Posts by generalsync

    Diese CID gibt es inzwischen nicht mehr.

    Nur kurz dazu: es sieht mir danach aus, als gäbe das die CID durchaus noch. Zumindest in meinem Build wurde aber Components.classesByID entfernt. Wenn ich das gerade richtig sehe ist das Absicht, und es gibt keinen Weg mehr eine Klasse mit JS über die ID zu bekommen.

    These two interfaces are effectively never used, so to avoid needing to support ClassID2JSValue with the new implementation, I remove them entirely.

    Wenn es zwingend nsImapUrl sein muss und es eine andere Implementation von nsIUrl nicht tut, musst Du also vermutlich nativen Code finden, der sich als Konstruktor (miss)brauchen lässt. Wenn es den nicht gibt, bitte die Thunderbird-Entwickler um eine ContractID für die Klasse, dann kannst du sie über Components.classes bekommen. Ob man das aber noch in Thunderbird 68 unterkriegt kann ich nicht abschätzen...


    Viel Erfolg!

    Ich hab alles gemacht wie immer - das komplette /home übertragen, also auch sämtliche Daten unter .thunderbird.

    Die Mails sind auch alle da, nur der Kalender ist leer.

    Wir wurden die Kalender angelegt (Rechtsklick auf den Kalender, dann "Eigenschaften", die Information steht nun neben "Adresse")?


    "Echte" lokale Kalender (Adresse "moz-storage-calendar://") liegen im Profil unter calendar-data/local.sqlite – wenn deine Linux-Distribution sqlite installiert hat, kannst du im Terminal via

    Code
    1. sqlite3 /path/to/calendar-data/local.sqlite 'SELECT * FROM cal_events'

    prüfen, ob deine Daten prinzipiell da sind. Wenn Du dabei deine Termine siehst (mindestens die Titel sollten sich einfach erkennen lassen), fehlen vermutlich Einträge in der prefs.js. Falls nicht, sind deine Kalender leer oder nicht lokal.


    Lokale "Netzwerkkalender" (Adresse beginnt mit "file://") liegen dort, wo du sie abgelegt hast. Ich bin mir nicht sicher, wie Thunderbird auf eine fehlende Datei reagieren würde – einen leeren Kalender anzuzeigen wäre aber denkbar.


    Ich will mir selber einen WebDav-Server basteln, bloß kommt man ja zu nix, wenn schon die Übertragung aufs Laptop rumzickt.

    Man kann Kalender auch ohne Server übertragen (und ohne das gesamte Home-Verzeichnis zu kopieren). Ich entwickle dazu GeneralSync, damit lassen sich Kalender und Adressbücher direkt über lokale Netzwerke synchronisieren. Wenn es nur um seltene Umzüge zwischen Rechnern geht reicht alternativ vielleicht auch eine lokale .ics-Datei (der oben erwähnte lokale "Netzwerkkalender"), die von Hand kopiert wird.


    Von einfachem WebDav-Server würde ich aber abraten, bei gleichzeitigen Änderungen droht dort mit Pech Datenverlust. CalDav hat diese Probleme nicht – braucht aber wie auch WebDav einen ständig laufenden und gewarteten Server.

    Gibt es inzwischen schon Neuigkeiten?

    Kurz nach meinem Post war das Add-on auf ATO wieder aktuell, derzeit hinkt es wieder hinterher. Aktuell gibt es nur die Version für Thunderbird 60.5 (in der Theorie könnte diese Version aber auch mit der aktuellen 60.7.2 funktionieren – probiert habe ich das aber nicht).


    Die dort fehlenden Updates sind wohl keine Absicht, aber da nur die Nutzer von einigen Linux-Distributionen das Add-on auf diesem Weg beziehen, scheint Lightning auf ATO keine wirkliche Priorität zu haben.

    Heute habe ich eine neue Liste erstellt und alle 249 Adressen aus dem Adressbuch markiert (Strg A) und mit gedrückter Maustaste in die Liste eingefügt. Alle Adressen wurden kopiert und befinden sich in der Liste.

    Wenn alles nun wie gewünscht funktioniert, scheint zumindest im Moment alles in Ordnung zu sein.


