Muss eine Bitmessage versenden, kann mir jemand dabei helfen?

  • Hallo, ich hoffe ich bin hier richtig und dass mir hier wer weiterhelfen kann, da es bei Bitmessage ja auch um ein verschlüsseltes Programm geht.
    Ich versuche einmal Dir so gut wie möglich zu erklären was das Problem ist und um was es geht
    Ich habe mir Bitmessage 6.0.1 heeruntergeladen.


    1.Nachdem ich Bitmessage herunter geladen hatte, habe ich beim Einrichten leider
    Drei neue Identitäten angefordert und jetzt habe ich drei Adressen, ich habe versucht diese Adressen wieder zu löschen um eine einzige neue Adresse anzufordern, mit der ich dann auch Nachrichten versenden und empfangen kann.
    Aber das klappt leider nicht.
    Es werden leider immer wieder alle Drei Adressen angezeigt, die vor dem Code ein buntes Quadrat haben und ich kann keine dieser Adressen mehr löschen.


    2.Ampel steht immer auf Rot und wenn ich auf new klicke um eine Nachricht zu versenden, kann ich leider keine Empfangsadresse eingeben.
    In einem Forum habe ich auch gelesen, dass angeblich vor dem Versenden einer Nachricht, erst einmal eine Rechenaufgabe gelöst werden muss, damit man überhaupt eine Bitmessage versenden kann.
    Mir wird jedoch nie eine Aufgabe angezeigt.
    Irgendwie funktioniert das mit den Nachrichten versenden überhaupt nicht.
    . Beim einrichten wurde mir angezeigt, dass ich meine Bitmessage Adresse veröffentlichen muss, damit mir auch andere User schreiben können, aber ich weiß nicht wie ich das machen muss und finde auch keine deutsche Anleitung.
    Alles was ich bisher gefunden habe, war auf English und ich kann leider kein Englisch.. :-(
    Bei BM gibt es ja auch die Rubrik Hilfe, aber da ist leider auch alles auf Englisch :-(
    Falls mir hier niemand helfen kann, oder ich hier falsch bin, hoffe ich, dass mir hier vielleiht jemand schreiben kann, wer mir wo vielleicht helfen könnte oder mir einen link nennen kann, damit ich bei meinem Problem bezüglich Bitmessage weiterkomme.
    Vielleiht kann ich ja hier auch einmal mit jemanden eine Bitmessage scheiben zum Ausprobieren.
    Hoffe auf hilfreiche Antworten und Hilfe.


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    Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: `?
    * Betriebssystem + Version: Windows7
    * Kontenart (POP / IMAP):IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX):yahoo
    * Eingesetzte Antiviren-Software:Norton
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):?
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):Modem
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  • Moin montana12,


    Bitmessage hat sehr, sehr wenig mit Thunderbird zu tun, demzufolge bist du hier im Forum falsch.
    Abgesehen davon erfaßte mich das Schaudern, als ich mal kurz nachgelesen habe, wie der Kram funktionieren soll.


    ...Broadcast-Übertragung der Nachrichten an alle Bitmessage-Teilnehmer...

    Also jeder schickt an jeden alle Nachrichten, damit Absender und Empfänger anonym bleiben können, und verstopft damit das Internet, und nur der Empfänger kann sie entschlüsseln ?(


    Wen ich nach deutschsprachigen Informationen zu Bitmessage suche (nein nicht mit G00gle, es gibt auch andere Suchmaschinen), finde ich hunderte von Seiten - du nicht?


    Gruß, muzel

  • Hallo,


    wie Du schon vermutest, hat Bitmessage absolut nichts mit dem TB zu tun. Ich habe deshalb mal nach einem passenden Forum geschaut und sehe, dass Dir dort bereits geholfen wird.


    https://bitmessage.org/forum/index.php/topic,5265.0.html


    Ich möchte noch ein paar eigene Ansichten zu Bitmessage loswerden. Ich bin sehr dafür, dass man seine Korrespondenz verschlüsselt. So, wie man ja auch Briefe in einen verschlossenen Umschlag steckt und nicht alles per Postkarte verschickt.
    Für mich (und ich spreche ausdrücklich nur von mir) geht es dabei aber nicht um die Sorge vor den Geheimdiensten. Deren Anliegen, Nachrichten abzufangen, kann ich durchaus verstehen und zumindest in Teilen auch befürworten.


