Installation im Netzwerk

  • Hallo,


    ich habe zwei Probleme bei der Installation von Thunderbird. Wir arbeiten mit mehreren Rechnern im Netzwerk, wobei die Benutzer an jedem PC ihr Home-Verzeichnis als H:\-Laufwerk gemappt bekommen. Ich möchte nun Thunderbird so installieren, dass die Mail standardmässig unter H:\mailbox\Thunderbird abgelegt und die Einstellung unter H:\mailbox\Thunderbird_Einstellungen liegen. Kann man dies durch irgendwelche Aufrufparameter realisieren?
    Nochmals zur Verdeutlichung: Der Benutzer am PC (Windows XP) soll, egal an welchem Rechner er sich anmeldet, nach dem Start von Thunderbird seine Email-Konten und -Verzeichnis sehen.


    Bei Eudora musste man das Working Directory auf H:\... stellen und Eudora hat dann alle Daten von dort gelesen.


    Eine zweite Frage: Gibt es eine Möglichkeit, die Kontakte von Thunderbird in Word zu verwenden? Standardmässig greift Word ja nur auf die Outlook- Kontakte zurück.


    Herzlichen Dank für Ihre Mühe


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    grundsätzlich könne die E-Mails und die Einstellungen auf jedes beliebige Verzeichnis gelegt werden (per Standard sind diese übrigens im Homeverzeichnis C\Dokumente und Einstellungen\Anwendername\Anwendungsdaten\Thunderbird). Dies lässt sich am einfachsten mit dem Profilmanager einstellen, indem ein neues Profil auf dem gewünschten Laufwerk erstellt wird.
    Das Profil beinhaltet aber neben den Einstellung auch sämtliche anwenderspezifischen Daten, wie E-Mails, Adressbücher, Erweiterungen, Themes usw. . Es lässt sich gefahrlos nicht weiter auf zwei verschiedene Laufwerke aufteilen.


    Zur zweiten Frage: Meines Wisssens "nein". Falls OpenOffice/StarOffice eine Option für Sie ist: damit geht es.


    Edit: Nachtrag zur Frage 1. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ich denke man kann unter Windows über die Umgebungsvariable HOMEPATH das Homeverzeichnis auch auf ein Netzwerklaufwerk (z.B. H:\) legen. Möglicherweise haben Sie so das Mapping realisiert? Dann sollte TB das Profil selbständig auf H:\ anlegen.

  • Herzlichen Dank Solaris,


    leider kann ich mit diesen Tips mein Problem nicht lösen. Es soll einfach so sein, dass ein Benutzer sich an einem beliebigen PC sich anmeldet und automatisch in Thunderbird seine eigene Umgebung vorfindet. Ich kann als Administrator Icons auf der Benutzeroberfläche vorgeben, kann aber nicht für jeden Benutzer und jeden Rechner ein Thunderbird-Profil erstellen. Ich stelle es mir so vor, dass ich einmal ein Profil in H:\Mailbox\Thunderbird anlege und dann auf den Desktops im Thunderbird-Icon den Befehl hinterlege: thunderbid.exe /Path_to_profile=H:\Mailbox\Tunderbird. Noch besser wäre es natürlich, wenn dieser Pfad über eine Shell-Variable erledigt werden könnte.

  • Der ProfilManager ist da, wie Solaris schon sagt, die eigentliche klassische Standardlösung um den gesamten Profilordner ins Home-Directory des Nutzers zu verlegen. Bei neu einzurichtenden Nutzern dürfte das wohl auch kein Problem darstellen, da den Netz-Account ohnehin ein (Domänen-)Administrator anlegt und vor der Übergabe der Daten an den Nutzer diesen Account auch prüft. Dazu gehören wohl auch neu eingerichtete 'Firmen-Mail-Adressen'.
    Ich denke mal, das die umformulierte Kernfrage lautet:
    Wie macht man das am sinnvollsten bei Bestandsnutzern, ohne jeden einzelnen Client direkt ablaufen und selber anfassen zu müssen?


