[gelöst] Kein Abruf von Mails oder Ordnerstrukturen mehr

  • * Thunderbird-Version: 45.2.0/45.4.0
    * Betriebssystem + Version: Windows 7 Home Premium
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX): T-Online + 1 weiteren
    * Eingesetzte Antiviren-Software und Firewall: NOD32


    Hallo allerseits!


    Ich bin mit meinem Latein am Ende.


    Seit heute morgen scheint Thunderbird auf meinem Notebook weder Mails noch Ordnerstruktur neu abzurufen. Lediglich der Stand vom Vorabend ist zu sehen.
    Gelöschte Mails werden zwar als gelöscht markiert, eine Komprimierung ist aber nicht möglich. Gleiches gilt für Nachrichten in anderen Ordnern.
    Nach Änderung einer Vorlage erhielt ich die Meldung "Die Nachricht konnte nicht in den Ordner "Vorlagen" gespeichert werden."
    Gleiches gilt für eine Mail, die im Ordner "Entwürfe" gespeichert werden sollte.
    Mails gehen zwar raus und kommen auch beim Empfänger an, werden aber nicht im Ordner "Gesendet" gespeichert. Ich erhalte nur wieder die bekannte Meldung.
    Klicke ich auf "Abrufen" ist in der Statusleiste kurz "Überprüfe den Funktionsumfang des Mail-Servers" zu lesen. Sonst passiert nichts.


    Auf meinem Desktop-Rechner funktioniert alles einwandfrei.


    Weder Update von 45.2.0 auf 45.4.0 noch Neuinstallation hat etwas gebracht.


    Ich würde das Problem als "mangelnde Zugriffsrechte" beschreiben.


    Einzige Änderung am Vortag, an die ich mich spontan erinnere, ist das Update von Softmaker Office von rev 757.0510 auf rev 761.0927. Dieses Update habe ich auf dem Desktop-Rechner noch nicht eingespielt.


    Ich bin für jeden hilfreiches Hinweis, wie das Problem gelöst werden kann, dankbar.


    Gruß
    Armin

  • Hallo Armin!



    Einzige Änderung am Vortag, an die ich mich spontan erinnere, ist das Update von Softmaker Office von rev 757.0510 auf rev 761.0927. Dieses Update habe ich auf dem Desktop-Rechner noch nicht eingespielt.

    Ich finde es sehr gut, dass du gleich von dir aus die letzte größere Veränderung auf deinem Rechner nennst.
    Wie ich weiß, wird doch auch der Thunderbird von diesem Office-Paket in einer angepassten Version verwendet.
    Nicht, dass ich jetzt ohne genaue Prüfung und aus purem Verdacht mit dem Finger auf etwas zeigen möchte, aber das wäre für mich einen gründlichen Blick wert. Also penibel sämtliche Einstellungen des Thunderbird auf Plausibilität überprüfen oder mit dem anderen, funktionierenden, Rechner vergleichen. Ebenso überprüfst du bitte auch in den Systemeinstellungen, ob da irgendwo ein Proxy eingetragen ist, soll ja vorkommen ... .
    Ich erinnere auch an den hier üblichen Test der Erreichbarkeit eines Servers mittels telnet => in unserer Hilfe beschrieben. Bitte die vollständige Konsolen Ein- und Ausgabe hier posten.


    Wenn sich "weder Mails noch Ordnerstruktur abrufen lassen", deutet das darauf hin, dass der TB den IMAP-Server nicht erreicht. Auch wenn ein Kopiervorgang (nach "Vorlagen", ebenfalls per IMAP) nicht durchgeführt werden kann, liegt das IMHO an einer fehlenden Verbindung.


    Als nächstes würde ich überprüfen, ob es dem AV-Scanner untersagt ist, das TB-Userprofil zu überwachen. Auch die Überwachung der (verschlüsselten) Verbindung zu den Mailservern (gerne werbewirksam als "Mailschutz" bezeichnet) solltest du zumindest testweise deaktivieren. Dann solltest du noch einmal prüfen, ob dein "Firewall" (*) (NOD32) wirklich im Lernmodus ist, also eine neue Programmversion auch als solche anerkennt und nicht etwa "dicht macht". (Ums genau zu sagen: wenn die penible Prüfung der TB-Einstellungen nichts bringt, würde ich den NOD32 testweise vollständig deinstallieren, Reboot und weiter testen. Das geht schneller und ist einfacher als einzelnes Deaktivieren!)


