120GB Email Lokal mit POP. Umzug zu eigenen Imap. Server Fragen zur Strategie

  • Erstmal ein gesundes neues Jahr.


    Ich habe folgenden Sachverhalt der sehr unbefriedigend ist:
    Ich rufe von meiner eigenen Domain (bei 1&1 gehostet) die Emails via POP ab.
    Unterdessen habe ich aus den letzten 16 Jahren 120GB auf den Rechner (MacBook Pro).
    Gleichzeitig rufe ich am Handy (Iphone) ebenfalls die Emails per POP ab, lasse sie aber auf dem Server.
    Wenn ich zuhause bin, bekomme ich so die Emails doppelt (erst der MacBook Pro holt sie per POP vom Server und löscht diese auf dem 1&1 Server).


    Seit gut einem Jahr habe ich einen dicken Glasfaseranschluss mit fester IP (300 Mbit/s down, 60 Mbit/s up) . Ich betreibe einen kleinen ESXi Server mit ein paar VMs.


    Es laufen schon einige Subdomains damit ich z.B. per VPN von außen in mein Netz komme.


    Nun ist es Zeit das Thema Email aufzuräumen.
    Ich denke an einen Sogo http://www.sogo.nu/ auf meinem ESXi Server und darauf via Imap alle Emais speichere. Bzw. auch ein Backup erstelle.


    Was ich jedoch nicht verstanden habe:
    Wenn ich eine Email per Imap abrufe, liegt die auch Lokal auf dem Mac im Thunderbird. Meine 256er SSD ist schon mit 120 GB Emails voll. Schön wäre es, wenn Lokal nichts oder nur wenige Tage gespeichert wären und der Rest online auf dem Server liegen würde.
    Geht das?


    Wenn ich eine neue Email bekomme, macht die Timemachine immer gleich ein volles Backup von dem Thunderbird inbound file. Ich würde gerne meine Emails vom MacBookPro runter bekommen und diese auf einem lokalen imap Server speichern. Tunderbird soll dann diese Emails nur noch anzeigen. Sozusagen ein Remote-Zugriff auf den lokalen imap server.


    Oder anders ausgedrückt:
    Wie kann man vernünftig alte Emails auf einen Server ablegen und diese nicht immer lokal mitzuschleifen? Mir würde ja reichen, wenn ich nur die letzten 3 Monate lokal gespeichert hätte.
    Ich habe in Thunderbird schon mal Archive angelegt. Für jedes Jahr. Diese sind aber dann auch wieder Lokal auf dem MacBookPro gespeichert.


    Meine ganze IT ist ein großes Hobby - Projekt. Ich habe sogar Csiso - Router und eine neue ASA für VPNs und DMZ im Einsatz.
    Die Fileserver habe ich soweit im Griff, nur das Thema Email ist ein sehr wunder Punkt der jetzt im neuen Jahr endlich aufräumen muss.


    Sonst ist die ganze SSD im MacbookPro nur mit Emails voll....


    Danke für eure Tipps!

  • Hallo Marty_MC,



    Nun, da steckt ja sehr viel Enthusiasmus dahinter! (Und ich dachte immer, ich sei hier der Extremsportler ;-)) Ich horte auch aus purem Erinnerungswert die Mails der letzten 30 Jahre. Allerdings kann ich beim besten Willen nicht verstehen, wie jemand auf 120GB an Maildaten kommt.
    Vermutung: Hier verwechselt jemand einen Mailserver mit einem Fileserver und er speichert Monsteranhänge dauerhaft in den E-Mails. Dafur war "E-Mail" aber nie entwickelt worden!


    Grundsätzliches Prinzip:
    Auf dem Client mit dem Riesenarchiv sowohl das bisherige POP3-Konto als auch das neue IMAP-Konto einrichten. Und dann in kleinen Schritten (*) die E-Mails vom POP3-Konto auf den IMAP-Server schubsen. Ich empfehle, je nach der Wichtigkeit, die du deinen Mails beimisst, zuerst zu kopieren, Erfolgskontrolle und erst danach an der Quelle zu löschen. Also nicht einfach zu verschieben.
    (*) Ja, theoretisch könntest du mit einem Rutsch dein komplettes Mailarchiv auf den IMAP-Server verschieben.
    Ich empfehle aber, zuerst einmal auf dem IMAP-Server eine wohldurchdachte Ordnerhirarchie anzulegen. Meistens sieht diese anders aus, als die, die auf den Clients histrorisch entstanden ist.
    Und dann jeweils einen Zielordner nach dem anderen befüllen. Du wirst schnell sehen, wie viel du auf einem mal nehmen kannst.




