Beiträge von generalsync

    Ich kann beides nicht reproduzieren, weder in einem lokalen noch in einem GeneralSync-Kalender (jeweils unter Linux). Handelt es sich bei euch beiden wirklich um lokale Kalender, d.h. kein Add-on zur Synchronisation installiert + beim Anlegen des Kalenders "Auf meinem Computer" als Speicherort gewählt?


    Falls nicht, wäre es wichtig zu erwähnen, welche Einstellungen bei der Erzeugung des Kalenders gemacht wurden. Derartig alte Termine werden nicht von allen Kalendertypen unterstützt.

    Verstehe ich das richtig, dass ich weitere AdressBÜCHER anlegen kann?

    Ja, über "Datei|Neu|Adressbuch" im Adressbuch-Fenster lassen sich zusätzliche lokale Adressbücher anlegen. Für synchronisierte Adressbücher gibt es je nach Synchronisationstool / -protokoll andere Optionen – oft ebenfalls unter "Datei|Neu", manchmal aber auch an anderen Orten.


    Wenn ich den löschen will, bekomme ich eine Warnung (Falls dieses Adressbuch wirklich gelöscht wird, so wird Thunderbird nicht länger die Adressen sammeln.).

    Ist das Adressbuch eventuell in den Thunderbird-Einstellungen unter "Verfassen" neben "Adressen beim Senden automatisch hinzufügen zu:" ausgewählt? Das geht auch mit manuell erzeugten Adressbüchern. Die Standardeinstellung ist, dort "Gesammelte Adressen" einzutragen.

    Gesammelte Adressen: da fließen alle Emailadressen rein.

    In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob und wann Adressen automatisch in ein Adressbuch hinzugefügt werden. Standardmäßig werden Adressen in "Gesammelte Adressen" angelegt – das lässt sich aber ändern.

    Adressbücher, die ich unter persönliches Adressbuch anlege

    Es ist nicht möglich, Adressbücher innerhalb eines anderen Adressbuches anzulegen. Innerhalb von einem Adressbuch können lediglich Adresslisten angelegt werden, die Kontakte desselben Adressbuches bündeln.

    Kontaktordner: verstehe ich nicht.

    Es gibt keine Funktion mit diesem Namen. Wo findest Du das Wort "Kontaktordner" in Thunderbird? Hast Du eventuell ein Add-on installiert, dass dem Adressbuch weitere Funktionen hinzufügt?


    Wie kommt der Inhalt des "Persönlichen Adressbuchs" zustande? Welche Kontakte fließen da rein, welche nicht?

    In der Standardeinstellung werden neue, von Hand angelegte Kontakte im Persönlichen Adressbuch abgelegt. Kontakte können aber auch von Hand zwischen Adressbüchern verschoben werden und so in das Persönliche Adressbuch gelangen.

    Wenn ich ein "Adressbuch X" unter "Persönliches Adressbuch" anlege, und einen Kontakt dorthin kopiere, kann ich den Kontakt unter "Persönliches Adressbuch" nicht löschen, sonst ist er überall weg. Was für einen Sinn hat es, dass der Kontakt doppelt (in zwei Adressbüchern gleichzeitig) erhalten bleibt?

    Wie bereits erwähnt, ist dieses "Adressbuch X" kein Adressbuch, sondern eine Adressliste. Listen bestehen aus Elementen desselben Adressbuches, das die Liste enthält. So kann man z.B. innerhalb eines Adressbuches von Mitarbeitern eine Liste mit allen Mitgliedern einer Arbeitsgruppe anlegen. Wenn man dann eine Rundmail an eine Arbeitsgruppe schicken will, kann man das direkt über den Listennamen tun – die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind aber immer auch Mitarbeiter und damit Teil des übergeordneten Adressbuches.


    Der Kontakt ist dabei nicht doppelt gespeichert, Änderungen am Kontakt werden auch in der Liste sichtbar und umgekehrt. Das ist oftmals sehr praktisch, da so z.B. bei einer Namensänderung nicht alle Verteilerlisten von Hand verändert werden müssen.


    Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Einträge einer Adressliste müssen eine eindeutige E-Mail-Adresse haben. Das Thunderbird-Adressbuch funktioniert nicht korrekt, wenn mehrere Kontakte dieselbe E-Mail-Adresse haben oder ein Kontakt in einer Liste gar keine Adresse hat.

