wird nicht mit abgerufen.


    Was ist mit dem Inhakt der schon abgerufen wurde?
    Kann man so einen Ordner einfach in der Ansicht ausblenden?


    in erster Linie möchte ich ja vermeiden, das Nachrichten "aus versehen" gelesen werden oder verschwinden.


    Interessant wäre allerdings auch, ob es einen Anbieter gibt, der zwei Nutzer zulässt.


    Gruß, Tilo

  • Da vermute ich, dass das System von mailbox.org recht gut abgeriegelt ist, was auch gut so ist.

    Ich betrachte mailbox.org als einen der besten und vertrauenswürdigsten deutschen Provider.
    Allerdings für die Kids muss das nicht unbedingt sein. Zumal sie ja eh bei deiner beabsichtigten "Lösung" die Schwachstelle der Vertrauenswürdigkeit darstellen würden.



    Es ist nur ungünstig, da nur wenig da ich dann parallel mehrere Konten haben muss. Der Zugang wird dann auch schnell verwärt, wenn das Passwort verändert wird.

    Ich kenne hier Leute, die 20 und mehr Konten im TB verwalten. Ich allein habe ggw. 16 echte Konten eingerichtet. Ein Probleme sehe ich darin nicht.
    Ich sehe auch kein Problem darin, die Mailkonten der Kinder auch auf dem eigenen Rechner sichtbar zu haben. Die Kids sollten das IMHO auch wissen. Und ab einem bestimmten Alter zeigst du ihnen, wie sie bei Provider ein nur ihnen bekanntes PW einrichten können, um die ihnen zustehende Vertraulichkeit zu haben.
    Wir, die Oma meiner Enkel und ich, haben selbstverständlich jeder ein eigenes Benutzerkonto auf unseren drei Rechnern. Und damit auch jeder ein eigenes TB-Profil. Und ich habe zusätzlich zu meinen Mailkonten auch die beiden meiner Frau mit eingerichtet. Nein, nicht deswegen ..., sondern weil sie mich täglich bittet, "noch mal schnell nach ihren Mails zu sehen".


    Ich würde an deiner Stelle im TB zwei Profile anlegen und zwischen denen bei Bedarf umzuschalten. Eins für dich und eines mit den Konten deiner Kids. (Aber nur auf dem PC im Thunderbird. Auf dem Smartphone bzw. Tablet würde ich mir das schenken.)


    Das mit dem Verwehren des Zuganges bei veränderten PW verstehe ich nicht.
    Klar kommst du mit dem falschen PW nicht mehr ins Konto rein. WOWEREIT!
    Aber die langen, kryptischen und garantiert nicht merkbaren Konto-PW sind ja nicht händisch einzuhacken, sondern im PW-Manager des TB zu speichern. Und dieser ist mit einem Masterpasswort zu sichern. Auch die Kids sollten so erzogen werden, dass sie einen solchen nutzen.


    Was hat es mit der Funktion "diesen Ordner synchronisieren" auf sich? vom verständnis hätte ich gesagt, der Ordner wird nicht mit abgerufen.

    Bei IMAP werden alle Ordner eines Mailkontos synchronisiert (nicht die Mails, sondern nur die Liste der vorhandenen Mails), welche du zur Anzeige abonniert hast. (Und das kann ja jeder machen ...)
    Der TB besitzt noch das zusätzliche Feature, dass er wie bei einem POP3-Konto die auf dem Server vorhandenen Mails herunterlädt und lokal speichert. (IMHO bei einem stationär betriebenen Rechner wenig sinnvoll)


    Was ist mit dem Inhakt der schon abgerufen wurde?
    Kann man so einen Ordner einfach in der Ansicht ausblenden?

    Bei IMAP wird (das ist so gewollt!) jede Mail bei jedem Betrachten neu heruntergeladen und angezeigt. Es sei denn, du hast die oben genannte Funktion aktiviert.
    Und nochmal: das Aus- und Einblenden von Mailordnern bietet keinerlei Sicherheit vor unbefugtem Mitlesen! Jeder (ansonst berechtigte) Nutzer kann dies nach Gusto tun. Und jeder dieser Nutzer kann auch dein Mailpasswort auslesen.
    Und löschen können diese deine Mails auch. Sie sind ja (technisch) berechtigte Nutzer.


    ==> vergiss diese Krückenlösung!

    Interessant wäre allerdings auch, ob es einen Anbieter gibt, der zwei Nutzer zulässt.