    Derartige Probleme kennt man nur zu gut. Es ist nicht allein die Arbeit an jedem Client, sondern auch das Nebenhergetratsche mit vielen Nutzern. Auch wenn man einen derartigen Schritt vorher eventuell in einer globalen Mitteilung groß und breit erklärt, nach dem Motto:
    "In den nächsten Tagen passiert dies und das...!"
    ... kann man sicher sein, das an 80% der Arbeitsplätze selbst ein kleiner administrativer Klick von 15 Sekunden addiert mit der eigentlich unnötigen Wiederholung bereits gegebener Informationen zu einer 15 Minuten-Aufgabe wird. Multipliziert mit der Anzahl der Nutzer kann das natürlich weitaus zeitaufwendiger werden als einmal eine wirkliche administrative Zentrallösung dafür zu haben.

  • Zitat von "dbhom"

    ... Es soll einfach so sein, dass ein Benutzer sich an einem beliebigen PC sich anmeldet und automatisch in Thunderbird seine eigene Umgebung vorfindet.


    Da stellt sich die Frage, wie das Mapping des Laufwerks H auf das Homeverzeichnis realisiert ist. Wie stellen Sie sicher, dass H:\ abhängig vom Benutzer auf ein anderes Homeverzeichnis verweist? Mir ist unter Windows, ohne Verwendung eines remote Zugriffes, X-Terminals oder ähnlichem, dazu nur der Weg bekannt, jedem Nutzer einen eigenen Account einzurichten. Aber da bin ich nicht Fachmann genug.


    Um wie viele Benutzer geht es denn? Haben die jeweils einen eigenen Account an dem Rechner? Falls ja, dann bekommen Sie von Windows automatisch ein eigenes Homeverzeichnis, das sich m.E. über die oben genannte Umgebungsvariable auch auf ein Netzwerklaufwerk legen lässt. Der Benutzer hätte auch seinen eigenen Desktop und damit sein eigenes Starticon.


    Es geht bei einer überschaubaren Anzahl an Usern auch ohne den Weg über die Umgebungsvariable, indem man jedem Anwender sein eigenes Start-Icon hinterlegt. Dabei kann der TB mit der Option ...\thunderbird.exe -p jeweiliger Pfad_zum_Prolil\profilname aufgerufen werden (bitte die Option -p noch mal per Suche im Forum prüfen, es könnte auch -profile sein. Die beiden verwechsle ich stets und kann die Richtigkeit im Moment nicht überprüfen)


    Das Profil wird jeweils beim ersten Start von TB automatisch angelegt. Sollte das Profil nicht im jeweiligen Homeverzeichnis liegen, verwenden Sie (Ihre Anwender) dazu, wie oben erwähnt, am besten den Profilmanager. Wenn jeweils die gleichen Einstellungen gelten, können Sie als Admin diese Profile auch durch Kopieren und Umbenennen erstellen.

  • Zitat von "Solaris"

    ...Da stellt sich die Frage, wie das Mapping des Laufwerks H auf das Homeverzeichnis realisiert ist. Wie stellen Sie sicher, dass H:\ abhängig vom Benutzer auf ein anderes Homeverzeichnis verweist? Mir ist unter Windows, ohne Verwendung eines remote Zugriffes, X-Terminals oder ähnlichem, dazu nur der Weg bekannt, jedem Nutzer einen eigenen Account einzurichten...


    Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Die standardisierte MS-Lösung geht über die Profildefinition des anzulegenden Nutzers. Dort kann man ein Home-Directory (i.d.R. per UNC-Pfad) festlegen. Alternativ geht es über Mapping per Anmeldescript via Gruppenrichtlinien, in denen auch Ordnerumleitungen definiert werden können um Feinheiten wie Eigene Dateien aus dem berühmt-berüchtigten (und Administrator-gehassten)
    C:\Dokumente und Einstellungen/%USERNAME%/...
    anzupassen... etc.


    Zitat von "Solaris"

    ... Um wie viele Benutzer geht es denn? Haben die jeweils einen eigenen Account an dem Rechner? Falls ja, dann bekommen Sie von Windows automatisch ein eigenes Homeverzeichnis, das sich m.E. über die oben genannte Umgebungsvariable auch auf ein Netzwerklaufwerk legen lässt. Der Benutzer hätte auch seinen eigenen Desktop und damit sein eigenes Starticon.