    Wie kommt der Inhalt des "Kontakt"-Ordners zustande? Welche Kontakte fließen da rein, welche nicht? Wozu dient der Ordner "Kontakte" überhaupt neben den ganzen Adressbüchern?

    Standardmäßig gibt es kein Adressbuch und keine Adressliste mit dem Namen "Kontakt". Ich vermute, Du hast den Eintrag vor längerer Zeit selbst angelegt.


    Ich möchte gerne Adressen aus einem Projekt 1 auf einen Blick sehen können, also filtern.

    Ich würde dafür Adresslisten verwenden. Alle Kontakte mit Bezug zu Projekt 1 kommen in eine Adressliste "Projekt 1", alle Kontakte mit Bezug zu Projekt 2 in "Projekt 2", usw. Das Adressbuch ist dafür eigentlich egal – solange alle Listen und alle Kontakt im selben Adressbuch angelegt werden.


    Ich persönlich würde diese Adresslisten zusammen mit allen geschäftlichen Kontakten in ein separates Adressbuch packen, um dieses Adressbuch ggf. separat mit anderen Geräten synchronisieren zu können – so stellt z.B. GeneralSync Adresslisten auf Android-Smartphones als "Gruppen" dar, die dort ebenfalls als Filter genutzt werden können.

    Private Kontakte würde ich trennen und in einem unabhängigen Adressbuch verwalten. Auf diese Weise kann man z.B. ein geschäftliches Adressbuch zusammen mit Kollegen nutzen, ohne seine privaten Kontakte ebenfalls an alle Kollegen zu verteilen.

    Ist euch ein ähnliches Verhalten bekannt? Nichtzustellung ohne Fehlermeldung

    Die Email wurde vermutlich technisch korrekt abgeschickt. Die von Dir zitierte E-Mail-Adresse ist streng genommen gültig (auch wenn dahinter vermutlich kein Postfach hängt), dementsprechend gibt es keinen Grund für eine Fehlermeldung seitens Thunderbird.


    Je nach Empfänger und Postfach-Anbieter kann man eventuell eine Antwort-Mail mit einer Fehlermeldung bekommen: entweder der eigene Mailserver stellt fest, dass die Zustellung nicht funktioniert hat (da der Server unter xxx.com den Empfang verweigert), oder der Server des Empfängers nimmt die Mail zunächst an und sendet danach eine Fehlermeldung (z.B. da kein Postfach für die Adresse vorhanden ist).


    Es kann jedoch z.B. zur Spam-Bekämpfung sinnvoll sein, eingehende E-Mails für falsche Adressen ohne Senden einer Antwort zu ignorieren. Wenn der Empfänger das macht, ist es nicht mehr möglich eine erfolgreich zugestellte Mail von einer nicht zugestellten Mail zu unterscheiden (da der eigene Mailserver die Mail erfolgreich sendet und der Empfänger nicht mit einer Fehlermeldung antwortet).


    Um die Frage also kurz zu beantworten: ja, ist bekannt und technisch so bedingt. Auch wenn es manchmal eine Rückmeldung gibt, sollte man sich nicht darauf verlassen und im Zweifelsfall die eigenen Mails im Gesendet-Ordner prüfen.


    Zur Änderung des Trennzeichens kann ich nichts sagen. Mir ist aber keine Funktion dafür bekannt.

    Kann ich das Problem an Thunderbird reporten?

    Ja kannst Du. Es gibt aber bereits mehrere Fehlerberichte zu dem Thema, das reine Bestätigen eines bereits gemeldeten Fehlers durch Kommentare oder neue Einträge ist unerwünscht. Wenn Du etwas neues beitragen kannst, ist vermutlich Bug 1530820 der "beste" Bug dafür.


    Zum eigentlichen Problem kann ich aber nichts sagen, außer dass es wohl nicht immer auftritt und nur MAPI (Windows-spezifische Mail-Schnittstelle) zu betreffen scheint.

    Aus meiner Sicht hängt das Setup stark von der Größe der Firma ab.


