Erhalte keine DSN-Reports mehr

  • Hallo!


    Seit dem ich den Provider gewechselt habe, erhalte ich keine DSN-Reports mehr, trotz Anforderung beim E-Mail-Versand.


    Der Provider schrieb mir dazu:


    Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 45.4.0
    * Betriebssystem + Version: Windows 10 64-Bit
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX): Strato
    * Eingesetzte Antiviren-Software:
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):

    Einmal editiert, zuletzt von Rumaenin ()

  • Du meinst vermutlich nicht die DSN eines Servers sondern die Empfangsbestätigung des Absenders? In diesem Fall kann ich bestätigen, dass das bei mir einwandfrei funktioniert, sofern der Empfänger auch den Knopf drückt. Hab's gerade getestet.
    Ich selbst benutze diese Funktion nicht und bestätige auch entsprechende Anfragen an mich nicht. Vielleicht handhabt das Dein Empfänger ebenso.


    Du kannst über den TB auch DSN vom Server anfragen. Allerdings unterstützen das (zum Glück) nicht alle MTAs. In der graphischen Oberfläche gibt es keine Einstellung dazu. Du musst also selbst Hand anlegen. Suche nach den Schalter, die dsn enthalten. Dann findest Du:


    mail.dsn.always_request_on


    Der muss auf true.

    3 Mal editiert, zuletzt von SusiTux () aus folgendem Grund: Musste aus der DNS die DSN machen :-)

  • Nein, ich rede tatsächlich konkret von Delivery Status Notification! Diese Funktion funktionierte bei mir über die ganzen Jahre schon und nun auf einmal nicht mehr.

  • Also ich kann im Fenster Verfassen, wenn ich auf Reiter "Optionen" klicke und dann auf "Übermittlungsstatus (DSN) anfordern" klicke, eine DSN anfordern und das ging bisweilen immer so. mail.dsn.always_request_on legt lediglich die Voreinstellung fest, mehr auch nicht. Das ist nicht das Problem.

  • Du hast Recht. Dieses Menü habe ich zuletzt vor geschätzten 10 Jahren gesehen. Und ja, der Schalter dient m.E. dazu, die DSN standardmäßig anzufordern. Ich dachte, das würdest Du so wollen.


    Ich habe nun selbst zwei Tests gemacht. Ich habe von meinem Account bei GMX jeweils zwei E-Mails an unseren Account bei T-Online gesendet. Für die erste E-Mail habe ich eine DSN angefordert, für die zweite nicht.
    Ich habe keine Bestätigung erhalten. Aber, ..., die zweite E-Mail kam quasi sofort an, die erste wesentlich später (15 min). Das ließ sich bei einem weiteren Test reproduzieren.


    Daraus ergibt sich für mich die Vermutung (!), dass der TB der E-Mail eine DSN-Anforderung beifügt. Zumindest scheinen sich beide Mails in ihrer Behandlung durch die beteiligten MTAs zu unterscheiden. Dass es keine Rückmeldung gibt, läge dann daran, dass es von der T-Online oder beiden Providern nicht unterstützt wird. (Was mich sehr freuen würde.)


    So verstehe ich übrigens auch die Aussage Deines Providers von oben:



    Laut diesem Versuch ist die Funktion DSN für mich nicht nachvollziehbar aktiviert.


    Bei den Capabilities des Servers erscheint diese Funktion jedenfalls nicht, wobei ich nicht weiß, ob sie dort überhaupt aufgelistet werden würde.



    Es kann natürlich ebenso sein, dass der TB beim Anfordern einen Fehler macht und dass die Provider die Anforderung einer DSN deshalb nicht als solche erkennen. Der einfachste Weg, das herauszufinden, wäre wohl der, es mit einer älteren Version des TB (mit der bisher funktionierte) zu testen.

  • Hallo,
    ich habe mit meinen 11 verschiedenen Mailkonten natürlich auch sofort einen Test gemacht. Ergebnis:


    Einzig von AOL erhielt ich diese Nachricht:



    Zitat

    Your message was successfully delivered to the destination(s)listed below. If the message was delivered to mailbox you willreceive no further notifications. Otherwise you may still receivenotifications of mail delivery errors from other systems.Please direct further questions regarding this message to your e-mailadministrator.--AOL Postmaster

    .Vor 10 Jahren waren es noch wesentlich mehr, bei denen es funktionierte.


    Getestet:
    Gmx.de
    Gmx.com
    Web.de
    freenet.de
    yahoo.com
    t-online
    directbox.org
    Gmail
    Arcor (=Vodafone)
    outlook.com


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Hallo mrb,

    Einzig von AOL erhielt ich diese Nachricht

    gut, dass Du so eine große Sammlung hast. So haben wir die Bestätigung, dass der TB die DSN anfordert. Und ich kann mich freuen, dass meine beiden Provider das nicht unterstützen. Sehr fein.