    Die Fehlerkonsole zeigt immer nur die letzten Meldungen derselben Sitzung, daher kann man die ursprüngliche Ursache nun nicht mehr ermitteln. Sollte das Problem erneut auftreten: um mögliche Ursachen einzugrenzen, wären die direkt nach dem Auftreten des Problems angezeigten Meldungen relevant.

    Prinzipiell sollte Dein Vorgehen funktionieren.


    Verteilerlisten unterstützen nur Kontakte mit eindeutigen E-Mail-Adressen. Fehlt eventuell bei manchen Kontakten die E-Mail-Adresse, oder gibt es mehrere Kontakte mit derselben E-Mail-Adresse?


    Was passiert, wenn Du einen der fehlenden Kontakte einzeln in die Liste schiebst? Funktioniert das? Gibt es daraufhin Fehlermeldungen in der Fehlerkonsole (Extras|Entwickler-Werkzeuge|Fehlerkonsole)?

    Welche Quelle für Lightning 6.2.6.1 kannst Du mir somit empfehlen?

    Es gibt aus meiner Sicht keine uneingeschränkt empfehlenswerte Quelle für ein "reines" Lightning (d.h. ohne zusätzlich auch Thunderbird von derselben Quelle zu beziehen).


    Thunderbird mit Lightning bekommt man vermutlich am zuverlässigsten direkt von Thunderbird. Die offiziellen Downloads können einfach in einen Ordner deiner Wahl entpackt werden (z.B. ~/Anwendungen/Thunderbird oder ähnlich), integrieren sich aber nicht selbstständig in Deine Distribution. Wenn Du also Thunderbird über das "Startmenü" starten können willst, musst du die Symbole dafür von Hand anlegen. Wenn Thunderbird bereits aus einer anderen Quelle installiert ist, sollte Thunderbird außerdem zuvor deinstalliert werden – sonst kommt man schnell durcheinander, welches Thunderbird gestartet wird.


    Alternativ kannst Du auch auf eine andere Linux-Distribution wechseln, deren Thunderbird-Pakete Lightning enthalten oder die eine offizielle Installationsmöglichkeit für ein deutsches Lightning bieten.


    In beiden Fällen musst Du eventuell nach der Installation in about:config den Wert "extensions.installedDistroAddon.{e2fda1a4-762b-4020-b5ad-a41df1933103}" zurücksetzen, wenn Dir Lightning nicht automatisch angeboten wird. Nach einem Neustart sollte Lightning dann automatisch installiert werden.


    Weniger zuverlässige Alternativen:

    Wenn Du eine in Ubuntu integrierte Version haben willst, installiere zusätzlich zum "normalen" Packet "thunderbird" auch das Packet "xul-ext-lightning" und deinstalliere Lightning in Thundebird. Nach einem Neustart solltest Du dann die jeweils aktuelle Version von Lightning nutzen können. Nachteil: die Kalenderfunktionen werden dann weiterhin nur auf Englisch angezeigt, da Ubuntu keine eingedeutschte Variante des Pakets xul-ext-lightning bereitstellt.


    Zuletzt kannst Du auch Lightning auch aus der normalen Thunderbird-Veröffentlichung extrahieren und als reguläres Add-on installieren. Dabei gibt es gleich zwei Nachteile: erstens muss der Vorgang nach jedem Update von Thunderbird wiederholt werden und zweitens könnten nicht aufeinander abgestimmte Quellen von Lightning und Thunderbird für Probleme sorgen.


    Die offizielle Variante davon ist die von Dir verlinkte Add-on-Seite – leider wird das Add-on dort seit Thunderbird 60 nicht mehr zuverlässig aktualisiert, sodass darüber derzeit keine aktuelle Version bereitsteht. Vor Thunderbird 60 war das die beste Option.

    Thunderbird-Version: 60.6.1 mit Lightnig 6.2.5

    Was mir gerade auffällt: Thunderbird 60.6.1 sollte eigentlich mit Lightning 6.2.6.1 betrieben werden.


    Lightning aktuell nur noch in Englisch angezeigt wird (Bild).

    Wenn Thunderbird ansonsten Deutsch spricht, hast Du vermutlich eine ausschließlich englischsprachige Version des Add-ons installiert.