    (*) Ich betrachte es wirklich als sinnfrei, wenn nicht sogar schädlich, wenn auf einem "modernen" Windows (ab 7) ein zusätzliches "Firewall"-Programm installiert wird. Die von diesen Betriebssystemen mitgebrachte "Firewall" ist viel besser als ihr Ruf und absolut ausreichend. Und vor allem, treten bestimmte Effekte damit nicht auf. Du solltest dir das überlegen ... .



    Bis dann ... .



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter!


    Herzlichen Dank für die Tipps. "Die Überwachung der (verschlüsselten) Verbindung zu den Mailservern" war der Bringer.


    Das Problem lag weder bei Softmaker Office noch Thunderbird, sondern offensichtlich bei ESET Smart Security.
    Nach Abschalten von "IMAP-Prüfung aktivieren" sprudelten die e-Mails nur so.


    Der Weg dorthin ist eine Klickorgie, deswegen hier Klick für Klick:
    - Oberfläche von ESET öffnen
    - Links Einstellungen anklicken
    - Zahnrad neben Personal Firewall anklicken und "Konfigurieren" wählen
    - Web und E-Mail anklicken
    - E-Mail-Client-Schutz anklicken
    - Rechts (eventuell) runterscrollen
    - Das Plus-Zeichen neben E-Mail-Protokolle anklicken
    - "IMAP-Prüfung aktivieren" durch Klick auf das Feld neben dem Haken deaktivieren
    - OK anklicken und Oberfläche wieder schließen.


    Was die Firewall angeht: Ich werde deinen Rat befolgen und künftig die Windows-Firewall nutzen.


    Beste Grüße
    Armin

  • Hallo,


    vielen Dank Arcadi. Genau das hat auch mein TB zum hängen gebracht.


    Zur Firewall:
    Willst du eset runter schmeissen? Oder nur die Firewall deaktivieren?


    Die ist ja halt nun mal dabei...


    Bis denn
    SouzA

  • Eset ist bezahlt, also bleibt's auf dem Rechner.

    Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn man das Programm einmal richtig konfiguriert hat.

  • Was soll denn jetzt der Kommentar?

    Ich werde dir das, an Stelle von Susanne, mal erklären. Zumindest wage ich den Versuch einer Erklärung.


    Es soll ja User geben, die ein bestimmtes Programm kaufen, und dann sämtliche Hinweise betreffs dieses Programms und seiner Nebenwirkungen in den Wind schlagen. So etwas klingt dann wie "xxxxx ist bezahlt, also bleibt's auf dem Rechner."
    Ich nenne User die so reagieren einfach "beratungsresistent".


    Es ist nun mal so, dass die meisten Sende- und Empfangsprobleme bei den diversen E-Mailclients (*) von einem falsch konfigurierten AV-Scanner oder gar mit einer dieser Software beigelegten "Firewall" verursacht werden.
    Die Begründung dafür habe allein ich in gefühlten 50 Beiträgen hier im Forum geliefert. Die Forensuche hilft, diese Beiträge zu finden. Es ist nun mal eine Tatsache, dass KEIN AV-Scanner den verschlüsselten Traffic der Verbindungen auf saubere Art und Weise "mitlesen" und auf Schadcode untersuchen kann. Deshalb nutzen diese Programme einen üblen Trick. Aber das steht alles in meinen vielen Beiträgen zum Thema ... .


    (*) Selbstverständlich gibt es wie fast immer im Leben eine Ausnahme. In diesem Fall sind es die Mailclients des so genannten "Marktführers". Kein Hersteller eines AV-Scanners kann es sich leisten, sich mit dem bekannten Softwareriesen anzulegen. Das wäre garantiert tödlich!
    Also sind diese Programme so von Hause aus konfiguriert, dass sie den Programmen des Marktführers garantiert nicht in die Quere kommen.


