Emails mit zwei Rechnern abrufen

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: Neueste
    * Betriebssystem + Version: Win 7
    * Kontenart (POP / IMAP): POP3 (mit der Konto-Einstellung "leave copy on server")
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): web.de
    * Eingesetzte Antivirensoftware: Avira
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): Windows


    Ich lege die Mails auf einem externen USB-Laufwerk ab. Dieses verbinde ich einerseits mit meinem Desktop-PC oder (unterwegs) mit einem LapTop. Die beiden Thunderbird-Installationen auf den beiden Rechnern sind so eingerichtet, dass sie zum Speichern der Mails dieselben Ordner auf dem externen Laufwerk verwenden ("Profiles" usw.).


    Beim Wechsel des Rechners und anschließendem Abrufen kommt es vor, dass auf dem Server befindliche Emails ein zweites Mal abgerufen und nochmals auf dem USB-Laufwerk im Ordner "Posteingang" abgelegt werden.


    Frage: Wie und wo merkt sich Thunderbird, dass eine Mail bereits einmal abgerufen wurde? Diese Information ist jedenfalls auf demjenigen Rechner vorhanden, welcher abgerufen hat, nicht jedoch auf dem anderen Rechner, der noch nicht abrief. Es scheint demnach so, dass diese Information nicht in den Dateien unter "Profiles ...." abgelegt wird.


    Wie also kann man diese "Bereits-abgerufen"-Information in die Ordnerstruktur "Profiles...." verlegen, so dass sie immer dem jeweils abrufenden Rechner zur Verfügung steht?

  • Hallo,


    Zitat

    Die beiden Thunderbird-Installationen auf den beiden Rechnern sind so eingerichtet, dass sie zum Speichern der Mails dieselben Ordner auf dem externen Laufwerk verwenden ("Profiles" usw.).

    Das solltest du etwas genauer erklären, denn ich kann mir jetzt einige Wege vorstellen, wie du das umgesetzt hast.



    Zitat

    Wie und wo merkt sich Thunderbird, dass eine Mail bereits einmal abgerufen wurde?

    Das merkt sich Thunderbird in der Datei
    %appdata%\Thunderbird\Profiles\xxxxxxxx.default\Mail\pop3.web.de\popstate.dat
    Siehe dazu auch: Dateien im Profil erklärt und Knowledge Base/Popstate



    Zitat

    Wie also kann man diese "Bereits-abgerufen"-Information in die Ordnerstruktur "Profiles...." verlegen, so dass sie immer dem jeweils abrufenden Rechner zur Verfügung steht?

    Indem du den gesamte Profilordner auf den Datenstick speicherst, also
    %appdata%\Thunderbird\Profiles\xxxxxxxx.default


    Oder du verwendest direkt Thunderbird-Portable.


    Das sind in meinen Augen die beiden einfachsten Lösungen für deine Frage.



    Ansonsten käme ein Umstieg von POP3 auf IMAP in Frage, was ich wahrscheinlich an deiner Stelle bevorzugen würde.
    Ich bin selbst auch "erst" seit ein paar Monaten mit den meisten E-Mailadressen umgestiegen. Für mich ist es schon eine kleine Umgewöhnung, aber ich genieße, dass ich an den unterschiedlichen Rechnern immer den selben Stand habe. Da ein WEB.DE-Konto ja nicht so viel Speicherplatz zur Verfügung hat, lege ich "nicht mehr aktuelles" in das lokale Archiv meines Desktops (ist dann nicht mehr auf dem Server).



    Grüße, Ulrich

    Einmal editiert, zuletzt von losgehts ()

  • Hallo losgehts,


    der Hinweis auf "popstate.dat" (welche unter ".......Thunderbird\Profiles\xxxxxxxx.default\Mail\pop3.web.de" steht), war sehr nützlich, und vor Allem: So hat's funktioniert. Also besten Dank!


    Die nachgefragte Realisierung besteht darin, bei den Konten-Einstellungen / Server-Einstellungen für "Nachrichtenspeicher" den Pfad einzutragen, der mit ".......Thunderbird\Profiles\xxxxxxxx.default\Mail\pop3.web.de" endet. Bei "Lokale Ordner" nehme ich für "Nachrichtenspeicher" entsprechend den Pfad ".......Thunderbird\Profiles\xxxxxxxx.default\Mail\Local Folders". Dann ergibt sich die gemeinsame Nutzung von "popstate.dat" durch beide Rechner von selbst. Natürlich muss ich darauf achten, dass die beiden Pfade auf dem externen Speicher den gleichen Laufwerksbuchstaben bekommen, was meistens automatisch klappt.

