Erledigt: Datei mit Windows von einer Linux-Installation

  • Hallo Freunde


    Ich bin daran, mich von Windows zugunsten von Linux zu verändern. Dafür habe ich mich mal für Ubuntu entschlossen, welches ich auch mehr oder weniger so eingerichtet habe, dass es mir passt. Inkl. einem problemlosen Transfer des TB-Profils.


    Jetzt habe ich noch ein bisschen über Mandriva gelesen und wollte das auch ausprobieren. Dazu habe ich auf Windows mit dem Paragon Partition Manager die existierende 120er HD für Linux, "stb", (für Windows XP habe ich eine 1Terabite grosse HD, "sta") verändern wollen. Ich habe mal zuerst die Partition statt in einer Partition + einer Swap, in zwei Linux-Partitionen und einer Swap teilen wollen. Dabei ist uns ein Unfall passiert und ich habe auf "Abbruch" gedrückt, wobei Paragon alles Rückgängig gemacht hat. Beim Wiederaufstarten war dann der Grub zerstört und nichts ging mehr. Also habe ich alles mögliche versucht, das einzige, das gegangen ist war eine Neuinstallation von Ubuntu. Somit habe ich zuerst mal diese grosse Partition in zwei geteilt und auf der zweiten Unbuntu2 installiert. Somit habe ich auf der HD dev/stb1 (swap), dev/stb2 (Ubuntu1) und dev/stb3 (Ubuntu2). Nun erkennt Nautilus (und der neue Grub) leider die dev/stb2 nicht, ich kann also das TB-Profil von vorgestern abend nicht kopieren und zB in Windows wieder einspielen.


    Natürllich habe ich die Frage, wie ich wieder an die stb2 komme auch im Ubuntuser-Forum gestellt, aber es scheint nicht eine einfache Aufgabe z u sein. Somit stelle ich hier die Frage:


    Gibt es einen Weg aus Windows XP auf eine Linux-Partition Zugriff zu bekommen und von dort eine Datei zu kopieren?


    Das ganze ist natürlich dringend, denn ich habe gestern den ganzen Tag keine Emails abrufen können.


    Das entsprechende Forum bei Ubuntuuser. Vielen Dank für eine prompte Hilfe. Man kann mich auch telefonisch erreichen, ich rufe dann sofort zurück. Tel 0044 1770 870 558.

    Einmal editiert, zuletzt von Arran ()

  • Hi Arran,


    Zitat

    Gibt es einen Weg aus Windows XP auf eine Linux-Partition Zugriff zu bekommen und von dort eine Datei zu kopieren?


    das geht schon, besser funktioniert es aber andersherum ;-) - Linux hat eingebaute NTFS, FAT- usw. Treiber, bei Windows mußt du dir ein Zusatztool installieren. Hatte ich mal, weiß nur nicht mehr genau wie es heißt - irgendwas mit ext2*tool* (Google fragen).
    Ich würde einfach ;) unter Ubuntu / Mandriva die nicht erkannte Partition in die /etc/fstab eintragen, mounten und dann die gesuchten Dateien/Ordner auf einen USB-Stick kopieren. Du findest bestimmt irgendwo die Syntax, ich weiß jetzt auch nicht aus dem Kopf, wie so ein Eintrag aussieht.
    Unter Umständen geht es auch mit einem

    Code
    1. su (oder sudo su, je nach Distribution)
    2. mkdir mount_dir_für_sdb2
    3. mount -t auto /dev/sdb2 /mount_dir_für_sdb2


    Bist du übrigens sicher, daß die Partition stb2 heißt und nicht sdb2 - ich hab's mal so angenommen?


    Grüße, muzel


    P.S. Den Grub würde ich erstmal aus dem Spiel lassen (das ist wirklich ein schwieriges Thema, zumal du wohl schon den Grub2 hast, der so frisch ist wie der TB3 und entsprechend, nun ja, nicht ganz fehlerfrei).
    Sofern das System überhaupt unter irgendeinem Linux bootet, ist das Mounten einer Partition eigentlich nicht mehr so schwierig, siehe oben.

  • Hallo Muzel


    Danke vielmals für den Tipp. Das Programm heisst Ext2 IFS. Ich habe es jetzt mal heruntergeladen und installiert. Im Moment zeigt es mir zwar die drei Linux-Verzeichnisse an, aber der Explorer meint, dass die Partitionen noch nicht formatiert sind. Was sie zwar sind, aber als Ext4. Ich werde jetzt den Schöpfer des Programmes, Stephan Schreiber aus Berlin, mal emailen und fragen, wie man da vorgehen könne. Zum Glück kann ich das email meiner Frau benutzen...


    Das mit Deinen anderen Ratschlägen habe ich noch nicht begriffen. Wenn ich mit Gparted die sdb2 mounten möchte, finde ich den Befehl "mounten" ausgegraut.


    Bei Deinem Befehlsmuster muss ich sudo ... eingeben. Wann kommt denn die Passswortabfrage? Vor oder nach dem Eintragen der anderen Befehle?
    mkdir heisst "mache ein Directory"? Was genau erstellt denn der Befehl?