    Wenn die Firma effektiv aus einer Handvoll Menschen besteht, die keine weitergehenden IT-Kenntnisse haben: IMAP für Mails beim bestehenden E-Mail-Provider. Solange man auf einen direkten Zugriff auf die Kalender und Adressbücher von außerhalb des Firmennetzwerks verzichten kann, kann man diese direkt im Netzwerk synchronisieren. Ich entwickle dafür GeneralSync, damit lassen sich auch Android-Geräte anbinden. So kann man z.B. über ein Smartphone den eigenen Kalender auch mit einem heimischen PC abgleichen, ohne dass die Daten durch das Internet müssen. Eine direkte Synchronisation über das Internet ist aber derzeit nur mit aufwändiger Konfiguration möglich. Aufgaben werden noch nicht unterstützt.


    Wenn direkter, weltweiter Zugriff auf die Daten zwingend notwendig ist: die derzeit einfachste Variante sind Dienstleister, die im Internet Cal- und CardDAV-Serverkapazität vermieten. Diese Dienstleister haben dann zumindest zeitweilig Vollzugriff auf alle bei Ihnen gespeicherten Daten. Wichtig ist daher – wie auch bei E-Mail-Providern – ein schriftlicher Vertrag zur Auftrags(daten)verarbeitung, der mit eurer Datenschutzerklärung kompatibel ist. Scheinbar kostenlose Angebote sind daher in aller Regel nicht legal nutzbar. Für etwaige Informations- und Dokumentationspflichten ggf. mit einem Juristen Rücksprache halten.


    Wenn eine eigene IT-Abteilung und eigene Server vorhanden sind: Thunderbird verbindet sich direkt mit dem firmeneigenen Mailserver (i.d.R. via IMAP), der direkt oder indirekt auch Kalender und Adressbücher verwaltet (i.d.R. via CalDAV und CardDAV). Wir hatten kürzlich eine Diskussion um die Details für manche Komfortfunktionen, aber kompetente Administratoren sollten das in ein paar Wochen aufgesetzt bekommen und auch mit der regelmäßigen Wartung nicht überfordert werden. Eventuell ist die Infrastruktur sogar schon vorhanden und wird nur nicht genutzt.

    Unser calDAV-Kalender verwalten wir mit der ownCloud.

    Als Entwickler von GeneralSync nutze ich natürlich vor allem GeneralSync, insofern ist meine Kenntnis von calDAV-Implementationen eher beschränkt.


    Ich weiß nicht, ob und in welcher Konfiguration ownCloud in diesem Sinne "funktioniert". Wie erwähnt, steht und fällt es vermutlich mit RFC 6638 (dabei wird unter anderem beschrieben, wie man über DAV auf den Posteingang und -ausgang kommt) und dessen Konfiguration. Wikipedia listet RFC 6638 in Verbindung mit ownCloud als "unknown", wenn Du das also rauskriegen solltest kannst Du es für die Nachwelt dort eintragen. ;)


    Wenn euer Admin JavaScript lesen kann, kannst Du ihn mal auf diese beiden Codestellen stupsen, dort wird die Datenquelle registriert wenn bestimmte Bedingungen gegeben sind. Und auf diese Codestelle, darüber wird nach erfolgreicher Registrierung der Status abgefragt, auch dort sind ein paar Abbruchbedingungen. Links jeweils für Thunderbird 60.

    Wie ist das den alg. von Thunderbird gedacht, diese Funktion zu nutzen

    Eigentlich ist es so gedacht, dass man im Termin-Erstellen-Dialog eine Liste mit Teilnehmern und deren Verfügbarkeit anzeigt. Im Hintergrund zieht sich dieser Dialog diese Verfügbarkeitsinformationen von mehreren Datenquellen. Kurioserweise gibt es innerhalb von Thunderbird aber keine Datenquelle für lokale Kalender (incl. GeneralSync-Kalender und CalDAV-Caches), sodass i.d.R. nur "keine Information" übrig bleibt.


    Dem Code nach können calDAV-Kalender zumindest in manchen Situationen solche Informationen ausspucken, der Server muss dafür aber wohl die gesamte Einladungsfunktionalität incl. E-Mails übernehmen, vermutlich nach RFC 6638.


