2 Kalender synchronisieren oder nur 1 im Netz führen???

  • * Thunderbird-Version: 31.2.0
    * Lightning-Version: 3.3.1
    * Betriebssystem + Version: Win 7 Prof / Ubuntu Trusty Tahr / Raspian Wheezy / Android 4.4.4


    Hallo Liebe Leute


    Ich weiss gerade nicht, ob es ein Problem mit/zwischen meinen Systemen gibt, oder ob ich einfach nur ne falsche Erwartungshaltung habe. Und ich werde einfach nicht schlau aus den Dokus. ?( Und ich hoffe, ihr könnt mir helfen.


    Früher habe ich mein Galaxy S3 unter Win 7 Prof mit MyPhoneExplorer synchronisiert (Kalender und Kontakte), 2 Systeme, 2 Kalender und 2 Adressbücher.... abgleichen und zweiseitig zurückschreiben... auf beiden Geräte also der gleiche Stand. Nun läuft mein Thunderbird auf einem Ubuntu-PC, die Thunderbird-Profile liegen auf einem Rasberry PI (Server) und es läuft bestens - bis auf die Tatsache, dass MPE nicht mehr funktioniert. Also habe ich mir jetzt Nginx & Baikal als meine eigenen Cloud auf dem PI installiert und das S3 und Thunderbird mit dem Server verbunden.


    Unter Thunderbird habe ich einen neuen Web-Cloud-Kalender angelegt und sehe diesen nun neben dem alten moz-storage-calendar://. Ich kann in beiden Kalendern Änderungen vornehmen, anfügen, löschen, editieren, funktioniert alles.... also ist die Verbindung ok. Aber bisher dachte ich, synchronisieren heisst, das der bestehende Kalender mit dem Web-Kalender gesynct wird... aber genau das kann ich nirgends einstellen. Wie bringe ich Thunderbird dazu, den alten gefüllten eigenen Kalender in den leeren in meiner Cloud zu synchronisieren.Von alleine tuts Thunderbird leider nicht, wenn ich "Synchronisieren" anklicke. Was bedeutet denn der Klick auf Synchronisieren überhaupt, wenn ich vorher nirgends 2 Ziele logisch "verbunden" habe?


    Danke für Eure Hilfe


    vg, Maddin

  • Ich denke mal du musst die Termine aus Deinem alten Kalender erst einmal
    in den neuen, leeren reinkopieren.
    Dafür gibts wohl auch Tools.


    Syncronisiert wird nicht von Kalender zu Kalender,
    sondern zwischen Kalender und Cloud.

  • Hallo Maddin,


    auch wenn ich ein großer Fan vom RasPi bin, muss ich dir doch sagen, dass ich die Lösung mit dem Profil auf dem Serverchen als eine sehr schlechte Lösung halte. Überhaupt ist das Speichern des Profils auf einem Server keine empfohlene - wenn auch trotzdem mit Einschränkungen mögliche - Lösung. Ich rate dir also davon ab.
    Eigentlich gibt es auch überhaupt keinen richtigen Grund dafür. Für die Verwaltung der E-Mails auf mehreren verschiedenen Clients (und dazu zähle ich selbstverständlich auch das Schlau-Fernsprechgerät) wurde IMAP erfunden. Besser und zuverlässiger geht es nicht. Und das einzige, was du wirklich zentral hosten solltest, sind die Kalender und die Adressbücher. Und genau dazu bietet sich der RasPi mit ownCloud an.
    Du solltest also deine Kalender und deine Adressbücher zentral auf dem RasPi hosten (damit ein Datenbestand) und dann mit allen Clients darauf zugreifen.


    Termine:
    - nach Gruppen geordnet als einzelne .ics-Dateien exportieren und via OC-Client als Dateien auf den RasPi synchronisieren.
    - in ownCloud die einzelnen Dateien ausführen => dabei werden die Daten in den OC-Kalender des Nutzers importiert
    - im Thunderbird den SoGO-Connector installieren, dieser rüstet die *DAV-Funktionen im TB nach
    - mit den in ownCloud angezeigten Links im TB die einzelnen Kalender neu anlegen
    - den bisherigen sqlite-Kalender im TB kannst du dann entsorgen.


    Ähnlich geht es auch mit den Adressbüchern.
    Auf dem Androiden installierst du CalDAVSync und DardDAVSync und der Rest ist selbsterklärend.


    Ergebnis: Ein in einem der Clients neu angelegter, geänderter oder gelöschter Kalender ist auf den anderen Geräten/Installationen innerhalb wenigen Sekunden oder evtl. Minuten synchronisiert.
    Ich mache das so, seit dem ich den ersten RasPi gesehen habe. Einfach perfekt! Die Verbindung zu den "außerhäusigen" Geräten erfolgt aus Datenschutzgründen selbstverständlich per VPN.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Danke für Eure Antworten .... auch wenn sich keine mit meiner konkreten Frage befasst hat. Das Problem ist aber trotzdem gelöst. Ich hatte nur ne falsche Vorstellung, die aber durch die Installation an sich korrigiert wurde. Ich hatte angenommen, die bestehenden (!) Kalender und Kontakte in Thunderbird und S3 werden synchronisiert, so wie MPE das auch tut. Ist aber nicht so. Es werden auf den Geräten zusätzliche Kalender und Adressbücher plus dem dynamischen "Backup" auf der Cloud angelegt . Ok, auch gut ... es funktioniert jedenfalls perfekt. :thumbup: Als Client auf den Androiden habe ich gleich DavDroid installiert ...eine absolute Empfehlung. Der ganze kostenlose Kram war imho Schrott.


    @Peter
    Ich nutze seit etwa 6-8 Jahren die Mail-Profile vom Server. Früher eine Windows-Maschine mit Outlook als Clients , jetzt ein Linux-Server mit Thunderbird-Clients. Auf dem Server ist ein regelmäßiges Backup aller Profile realisiert, was vermutlich so gewissenhaft kein einziges Familienmitglied durchführen würde. Die Profile enthalten über 1GB Daten in Form von Mails und eingebetteten Dokumenten, die nicht nur unverzichtbar sind, sondern die bei Verlust für uns auch nicht mehr reproduzierbar sind. Deshalb werden diese Daten vom Server automatisch und regelmäßig lokal ge'backup't und zusätzlich in komprimierter Form in einem verschlüsselten Luks-Container auf meinen Webspace hochgeladen.


    Und natürlich nutzen wir auch IMAP.... so wie es alle tun ...zumindest auf den Androiden und mobilen Windowskisten... soweit das die Freemail-Provider wie GMX und WEB überhaupt eingeschränkt zulassen. Fakt ist aber, dass eine wirklich große Datenmenge in einer leicht recherchierbaren Struktur Providerübergreifend m.E. mit den beiden genannten so nicht möglich ist... ich stelle mir gerade mal ne Stichwortsuche vor :eek:. Und Google ist auf allen unseren Geräten so weit wie nur irgendwie möglich ausgeschlossen und als nicht vertrauenswürdig markiert und somit überhaupt keine alternative. Lediglich auf meiner eigenen Domain funktioniert Imap uneingeschränkt.


    Für mich ist deshalb die Lösung, meine Daten selber zu handeln, die absolut beste überhaupt, einschließlich des Servers... der nebenbei bemerkt noch ganz andere Dinge tut...z.b.als VPN-Server sicheres Surfen unserer Mobilgeräte zu ermöglichen.


    Und ja, eine Paranoia macht auch Spaß. :D

    3 Mal editiert, zuletzt von Maddin57 ()