    Klar heissen die Partitionen sdb, pardon für diesen Verschrieb.

  • Hi,


    oh, ext4, genauso neu wie der TB3... :mrgreen:


    Zitat

    Bei Deinem Befehlsmuster muss ich sudo ... eingeben.


    Man kann vor dem jeweiligen Befehl sudo eingeben, und dann kommt (einmalig, du bist dann eine Weile root) die Passwortabfrage. Oder eben sudo su, dann bleibst du es und kannst die Befehle ohne sudo eingeben, so wie ich es angedeutet hatte.


    Zitat

    mkdir heisst "mache ein Directory"?


    Genau.

    Zitat

    Was genau erstellt denn der Befehl?


    Das was hinter dem mkdir als Argument steht. Du braucht ein Verzeichnis (z.B. /mount_dir_fuer_sdb2) auf unterster Ebene als Mount-Punkt, damit der Befehl z.B.

    Code
    1. mount (...) /sdb2 /mount_dir_fuer_sdb2


    funktioniert. Anschließend ist der Inhalt deiner gemounteten Partition im Verzeichnis /mount_dir_fuer_sdb2 verfügbar.


    Gruß, muzel

  • Hallo Muzel


    Wie Du siehst, stehe ich SEHR am Anfang meiner Linux Lernkurve.


    Ich habe alles mal so gemacht, wie Du vorgeschlagen hast: Resultat:

    Code
    1. bruno@bruno-desktop:~$ sudo su
    2. [sudo] password for bruno:
    3. root@bruno-desktop:/home/bruno# mkdir mount_dir_für_sdb2
    4. root@bruno-desktop:/home/bruno# mount -t auto /dev/sdb2 /mount_dir_für_sdb2
    5. mount: Einhängepunkt /mount_dir_für_sdb2 existiert nicht
    6. root@bruno-desktop:/home/bruno#
  • Der / ist wichtig (hatte ich vergessen).
    mkdir mount_dir_fuer_sdb2 erzeugt das Verzeichnis, da wo du gerade bist, also in /home/bruno....
    richtig:

    Code
    1. mkdir /mount_dir_fuer_sdb2

    (und besser keine Umlaute, das geht bloß schief!)
    m.

  • Leider, leider ist dasselbe Resultat herausgekommen.


    Ich glaube langsam, dass diese Partition komplett kaputt ist und ich ohne die Emails überleben muss. Denn im Ubuntuusers-Forum kommen auch nur Resultate heraus, die eher darauf deuten, dass diese Partition gar nicht lesbar ist. Ich hoffe jetzt noch auf eine positive Nachricht vom Verfasser des oben beschriebenen Windows Programmes.


    Nun gut, ich gehe jetzt mal zurück auf Windows und versuche mal die alte Sicherung wieder einzuspielen, so dass ich zumindest die eingetroffenen Mails abrufen kann. Notfalls können sie ja dann im Ubuntu-Profil einoperiert werden...

  • Hallo,


    zuerst eine Bitte: schreibe bitte anstatt Sachen wie "leider ist dasselbe Resultat herausgekommen" das genaue Ergebnis, am besten kopierst Du es.


    Wenn bei Deinem zweiten mount-Versuch ebenfalls die Meldung kommt, dass der Einhängepunkt nicht existiert, dann hast Du ihn entweder nicht erstellt (einfach die Sache mit mkdir nochmal machen) oder nen Tippfehler beim mount-Befehl. Eigentlich alle Konsolen beherrschen sogenannte Tab-Vervollständigung, die Tippfehler vermeiden (und ganz nebenbei viel Tipparbeit sparen. Richtig toll wird es, wenn auch Programmoptionen/-parameter vervollständigt werden können. Ist eindeutig off-topic, aber die zsh war eine Erleuchtung für mich.)


    Aus den gparted-Bildern aus dem ubuntuusers-Forum zu schliessen, sollte dein Problem eigentlich lösbar sein. Versuchen wir doch mal, das Filessystem auf /dev/sdb2 zu prüfen, bitte poste das vollständige Ergebnis. Die folgende Zeile prüft nur, ändert aber erstmal nichts.

    Code
    1. sudo fsck.ext4 -f -n /dev/sdb2


    Karla

  • Karla : Nun ja, vielleicht hat er es ja schon aufgegeben...
    Arran : Da du gparted erwähnt hast, damit kann man, auch ohne Konsolenbefehle zu kennen, eine nicht gemountete Partition wunderbar prüfen (und versuchen zu reparieren).


    m.

  • muzel :
    Da im ubuntu-Forum niemand den meiner Meinung nach offensichtlichen Versuch vorgeschlagen hat, das filesystem einfach mal zu prüfen, musste ich das tun. Danach kann man immer noch aufgeben


    Karla

  • Vielen Dank nochmnals an alle, die geantwortet haben. Ich habe es tatsaechlich aufgegeben, da die Datei kaputt war. Zum Glueck habe ich nach dem Aufspielen der Sicherung nur ca. 8 wirkliche Email verloren, die ich alle nochmals anfordern konnte. Wieder was gelernt.


    Also, an alle noch schoene Festtage und "en guete Rutsch".