    Es gibt unter Linux verschiedene Optionen, um Thunderbird und Lightning zu installieren. Der von Ubuntu vorgesehene Weg erlaubt ausschließlich die Verwendung einer rein englischsprachigen Version von Lightning (über das Packet xul-ext-lightning). Das hat aber nichts mit Thunderbird selbst zu tun – die auf der Thunderbird-Homepage veröffentlichte Version von Thunderbird hat diese Einschränkung nicht.


    Die Ursache vermute ich mal bei einem Termin, welcher sich mutifach und auf unendlich dupliziert und meinen Kalender somit permanent flutet (Bild). [...] Gnome Kalender aktualisierte darauf hin meinen Kalender

    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Lightning von sich aus Termine vervielfältigt. Die Vervielfältigung kann durchaus durch ein anderes Add-on oder ein anderes Programm auf dem PC veranlasst worden sein – das ändert nichts daran, dass Lightning mit der schieren Menge an Terminen dann nicht mehr klar kommt und daher nicht mehr vollständig lädt. Wenn die Daten einmal geschrieben wurden, hilft auch das spätere Deaktivieren des verursachenden Add-ons nicht. Es ist daher nicht gesichert, dass Lightning der alleinige Verursacher des Problems war.


    Insbesondere scheint mir suspekt, dass der Gnome-Kalender direkt im Thunderbird-Kalender schreiben soll (oder ich habe da etwas falsch verstanden?). Handelte es sich um einen lokalen Thunderbird-Kalender (in dem Fall steht in den Einstellungen des Kalenders unter "Adresse" der Wert "moz-storage-calendar://")?

    Wenn Thunderbird soweit reagiert, dass man die Menüs noch bedienen kann: gibt es Meldungen in der Fehlerkonsole (Extras | Entwickler-Werkzeuge | Fehlerkonsole)? Eventuell wird dort eine konkrete(re) Ursache genannt.


    Wenn nicht, deaktiviere alle Add-ons außer Lightning und ggf. dem Add-on, mit dem der Kalender verwaltet wird. Wenn Thunderbird dann wieder funktionieren sollte, aktiviere nacheinander alle anderen Add-ons und prüfe jeweils, ob noch alles funktioniert.


    Wenn auch das nichts erkennbares ändert, lege ein neues Profil an und starte Thunderbird in diesem neuen Profil. Sofern du den Kalender für das Backup als .ics-Datei expirtiert hast, Importiere dann deinen Kalender einfach erneut aus dem Backup. Wenn das funktioniert kannst Du anschließend deine E-Mail-Accounts und sonstigen Einstellungen erneut einrichten und das neue Profil als Standard markieren.

    Wenn in den Sommerzeit-Phasen in den Jahren 1970 - 1979 die letzten Tage eines Monats und der erste Tag des Folgemonats in der Kalenderansicht 'Mehrere Wochen' oder 'Monat' falsch beschriftet werden, dann arbeitet der Kalender nach meinem Verständnis nicht korrekt.

    Wenn im Kalender für jeden Tag ein Kästchen ist, dass korrekt die Termine dieses Tages anzeigt, ist er für mich korrekt. Das über dem Kästchen ein falsches Datum steht ist ärgerlich, aber beeinflusst die Termine nicht. Für mich ist es also ein Problem der Ansicht, nicht des Kalenders selbst.


    Erstaunt bin ich auch, dass Du die Fehler in den beiden Beiträgen auf Bugzilla nicht nachvollziehen kannst.

    Ich habe die Vermutung, dass Thunderbird Datumsangaben über das Betriebssystem abwickelt (ich habe gerade nicht die Zeit das im Detail nachzulesen, die Antwort müsste im Binding zu datetimepicker stehen). Unter Linux verhalten sich die Dinge da wohl anders. Dafür ignoriert Thunderbird bei mir immer die ersten zwei Stellen der Jahreszahl und zeigt im Eingabefeld prinzipiell immer nur zwei Stellen des Jahres an – wenn man über den Kalender Daten außerhalb dieses Jahrhunderts wählt geht aber alles. Kann auch durchaus sein, dass ich da nur was falsch / ungewöhnlich konfiguriert habe – gestört hat mich das bislang nie, also habe ich nicht intensiv nach Lösungen gesucht.