    Eine (kleine) Kunst der Systemadministration, äääh Domänenadministration ist es, dafür zu sorgen, das es KEINE Accounts auf den Rechnern gibt, sondern alles über Domänencontroller geregelt wird. Nutzerprofile (Im Sinne des Systems) werden zwar nach der Anmeldung in einer Windows-Umgebung auf die lokale Kiste kopiert, aber werden bei jedem Administrator, der was auf sich hält nach einer korrekten Abmeldung auch wieder gelöscht (für Netware-Admins auch => DLU = dynamic local user). Permanente lokale Konten haben dort auf dem Arbeitsplatz schlichtweg nichts zu suchen. Wenn es Probleme mit den Accounts gibt, hätte ich jedenfalls keine Lust (und Zeit), mich von einer Kiste zur nächsten zu bewegen um Fehler zu bereinigen. Da bin ich an meiner eigenen Kiste viel besser aufgehoben um Probleme Global-Administrativ zu lösen :-)

  • Zitat von "Heiggo"

    ... sondern alles über Domänencontroller geregelt wird. Nutzerprofile ... werden zwar nach der Anmeldung in einer Windows-Umgebung auf die lokale Kiste kopiert, aber werden bei jedem Administrator, der was auf sich hält nach einer korrekten Abmeldung auch wieder gelöscht (für Netware-Admins auch => DLU = dynamic local user).


    Ich bin durchaus positiv überrascht, dass so etwas unter Windows geht. Mir scheint, es dauert nicht mehr lange und Windows kommt aus OS-Sicht in die Pubertät ;-)

  • Zitat von "Solaris"

    ...Ich bin durchaus positiv überrascht, dass so etwas unter Windows geht. Mir scheint, es dauert nicht mehr lange und Windows kommt aus OS-Sicht in die Pubertät ;-)


    Na ja, seit Windoof 2000 sind die ersten Schritte der Nachpubertären Phase seitens MS eigentlich getan. Wer sich mit ADS (Active Directory Structure) beschäftigt wird diese Erkenntnis auch gewonnen haben und selbst Linuxer würden in dem Fall vermutlich einigen Möglichkeiten hinterherweinen. Im Prinzip bietet auch Windoof mittlerweile schöne Möglichkeiten. Sicherheitsaspekte mal ein wenig ausser Acht gelassen :-)


    Wer sich natürlich mit NDS (Netware Directory Structure) beschäftigt hat, wird allerdings eher lächeln *kicher*

  • Hallo,


    ich wollte keine Diskussion über Windows und seine (Nicht-)Fähigkeiten lostreten, aber soviel zur Information. Wir betreiben eine Windows-Domäne, die von einem Linux-Samba-Server administriert wird. Für die, die es interessiert, hier ein Ausschnitt aus der Konfigurationsdatei smb.conf.


    [global]
    dos charset = CP850
    unix charset = ISO-8859-15
    display charset = ISO-8859-15
    workgroup = innere3
    interfaces = 127.0.0.1 eth0
    # bind interfaces only = true
    printing = cups
    printcap name = cups
    printer admin = @ntadmin, root, administrator, db
    map to guest = Bad User
    guest account = nobody
    security = user
    password server = 134.96.xx.xx
    encrypt passwords = yes
    passdb backend = smbpasswd
    server string = SMB %v
    netbios name = xxxxx
    add machine script =
    logon script = Win.bat
    logon path = \\%L\%U\profile\%m
    logon drive = h:
    domain logons = Yes
    domain master = yes
    os level = 255
    preferred master = Yes
    local master = yes
    #name resolve order = host bcast
    time server = Yes
    wins proxy = Yes
    wins support = Yes
    dns proxy = Yes
    ldap ssl = no
    utmp = yes
    deadtime = 15
    keepalive = 30
    remote announce = xxxx
    host msdfs = Yes
    admin users = root
    create mask = 0755
    force create mode = 0755
    force directory mode = 0755
    hosts allow = xxxx
    map archive = No
    log file = /var/log/samba/%m
    log level = 2
    server schannel = auto


    oplocks = yes
    kernel oplocks = yes


    [homes]
    comment = Heimatverzeichnis [%U] from %m [%M - %a] on %L
    valid users = %S
    browseable = no
    read only = No
    guest ok = no
    printable = no
    create mask = 0750


    Einige Adressen in dieser Datei habe ich überschrieben. So wird standardmässig jedem User das H:-Laufwerk bereitgestellt. Es wird jedoch für jeden Rechner ein eigenes Verzeichnis "logon path=" erstellt, in dem die "Einstellungen und Dokumente" abgelegt werden. Die musste ich machen, da die Installationden der verschiedenen Rechner zu verschieden sind.
    Meine Frage war nun, wie ich nun auch die Standardadresse für den Thunderbird auf dieses Laufwerk legen kann. Gibt es da vielleicht eine Shell-Variable?


