Hi,
ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir unseren Usern den Unterschied zwischen der Überwachung des Profils durch den Scanner und dem Scannen des Traffics zum Mailserver klar machen.
Das Scannen des Profils ist "tödlich". Je nach Einstellung des Scanners ("Desinfizieren" oder gar Löschen) ist entweder die mbox-Datei "nur" defekt oder vollständig entsorgt, wenn der Scanner meint, einen Virus darin entdeckt zu haben. Von Laufzeitproblemen beim Einsatz des Scanners, zerschossenen Indexdateien usw. will ich hier gar nichts sagen.
Das Scannen des Traffics betrachte ich als möglich, wenn der User weiß,
- dass es gerade bei größeren Anhängen zu timeout-Problemen kommen kann,
- dass verschlüsselter Traffic nicht zu scannen ist,
- nach welchem Verfahren der Scanner den Traffic untersucht (Proxy, Parallelzugriff, temporäres Entpacken der Anhänge, oder wie auch immer)
- dass es meistens besser ist, auf dieses Scannen zu verzichten. Ein bewusstes Scannen der Anhänge vor einem Versand und nach dem Empfang (s. unten) zusätzlich zum on-access-Scanner ist immer besser.
Vielleicht sollten wir den Nutzern auch deutlich sagen, dass ein Virus innerhalb einer mbox-Datei eigentlich keinerlei Gefahr darstellt - so lange der User nicht einfach den Anhang startet, sondern - so wie ich es immer wieder predige, - erst abspeichert, scannt und dann erst startet. (Aber mir glauben ja immer nur diejenigen, die mir aus gewonnener Erfahrung heraus zustimmen ... .)
Dazu gehört auch der freiwillige Verzicht auf Klickibunti, um bösartigen Scripten keine Chance zu geben.
Das alles habe ich natürlich nicht für euch beide eingetippt :-), sondern einmal als Diskussionsgrundlage, und zum Anderen in der kleinen Hoffnung, dass es auch von unsicheren Usern gelesen wird ... .
MfG Peter