    Wenn die Probleme mit Thunderbird 60 begonnen haben, ist das Problem auf Änderungen in Firefox zurückzuführen. Einige für Thunderbird relevante Komponenten wurden aus der gemeinsamen Codebasis entfernt oder massiv verändert. Es ist wahrscheinlich, dass auch Teile der Datums- und Zeitlogik von diesen Änderungen betroffen waren.


    [OT]

    hast Du für mich eine Empfehlung einer Linux-Distribution?

    Kommt darauf an, was Du willst/brauchst. Die beiden Extremen:


    Für Windows-vorbelastete Anfänger auf älteren PCs würde ich mal mit Xubuntu oder Linux Mint Cinnamon anfangen (je nach Designvorliebe). Beides Distributionen die so ziemlich alles können und auch ohne Linux-Kenntnisse installiert und genutzt werden. Mint fühlt sich in der Standardkonfiguration mehr nach Windows an, Xubuntu ist etwas minimalistischer.


    Wenn Du technisch versiert bist und vor allem eine Distribution zum Erlangen von Linux-Kenntnissen suchst, lernt man wohl am besten mit Arch Linux oder – noch etwas extremer – Gentoo. Beide werden immer von Hand installiert und aktualisiert – es gibt also kein Installationsprogramm, sondern eine Installationsanleitung (Arch) bzw. ein Installationshandbuch (Gentoo). Dafür hat man größere Freiheiten bei der Zusammenstellung des Systems. Für beide Distributionen sollte man sich mehrere Wochen Zeit nehmen.


    Dazwischen gibt es natürlich auch ein Spektrum an anderen Distributionen, die ebenfalls sinnvoll genutzt werden können. Eine große Liste findet man beispielsweise auf DistroWatch, wobei hier auch einige nicht-Linuxe mit aufgeführt werden.

    [/OT]

    Meinen bisherigen Tests nach arbeitet Lightning zumindest unter Linux extrem zuverlässig, insbesondere im Vergleich mit Outlook oder gar einem Smartphone-Kalender. Ich kann von den geschilderten Problemen nur den Darstellungsfehler im Bezug auf den 1.4.1979 reproduzieren, hier wird der 31. März verdoppelt angezeigt. Der Kalender funktioniert jedoch auch an dieser Stelle korrekt – zumindest in meinem kurzen Test.


    Ich will aber vor allem einen kurzen Hintergrund beisteuern: Kalender sind unglaublich komplex und damit immer ein bisschen "unzuverlässig", da Uhrzeiten und Zeitpunkte nicht direkt ineinander überführt werden können. Zwei Beispiele:

    • Wenn ich heute einen Termin im Sommer 2022 auf 15 Uhr ansetze, und die Sommerzeit für 2022 abgeschafft wird, was passiert mit meinem Termin? Bleibt es bei 15 Uhr (Zeitpunkt wird geändert, aber Uhrzeit bleibt gleich) oder wird der Termin auf 14 Uhr verschoben (Zeitpunkt bleibt gleich, aber Uhrzeit ändert sich)?
    • Wenn ich einen Termin um 2:30 Uhr am Tag der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit einrichte, beginnt er dann am ersten oder am zweiten Zeitpunkt, an dem die Uhr 2:30 Uhr anzeigt? Was ist mit einem regelmäßigen Termin, der auf 2:30 Uhr am Tag der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit fällt (diese Uhrzeit gibt es gar nicht!)?

    Die Regeln, mit denen Kalendersoftware intern solche Situationen abfängt, sind komplex und auf gute Zeitzoneninformationen angewiesen. So können z.B. Änderungen an Daten zu historischen Zeitzonenentwicklungen Termine in der Vergangenheit verschieben und Systeme mit unterschiedlichen Zeitzoneninformationen können sich gegenseitig stören.