  • Hallo,


    gern geschehen!

    Zitat

    Die nachgefragte Realisierung besteht darin,[...]

    Dein Vorgehen bedeutet, dass du mit zwei unterschiedlichen Profilen (=Einstellungen, Adressbüchern, AddOnns, etc) auf die E-Mails zugreifst. Etwas "sicherer" wäre es, wenn du nur ein Profil verwenden würdest und dieses komplett auf den externen Datenträger auslegen würdest. Dann kann dir nicht passieren, dass du bei einem Computer die Einstellungen geändert hast, und versäumst das auch beim anderen zu tun. Auch bewahrt dich das davor, dass du irgendwann ein Mal vor dem Problem stehst, dass du nur ein Adressbuch haben möchtest, aber zwei hast, die teilweise identische Einträge enthalten...


    Das nur so als Hinweis.



    Zitat

    Natürlich muss ich darauf achten, dass die beiden Pfade auf dem externen Speicher den gleichen Laufwerksbuchstaben bekommen, was meistens automatisch klappt.

    Auch ich benutze Win7 und bin darauf angewiesen, dass meine externen Festplatten (zur Datensicherung) immer den selben Laufwerksbuchstaben bekommen. Leider weiß ich nicht mehr, wie ich das sichergestellt habe, doch ich meine "irgendwo bei Datenträgerverwaltung" oder ähnlichem kannst du einstellen, dass dem Stick immer der gleiche Buchstabe zugeordnet wird.


    Grüße, Ulrich

  • Hallo opotschi,


    nachdem ich bisher nur kopfschüttelnd in deinem Thread mitgelesen habe, möchte ich nun doch eine Stellungnahme abgeben. Ich bin mir dabei bewusst, dass selbige deinen Widerstand herausfordern wird. Aber vielleicht kannst du aber auch mit guten Argumenten antworten.


    Ich sage also ganz deutlich, dass ich nicht verstehen kann, wieso jemand, der so wie es aussieht auch über gewisse Kenntnisse verfügt, sich eine derartige fehlerträchtige Bastellösung einfallen lässt.
    Was, bitte, hält dich davon ab, das bewährte und extra für die Verwaltung deiner Mails mit mehreren Clients entwickelte Protokoll IMAP zu verweigern und dafür das veraltete POP3 zu nutzen? Alles, was du willst, wird doch von IMAP bereitgestellt. Und IMAP ist in den Jahren seiner Entwicklung auch "erwachsen" und stabil geworden.
    Du verbiegst bewusst das POP3, indem du den vorgesehenen DELE-Befehl unterdrückst. OK, viele Provider dulden dieses. Aber bei weitem nicht alle. Es ist ja so nicht gewollt! Und niemand hält die Provider ab, deine bereits per POP3 heruntergeladenen Mails vom Server zu löschen. Aber, da du die Mails auf dem Server belässt, hast du wohl auch kein Problem mit dem Quota. (Diese Probleme mit dem Quota sind die Hauptargumente bei den zahlungsunwilligen Kostnix-Kunden, die ihr Krüppelpostfach regelmäßig leeren müssen.)
    Wenn ich mir das so ansehe, machst du doch schon so etwas wie "IMAP durch die Hintertür".


    Du speicherst deine Mails, so wie es bei POP3 üblich ist, lokal. Aber warum machst du das gleich life auf einem USB-Datenträger? Hast du denn keinen Platz auf der internen HD?
    OK, du willst die Mails (vlt. aus Sicherheitsgründen?) auf deiner ext. HD haben. Aber ob das ständige Wechseln mit dem Anschluss eines ext. Datenträgers eine sichere Sache ist? Ich wage das sehr zu bezweifeln. (Weißt du, wie viele ext. HD bei derartigen Aktionen zu Boden gehen? Oder auch wie viele Aktentaschen bei einer Notbremsung plötzlich im Fußraum liegen, usw.)