    Bitmessage geht einen Schritt weiter als die "normale" verschlüsselte E-Mail oder der WhatApp-Chat, indem auch auch Absender und Empfänger verschleiert werden. Deshalb werden Nachrichten grundsätzlich per Broadcast an alle Teilnehmer des Streams gesendet. Damit wird viel überflüssige Last erzeugt.
    Ich kann mir nur wenige Situationen vorstellen, in denen man das benötigt:

    • Für die "Dienste" untereinander


    • Für Menschen, die in einer Diktatur leben und sich durch Meinungsäußerung in Gefahr bringen.


    • Für kriminelle Machenschaften.

    Die ersten beiden Punkte können wir in Deinem Fall wohl ausschließen. Ich hoffe auch den letzten. ;-)


    Gruß


    Susanne

  • geht es dabei aber nicht um die Sorge vor den Geheimdiensten

    Ich glaube, kaum jemand sorgt sich um die (legale) Nutzung durch Geheimdienste. Das Problem sind – aus meiner Sicht – jedoch die dabei anfallenden Datenberge, die für illegale Zwecke missbraucht werden können (nicht nur durch die Geheimdienste selbst, die Daten können ja auch von Dritten erbeutet werden) und unzureichende Überwachung der legalen Nutzung. Mein Vertrauen haben die Dienste jedenfalls komplett verspielt – wer sich nicht an geltendes Recht hält, sollte nicht für die Überwachung dessen Einhaltung mit erweiterten Befugnissen ausgestattet werden.


    Ich kann mir nur wenige Situationen vorstellen, in denen man das benötigt

    Wie bei jedem System, dass die Anonymität von Teilnehmern sichern soll, müssen jedoch viele "unschuldige" Nutzer aktiv sein, damit unterdrückte Menschen in der Masse untergehen. Wenn ein System nur von "Kriminellen" (z.B. Nichtkonformisten einer Diktatur) verwendet wird, kann ein Diktator schon aus der Verwendung des Dienstes seine Schlüsse ziehen (da die Verwendung eines Dienstes i.d.R. nicht verschleiert wird). Unabhängig davon halte ich Bitmessage jedoch für noch viel zu jung (noch keinen Audit!) und technisch nicht überzeugend (keine plausible deniability für sicher verschlüsselte Nachrichten) um für mehr als technische Spielereien verwendet zu werden.


    Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, der OP hat sich eine Ransomware gefangen, deren Betreiber ihre Identität verschleiern wollen (zumindest ist das laut Wikipedia eine der primären Verwendungen von Bitmessage). Da sollte man aus meiner Sicht jedoch nicht darauf eingehen, zumal es nie sicher ist, dass sich Verbrecher an ihr Wort halten.

  • Das Problem sind – aus meiner Sicht – jedoch die dabei anfallenden Datenberge, die für illegale Zwecke missbraucht werden können ...

    Da ist natürlich etwas dran. Jedoch horten die kommerziellen Kraken zusammengenommen vermutlich noch viel mehr Daten. Und sie nutzen sie. Auch Daten von Menschen, die einer solchen Nutzung nie zugestimmt haben. Es genügt ja, wenn man bei jemandem im Adressbuch steht, eine E-Mail über einen dieser Kraken bekommt oder die Großmutter den Enkel ein Geburtstagsgeschenk aus dem Online-Shop bestellt. Ganz zu schweigen von dem Smartphone, das man so schön als Navi nutzen kann.


    die Daten können ja auch von Dritten erbeutet werden

    Auch da muss man bei den privaten Sammlern nicht lange suchen. Einbrüche und das Erbeuten von Millionen Datensätzen oder das Brennen einer Steuersünder-CD sind ja an der Tagesordnung.