    Dazu kommt, dass ein digitaler Kalender in der Regel mit begrenztem Speicher rechnet. Gängige Datentypen für Zeitpunkte beginnen 1. Januar 1601 00:00:00 UTC (Microsoft's FILETIME), 13. Dezember 1901 20:45:52 UTC (32 bit Unixtime) oder 1. Januar 1970 00:00:00 UTC (unsigned Unixtime). Je nach System können an diesen Grenzen spezifische Probleme beginnen bzw. enden. Aufgrund des Aufbaus moderner Prozessoren und dem nahenden Ende mancher Formate werden aber mit der Zeit auch größere Datentypen populärer, die den gesamten Zeitraum der bisherigen Menschheitsgeschichte abbilden können (z.B. 64 bit Unixtime). Diese Probleme sollten also mit der Zeit immer seltener werden.



    Kurzfassung: Lightning ist aus meiner Sicht zuverlässig. Unabhängig von der eingesetzten Kalender-Software gibt es aber insbesondere bei historischen und in der fernen Zukunft liegenden Terminen immer mal wieder Situationen, in denen der Kalender unerwartet reagieren kann. Das liegt teilweise an Programmfehlern und -beschränkungen, teilweise an fehlenden oder unvollständigen Daten (vor allem zu Zeitzonen) und teilweise am Prinzip eines Kalenders.

    Ich kann beides nicht reproduzieren, weder in einem lokalen noch in einem GeneralSync-Kalender (jeweils unter Linux). Handelt es sich bei euch beiden wirklich um lokale Kalender, d.h. kein Add-on zur Synchronisation installiert + beim Anlegen des Kalenders "Auf meinem Computer" als Speicherort gewählt?


    Falls nicht, wäre es wichtig zu erwähnen, welche Einstellungen bei der Erzeugung des Kalenders gemacht wurden. Derartig alte Termine werden nicht von allen Kalendertypen unterstützt.

    Verstehe ich das richtig, dass ich weitere AdressBÜCHER anlegen kann?

    Ja, über "Datei|Neu|Adressbuch" im Adressbuch-Fenster lassen sich zusätzliche lokale Adressbücher anlegen. Für synchronisierte Adressbücher gibt es je nach Synchronisationstool / -protokoll andere Optionen – oft ebenfalls unter "Datei|Neu", manchmal aber auch an anderen Orten.


    Wenn ich den löschen will, bekomme ich eine Warnung (Falls dieses Adressbuch wirklich gelöscht wird, so wird Thunderbird nicht länger die Adressen sammeln.).

    Ist das Adressbuch eventuell in den Thunderbird-Einstellungen unter "Verfassen" neben "Adressen beim Senden automatisch hinzufügen zu:" ausgewählt? Das geht auch mit manuell erzeugten Adressbüchern. Die Standardeinstellung ist, dort "Gesammelte Adressen" einzutragen.

    Gesammelte Adressen: da fließen alle Emailadressen rein.

    In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob und wann Adressen automatisch in ein Adressbuch hinzugefügt werden. Standardmäßig werden Adressen in "Gesammelte Adressen" angelegt – das lässt sich aber ändern.

    Adressbücher, die ich unter persönliches Adressbuch anlege

    Es ist nicht möglich, Adressbücher innerhalb eines anderen Adressbuches anzulegen. Innerhalb von einem Adressbuch können lediglich Adresslisten angelegt werden, die Kontakte desselben Adressbuches bündeln.

    Kontaktordner: verstehe ich nicht.

    Es gibt keine Funktion mit diesem Namen. Wo findest Du das Wort "Kontaktordner" in Thunderbird? Hast Du eventuell ein Add-on installiert, dass dem Adressbuch weitere Funktionen hinzufügt?


    Wie kommt der Inhalt des "Persönlichen Adressbuchs" zustande? Welche Kontakte fließen da rein, welche nicht?

    In der Standardeinstellung werden neue, von Hand angelegte Kontakte im Persönlichen Adressbuch abgelegt. Kontakte können aber auch von Hand zwischen Adressbüchern verschoben werden und so in das Persönliche Adressbuch gelangen.

    Wenn ich ein "Adressbuch X" unter "Persönliches Adressbuch" anlege, und einen Kontakt dorthin kopiere, kann ich den Kontakt unter "Persönliches Adressbuch" nicht löschen, sonst ist er überall weg. Was für einen Sinn hat es, dass der Kontakt doppelt (in zwei Adressbüchern gleichzeitig) erhalten bleibt?