    Ich habe in meinem (jetzt nur noch) privaten IT-Gerödel einen Desktop-PC und zwei Notebooks. (Zwei deswegen, weil einer davon ständig auf Arbeit stationiert war, und der zweite wird immer von der Person genutzt, die am Desktop zu spät kommt ...) Auf allen drei Rechnern sind zwei Konten auf BS-Ebene eingerichtet. Und die aktiven Mailkonten selbstverständlich alle als IMAP-Konten => damit sämtliche Mails immer auf allen Geräten ohne Klimmzüge synchron. Ich habe zusätzlich bei mir noch einmal die beiden Konten meiner Frau eingerichtet ("Schau doch mal nach meinen Mails ..."), selbstverständlich ebenfalls per IMAP. Es funktioniert eben!
    Und ich genieße die Sicherheit der hohen Verfügbarkeit (= Schutz vor Datenverlust), welche ein seriöser Provider seinen Kunden bietet.


    Da ich nach 3 Jahrzehnten Tätigkeit "in der IT-Sicherheit" sehr sicherheitsbewusst bin, speichere ich zusätzlich mir wichtige Mails noch einmal auf dem Desktop-Rechner in den Lokalen Ordnern ab. Das geschieht ohne mein Zutun vollautomatisch per Filter. So habe ich alle Mails jederzeit auf dem IMAP-Server und für den garantiert nicht eintretenden Fall, dass die Storagesysteme incl. Backupsysteme des Providers abrauchen, noch zusätzlich lokal gespeichert.
    [Da es für mich selbstverständlich ist, täglich vollautomatisch meine gesamten "Eigenen Dateneien" - unter Linux: /home - auf mein NAS zu sichern, ist in dieser Sicherung selbstverständlich das TB-Profil mit drin. Also Hosenträger und Gürtel.]


    Also frage ich mich, wo ist der für mich nicht sichtbare Vorteil deiner Bastellösung?
    Du kannst doch alles genau so machen wie ich. Nur, dass du dann nicht (vollautomatisch, täglich) aufs NAS sicherst, sondern mit Hilfe des Add-on "ImportExportTools" zeitgesteuert oder auch händisch auf die angeschlossene ext. HD.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo losgehts:


    "Dein Vorgehen bedeutet, dass du mit zwei unterschiedlichen Profilen (=Einstellungen, Adressbüchern, AddOnns, etc) auf die E-Mails zugreifst."


    Gemeint war von mir, dass ich eben mit demselben Profil von beiden Rechnern aus arbeite, indem ich das externe USB-Laufwerk mal an den einen und bei Bedarf an den anderen Rechner anstöpsle.



    Hallo Peter_Lehmann:


    Natürlich, eine Bastellösung, die aber funktioniert, und bekanntlich soll man das bisschen, das zufällig halbwegs zuverlässig arbeitet, niemals ändern. Eleganz hin oder her.


    An IMAP bin ich neulich nach einem Crash und beim Wiedereinrichten des Email-Kontos langgeschrammt, das reichte mir vorerst: Ich hatte in Unkenntnis statt POP3 eben IMAP gewählt - und traf auf wirre Erläuterungen darüber, was denn nun wo und wie gespeichert wird. Das auch nicht leichte Finden des Verfahrens, wie man die IMAP-Einstellung wieder los wird und zu POP3 zurück kommt, hat mir gereicht und mich veranlasst, darum zunächst einen Bogen zu machen.


    Zugegeben: Das hat (eigentlich) nichts mit dem IMAP "als solchem" zu tun, aber ich neige aus langer leidvoller Erfahrung dazu, Neuerungen zu vermeiden, weil die allermeistens nur scheinbar "besser" sind und zudem so beschrieben werden, dass es viele Stunden braucht, ehe man verstanden und vor allem länglich ausprobiert hat, wie's denn nun wirklich geht. Dazu kommt, dass für gewöhnlich ein Vielfaches an Einstellungen nötig wird, die auch nicht veständlich erklärt werden. Und workarounds sind für nahezu jedes Programm nötig und an der Tagesordnung, die Programmierer sind oft auch noch stolz darauf, dass es eine Lösung für vergessene Features per wokaround gibt! Also: Weil durch die verlotterte IT-Branche der Begriff "Verbesserung" ad absurdum geführt wird, bleibe ich systematisch lieber beim Älteren.