    Wie bei jedem System, dass die Anonymität von Teilnehmern sichern soll, müssen jedoch viele "unschuldige" Nutzer aktiv sein, damit unterdrückte Menschen in der Masse untergehen.

    Das trifft hier schon aufgrund des Broadcastings nicht wirklich zu. Die Nachrichten enthalten keinerlei Hinweis auf Sender oder Empfänger. Nutzt man den Dienst im öffentlichen Raum, wird es schwer für die Zensur.


    Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, der OP hat sich eine Ransomware gefangen, deren Betreiber ihre Identität verschleiern wollen

    Ja, das wäre dann mein Punkt 3 von oben. Wobei montana ein Opfer wäre.

  • Jedoch horten die kommerziellen Kraken zusammengenommen vermutlich noch viel mehr Daten.

    Ich wollte die lieben Dienste auch nicht als einziges Übel bezeichnen – viele der Kommerziellen sind in der Tat noch problematischer (als die deutschen Dienste, eine gewisse Drei-Buchstaben-Organisation fasst ja praktischerweise die Bestände der Kommerziellen zusammen und kann daher nicht sinnvoll getrennt betrachtet werden). "Die Anderen sind aber noch schlimmer" ist aber imho keine akzeptable Rechtfertigung, schon gar nicht für einen Staatsbetrieb.

    Das trifft hier schon aufgrund des Broadcastings nicht wirklich zu. Die Nachrichten enthalten keinerlei Hinweis auf Sender oder Empfänger. Nutzt man den Dienst im öffentlichen Raum, wird es schwer für die Zensur.

    Wenn man Sender oder Empfänger eines solchen Broadcasts ist, ist man ja schon als Nutzer identifiziert. Es ist natürlich nicht klar, ob (!) und welche Nachrichten übertragen wurden. Vollständig anonyme Internetanschlüsse würden natürlich helfen, sind nur selten einfach zu beschaffen (ich vermute, du meintest das mit "öffentlichem Raum"). Alternativ könnte man vielleicht auch alles durch Tor routen (wenn das Protokoll auf TCP aufsetzt, habe mir das nicht angeschaut), um das Problem zumindest auf "Nutzer von Tor" auszuweiten... muss aber zugeben, mich mit Bitmessage nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben.

  • "Die Anderen sind aber noch schlimmer" ist aber imho keine akzeptable Rechtfertigung, schon gar nicht für einen Staatsbetrieb.

    So möchte ich mich auch nicht verstanden wissen. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ich die Bedürfnisse der Sicherheitsdienste gut verstehen kann und in weiten Teilen auch unterstütze. Natürlich muss das zwingend im gesetzlichen Rahmen stattfinden, keine Frage. So funktioniert nunmal ein demokratischer Rechtsstaat.
    Was ich umgekehrt in großen Teilen nicht unterstütze, ist eben das kommerzielle Datensammeln. Deshalb werbe ich (leider nur bescheiden erfolgreich) für die Verschlüsselung von E-Mails, Chats usw. .


    (ich vermute, du meintest das mit "öffentlichem Raum"). Alternativ könnte man vielleicht auch alles durch Tor routen

    Ja, das meinte ich. Ich gehe davon aus, dass z.B. ein Dissident, der sich in ernsthafte Gefahr begibt, nicht einfach seinen Internetanschluss daheim benutzt. Und ja, Bitmessage lässt im Tor-Netzwerk nutzen.


    Zurück zu @montana12, ich habe den Faden in dem anderen Forum nicht weiter verfolgt. Falls Du tatsächlich Opfer eines Erpressers geworden bist - der Betreff klingt ein wenig danach - dann bedenke, dass Zahlen nicht unbedingt bedeutet, dass Du danach auch tatsächlich Deine Daten wieder bekommst.