    Um also die Eingangsfrage zu beantworten: wenn die Firma einen separaten Server nutzt, auf dem sowohl alle E-Mails als auch alle Kalender verwaltet werden: fragt euren Admin nach einem CalDAV-Server mit Unterstützung für Einladungen (sowohl Senden als auch Empfangen der Mails muss über den Kalenderserver laufen). Wenn ihr nicht alles über einen eigenen Server abwickelt, sehe ich keine sofortige Option. "Kleine" calDAV-Server ohne Mail-Support reichen wohl nicht.


    Langfristig könnte es eventuell auch in Thunderbird gefixt werden, sodass alle lokalen und vielleicht auch gecachete Kalender ebenfalls funktionieren würden. Was bis dahin in jedem Fall geht, wäre alle Kalender von allen potentiell involvierten Mitarbeitern einzublenden und die Planung in der normalen Tagesansicht zu machen. Wie die Kalender auf die Rechner kommen ist dafür egal (eigener CalDAV-Server, GeneralSync, ...).

    Bitte, wo finde ich diese Dokumentation?

    Bei Deinem Hoster, z.B. in Form einer Einrichtungsanleitung (egal ob für Outlook oder für Thunderbird). Wenn Dein Hoster das nicht anbietet, musst Du eben deren Support bemühen. Wenn der Dir die entsprechenden Daten nicht zur Verfügung stellen kann oder will, bleibt nur raten (hast Du "sv.gefunden.net" probiert?) oder den Anbieter wechseln.

    Eine zusammenfassende Anmerkung / Lösungsvorschläge: Es gibt prinzipiell zwei mögliche Ursachen:

    • Deine Servereinstellungen sind nicht optimal. Manche Hoster haben nur eine "richtige" Server-Adresse mit korrektem Zertifikat, richten aber auch auf anderen Domains eine Art Weiterleitung ein¹. Wenn Du den Server korrekt einstellst, ist das Problem dann behoben. In Deinem Fall könnte z.B. "sv.gefunden.net" mit korrektem Benutzernamen und Passwort direkt funktionieren (im Zweifelsfall in die Dokumentation des Hosters schauen). In Thunderbird müssen zwei Einstellungen geändert werden: einmal zum Senden, und einmal zum Empfangen.
    • Dein Hoster hat seine Server so konfiguriert, dass diese nicht sicher verwendet werden können. Thunderbird weist Dich also korrekt auf ein konkretes Sicherheitsproblem hin. In diesem Fall hilft nur der Wechsel zu einem Anbieter, der Sicherheit ernst nimmt.

    In jedem Fall würde das Problem mit Outlook genauso auftreten.



    ¹ für technisch versierte Nutzer: technisch ist es natürlich keine Weiterleitung, sondern einfach nur ein DNS-A-Record. Erfahrene Nutzer können diesen eventuell sogar selbst ändern / anpassen. Normalerweise ist das aber irgendwo dokumentiert, z.B. in der Einrichtungsanleitung.

    Also in Firefox liefert dein Link zumindest bei mir direkt deinen Post. Beachte, dass manche Skript- und Werbeblocker die Feed-Ansicht von Firefox behindern können. Ich erinnere mich da dunkel an ein paar Fallstricke.


    Auf den ersten Blick sieht mir auch sonst alles ok aus. Thunderbird neu starten und ggf. den Feed abbestellen und neu abonnieren?

    Ganz schlau werde ich nicht daraus. Einerseits spricht der Artikel davon, dass jedes Unternehmen und jede Behörde betroffen wäre. Das hieße in letzter Konsequenz wohl, dass ein jeder von uns künftig verschlüsselt kommunizieren müsste. Andererseits ist im weiteren Verlauf dann nur noch von bestimmten Berufsgruppen die Rede.

    Wenn ich mich richtig erinnere, enthält der "Artikel" nur die üblich reißerische Überschrift, Werbung für einen iX-Artikel und die alte Debatte um die DSVGO und verwandte Gesetze ohne inhaltliche Neuigkeiten. Es gibt keine neuen Gesetze, sondern nur (alte) Meinungen, wie alte Gesetze auszulegen sind.


    Es ist ja bereits vor DSGVO-Einführung diskutiert worden, dass das von der DSGVO geforderte Schutzniveau technisch nur durch konsequente Verschlüsselung erreichbar sei. Das ist natürlich Auslegungssache, insofern muss man auf Urteile warten um das wirklich fundiert einschätzen zu können. Eventuell gab es jetzt was in der Richtung, wurde für die iX recherchiert und das heise-Marketing hat dann den verlinkten Werbeartikel draus gemacht. Es ist also möglich, dass der "echte" Artikel in der iX dann doch noch Substanz hat, aber wenn die Werbung dafür schon so flau ausfällt...

