Komplett neues Broadband.

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Programm + Version: TB 45.5.1
    * Betriebssystem + Version: Kubuntu 14.04-5
    * Kontenart (POP / IMAP): POP
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): 1+1 UK
    * Eingesetzte Antivirensoftware: keine
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): Router?


    Hallo
    Heute habe ich mal ein für unser sehr rurales Tal erfreuliches zu vermelden. Nachdem wir seit mehr als 15 Jahren eine Art von Breitbandanschluss der britischen Telecom hatten, der in unmittelbarer Nähe der Zentrale etwa 0.5 MB abgab, jedoch drei Kilometer enfernt nur noch etwa 0.05, gehen jetzt die Lichter voll an. Die meisten hier haben sich nun für die moderne, kabellose Technik von WhiteSpaceTV entschlossen. Und verlassen dadurch BT total. Was nun allerdings dazu führt, da ja vor allem die Privatbenutzer Email-Adressen nach dem Schema «ich.und.du@bt_irgendetwas.com» oder .co.uk haben, wird ein Wechsel fast zwingend notwendig. Denn BT offeriert zwar eine Umleitung, die monatlich £5 kostet, d.h. £60 im Jahr. Leute wie ich mit diversen Domain Namen, alle bei 1+1UK gehortet haben keine solchen Probleme. Nun hat sich der lokalen Gruppe die Frage gestellt, wie wir den vorerst etwa 10 neuen Benutzern mit einer BT-Adresse helfen können, diese Kosten einzusparen. Ich würde eine neue Domain erstellen, Name so etwas wie «arran-email-center.org.uk» (noch nicht bestimmt), die auf meinem Konto bei 1+1 ist. Somit könnte ja Herr John Miller, der bisher zB «john.miller2@btinternet.com» verwendet hat, sich bei uns mit «john.miller@arran-email-center.org.uk» eine neue Email-Adresse geben.


    Dieses System von Breitbandtechnik kommt ohne Fiberglas-Kabel aus. Alle Übertragungen kommen von einer lokalen Stelle via fasthifi an einen Empfänger im geografischen Raum, und wird von dort dann als normale WiFi-Streams zu den einzelnen Häuser geschickt, wo eine kleine runde Antenne von ca 30 cm Durchmesser die Signale empfängt und dann per WiFi oder Ethernet im Haus verteilt wird.


    Nun kommt meine Frage: kann mir jemand helfen, das so einzurichten, dass es recht schnell installiert und brauchbar gemacht werden kann? Inklusive wie das ganze vom einzelnen Benutzer einzurichten ist. Man bedenke auch, dass es auf der gesamten Insel nur drei bekannte Linuxuser gibt, dazu noch vielleicht drei Dutzend Appler, der Rest ist Windows, aller Schattierungen. Die meisten verwenden wohl auch die Windows-Email Clients, während Nicht-Windows-Browser doch etwas mehr verbreitet sind.


    Ich muss auch gestehen, dass meine letzte Änderung im Thunderbird vor etwa 8 Jahren stattfand und ich keine Ahnung mehr habe, wie ich sowas einrichten muss, damit nicht zuerst alle Mails bei mir landen. Ich bin auch absolut zufrieden, wenn es für solche Fragen Tutorien gibt, die Ihr mir empfehlen könnt.


    Und noch zur finanziellen Frage. Wir wollen das ganze als Community aufziehen, das heisst, dass wir wohl keine «Installationsgebühr» erwarten und eine jährlich Benutzungsgebühr der 1+1-Kosten (+MWSt) geteilt duch die Anzahl der Anwenderadressen. Wenn dann alles perfekt funktioniert und auch auf andere geografische Bereiche auf Arran ausgedehnt wird, was die Leute erwarten, werden dann vielleicht für die Administration mal einige Pfund notwendig sein. ich möchte dann auch das ganze als gemeinützige Organisation laufen lassen.


    So, das ist es für den Moment, das ganze ist nun in der Installationsphase der Hauptübertragung von Campbelltown (Kintyre) zu Corriecravie und der Verteilantenne auf meinem Haus. Anschliessend können die einzelnen Häuser ausgerüstet werden. Wir rechnen, dass alles vor Weihnachten erledigt ist.


    Edit: Hallo Arran, ein kleines Edit, um den Threadverlauf nicht zu "stören". Schön, wieder ein Lebenszeichen von dir zu lesen. Ich hoffe dir geht es gut und du kannst deinen Edel-Whiskey genießen. ^^ Ich wünsche dir schon einmal ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch nach 2017. graba, S-Mod.


    Edit 2: Danke für die Begrüssung, graba. Mir geht es gut und bald, internetmässig gesehen, sehr gut. Auch ich wünsche dir alles Gute für die Festtage.

    2 Mal editiert, zuletzt von Arran ()

  • Hallo Arran,


    Nun kommt meine Frage: kann mir jemand helfen, das so einzurichten, dass es recht schnell installiert und brauchbar gemacht werden kann?