    Danke

  • Zitat von "dbhom"

    Meine Frage war nun, wie ich nun auch die Standardadresse für den Thunderbird auf dieses Laufwerk legen kann. Gibt es da vielleicht eine Shell-Variable?


    Diese Frage hatte ich doch bereits oben beantwortet. Thunderbird installiert/erwartet das Profil standardmäßig im Homeverzeichnis des Anwenders. Dieses Homeverzeichnis kann unter Windows über die Umgebungsvariable HOMEPATH gesetzt werden. Wenn also sichergestellt ist, dass H: automatisch das Homeverzeichnis ist, dann sollte Thunderbird beim Start ohne weitere Eingriffe das jeweils richtige Profil finden.


    Sollte das wider Erwarten nicht funktionieren, dann lässt sich Thunderbird auch mit einer manuellen Angabe des Pfades zum Profil starten, s.o. . Das sollte aber m.E. gar nicht notwendig sein.


    Habe ich etwas in Ihrer Frage übersehen?

  • Sorry,


    ich habe die Variable %HOMEPATH% auf H:\ gesetzt, und Thunderbird gestartet (als anderer Benutzer um eventuelle alte Einträge in der Registry zu vermeiden). Leider benutzt Thunderbird immer noch C:\Dokumente.... als lokales Verzeichnis.
    Der Aufruf mit einem speziellen Profilverzeichnis im Aufrufstring verbietet sich irgendwie, weil ich sicher bin, dass ein User dann doch Thunderbird ohne Parameter aufruft und dann ist wieder Fehlersuche angesagt.


    Danke


    D. Becker

  • Ah ja... nun kommt Samba ins Spiel. Also neue Voraussetzungen. Schade, leider entspricht das Ganze einer NT-Domäne, was schon mal einfache Odnerumleitungen via Gruppenrichtlinien auf Domänenebene, bzw. OU etc. wohl kaum möglich macht.


    Das Home-Directory auf dem Linux-Server anzulegen ist eine Sache, wie sieht es denn mit den Profilen aus? Gibt es da keine Möglichkeit, unter Linux das Profilverzeichnis Servergespeichert zu realisieren? Ich Kenne mich leider nicht mit Linux und Samba aus, aber wie ich derartige Dinge einschätze, dürfte ein PDC, emuliert durch Samba, funktionell einem PDC á la Windoof in nichts nachstehen?

  • Zitat von "dbhom"

    ich habe die Variable %HOMEPATH% auf H:\ gesetzt, ...


    Sorry, das war mein Fehler. Neben HOMEPATH muss natürlich auch die Variable HOMEDRIVE gesetzt werden, weil HOMEPATH, wie es der Name schon sagt, nur den Pfad unterhalb von HOMEDRIVE enthält. Möglicherweise greift TB auch auf die Variable USERPROFILE zurück. Führen Sie einfach das Kommando set aus, dann sehen Sie, wie beide Werte bei Ihnen gesetzt sind.

  • Das geht nun etwas durcheinander. Gibt es eine Beschreibung, welche Variablen wo benutzt werden?
    Danke

  • Zitat von "dbhom"

    Gibt es eine Beschreibung, welche Variablen wo benutzt werden?


    Mir ist seitens TB keine Beschreibung bekannt. Was Windows betrifft, gibt es da sicher Dokumentationen. Sie könnten einmal bei MS oder in einem Forum dazu schauen. Das Setzen und Testen ist m.E. jedoch wesentlich schneller erledigt. Das ist nun wirklich kein Hexenwerk.
    Ich habe gerade kein Windows-System zur Hand, aber wenn Sie einfach ein "set" ausführen, dann sehen Sie die aktuellen Werte. Daraus sollte sich ableiten lassen, welche Variablen zu setzen sind.

  • Kleiner Tipp: Man kann mit der Option "-profile H:\mailbox" angeben wo Thunderbird seine Profile und Mails abspeichert!


    Das sollte das Problem lösen denke ich!