Standardprofilpfad auf "Appdata\Local" setzen

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Programm + Version: Thunderbird 31.5.0 inklusive Lightning und EWS Provide
    * Betriebssystem + Version: Windows 7 SP1 x64 (zumeist)
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): intener Exchange 2010


    Servus,


    wir benutzen Windows 7/8 mit Windows Servern und servergespeicherte Profile. Unser langfistiges Ziel ist es, Outlook zumindest für einen Teil der Benutzer durch Thunderbird zu ersetzen. Ich bin für den technischen Teil des
    Ganzen zuständig und komme an einem Punkt nicht wirklich weiter, daher wollte ich dieses Forum hier belästigen.


    Über unsere Softwareverteilung habe ich ein Thunderbird Paket erstellt, welches mit den Addons Lightning und EWS Provider gebündelt ist. Dafür und auch für TB werden mMn sinnige Prefs von mir vorkonfiguriert und liegen dann
    im TB-Programmordner, nun würde ich gerne auch den Standardprofilpfad von C:\Windows\Username\Appdata\Roaming zu Appdata\Local ändern, da einige unserer User teilweise mehrere GB-große Postfächer haben und ich möchte
    nicht, dass diese deren servergespeicherten Profile verstopfen. Ich finde aber leider bisher keinen anderen Weg als es die User nach dem ersten Starten von TB selbst machen zu lassen. Hat jemand dazu eine Idee?


    Prinzipiell ist das Ändern/Anpassen ja kein Problem, allerdings fehleranfällig (nicht jeder User ist technikaffin, auch wenn es nicht wirklich schwierig oder langwierig ist), ist es noch ein zusätzlicher Schritt, in der ohnehin nicht wirklich
    out-of-the-box Umstellung von Outlook zu TB.


    mfg Sascha

  • Hallo,


    die Datei
    c:\Users\%USERNAME%\AppData\Roaming\Thunderbird\profiles.ini
    verweist auf den Profilordner.


    Du kannst also dort den Pfad anpassen/hinterlegen.



    Mein erster Versuch, in dieser Datei die Systemvariable "%USERNAME%" zu verwenden, schlug fehl. Mir stellt sich das daher so dar, als dass du die Datei mit einem Skript erstellen lassen musst, das den richtigen Usernamen hineinschreibt. Aber so richtig habe ich das nicht ausprobiert (ich weiß nicht, wie der in der profiles.ini hinterlegte Pfad interpretiert wird). Falls du diesbezüglich noch etwas heraus findest, wäre ich dir sehr dankbar über eine Rückmeldung.



    Du sagst, dass du den Server nicht mit dem Profil belasten möchtest. Ich hoffe, dass dennoch das Profil in einer Backupstrategie berücksichtigt ist.


    Grüße, Ulrich


    PS: wenn ich dich richtig verstehe, dann wird der Ordner
    c:\Users\\%USERNAME%\AppData\Local
    bei der Windwosanmeldung nicht vom Server geholt bzw. mit ihm verbunden, wohingegen der Ordner
    c:\Users\%USERNAME%\AppData\Roaming
    vom Server geholt wird.
    Gibt es dann nicht Probleme, wenn WindowsUserA sich am Rechner von WindowsUserB anmeldet?

  • Hallo Ulrich,


    die "profiles.ini" kenn ich und ich kann den User natürlich dazu anhalten bzw. es ihm erklären. Prinzipiell ist es ja abhängig davon, wie jemand arbeitet. Meldet er sich stets an nur einem Gerät an, ist das lokale Profil eh meist gleich dem des servergespeicherten, von daher unkritisch
    auch wenn es relativ viel Speicherplatz belegt. Wechselt der User aber zwischen mehreren Geräten und meldet sich dann mit seinem servergespeicherten Profil an einem anderen Gerät an, kann der Anmeldeprozeß relativ lange dauern, da ja der Roaming-Teil vom Server auf den Client kopiert
    wird und beim Abmelden vice versa. Ideal wäre es wenn die Einstellungen usw. in Appdata\Roaming wären und die Maildatenbanken in Appdata\Local. Outlook macht es ja ähnlich.


    Klar anpassen kann es der User, ich würde es aber gerne vorher anpassen, so wie ich andere Einstellungen auch vorher anpasse, damit es nachher nicht der User selbst machen muss.


    Backup des Userprofils ist mir egal - die Mails liegen auf dem Server, da wird gebackupt.