    Beim Einrichten der Physik (Antennen, Blitzschutz, Accesspoints, Router usw.) lässt sich von extern kaum helfen. Ich nehme mal das war aber vermutlich gar nicht Deine Frage. Das wird sicherlich ein Elekotrohandwerker durchführen.
    Ich selbst habe eine solche Lösung auch noch nie gesehen. Ich kenne kombinierte Lösungen: Download via Satellit, Upload über Kabel oder auch einen Mix aus LTE und Kabel.
    So wie ich Dich verstehe, spannt ihr aber im Grunde ein kleines WAN auf. So wie Du es beschreibst, klingt es als würden sternförmige Punkt zu Punkt zu Verbindungen aufgebaut.
    Ich denke so etwas müsste in jedem Fall von einem Fachmann aufgebaut werden.


    Für den Teilnehmer selbst wird es dann so, als würde er einen normales DSL-Anschluss einrichten. Er erhält einen Accesspoint in euer kleines WAN und einen Router in sein Heimnetz. Vermutlich steckt beides in einem Gerät. Einer der Teilnehmer ist der Host. Dieser bekommt einen Router in das Netz des Anbieters und damit ins Internet.


    Der Router im Haus ist für das heimische Netz ebenso einzurichten wie bei jedem anderen Internetzugang auch. Die Geräte im Netz wissen ja nicht, welche Technik auf der anderen Seite (dem kleine WAN) verwendet wird. Für den PC im Haus ist es egal ob auf der anderen Seite des Routers ein Kupferkabel, Fibre Channel oder LTE verwendet wird.


    Was Du zum Thema E-Mail-Adressen geschrieben hast, erschließt sich mir nicht. Jeder Teilnehmer kann sich doch bei einem E-Mailprovider seiner Wahl einen Account einrichten. Das ist doch völlig losgelöst von der verwendeten Technik, mit ihr ins Internet geht.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne und vielen Dank für Deine Ausführungen.


    Die gesamte Technik funktioniert, das ist auch nicht das Problem.
    Was mich interessiert ist eigentlich folgendes: die meisten Anwender sind schon in einem gewissen Alter, und wollen eigentlich von allem, was hinter dem Surfen und Facebooken steht nichts wissen. Sie wollen, dass sie ihren Rechner starten können, dann die Emails abrufen, vielleicht ein bisschen Skypen und «einfach so mal in Kontakt bleiben». Bisher war ‒ ausser kein Internet haben und Satellitenempfang ‒ keine Verbindung möglich ausser über British Telecom BT. So haben die meisten Benutzer eine Email-Adresse von BT. Nun kommt jedoch ein System, das nicht mit BT verhaftet ist, ja ganz klar zu BT in direkter Konkurrenz steht. Bisher hat BT für Satelliten-Benutzer ermöglicht, dass die BT-Mailadresse weiterhin angewendet werden konnte, für einen jährlichen Betrag von etwa £12. Der ist nun auf £60 erhöht worden, was halt gerade für uns ältere, pensionierte Landbewohner ein Betrag ist, den man eigentlich lieber für etwas anderes ausgeben würde.


    Ich habe, wie gesagt, genug Platz bei 1+1UK, noch von der Zeit her, wo ich Webseiten betrieben habe. Von dort her weiss ich, dass ich zb Emailadressen für eine Domain entweder auf meinen Rechner laden konnte, also *@wossc.org oder direkt auf einen anderen Rechner, also assja@wossc.org. Das habe ich sowohl mit dem Desktop meiner Frau, als auch mit ihrem Laptop vor über 10 Jahren mal so erstellt.


    Jetzt möchte ich das den Abonennten des neuen Services anbieten. Also zB susanne@wossc.org soll nicht zu mir kommen, sondern immer von 1+1UK direkt an Susannes Computer.


    Was ich benötige ist also eine Erklärung wie ich das machen muss und welche Daten ich von den diversen Personen haben muss.


    Wir müssen das klipp und klar sehen, wenn wir diese Leute nicht unterstützen, dann machen sie lieber mit BT weiter und küngeln halt weiter mit 0.4 KiB Speed. Aber das wäre ja eine Bankrotterklärung. Und professionelle Hilfe, liegt auf der Insel nicht drin, da besteht zuwenig Fachwissen auf der Insel selbst, und jemanden vom Festland herkommen lassen, der dann auf den einzelnen Rechner das korrekt installiert, würde schlichtwegs zu teuer.

  • Hallo Arran,


    gerade heraus: Sofern ich Dich richtig verstanden habe ist das, was Du da vorhast, überhaupt keine gute Idee! Du würdest Dich im Prinzip zum E-Mailprovider machen. Das hätte nicht so einfach zu überschauende rechtlichen Folgen.
    Es beginnt damit, dass Du Zugriff auf alle Konten hättest, ob Du willst oder nicht. Auch wenn Du davon keinen Gebrauch machen würdest, Du hättest nunmal theoretisch Zugriff und könntest die E-Mails der anderen lesen.
    Auch im UK müsstest Du die anderen Teilnehmer darüber informieren und Dir das rechtssicher bestätigen lassen. Damit wäre die Sache dann für die anderen Teilnehmer bereits erledigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand mitmacht. Wenn ich mir vorstelle, ein Nachbar hätte Zugriff auf meine Postfächer - das wäre ein absolutes No-Go.