    Wenn ich eine Email per Imap abrufe, liegt die auch Lokal auf dem Mac im Thunderbird. Meine 256er SSD ist schon mit 120 GB Emails voll.

    Standardmäßig gemäß RFC 3501 erfolgt bei IMAP keine zusätzliche lokale Speicherung der Mails auf dem Client.
    Der Thunderbird besitzt aber das "Feature" eines lokalen Caches. Das ist die (deider per default aktivierte) Option des "Lokalen Bereithaltens der Mails auf diesem Computer". Der Sinn dahinter ist, dass du mit einem derartigen Client auch bei einer schlechten/langsamen/unsicheren Internetverbindung (UMTS im ICE!) deine bereits heruntergeladenen Mails lesen und bearbeiten kannst. Du kannst sogar Löschen und Schreiben. Und im nächsten Bahnhof wird dann synchronisiert. IMHO ein Feature, welches auf Reisen ganz nett ist, aber zu Hause (vor allem, wenn man so einen göttlichen Internetzugang hat, wie du!) sinnfrei ist. Noch einmal: es ist keine zusätzliche Datensicherung, sondern nur ein lokaler Cache, welcher immer mit dem Server synchronisiert wird.
    Deshalb schalten das einfach ab und lösche die bei IMAP normalerweise nicht vorhandenen riesigen Mbox-Dateien aus deinem Profil. (Wo? => unsere Doku sagt es dir.) Ein richtig konfiguriertes (also ohne Cache!) IMAP-Konto ist auf dem Client nur ein paar Dutzend MB groß. Und das sind dann nur dir reinen Indexdateien (.msf).



    Tunderbird soll dann diese Emails nur noch anzeigen. Sozusagen ein Remote-Zugriff auf den lokalen imap server.

    Genau das ist IMAP, so wie es gewollt ist!





    Mir würde ja reichen, wenn ich nur die letzten 3 Monate lokal gespeichert hätte.

    Auch das kannst du in den Konten-Einstellungen genau so einstellen.



    Ich habe sogar Csiso - Router

    Mit dem bekannten NSA-Hintereingang?



    HTH!



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter,


    vielen vielen Dank! Damit komme ich weiter. Nun kenne ich auch den Befehl der das lokale Speichern regelt.


    Jetzt wird erstmal der imap Server installiert und konfiguriert.


    Zum Cisco:
    Die Backdoor Software wurde nur auf bestimmte Router kurz vor der Auslieferung installiert.
    Ob jetzt irgendein anderer beliebiger Router evtl. auch ein Backdoor hat, weiß man nicht.


    Zur Datenmenge:
    Man verschickte mal Bilder als Anhang.... Dann habe ich noch ein Hobby was viele Daten produziert: Funkamateur.
    Unterdessen läuft aber eine Owncloud :-)


    Nochmals herzlichen Dank!

  • Alles klar.
    Trotzdem solltest du dir angewöhnen, zumindest größere Anhänge von den Mails abzulösen und extern zu speichern.
    Du weißt vielleicht, dass das Umcodierten der binären Anhänge ins ASCII Format diese um 1/3 vergrößert.


    vy 73
    DL1B**

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Exakt.
    Nur damals hatte ich ein 1K2-Modem und heute darf ich mich an stolzen 2,9Mbit/s erfreuen und dafür den Preis von 16Mbit /s bezahlen Es ist zum <zensiert>.


    MfG Peter

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    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Kein Breitbandausbau bei euch geplant?
    Ich beschäftige mich beruflich mit den Breitbandausbau in Bayern. Meine Firma macht die Glasfaserplanung und die Bauleitung für verschiedene Netzbetreiber.
    Unter anderem haben wir meine Heimatgemeinde ausgebaut. Deshalb auch der schnelle FTTH Anschluss, hi.


    Gruß Marty