    Ich sehe im Kontrollzentrum in der linken Spalte den Namen des von mir angelegten GeneralSync-Adressbuchs, in Thunderbird aber nichts.

    Wie ich bereits im letzten Post verlinkt hatte, müssen Adressbücher in Thunderbird erst hinzugefügt werden, um dann sichtbar zu werden. Für den Austausch selbst musst Du dann nichts mehr tun, da sowohl Outlook als auch Thunderbird dann auf dasselbe Adressbuch greifen. Das Adressbuch ist daher auch nicht Teil deiner PST-Datei in Outlook.


    Ich will eigentlich nur alle Adressen oder Kontakte (mit allen e-Mailadressen!) von Outlook in Thunderbird importieren, und das immer wieder, wenn ich in Outlook etwas verändere.

    Das ist aber genau das Verständnisproblem in diesem Thread: ein Import ist immer eine einmalige Aktion, die z.B. alle Kontakte aus Outlook in Thunderbird übernimmt. Es wird dabei nicht geprüft, ob die Kontakte bereits vorhanden sind oder verändert wurden. Daher entstehen bei einem wiederholten Import fast immer Duplikate. Der Begriff "Import" ist also ziemlich sicher nicht das, was Du suchst.


    Die Funktion die Du suchst heißt "unidirektionale Synchronisation". GeneralSync unterstützt sie zwischen verschiedenen Geräten, nicht aber zwischen Anwendungen auf demselben Computer. Meines Wissens unterstützen weder Thunderbrid noch Outlook von Haus aus eine solche Funktion.


    Hinzu kommt, dass sich GeneralSync anscheinend nicht mit dem AddOn CalDavSynchronizer verträgt.

    Wenn Du die Kontakte in Outlook über CardDAV synchronisierst, dann solltest Du die Kontakte auch in Thunderbird über CardDAV einbinden (mit TbSync oder Cardbook). Die parallele Verwendung mehrerer Synchronisationstools für dieselben Daten funktioniert nicht – und wenn die Daten ohnehin in der Cloud liegen, kann Thunderbird sie sich ja auch direkt von dort holen. Wenn Du Den CalDavSynchronizer nur für Kalender und/oder Aufgaben verwendest, sollte eigentlich eine Parallelnutzung möglich sein. Habe das aber nicht getestet.

    Ich habe dann mal das Add-on "GeneralSync" ausprobiert, aber damit kam ich gar nicht klar. Ich habe keine Anleitung für diesen speziellen Fall gefunden, aber das, was da angezeigt wurde, konnte ich in Outlook leider überhaupt nicht finden.

    Worauf bezieht sich "das, was da angezeigt wurde" konkret? Die allgemeine Anleitung zu Outlook? Es klingt mir so als hättest Du einen Fehler / eine Unklarheit in der Dokumentation gefunden. Ich korrigiere / verbessere das gerne, muss dafür aber genau wissen, wo es geklemmt hat.


    Der primäre Zweck von GeneralSync ist die Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten, nicht der einmalige Import zu Thunderbird. Dementsprechend ist das ein bisschen Kanonen auf Spatzen schießen, sollte aber eigentlich auch funktionieren.


    Oder willst du gar nicht importieren (= einmalig alle Adressen aus Outlook in Thunderbird übernehmen, um die Adressen anschließend ausschließlich im Thunderbird zu nutzen und zu bearbeiten), sondern vielmehr die Datenbestände zwischen Outlook und Thunderbird synchron halten?
    In diesem Fall wäre GeneralSync dann doch eventuell wieder eine sinnvolle Option.


    Kurzfassung des Vorgehens dafür: Sofern Du GeneralSync noch installiert hast, kannst Du ein GeneralSync-Adressbuch über das Kontrollzentrum anlegen, es sollte dann automatisch in Outlook auftauchen. In Thunderbird kann das GeneralSync-Adressbuch über das Adressbuch-Fenster hinzugefügt werden. Anschließend solltest Du alle bestehenden Kontakte in Outlook einfach in das neue GeneralSync-Adressbuch kopieren können, sodass diese nun in Thunderbird zur Verfügung stehen. Zukünftige Änderungen machst Du in Outlook dann direkt im GeneralSync-Adressbuch. Um die eigentlichen Synchronisationsfunktionen von GeneralSync musst Du dich nicht weiter kümmern, solange die Daten nicht auch auf ein anderes Gerät übertragen werden sollen.