    Abgesehen davon müsstest Du Dich als Anbieter auch selbst schützen. Ohne Anwalt/Notar kommst Du da nicht weit.


    Das alles ist vor allem überhaupt nicht nötig. BT hin, BT her - der Anbieter eures Netzes spielt doch überhaupt keine Rolle. Die Benutzer können sich ganz einfach eine kostenlose E-Mailadresse bei einem Provider ihrer Wahl besorgen.


    Gruß


    Susanne

  • OK, dann ist diese Idee gestorben. Nun gilt es nur noch solche kostenlosen Provider zu finden.


    Also, ganz herzlichen Dank für diese Klarifizierung.

  • Hallo Arran,


    schön, wieder mal was von dir zu lesen ;-) !
    Auch ich möchte dir dringlich abraten, selbst Milprovider zu spielen. Meine Gründe dafür sind:

    • Du würdest eine sehr hohe Verantwortung übernehmen. Wenn einer deiner "Kunden" Mist baut, dann hast du diesen an der Backe! Hast du entsprechende Anwälte, die dann durch dich ihr Geld verdienen werden?
    • Ein Mailserver ist (auch für einen Laien) sehr schnell aufgesetzt. Aber das sichere Betreiben eines derartigen Servers verlangt viel Fachwissen. Ein laienhaft konfigurierter Server ist innerhalb weniger Minuten gekapert und zum SPAM-Bot mutiert. Und dann wird ganz schnell ein Verursacher gesucht und auch gefunden. => Auch das musst du nicht haben!
    • Und ein Mailserver benötigt auch einen ordentlich dicken Internetzugang. Hast du den?
    • Auch in deiner Heimat wird es kostenlose Mail-Provider geben.


    In eine beliebige Suchmaschine die Suchworte "E-Mailprovider kostenlos Irland" (in der entsprechenden Sprache oder mit Ortsangabe) eingehackt, bringt bestimmt Ergebnisse. Bspw. gmx.com oder für Menschen ohne Datenschutzbedenken auch den E-Mailableger einer bekannten Suchmaschine werden bestimmt dabei sein. Beide sind kostenlos. Zumindest bezahlst du kein Geld dafür, dafür aber mit deinen Daten, zumindest beim zweitgenannten.


    Wenn du selbst Initiative ergreifen willst, dann kannst du doch einen "passenden" Provider heraussuchen, und für die betreffenden Menschen eine "altersgerechte" bebilderte Anleitung erstellen aus der gut erkennbar ist, wie sie sich dort ein Mailkonto anlegen und auch dieses Mailkonto im Thunderbird einrichten.
    Wenn du das gut hinbekommst, dann bist du bei diesen Menschen der Größte!



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo
    Nun ist das schnelle Internet auch bei uns Tatsache geworden. Momentan mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25 bis 30 MB. Einmal hatte ich eine Spitze von 77 MB. Der Betreiber will noch einen besseren «Switch» einbauen, so dass Geschwindigkeiten von über 100 zum täglichen Brot gehören sollen. Wobei das, wie schon gesagt, nur in unserem Haus so ist, da die technische Einrichtung hier installiert wurden. Die «normalen» Benutzer werden zwischen 20 und 30 haben, dann gibt es noch 2 Stufen die etwas mehr kosten aber dann bis 50MB oder eben bis 100 gehen sollten. Wobei ich sicher bin, dass keines der 12 Teilnehmer mehr als die Grundgeschwindigkeit will.


    Nun habe ich nur noch eine Bitte: Wenn Ihr in ruralen Gebieten wohnt oder von dort wissen, dass sie ebenfalls miserable Empfangsbedingungen haben, dann macht sie doch auf dieses Neue System aufmerksam. Im Verhältnis zum sackteuren Projekt in Sachsen-Anhalt oder Thüringen Glasfiber in ihren ländlichen Gegenden in jedes Haus zu bringen, ist WhiteSpaceBroadband massiv kostengünstiger und man macht sich nicht von der Telecom-Gesellschaft abhängig.
    Gemeinden können das problemlos und ab etwa 15 Teilnehmer auch als eigenes Angebot laufen lassen. Das ergibt entweder einen Gewinn für die Gemeinde oder sie können die Kosten reduzieren. Diese Technik wird nun aktiv von wirklich kompetenten Firmen unterstützt: Microsoft, Nominet, und andere sind an der Spitze. Hier ein Link, der zur (britischen) Obergesellschaft führt. Wer spezifischere Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden. Einfach per Message hier im Forum Kontakt aufnehmen.


    Sollte jemand meine Email-Adresse gespeichert haben, bitte ich zu beachten, dass die ab Ende Monat nicht mehr funktioniert. Die neue ist hier in den Einstellungen hinterlegt.