    Genau, appdata\local und appdata\locallow werden nicht zum Server synchronisiert (Standardeinstellung), roaming schon.


    Naja, was heißt Probleme? Einstellungen/Daten die unter appdata\local bzw. appdata\locallow sind halt einfach nicht auf dem anderen Gerät verfügbar. Das ist aber so gewollt bzw. so Standard und wenn man das weiß und die Softwareprogrammierer auch, dann kann man damit umgehen ;-)



    mfg Sascha

  • Es gibt von Mozilla ein "Tool" zur Verteilung. Mir will grad der Name nicht einfallen, und ich habe jetzt nicht die Zeit, danach zu suchen. Mission Control Desktop, MCD? Damit lassen sich selbst einzelne prefs vorgeben oder gar sperren. Ich weiß nicht, ob sich damit auch der Pfad zum Profil setzen lässt. Ein Blick darauf lohnt sich aber sicher.

  • Hallo,


    ich habe dich so verstanden:
    Du "verteilst" nem User Thunderbird (Installation) + angepasstes Thunderbirdprofil. Jetzt müsste es doch ein Leichtes sein, bei dieser Verteilung ein Skript laufen zu lassen, das in die Profiles.ini den richtigen Pfad schreibt?
    Das stell ich mir zumindest so vor, habe aber keine Ahnung von "diesem Verteilen".


    Grüße, Ulrich

  • Servus,


    ulrich : da habe ich mich evtl. falsch und unzureichend ausgedrückt. Ich verteile eine angepasste Installation mit Plugins und verteile ins Programmverzeichnis eine für unsere Bedürfnisse angepasste ".js-Datei". Das jeweilige Userprofil wird dann erstellt, wenn der User TB das erste Mal startet und zieht sich dabei aus der .js die vorkonfigurierten Einstellungen und muss dann sowieso noch einige Einstellungen wie Global Adresslist, Exchangekalender und Email-Ordnerzuordnungen anpassen.


    MCD benutze ich bereits, Pfadeinstellungen kann ich mMn nicht vornehmen oder ich habe es übersehen.


    mfg Sascha

  • Hallo,


    Zitat

    MCD benutze ich bereits, Pfadeinstellungen kann ich mMn nicht vornehmen oder ich habe es übersehen.

    Ich habe gerade auch ein wenig rumgesucht, und nichts gefunden, um den Profilordner vorzugeben.


    Grüße, Ulrich

  • Hallo,


    Zitat

    Das jeweilige Userprofil wird dann erstellt, wenn der User TB das erste Mal startet

    Spricht etwas dagegen, im Loginskript das Vorhandensein der Datei "C:\Users\%USERNAME%\AppData\Roaming\Thunderbird\profiles.ini" oder besser noch "%appdata%\Thunderbird\profiles.ini" zu prüfen und bei Fehlen derselben eine vorgefertigte Datei (*) dorthin zu kopieren? Unter Verwendung von Variablen wie %username% kannst du doch dort sicherlich einen Pfad zum Profil eintragen, der auf den von dir gewünschten Ort verweist.


    MfG
    Drachen




    (*) Alternativ kann man die Datei auch beim Login flink erzeugen lassen, meiner Erinnerung nach dürfte das sogar mit Bordmitteln funktionieren.

  • Hallo Drachen,


    könnte man mit einem Loginskript bestimmt machen, da ich aber nicht weiß, ob der User überhaupt Thunderbird benutzen wird/will, will ich es so nicht machen.


    Hmm bleibt mir wohl nichts anderes übrig als zu dokumentieren wie es händisch funktioniert. Nicht schön aber DANKE.


    mfg Sascha

  • Hallo Sascha,


    Du hattest ja nach Ideen gefragt. Hier nun mein Vorschlag, der Dich vom Basteln am TB befreit: Verwendet die mit IMAP möglichen Features konsequent und durchgängig.


    Mit IMAP ist sichergestellt, dass die E-Mails von jedem Rechner aus verfügbar sind. Die Größe des Profils lässt sich so sehr klein halten, sofern man das lokale Bereithalten deaktiviert. Die E-Mails liegen ja auf dem IMAP-Server bzw. auf dem zugehörigen Storage.