    Lesen hier eigentlich Programmierer/Entwickler mit?

    Hier im Forum findest Du gelegentlich einige Add-on Entwickler, die jedoch wenn nur zufällig mitlesen. Kern-Entwickler von Thunderbird wirst Du hier wohl eher nicht finden, schon allein da die meisten kein Deutsch sprechen.


    Wenn Du gezielt Entwickler ansprechen willst, ist das Forum nicht der richtige Ort. Alle Kommunikationswege für Thunderbird findest Du auf der englischen "Get Involved"-Seite. Für Add-ons und Drittsoftware findest Du oft Optionen auf der jeweiligen Homepage. Dort gibt es dann eventuell auch gesonderte Support-Optionen, z.B. gibt es auf der GeneralSync-Homepage ein eigenes Forum – dort lese ich sehr viel intensiver mit als hier. ;)

    Mögliches Duplikat: Probleme bei TB-Profil-Umzug von Windows 7 64-bit nach Linux Mint 19.1 64-bit


    Mehr eine Ergänzung als ein konkreter Lösungsvorschlag: der Fehlercode 0x805A1FBE heißt ausgeschrieben "SEC_ERROR_READ_ONLY", könnte also durch fehlerhafte Dateiberechtigungen oder korrupte Dateien verursacht werden. "Korrupt" könnte auch eine valide Datei einer alten/anderen Version sein, die aus irgendwelchen Gründen nicht migriert wird. Eventuell hängen die Dateiformate vom Betriebssystem ab, habe mir das nicht angeschaut.


    (Dateien im Profil, die wohl etwas damit zu tun haben und nach vollständigem Backup des Profils testhalber gelöscht werden könnten: cert9.db, key4.db, pkcs11.txt. Eventuell auch cert8.db, cert_override.txt, key3.db, secmod.db und logins.json. Vermutlich gibt es noch weitere.)

    Im Datei-öffnen-Dialog werden standardmäßig nur "passende" Dateien angezeigt. Unten rechts in Deinem ersten Screenshot steht "LDIF", dort solltest du auf CSV ("Komma getrennt") umschalten können. Anschließend sollte die Datei auch angezeigt werden.


    Unter Windows funktioniert das genauso, es handelt sich also weder um ein Linux-/Ubuntu- noch um ein Thunderbird-Problem. ;)

    Alle gemäß DSGVO schutzpflichtige personenbezogene Daten möchte ich auf dieser verschlüsselten mobilen Festplatte haben. So ist sicher gestellt, dass niemals Dritte unbefugt Zugriff erhalten.

    Vermutlich machst Du das ohnehin, aber als Ergänzung: da im laufenden Betrieb einige temporäre Daten anfallen, müssen zur Wahrung der Verschlüsselung zusätzlich auch alle zugreifenden Computer verschlüsselt sein. Es ist selbst für Entwickler nicht einfach zu überblicken, wann und wo welche Kopien abgelegt werden. Dazu kommen ggf. zusätzliche Kopien durch Sicherheitstools (z.B. Upload oder automatisches Verschieben von verdächtigen Dateien) und Betriebssystem. Am einfachsten ist eine Vollverschlüsselung des gesamten Systems, rein technisch kann auch etwas weniger ausreichen (unter Linux mindestens ~/.cache, /tmp/ und der gesamte Swap).


    Das gleiche gilt aber natürlich um so mehr, wenn über einen Server / NAS oder mit einem Tool wie GeneralSync zwischen den Geräten synchronisiert wird. Um die Systemverschlüsselung kommt man in der Praxis also kaum rum, egal wie man das eigentliche Datenverteilungsproblem löst. Wobei eine einzelne verschlüsselte Platte natürlich schon besser ist als nichts – und "nichts" ist immer noch viel zu weit verbreitet ;)

    Ein hoffentlich letzter OT-Beitrag:

    Vielleicht ist dann also FOSS doch ein fehlgeschlagener Ansatz, wenn Nutzer sich Software wünschen, die aktiv und stetig weiterentwickelt wird und wo ein hoher Anspruch an die Usability gestellt wird und wenn sich Entwickler gleichzeitig wünschen von ihrer Arbeit leben zu können.