    Wie bereits erwähnt, ist dieses "Adressbuch X" kein Adressbuch, sondern eine Adressliste. Listen bestehen aus Elementen desselben Adressbuches, das die Liste enthält. So kann man z.B. innerhalb eines Adressbuches von Mitarbeitern eine Liste mit allen Mitgliedern einer Arbeitsgruppe anlegen. Wenn man dann eine Rundmail an eine Arbeitsgruppe schicken will, kann man das direkt über den Listennamen tun – die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind aber immer auch Mitarbeiter und damit Teil des übergeordneten Adressbuches.


    Der Kontakt ist dabei nicht doppelt gespeichert, Änderungen am Kontakt werden auch in der Liste sichtbar und umgekehrt. Das ist oftmals sehr praktisch, da so z.B. bei einer Namensänderung nicht alle Verteilerlisten von Hand verändert werden müssen.


    Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Einträge einer Adressliste müssen eine eindeutige E-Mail-Adresse haben. Das Thunderbird-Adressbuch funktioniert nicht korrekt, wenn mehrere Kontakte dieselbe E-Mail-Adresse haben oder ein Kontakt in einer Liste gar keine Adresse hat.

    Wie kommt der Inhalt des "Kontakt"-Ordners zustande? Welche Kontakte fließen da rein, welche nicht? Wozu dient der Ordner "Kontakte" überhaupt neben den ganzen Adressbüchern?

    Standardmäßig gibt es kein Adressbuch und keine Adressliste mit dem Namen "Kontakt". Ich vermute, Du hast den Eintrag vor längerer Zeit selbst angelegt.


    Ich möchte gerne Adressen aus einem Projekt 1 auf einen Blick sehen können, also filtern.

    Ich würde dafür Adresslisten verwenden. Alle Kontakte mit Bezug zu Projekt 1 kommen in eine Adressliste "Projekt 1", alle Kontakte mit Bezug zu Projekt 2 in "Projekt 2", usw. Das Adressbuch ist dafür eigentlich egal – solange alle Listen und alle Kontakt im selben Adressbuch angelegt werden.


    Ich persönlich würde diese Adresslisten zusammen mit allen geschäftlichen Kontakten in ein separates Adressbuch packen, um dieses Adressbuch ggf. separat mit anderen Geräten synchronisieren zu können – so stellt z.B. GeneralSync Adresslisten auf Android-Smartphones als "Gruppen" dar, die dort ebenfalls als Filter genutzt werden können.

    Private Kontakte würde ich trennen und in einem unabhängigen Adressbuch verwalten. Auf diese Weise kann man z.B. ein geschäftliches Adressbuch zusammen mit Kollegen nutzen, ohne seine privaten Kontakte ebenfalls an alle Kollegen zu verteilen.

    Ist euch ein ähnliches Verhalten bekannt? Nichtzustellung ohne Fehlermeldung

    Die Email wurde vermutlich technisch korrekt abgeschickt. Die von Dir zitierte E-Mail-Adresse ist streng genommen gültig (auch wenn dahinter vermutlich kein Postfach hängt), dementsprechend gibt es keinen Grund für eine Fehlermeldung seitens Thunderbird.


    Je nach Empfänger und Postfach-Anbieter kann man eventuell eine Antwort-Mail mit einer Fehlermeldung bekommen: entweder der eigene Mailserver stellt fest, dass die Zustellung nicht funktioniert hat (da der Server unter xxx.com den Empfang verweigert), oder der Server des Empfängers nimmt die Mail zunächst an und sendet danach eine Fehlermeldung (z.B. da kein Postfach für die Adresse vorhanden ist).


    Es kann jedoch z.B. zur Spam-Bekämpfung sinnvoll sein, eingehende E-Mails für falsche Adressen ohne Senden einer Antwort zu ignorieren. Wenn der Empfänger das macht, ist es nicht mehr möglich eine erfolgreich zugestellte Mail von einer nicht zugestellten Mail zu unterscheiden (da der eigene Mailserver die Mail erfolgreich sendet und der Empfänger nicht mit einer Fehlermeldung antwortet).