    Als Argument für den Chef: Letztendlich ist es egal, ob ihr dort die Quota auf dem IMAP-Server entsprechend hoch setzt oder denselben Speicherbedarf über einen anderen Server zu Verfügung stellt, 1 GB Mails sind 1 GB Mails. Ihr könntet also prinzipiell auf die lokal gespeicherten E-Mails verzichten.


    Sollten die Benutzer dennoch (zusätzlich) lokal abspeichern, dann werden diese E-Mails ja vom Backup erfasst und üblicherweise auf einem Speicher der Firma gesichert. Diese lokalen E-Mails sind dann halt nicht von jedem Arbeitsplatz aus erreichbar, aber das sollte doch egal sein.


    Es verbleiben evtl. die lokalen Adressbücher und Kalender. Die sind aber klein und sollten sich ohne Schmerzen synchronisieren lassen.


    Ein solches Modell, das komplett auf IMAP (plus evtl. LDAP, CalDav, ...) setzt, macht euch unabhängig vom jeweils verwendeten Mail-Client. Wäre ich der Chef, wäre dies DAS Kriterium. Denn niemand weiß, ob ihr den Client nicht irgendwann wechseln möchtet, oder ob der TB sich morgen noch so verteilen lässt wie heute. Ihr habt vielleicht auch Benutzer, die per Smartphone auf E-Mails zugreifen oder wollt es vielleicht bald ermöglichen. Das habt ihr damit auch automatisch im Griff.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    danke für deine Antwort. Die Idee an sich ist schön, hat allerdings einen Haken und zwar sind die Mails dann halt nicht mehr lokal vorrätig, was bei einem PC mit dauerhaftem Netzwerkzugang problemlos möglich wäre (Netzwerkausfall mal ausgenommen)
    allerdings ist das für mobile Geräte nicht besonders schön, die ja auch mal offline sein können und dann nicht auf die Mails zugreifen können. Das wird sich nicht durchsetzen können.


    mfgSascha

  • Hallo Sascha,


    Zu der Idee von Drachen, eine profiles.ini Datei automatisch zu generieren hast du geschrieben:

    Zitat

    könnte man mit einem Loginskript bestimmt machen, da ich aber nicht weiß, ob der User überhaupt Thunderbird benutzen wird/will, will ich es so nicht machen.

    und das leuchtet mir nicht wirklich ein. Die Datei stört doch niemanden. Bei nahezu jedem Programm, das ich installiert habe, sind Dateien dabei, die ich niemals benötigen werde. Ebenso bei jedem Rechner, der nicht von mir selbst installiert/administriert wird, habe ich Benutzerprofile für Programme, die ich nicht benötige, aus dem einfachen Grund, dass meine Kollegen die selbe Installation haben und sie dieses Programm benötigen. Die eine Datei stört doch niemanden, und wenn Thunderbird das erste Mal vom User ausgeführt wird, bewirkt sie genau das, was du willst.


    (Ich wie Millionen anderer User habe über 2700 Dateien in C:\windows\system32 und benötige sicherlich nicht mal die Hälfte davon..., ich schmeiß doch auch nicht xcopy von der Platte, weil ich nur robocopy benutze)


    Grüße, Ulrich

  • Hallo Sascha,


    so ganz will mir nicht einleuchten, weshalb etwas bei euch nicht funktionieren sollte, was bei kleinen wie großen Unternehmen weltweit funktioniert.

    allerdings ist das für mobile Geräte nicht besonders schön, die ja auch mal offline sein können und dann nicht auf die Mails zugreifen können.

    Wenn jemand mit einem mobilen Gerät unterwegs ist, aber keine Verbindung hat zum Internet hat, dann ist zunächst einmal gleich, ob er nun POP oder IMAP verwendet. Neue E-Mails bekommt er nicht und senden kann er ebenfalls nicht. Und sofern Du mit mobilen Geräten Notebooks meinst, für die besteht wie für jeden PC die Möglichkeit, die E-Mails vom IMAP-Server auch zusätzlich offline auf der lokalen Platte zur Verfügung zu halten. Alte E-Mails können also gelesen werden.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Ulrich,


    der Vergleich mit xcopy/robocopy hinkt aber etwas :) denn ich füge ja hinzu (evtl. unnötigerweise) und ersetze nicht (vor allem keine Systemdatei). Ich hatte halt gehofft, dass es eine andere Möglichkeit gibt und daher wollte ich auf das Loginskript nicht zurückgreifen. Wenn es natürlich nicht anders machbar ist, wäre es die einzige Alternative und ist somit überlegenswert, da alternativlos.