    FOSS hat nur wie jeder andere Ansatz auch Grenzen des Machbaren. Aktive und stetige Weiterentwicklung ist möglich, gute Usability schwieriger aber bei entsprechender Projektgröße und Ressourcen (Spenden, Sponsorings in Geld oder Entwickler-Zeit) durchaus machbar. Blender ist da ein gutes Beispiel, wie es zumindest in manchen Domänen funktionieren kann. Dort dürfen die Unterstützer auch über die grobe Entwicklungsrichtung abstimmen. Was aber nicht geht, ist dass sich Nutzer ohne "großen" Beitrag (in Zeit und/oder Geld) individuell Funktionen wünschen können. Es wird immer viel mehr Wünsche geben, als erfüllt werden können – das ist aber auch außerhalb von FOSS der Fall. Dort ist aber komischerweise keine so große Erwartungshaltung seitens der Nutzer vorhanden.


    Ich persönlich halte FOSS großartig für Projekte mit großer Unterstützerbasis (z.B. durch Firmen oder viele regelmäßige Kleinspender) und kleine "Hobbyprojekte". Dazwischen war das Konzept bislang nur selten erfolgreich, daher entwickle ich auch GeneralSync derzeit auch nicht unter einer offenen Lizenz. Aber das macht FOSS noch lange nicht zu einem Fehlschlag.

    Fallen Dir Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit ein, wo Vorschläge von Nicht-Programmierern (also ohne Patches) von Thunderbird umgesetzt wurden?

    Mir fallen überhaupt nur sehr wenige neue Funktionen ein, die durch das Kern-Team hinzugefügt wurden. Das Team ist klein und der Aufwand für die Fehlerbehebung und ständige Wartung sehr hoch – viel Zeit bleibt da nicht. Dafür müsste es deutlich mehr Spenden geben. Ich glaube, Teile der neuen Oberfläche für Kontakt-Bilder gingen auf Vorschläge von Dritten zurück, bin mir da aber gerade nicht sicher.

    Wenn man "von Thunderbird" weiter fasst: es gibt auch externe Entwickler, die Vorschläge von anderen umgesetzt haben, z.B. kommt für Thunderbird 66 wohl die Option, Favoriten für die Verschiebe- und Kopier-Aktionen anzulegen. Vorgeschlagen wurde die Funktion vor 9 Jahren, vor 8 Tagen wurde sie offiziell in den Entwicklungszweig aufgenommen.


    Ich dachte an einen strukturierten Prozess, an dem sich beliebig viele Nutzer finanziell beteiligen können. Dem Crowdfoundingkonzept sehr ähnlich.

    Solche Ansätze gibt es, in allen mir bekannten Fällen kommen so aber selbst für extrem populäre Funktionen maximal einige hundert Euro zusammen. Bei "normalen" Funktionen sogar noch mal deutlich weniger. Überweisungsgebühren, Steuern und anderen Abgaben reduzieren den effektiven Betrag dann nochmals. Mehr als ein Anreiz sind solche Aktionen also i.d.R. nicht – auf Stunden gerechnet kommt nicht einmal Mindestlohn zusammen. Abgesehen von der Crowdfunding-Plattform verdient wohl keiner daran.


    Aber der dazugehörige Code wird nach einem Klick auf den UI-Bereich nicht markiert, so dass man ihn in dem Gesamtcode findet.

    Ich bin mir nicht sicher, was du meinst. Die Entwicklerwerkzeuge zeigen natürlich nur das DOM (= Struktur des Fensters, so wie es gerade angezeigt wird) und nicht den eigentlichen Thunderbird-Quelltext (= Code, aus dem das DOM erzeugt wird). Letzteren solltest Du aber nicht brauchen, wenn Du kein Entwickler bist (wenn doch: suche nach Identifiern und verwende Sie als Suchanfrage in dxr für comm-central und dxr für mozilla-central; Links sind jeweils für TB 60).


    Wenn du das CSS für die grafische Darstellung der Elemente meinst, hat Mapenzi oben eine Anleitung gepostet.