    Dem gemäß werde ich mir erlauben, im Forum nachzufragen, ob und gegebenenfalls wie es möglich ist, "trotz" POP3 nicht nur die empfangenen, sondern auch die verschickten Emails sowohl lokal (was ja von sich aus passiert) als auch auf dem Provider-Server zu speichern ("leave copy on server" "Nachrichten auf dem Server belassen", was gleich ein Musterbeispiel für die meistens unsinnige Beschreibung ist: "Nachricht" kann eine abgehende oder eine ankommende sein,; an der betreffenden Einstell-Stelle sind vermutlich(!?) nur ankommende Nachrichten gemeint, also wieder eine Irreleitung.). Und: mit welchen Tricks/Simulationen es möglich ist, Emails, welche in einem anderen "Profil" stehen, in mein aktuelles Prifil zu übertragen.


    mfg G.M.

  • Hallo opotschi,



    es ist schon sehr schwer nachzuvollziehen, was Du so oben geschrieben hast. Und wenn Dich der Umstand, dass Du nicht bereit bist, Dich mit zugrundeliegenden Technik zu befassen, zu solchen Sätzen verleitet:


    Weil durch die verlotterte IT-Branche der Begriff "Verbesserung" ad absurdum geführt wird, bleibe ich systematisch lieber beim Älteren.


    dann fühle ich, als IT-lerin, mich schon vor den Kopf gestoßen. Es soll Leute geben, die schalten im Auto die vorhandene Klimaanlage nicht ein, weil sie diese nicht bedienen können. Sie lassen stattdessen lieber wie früher die Fenster herunter. Schuld sind dann die verlotterten Autohersteller.




    Nun, die nicht-verlotterte IT-lerin hat aber noch einen Tipp für Dich. Wenn Du unbedingt mit solch einer unnötigen Bastellösung arbeiten willst, dann verlege das gesamte Profil auf die externe Platte und nicht nur die lokalen Ordner. Dann bist Du auch das Problem mit der doppelt vorhandenen popstate.dat los.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo SusiTux,


    das Thema "verlotterte IT-Branche" ist zwar ein sehr wichtiges, aber hier denn doch deplatziert, deshalb vertiefe ich's jetzt nicht; ich wollte lediglich meine Motivation deutlich machen, so weit als möglich mit workarounds (die man mit Fug & Recht als "Bastellösungen" bezeichnen kann) zu arbeiten statt sog. Neuerungen nachzulaufen. Statt zahlloser Belege/Beispiele für meine These: Man lese einmal die üblichen Anbieter-Bedingungen für IT-Aufträge (sei es hardware oder software), in denen für gewöhnlich nichts zugesichert wird. Jede andere Branche ist dagegen "Gold".


    Zur Sache: Ich habe das gesamte Profil auf der externen Platte liegen, und benutze deshalb genau eine popstate.dat-Datei, und das funktioniert (jetzt) auch.


    mfg, G.M.

  • Hallo opotschi,


    und das funktioniert (jetzt) auch.

    Sigst. Dann darfst Du Dich freuen, dass einige Vertreter der verlotterten Branche Dir weitergeholfen haben, obwohl - und hier spreche ich nur für mich - Du Dich nicht gerade aufgeschlossen zeigst, um es mal freundlich auszudrücken.
    So etwas sagt man ja gemeinhin eher den Leuten vom Land nach, so wie mir. Aber, mia san in manchen Dingen vielleicht konservativ, aber ned deppert. :D


    Man lese einmal die üblichen Anbieter-Bedingungen für IT-Aufträge (sei es hardware oder software), in denen für gewöhnlich nichts zugesichert wird.

    Das mag sein, wenn man bei Billigheimer einkauft geht. Ich kenne keine seriöse, namhafte IT-Firma, die bei IT-Projekten (also typischerweise Professional Services) nicht mit klar definierten Gewerken, Pflichten- und Lastenheft arbeitet. Insbesondere bei Softwareprojekten müssen diese Firmen das schon zum Selbstschutz machen, weil es nämlich Kunden gibt, die im laufenden Projekt mit immer neuen Zusatzwünschen kommen, für die sie sonst weder zusätzlich bezahlen noch zeitliche Verzögerungen akzeptieren würden.


    Gruß


    Susanne