    mfg Sascha

  • Hallo Susanne,


    du hattest geschrieben, dass man das lokale Bereithalten deaktivieren kann.


    das hatte ich so verstanden, dass man die Mails gerade nicht offline verfügbar machen kann und das wäre ein Nogo, daher resultierte die Ablehnung. Wie deaktiviere ich denn die lokale Bereithaltung?


    mfg Sascha

  • Hallo,


    ich will ja nur aufzeigen, dass jeder Standardrechner tausende Dateien mitliefert, die vom Benutzer nicht benötigt werden. Ich hätte da jedenfalls keine Skrupel.




    Das lokale Bereithalten deaktiviert man in den Konteneinstellungen:
    Alt => Extras => Konteneinstellungen => <Kontoname des IMAP-Kontos> => Synchronisation&Speicherplatz => Haken entfernen bei Nachrichten dieses Kontos auf diesem Computer bereithalten


    Oder in der Konfiguration:
    mail.server.server#.offline_download false
    Das #-Zeichen steht für die Servernummer.


    Wie man das per MCD macht, und ob das möglich ist, kann ich dir leider nicht sagen; vielleicht Susanne?


    Grüße, Ulrich

  • Hallo Sascha,


    du hattest geschrieben, dass man das lokale Bereithalten deaktivieren kann.

    Ja, das hatte ich, weil Du ja den Wunsch geäußert hattest, die lokalen Profile wegen des Roamings möglichst klein zu halten.


    Also, ich fasse mal zusammen. Du hast mehrere Optionen.

    • Du kannst für jeden IMAP-Ordner festlegen, ob er zusätzlich lokal im Cache auf der Platte zur Verfügung stehen soll. Das ist allerdings nur ein Cache. Was auf dem Server gelöscht wird, ist danach auch im Cache weg. Das ist die Option, die Ulrich Dir genannt hat.
    • Du kannst die E-Mails dauerhaft unter den Lokalen Ordner zusätzlich speichern. Das kann über Filter sogar automatisiert werden.


    • Du kannst den Speicherort der Lokalen Order außerhalb des Profils legen, um das Roaming zu entlasten. Dazu solltest Du Dich aber dringend ein wenig mehr in die Materie einlesen.

    Wie die zugehörigen prefs heißen, weiß ich nicht aus dem Kopf. Du kannst sie Dir aber in der erweiterten Konfiguration heraussuchen und dann über den MCD setzen lassen und verteilen.


    der Vergleich mit xcopy/robocopy hinkt aber etwas denn ich füge ja hinzu

    Auch diesen Einwand kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Es geht hier ja nicht um eine Windows-Systemdatei sondern lediglich um eine sehr kleine Textdatei, die nur vom TB bzw. analog vom FF benutzt wird. Sie liegt auch nicht einmal in der Nähe irgendwelcher Systemdateien sondern im Benutzerverzeichnis. Ich halte jede Wette, dass Du deutlich mehr, für den jeweiligen Benutzer absolut unnütze, dlls usw. verteilst als die Profiles.ini Zeilen hat.


    IMAP ist "erwachsenes" und alltagstaugliches Protokoll. Ich persönlich kenne keine Firma mit mehr als 10 Mail-Benutzern, die nicht längst konsequent auf IMAP umgestellt hätte. Ich muss gestehen, ich habe ein wenig den Eindruck, Du suchst eine Lösung nach dem Motto "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", um an dieser Stelle einmal Peter zu zitieren. :mrgreen:

  • Hallo Ihr beiden,


    vielen Dank für den Tipp mit lokalen Bereitstellen, das werde ich mal ausprobieren.


    Zum Vergleich:


    ich wollte doch nur aufzeigen, dass der Vergleich hinkt, ich kann doch ersetzen nicht mit hinzufügen vergleichen -> ich hätts halt gerne ohne loginskript sondern über die Programminstallation gelöst, ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder? Wenns nicht geht, OK, dann entweder anders oder halt nicht.


    Susanne : Dein Eindruck täuscht dich und keine Ahnung warum wir jetzt über Protokolle und ungewaschene Pelze reden ;-)

  • [OT]


    Dem Smiley entnehme ich, dass entweder Du Dich mit dem Wunsch nach Trockenwaschungen gut auskennst oder eben Dein Chef. :mrgreen:


    [/OT]