    Um die Frage also kurz zu beantworten: ja, ist bekannt und technisch so bedingt. Auch wenn es manchmal eine Rückmeldung gibt, sollte man sich nicht darauf verlassen und im Zweifelsfall die eigenen Mails im Gesendet-Ordner prüfen.


    Zur Änderung des Trennzeichens kann ich nichts sagen. Mir ist aber keine Funktion dafür bekannt.

    Kann ich das Problem an Thunderbird reporten?

    Ja kannst Du. Es gibt aber bereits mehrere Fehlerberichte zu dem Thema, das reine Bestätigen eines bereits gemeldeten Fehlers durch Kommentare oder neue Einträge ist unerwünscht. Wenn Du etwas neues beitragen kannst, ist vermutlich Bug 1530820 der "beste" Bug dafür.


    Zum eigentlichen Problem kann ich aber nichts sagen, außer dass es wohl nicht immer auftritt und nur MAPI (Windows-spezifische Mail-Schnittstelle) zu betreffen scheint.

    Aus meiner Sicht hängt das Setup stark von der Größe der Firma ab.


    Wenn die Firma effektiv aus einer Handvoll Menschen besteht, die keine weitergehenden IT-Kenntnisse haben: IMAP für Mails beim bestehenden E-Mail-Provider. Solange man auf einen direkten Zugriff auf die Kalender und Adressbücher von außerhalb des Firmennetzwerks verzichten kann, kann man diese direkt im Netzwerk synchronisieren. Ich entwickle dafür GeneralSync, damit lassen sich auch Android-Geräte anbinden. So kann man z.B. über ein Smartphone den eigenen Kalender auch mit einem heimischen PC abgleichen, ohne dass die Daten durch das Internet müssen. Eine direkte Synchronisation über das Internet ist aber derzeit nur mit aufwändiger Konfiguration möglich. Aufgaben werden noch nicht unterstützt.


    Wenn direkter, weltweiter Zugriff auf die Daten zwingend notwendig ist: die derzeit einfachste Variante sind Dienstleister, die im Internet Cal- und CardDAV-Serverkapazität vermieten. Diese Dienstleister haben dann zumindest zeitweilig Vollzugriff auf alle bei Ihnen gespeicherten Daten. Wichtig ist daher – wie auch bei E-Mail-Providern – ein schriftlicher Vertrag zur Auftrags(daten)verarbeitung, der mit eurer Datenschutzerklärung kompatibel ist. Scheinbar kostenlose Angebote sind daher in aller Regel nicht legal nutzbar. Für etwaige Informations- und Dokumentationspflichten ggf. mit einem Juristen Rücksprache halten.


    Wenn eine eigene IT-Abteilung und eigene Server vorhanden sind: Thunderbird verbindet sich direkt mit dem firmeneigenen Mailserver (i.d.R. via IMAP), der direkt oder indirekt auch Kalender und Adressbücher verwaltet (i.d.R. via CalDAV und CardDAV). Wir hatten kürzlich eine Diskussion um die Details für manche Komfortfunktionen, aber kompetente Administratoren sollten das in ein paar Wochen aufgesetzt bekommen und auch mit der regelmäßigen Wartung nicht überfordert werden. Eventuell ist die Infrastruktur sogar schon vorhanden und wird nur nicht genutzt.

    Unser calDAV-Kalender verwalten wir mit der ownCloud.

    Als Entwickler von GeneralSync nutze ich natürlich vor allem GeneralSync, insofern ist meine Kenntnis von calDAV-Implementationen eher beschränkt.


    Ich weiß nicht, ob und in welcher Konfiguration ownCloud in diesem Sinne "funktioniert". Wie erwähnt, steht und fällt es vermutlich mit RFC 6638 (dabei wird unter anderem beschrieben, wie man über DAV auf den Posteingang und -ausgang kommt) und dessen Konfiguration. Wikipedia listet RFC 6638 in Verbindung mit ownCloud als "unknown", wenn Du das also rauskriegen solltest kannst Du es für die Nachwelt dort eintragen. ;)


    Wenn euer Admin JavaScript lesen kann, kannst Du ihn mal auf diese beiden Codestellen stupsen, dort wird die Datenquelle registriert wenn bestimmte Bedingungen gegeben sind. Und auf diese Codestelle, darüber wird nach erfolgreicher Registrierung der Status abgefragt, auch dort sind ein paar Abbruchbedingungen. Links jeweils für Thunderbird 60.