    ZWEI?
    Millionen!
    Aber für EIN Mailkonto gibt es immer nur EINEN Benutzernamen und EIN Passwort.
    Und dieses solltest du auch schön für dich behalten.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Tilo,


    vor ähnlichen Fragen steht jede Familie mit Kindern irgendwann. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Strategien der Eltern unterschiedlich sind. Ich möchte einmal skizzieren, für welchen Weg wir uns entschieden haben. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, zumindest wenn wir es damit vergleichen, was andere Eltern manchmal berichten.


    Meistens kommen Kinder bereits in jungen Jahren mit dem PC in Berührung. Dazu hatten wir damals auf einem unserer PCs einen eigenen Benutzer zum Spielen angelegt. Das diente unserem Schutz, damit durch versehentliches Klicken kein größerer Schaden entstehen kann.
    Den Zugang zum Internet hatten mit Tools wie "Frag Finn" auf geprüfte Seiten beschränkt.


    Mit einem bestimmten Alter haben die Kinder dann jeweils ihren eigenen PC bekommen, für den sie auch weitgehend selbst verantwortlich sind. Das hat bei allen einen ordentlichen Schub in Sachen Kompetenz ausgelöst. Unter anderem das hatten wir uns natürlich davon versprochen. Aber wir waren dann selbst ein wenig überrascht, was das für einen Push gegeben hat.


    Wir halten ein gewisses Maß elterlicher Kontrolle aufrecht, z.B. dass ein Kind von 12 Jahren keine Spiele mit einer Altersfreigabe ab 16 spielt. Online-Spiele sind ebenfalls "genehmigungspflichtig" und nur mit Mitspielern erlaubt, die sie persönlich kennen.
    Wir trennen zwischen der Zeit, die zum Spielen zur Verfügung steht, und der Zeit, die sie zum Lernen oder Üben verwenden. Erstere ist begrenzt, letztere nicht. Es gibt noch weitere Regeln. Die Kinder halten sich sehr gut daran, auch wenn es natürlich mal knarzt.


    Mit dem eigenen PC hat hat auch jedes Kind sein eigenes E-Mail-Konto bekommen. Das benötigten sie zunächst gar nicht, außer vielleicht um sich einen Account bei Lego oder Steam anzulegen.


    Privatsphäre und damit einhergehend der Datenschutz sind für uns hohe Güter. Auch Du hast Dich ja bewusst für einen Provider entschieden, der verschlüsselte Postfächer anbietet. Daraus, aber auch aus diesem Satz:

    Mit anderen Worten, meine Kinder sollen nicht alles Ordner sehen.

    schließe ich, dass Dir Privatsphäre und Datenschutz ebenfalls wichtig sind.


    Wir möchten das auch unseren Kindern vermitteln. Glaubhaft geht das m.E. nur, wenn auch wir ihnen ihren eigenen, privaten Bereich geben. Deshalb haben sie eigene E-Mailkonten, deren Passwörter wir nicht kennen. Wir haben ihnen auch gezeigt, wie man E-Mails verschlüsselt und einen TrueCrypt-Container einrichtet, um sonstige Dateien zu schützen. Sie machen leider kaum Gebrauch davon, aber sie könnten es, wenn es ihnen ein Bedürfnis sein sollte.
    Immerhin, E-Mails an uns und untereinander verschlüsseln sie. Ihre Passwörter haben sie auch brav in einem TC-Container gesichert. Spätestens, wenn sie das erste Mal verliebt sein werden, werden sie davon vielleicht mehr Gebrauch machen. Wenn sie sich denn überhaupt E-Mails schreiben werden und nicht nur Textnachrichten schicken ;-).


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich plädiere dafür, dass Du Deinen Kindern jeweils einen eigenen Benutzer einrichtest und ihnen, je nach Alter, ihr eigenes, ganz privates Postfach gönnst. Ganz nebenbei bekommst Du dann Dein Postfach auch wieder für Dich allein.


    Gruß


    Susanne

  • Danke, Susanne!


    Dem kann ich wirklich nichts hinzufügen.
    Außer vielleicht, dass ich in meinem "Fall" das Wort "Kinder" durch "Enkel" ersetzen darf/kann/muss.


    Der Junge hat sich entschieden (wirklich von sich aus!) dass sein Vater und ich (ich habe die Domain mit unserem Namen) sein Mailpasswort setzen. Die "große" sagte mir, dass sie es gern selber machen möchte. Ich habe ihr erklärt, wie ein gutes Passwort aussieht und sie hat sich selbst eines gesetzt.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!