    Nutzer anderer Mailclients müssen selbst aktiv werden. Das beginnt mit einer sorgfältigen Konfiguration (unbedingtes Verbot an den AV-Scanner zur Überwachung des TB-Userprofils - als Ausnahme eintragen! - und bei auftretenden Problemen beim Empfangen bzw. Senden Verbot der Überwachung der verschlüsselten Verbindungen zu den betreffenden Mailservern - "Mailschutz" deaktivieren.
    Und der schnellste und effektivste Test, ob das installierte "Sicherheits"-Programm eventuell der Verursacher für Probleme ist, ist dessen zumindest temporäre Deinstallation.
    Und weil die den modernen Windows-Versionen (ab 7) beigelegten Firewall-Programme völlig ausreichend sind und vor allem so gut mit dem System und den installierten Programmen zusammenarbeiten, dass dabei fast nie Probleme auftreten, bezeichne ich die Installation zusätzlicher "Firewall"-Programme als absolut sinnfrei und sogar schädlich.


    Und jetzt hast du genau zwei Möglichkeiten:

    • auf unseren Rat zu hören, oder
    • selbigen zu ignorieren.


    Mit freundlichen Grüßen!
    Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Gelöscht. Peter war fixer und ausführlicher. Doppelt brauchen wir es nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von SusiTux ()

  • Hallo, Peter!


    Danke für den ausführlichen Kommentar.


    Es soll ja User geben, die ein bestimmtes Programm kaufen, und dann sämtliche Hinweise betreffs dieses Programms und seiner Nebenwirkungen in den Wind schlagen. So etwas klingt dann wie "xxxxx ist bezahlt, also bleibt's auf dem Rechner."
    Ich nenne User die so reagieren einfach "beratungsresistent".


    Dass du mich wörtlich zitierst, verstehe ich so, als solle ich mir den Schuh des „beratungsresistenten“ Users anziehen.


    Warum bin ich jetzt auch noch „beratungsresistent“?
    Ich habe hier vor einigen Tagen um Hilfe gebeten, diese von dir erhalten, den Rat befolgt und das Problem wurde gelöst.


    Und weil die den modernen Windows-Versionen (ab 7) beigelegten Firewall-Programme völlig ausreichend sind und vor allem so gut mit dem System und den installierten Programmen zusammenarbeiten, dass dabei fast nie Probleme auftreten, bezeichne ich die Installation zusätzlicher "Firewall"-Programme als absolut sinnfrei und sogar schädlich.


    Ich nutze Eset Security jetzt seit fast drei Jahren - in erster Linie wegen seines das System wenig belastenden AV-Scanners und wegen des möglichen Trackings nach Diebstahl, nicht aber wegen seinerFirewall - auf vier Rechnern, auf denen auch Thunderbird und Softmaker läuft. In diesen drei Jahren gab es nicht ein einziges Problem - bis vor Kurzem. Man kann also guten Gewissens sagen, dass - wie du schon überdie Windows-Firewall sagtest - „dabei fast nie Probleme auftraten“.


    Warum sollte ich jetzt also Eset deinstallieren? Genau das war nämlich die Frage von SouzAMcDaddy und darauf habe ich ihm geantwortet - nichtmehr und nicht weniger. Das hat mit Beratungsresistenz nichts zu tun und da braucht es auch nicht Tage später Susitux’ Kommentar, den ich als wenig hilfreiche Spitze empfunden habe.


    Eset lief drei Jahre lang ohne Probleme, es gab also gar keine Veranlassung, das „Programm einmal richtig zu konfigurieren“, geschweige denn überhaupt nach einer „richtigen Konfiguration“oder „sämtlichen Hinweisen“ zu suchen.


    Eset hatte bei mir übrigens noch nie Schreibrechte, nicht auf dem Rechner, und schon gar nicht im Thunderbird-Profil. Doch das war hier nicht das Thema.
    Ich hoffe, dass dieses damit endlich erledigt ist.


    Mit freundlichen Grüßen
    Armin

  • und da braucht es auch nicht Tage später Susitux’ Kommentar, den ich als wenig hilfreiche Spitze empfunden habe.

    Was soll dieser Schmarrn? Ich hatte geschrieben, dass nichts dagegenspricht, die AV-Software weiter zu benutzen, wenn sie richtig konfiguriert ist. Das sollte ganz in Deinem Sinne sein.
    Dass eine falsch konfigurierte AV-Software zu massiven Problemen bis hin zum Verlust von E-Mails führen kann, das kannst Du hier im Forum an mindestens 100 Beispielen von betroffenen Anwendern nachlesen.