    Wie ist das den alg. von Thunderbird gedacht, diese Funktion zu nutzen

    Eigentlich ist es so gedacht, dass man im Termin-Erstellen-Dialog eine Liste mit Teilnehmern und deren Verfügbarkeit anzeigt. Im Hintergrund zieht sich dieser Dialog diese Verfügbarkeitsinformationen von mehreren Datenquellen. Kurioserweise gibt es innerhalb von Thunderbird aber keine Datenquelle für lokale Kalender (incl. GeneralSync-Kalender und CalDAV-Caches), sodass i.d.R. nur "keine Information" übrig bleibt.


    Dem Code nach können calDAV-Kalender zumindest in manchen Situationen solche Informationen ausspucken, der Server muss dafür aber wohl die gesamte Einladungsfunktionalität incl. E-Mails übernehmen, vermutlich nach RFC 6638.


    Um also die Eingangsfrage zu beantworten: wenn die Firma einen separaten Server nutzt, auf dem sowohl alle E-Mails als auch alle Kalender verwaltet werden: fragt euren Admin nach einem CalDAV-Server mit Unterstützung für Einladungen (sowohl Senden als auch Empfangen der Mails muss über den Kalenderserver laufen). Wenn ihr nicht alles über einen eigenen Server abwickelt, sehe ich keine sofortige Option. "Kleine" calDAV-Server ohne Mail-Support reichen wohl nicht.


    Langfristig könnte es eventuell auch in Thunderbird gefixt werden, sodass alle lokalen und vielleicht auch gecachete Kalender ebenfalls funktionieren würden. Was bis dahin in jedem Fall geht, wäre alle Kalender von allen potentiell involvierten Mitarbeitern einzublenden und die Planung in der normalen Tagesansicht zu machen. Wie die Kalender auf die Rechner kommen ist dafür egal (eigener CalDAV-Server, GeneralSync, ...).

    Bitte, wo finde ich diese Dokumentation?

    Bei Deinem Hoster, z.B. in Form einer Einrichtungsanleitung (egal ob für Outlook oder für Thunderbird). Wenn Dein Hoster das nicht anbietet, musst Du eben deren Support bemühen. Wenn der Dir die entsprechenden Daten nicht zur Verfügung stellen kann oder will, bleibt nur raten (hast Du "sv.gefunden.net" probiert?) oder den Anbieter wechseln.

    Eine zusammenfassende Anmerkung / Lösungsvorschläge: Es gibt prinzipiell zwei mögliche Ursachen:

    • Deine Servereinstellungen sind nicht optimal. Manche Hoster haben nur eine "richtige" Server-Adresse mit korrektem Zertifikat, richten aber auch auf anderen Domains eine Art Weiterleitung ein¹. Wenn Du den Server korrekt einstellst, ist das Problem dann behoben. In Deinem Fall könnte z.B. "sv.gefunden.net" mit korrektem Benutzernamen und Passwort direkt funktionieren (im Zweifelsfall in die Dokumentation des Hosters schauen). In Thunderbird müssen zwei Einstellungen geändert werden: einmal zum Senden, und einmal zum Empfangen.
    • Dein Hoster hat seine Server so konfiguriert, dass diese nicht sicher verwendet werden können. Thunderbird weist Dich also korrekt auf ein konkretes Sicherheitsproblem hin. In diesem Fall hilft nur der Wechsel zu einem Anbieter, der Sicherheit ernst nimmt.

    In jedem Fall würde das Problem mit Outlook genauso auftreten.



    ¹ für technisch versierte Nutzer: technisch ist es natürlich keine Weiterleitung, sondern einfach nur ein DNS-A-Record. Erfahrene Nutzer können diesen eventuell sogar selbst ändern / anpassen. Normalerweise ist das aber irgendwo dokumentiert, z.B. in der Einrichtungsanleitung.