    Gruß


    Susanne

  • Mein Problem ist, dass in Deutschland Behörden und Firmen ansich ja verpflichtet sind, den Eingang von E-Mails anzuerkennen und den Empfang zu bestätigen. Nur leider gibt es darunter viele Empfänger die die Empfangsbestätigung nur bei DSN-Anforderung zurück schicken.


    Natürlich könnte man jetzt mit diesen Empfängern diskutieren, dass sie eine Autoantwort aktivieren sollten, wird aber in den meisten Fällen zu nichts führen.


    So ist wenigstens die Bestätigung vom eigenen E-Mail-Server (Provider), dass der Empfänger-E-Mail-Server die E-Mail angenommen hat, ein erster Zustellbeleg. Warum jetzt der E-Mail-Server von Strato nicht mitmacht, will ich nicht verstehen. Da es bei vorherigen Webhostern auch ging. Die Empfänger-E-Mail-Server der einzelnen Empfängern scheinen mir hier nicht das Problem zu sein!

  • Nur leider gibt es darunter viele Empfänger die die Empfangsbestätigung nur bei DSN-Anforderung zurück schicken.

    Das lässt mich jetzt wieder ein wenig zweifeln, ob Du nicht doch die MDN (Message Disposition Notification, Zustellbestätigung) meintest. Ich will das gern nochmals erläutern, und sei es nur für spätere Leser dieses Fadens.


    Die DSN (Delivery Status Notification, Benachrichigung über den Übertragungsstatus) werden von den Servern verschickt. Der Empfänger selbst bestätigt dabei nichts und merkt in der Regel nicht einmal, dass der Server eine DSN verschickt hat. Deshalb lässt sich anhand einer DSN auch nicht belegen, ob eine E-Mail den Empfänger überhaupt erreicht hat. Es ist lediglich die Bestätigung, dass die E-Mail an den zuständigen Server übergeben wurde oder auch nicht (bounce mail).
    Bildlich gesprochen: Der Brief wurde in den Briefkasten eingeworfen. Ob der Empfänger diesen geleert und den Brief gelesen hat, geht daraus nicht hervor. Der Empfänger kann z.B. im Urlaub sein.


    Wenn die beteiligten Server die DSN nicht unterstützen, dann kannst Du nichts dagegen tun. Bildlich gesprochen: Wenn die beteiligten Postunternehmen kein Einschreiben anbieten, dann kannst Du auch keines versenden.


    Bei der MDN ist das anders. Hier bestätigt der Empfänger selbst (oder jemand, der Zugang zu seinem Account hat) aktiv den Empfang. Hier ist also bestätigt, dass die E-Mail einen Empfänger erreicht hat. Ob das funktioniert, hängt nicht vom Provider ab sondern nur von den verwendeten Mail-Clients und natürlich davon, ob der Empfänger den Klick auch durchführt.


    Natürlich könnte man jetzt mit diesen Empfängern diskutieren, dass sie eine Autoantwort aktivieren sollten, wird aber in den meisten Fällen zu nichts führen.

    Meine Erfahrung ist eine ganz andere. Ich habe außer zum Testen noch nie eine automatische Empfangsbestätigung angefordert, weder MDN noch DSN, weil ich das als "Gängelung" empfinde.
    Hingegen wurde die freundliche Bitte, mir doch den Empfang kurz zu bestätigen und mir mitzuteilen, ob alles soweit passt oder ob z.B. noch Unterlagen fehlen oder im Original nachgereicht werden müssen, stets ebenso freundlich beantwortet.

  • Die Empfänger-E-Mail-Server der einzelnen Empfängern scheinen mir hier nicht das Problem zu sein!

    Nein. Nur wenn ich von meinem AOL-Konto Mails versende, bekomme ich eine Empfangsmitteilung. Der Empfänger ist egal.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
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  • @SusiTux ich sehe das anders.


    Zumal ich die Erfahrung gemacht hatte, dass ein DSN-Report vom Gericht als Zustellbeleg anerkannt wurde. Du hast schon damit recht, dass DSN nur sowas ist wie ein Postzustellauftrag im gelben Umschlag. Auch dort muss eben der Empfänger nicht unterzeichnen, dennoch gilt es als Zugestellt, wenn der Zusteller auf dem Umschlag unterzeichnet und den Brief in den Empfänger-Briefkasten wirft. Und wenn Behörden eine E-Mail-Adresse angeben, müssen sie alle eingegangen E-Mails abarbeiten. Andernfalls wird es in einem Rechtsstreit zu einem schönen Nachteil für die Behörde. Also zu lasten der Behörde.

  • Zumal ich die Erfahrung gemacht hatte, dass ein DSN-Report vom Gericht als Zustellbeleg anerkannt wurde.

    Meines Wissens hast Du dabei nur das Glück gehabt auf ein kulantes Gericht zu treffen. Zumal selbst bei einer nachgewiesenen Zustellung ja nichts über den Inhalt der E-Mail ausgesagt werden kann. Außerdem ist so ein DSN-Report (wie auch eine MDN) selbst für einen Laien schnell gefälscht. Und wenn der Provider keine Aufzeichnungen hat (haben darf), welche die Zustellung belegen würde, dann ist die Beweiskraft schnell dahin.