    [Etwas OT, wenn sich das zieht, sollte man diese Diskussion wenn in einem separaten Thread fortführen]

    Zu der Idee mit Verbesserungsvorschlägen an Mozilla:
    Das habe ich schon vor vielen Jahren aufgegeben. Vorschläge werden nicht gehört und geschweige denn umgesetzt.

    Thunderbird ist nicht Mozilla. Ich hatte bei Thunderbird da noch nie Probleme. Wenn mich in der Vergangenheit etwas konkretes gestört hat, wurden Patches über die Bugzilla eigentlich immer dankend angenommen. Natürlich ggf. erst nach ein paar kleinen Revisionen.


    Vorschläge ohne Patches werden dort ebenfalls gesammelt, sodass diese zumindest von externen Entwicklern implementiert werden könnten – oder in eindeutigen Fällen begründet abgelehnt. Voraussetzung für beides ist aber natürlich, dass man saubere Einträge schreibt. Bugzilla ist keine allgemeine Diskussionsplattform für unausgereifte Ideen, auch wenn sie gelegentlich dafür missbraucht wird ;)


    Wenn man also etwas an der Codequalität in XUL ändern will reicht es nicht, das im Allgemeinen zu kritisieren. Es wäre dann auch nötig, konstruktive Vorschläge zu haben wie die Qualität konkret erhöht werden soll und idealerweise direkt Patches zu liefern.


    (In dem konkreten Fall bin ich aber etwas befangen: alles was ich bisher zu dem Thema UI-Refactoring für Thunderbird gesehen habe waren eher Verschlimmbesserungen; das Problem ist komplexer als es beim ersten Durchlesen erscheint, insbesondere da die Strukturen nicht nur von Thunderbird sondern auch von Add-ons genutzt werden. So extrem schlecht ist der Status quo gar nicht, nach unten ist da noch viel Luft...)


    Es fehlt aus meiner bescheidenen Einschätzung nach bei FOSS fundamental an einer etablierten Kultur, wo Nutzer z.B. durch finanzielle Anerkennung sowohl ihre Wertschätzung ausdrücken als auch gezielt Einfluss nehmen könnten.

    Es gibt einen Weg der eigentlich immer funktionieren sollte: beauftrage jemanden für Dich Patches zu schreiben und für dich einzureichen. Du solltest nur vorher nachfragen, ob eine konkrete Funktion / Änderung prinzipiell aufgenommen werden würde. Das ist ja gerade der Vorteil von einem offenen Projekt: jeder kann Code einreichen / beauftragen. Auf diese Weise spürt man auch gleich, welcher Aufwand für einen Funktionswunsch tatsächlich anfällt und kann so manche Entscheidung der Kern-Entwickler vielleicht besser nachvollziehen.


    Ansonsten kannst Du auch direkt an das Projekt spenden und diesem vertrauen, deine Mittel sinnvoll einzusetzen. So verbraucht Thunderbird derzeit meines Wissens einen Großteil ihrer Ressourcen darauf, die aus Firefox-Änderungen resultierenden Probleme zu fixen. Das ist aus meiner Sicht eine eine sinnvolle Verwendung, wenn auch schwer vermittelbar. Darüber hinaus gibt es inzwischen eine Person, die sich (iirc als halbe Stelle) ganz darauf konzentriert, Öffentlichkeitsarbeit zu machen und so zumindest in bescheidenen Rahmen deinen Kultur-Wunsch zu erfüllen. Einfluss haben Nutzer hier aber natürlich nur als Masse, z.B. in den Umfragen. Alles andere wäre finanziell schlicht nicht machbar.

    Falls jemand aus dem Ärmel schüttelt, wie man das XUL eines spezifischen GUI-Bereiches ermittelt, freue ich mich über einen Hinweis.

    In Thunderbird 60 funktionieren die bordeigenen Tools von Firefox, ein Add-on ist nicht mehr nötig: Extras|Entwickler-Werkzeuge|Entwickler-Werkzeugkasten im Menü öffnen, die Meldung bestätigen und in den Tab "Inspektor" wechseln. Mit dem Frame-Dropdown oben rechts (Rechteck mit rechtwinkligen Linien darin) kann das Fenster ausgewählt werden.