    Deshalb verlangt das Gesetz auch mehr:


    Zitat


    In Deutschland erfüllen nur qualifizierte elektronische Signaturen gemäß § 2 Nr. 3 Signaturgesetz (SigG) die Anforderungen an die elektronische Form gemäß § 126a BGB, die die gesetzlich vorgeschriebene Schriftform ersetzen kann. Auch erhalten nur mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehene elektronische Dokumente den gleichen Beweiswert wie (Papier-)Urkunden im Sinne der Zivilprozessordnung (§ 371a Abs. 1 ZPO).


    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Signatur


    Sei es wie es sei, wenn Dein Provider DSN nicht unterstützt, dann geht es halt nicht. Daran können wir hier nichts ändern.

  • Trotzdem ist deine rechtliche Darstellung so nicht ganz korrekt. Betrachten wir doch nur mal den Fall Rechtsanwalt zu 90.000 Euro Schadenersatz verurteilt wegen E-Mail im Spam. Auch wenn es dort nicht um DSN ging, so lehnt es sich doch an. In dem nämlich der Rechtsanwalt versucht hat sich zu rechtfertigen, dass er die E-Mail gar nicht zu Gesicht bekommen hat, weil er angeblich den SPAM-Ordner nicht kontrolliert hat, hat er den Empfang selber zugegeben. Gerichte wägen nicht nach Kulanz ab, sondern nach geltendem Gesetz.


    Vor Strato war ich bei Bitpalast und Webhod und die hatten DSN unterstützt. Naja ich werde Strato noch mal eine Chance geben und denen klar machen, dass ich ansonsten höchstens ein Jahr bleiben werde.

  • Dein Beispiel ist aus meiner Sicht insofern nicht zutreffend, als dass der Empfang und auch der Inhalt ja anscheinend völlig unstrittig waren. Es geht also um ein ganz anderes Thema - nicht um die Nichtabstreitbarkeit. Hier wurde ja gar nichts abgestritten. Außerdem erwähnt der von Dir verlinkte Artikel ausdrücklich:


    Zitat


    Aber Achtung:


    Aus technischer Sicht ist anzumerken, dass E-Mails sowohl im Spam beim Provider selbst, im Outlook und vom Antivirenprogramm abgefangen werden können.
    Selbst wenn der Rechtsanwalt seine Mitarbeiter dazu anhält, täglich in den Spam-Ordner zu sehen, ist er nicht davor geschützt, dass ihn wichtige Nachrichten durch vorherige Aussortierung nicht erreichen.


    Gerade das Thema Spamschutz beim Provider zeigt schon, dass eine DSN nichts darüber aussagt, ob diese E-Mail jemals von einem Menschen gelesen wurde.


    Trotzdem ist deine rechtliche Darstellung so nicht ganz korrekt


    Ich denke doch. Aber mei, wir sind hier kein juristisches Forum, und ich bin keine Juristen. Ich gehe aber davon aus, dass der Artikel auf der Wikipedia diesbezüglich korrekt ist.


    Was den TB und das technische betrifft, ist meiner Meinung nach alles gesagt.


    Naja ich werde Strato noch mal eine Chance geben und denen klar machen, dass ich ansonsten höchstens ein Jahr bleiben werde.

    Viel Spaß dabei. Die Auswahl eines anderen Providers könnte sich schwierig gestallten, wie die Tests von mrb zeigen. Ich bleibe da lieber bei meiner bewährten Methode und füge eine freundliche Bitte um Bestätigung bei. Das hat bisher immer funktioniert. Insofern kann ich nichts auf unsere Behörden kommen lassen.

  • Nö, es geht erst mal einzig allein um den Zustellbeleg und nicht darum, wie der Inhalt aussieht. Was du meinst, müsste voraussetzen, dass der Empfänger behauptet, dass der Inhalt nicht meiner Kopie entspräche. Selbst wenn das stimmt, könnte der Empfänger nur schwer beweisen, dass der Absender die zugestellte Version gefälscht hatte.


    Außerdem was bringt eine Bitte um Empfangsbestätigung - dich ich sowieso immer dazu schreibe -, in Fällen wo die E-Mail gar nicht abgearbeitet wurde? Und genau für solche Fälle, bei Fristen, ist eine Empfangsbestätigung wichtig. Und darum ist für mich DSN interessant, weil sie Gerichte auch anerkennen.

    Einmal editiert, zuletzt von Rumaenin () aus folgendem Grund: Missverständliche Formulierung

  • Also ich für meinen Teil werde das nicht mehr weiter kommentieren. Ich wüsste nicht, was ich noch dazu schreiben sollte. Ich beginne aber zu verstehen, woher Dein Problem mit den Behörden kommt. :mrgreen: