Massive Performanceprobleme im Netzwerk - TB Portable 17.0.5

  • Thunderbird-Version: 17.0.5 Portable
    Betriebssystem + Version: Server Windows Server 2008 // Clients: Windows 7 64 SP1
    Kontenart (POP / IMAP): POP
    Postfachanbieter (z.B. GMX): Domainfactory


    Guten Morgen
    wir - eine Firma mit ca. 15 Mitarbeitern - nutzen hier in einem Gigabit NT (alle Clients, Switches, Kabel, Server gigabit-fähig und verbunden) unter anderem: Thunderbird Portable 17.0.5, welches bei uns unter:
    z:\Mails\<Users>\ThunderbirdPortable\.... liegt.


    Folglich können wir per Desktopverknüpfung jeder für sich Thunderbird öffnen, was auch funktioniert.


    Problem nur an Thunderbird (eigentlich egal welche Version, wobei 17.0.0 die schnellste war, aber bei 17.0.1 der positive Geschwindigkeitseffekt schon wieder verschwunden war) was wir haben ist, dass wir massive Geschwindigkeitsprobleme haben, sei es mit dem Download von Mails mit Anhängen (wir bekommen ca. 1500-2000 Mails inkl. Anhängen zwischen 6kb und 14MB pro Tag!) oder Mails ohne Anhänge, das ist das merkwürdige.
    Jedenfalls kann ich behaupten, dass jeder User von uns ca. am Morgen einige Zeit nur damit beschäftigt ist, Mails herunterzuladen.


    Wir haben das Problem sowohl mit:
    - TB portable 17.0.5
    - TB 10.0.12 ESR
    bemerkt.


    Gibt es für uns "Netzwerkuser", wo TB Portable eben auf dem Netzwerk liegt und alleinig nur per Verknüpfung gestartet wird - etwaige Tipps, Einstellungsänderungen, Ratschläge, wie wir "mehr" Geschwindigkeit aus Thunderbird bekommen?


    Wir haben wie oben geschrieben eine Gigabit-Anbindung an den Server (Netzlaufwerk Z:), unser DSL hat einen Speed von ca. DSL 12000 (1,4 MB Downspeed), ständige Internetverbindung, ABER Thunderbird lädt die Mails nur mit ca. 330kb/s herunter.....
    aber selbst mit 330kb dauert ein Download einer Mail mit Anhang von 3 MB geschätzte 30 Sekunden statt berechneter 10 sek. (3000:330 = < 10 sek.).


    Das weitere Problem bei uns - was wohl normal ist eventuell - dass, wenn Thunderbird Mails herunterlädt (bspw. am Stück alle 2 Minuten mal 250 Mails mit Anhängen), dass Thunderbird "KEINE Rückmeldung" meldet und gar nichts mehr funktioniert. Kann man da irgendwie die Priorität des Prozesses erhöhen, oder irgendwas mit dem Cache hantieren oder irgendwie einstellen, dass das herunterladen keinen Einfluss auf die Performance nimmt, wenn man bspw. bereits heruntergeladene Mails verschieben oder löschen möchte?


    Jedenfalls haben wir wirklich massive Geschwindigkeitsprobleme mit Thunderbird.
    Ein Beispiel:


    1 Download einer Mail mit 8 MB Anhängen dauert ca. 40 Sekunden.
    1 Download mit einem Anhang von ca. 10kb dauert auch geschätzte 1,5 sek. (bei mir zuhause rattern 100 Mails in 10 sek. durch, wenn überhaupt!)
    Löschen einer Mail mit einem Anhang von 10 MB dauert ca. 15-20 Sekunden !


    Cache ist eingestellt auf jetzt 300 MB (ich hatte in der Vergangenheit versucht mit 0 MB oder 1000 MB zu testen, das bringt nix).
    Performance Daten senden ist AUS
    Nachrichtenindizierung ist AUS
    Globale Suche und Indizierung ist AUS
    Antivirus Software ermöglichen, ...zu scannen und unter Quarantäne zu stellen ist AUS
    Virenscanner ist angewiesen die Mails (testweise zwecks diesem Thread) NICHT zu überprüfen
    Filter sind einige definiert um Mails vorab gleich in der Hauptansicht herauszufiltern (Posteingang => Papierkorb)


    Was gibt's einzustellen, zu ändern, irgendwas mit about:config abzuändern (kann nicht den kompletten Inhalt hier reinposten...), Tipps, Ratschläge, etc?


    Wäre wirklich super, hier im deutschen Hilfe-Forum für Thunderbird auch Hilfe zu bekommen.
    Die SuFu hat mir keine wirkliche Hilfe zu meinem Problem gegeben und auch der CHAT von Thundebird im IRC meinte nach der Problemstellung von mir, dass ich mich hierher wenden sollte.


    Grüße Marc

  • Hallo,
    welche Größen (nicht Anzahl der Mails) haben denn die Posteingänge?
    entweder im TB-Profil danch suchen oder Rechtsklick auf den Ordner > Eigenschaften > Allgemein "Größe auf Datenträger" (oder so ähnlich).


    Guß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Größe der Ordner inkl. Profile und gespeicherter Mails?
    Also da komm ich bei 15 Mitarbeitern auf ca. gesamt 420 Gigabyte.


    Oder war das nicht deine Frage?

  • Die Größen der "Inbox"-Dateien haben zwischen 150 MB - 600 MB.



    Hat denn sonst keiner der hier angemeldeten Zigtausend Thunderbird-User Tipps,Tricks, irgendwelche Ratschläge?
    Oder wo finde ich denn proffesionellen Support?


    Sehr schade, ich hoffe dennoch, dass ich noch Abhilfe bekomme durch Euch da draußen !


    Grüße Marc

  • Hallo,

    "silverhead" schrieb:


    Hat denn sonst keiner der hier angemeldeten Zigtausend Thunderbird-User Tipps,Tricks, irgendwelche Ratschläge?
    Oder wo finde ich denn proffesionellen Support?...
    Sehr schade,


    nach noch nicht einmal 5 Stunden beschweren Sie sich quasi über mangelnden Support, obwohl nach einer knappen halben Stunde sich schon ein Teammitglied gemeldet hat - eine so kurze Reaktionszeit, die Sie kaum bei Bezahl-Supports antreffen werden. Ihnen ist hoffentlich bewusst, dass wir ein privates Forum sind, in dem die Helfer in ihrer Freizeit oder auch neben ihrer Arbeit versuchen, Usern mit Thunderbird-Problemen kostenlos zu helfen. Von daher wäre von Ihrer Seite etwas mehr Geduld angebracht.

  • Mozilla empfiehlt, Posteingänge leer zu halten, so weit es eben geht. Regelmäßiges Komprimieren ist daher auch Pflicht.
    600 MB für einen Posteingang ist schon ganz schön viel, außerdem kann der Ordner beschädigt sein.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Hallo silverhead,


    wenn ich mir deinen Beitrag durchlese, dann stelle ich fest, dass du so ziemlich alle Hinweise beachtet hast, welche wir so allgemein bei auftretenden Problemen geben. Und ich freue mich auch, dass du eine wirklich sehr ausführliche Fehlerbeschreibung gegeben hast. Wenn das mal alle so machen würden ... .


    Aber trotzdem:
    Nicht umsonst findest du in den Dokumenten zum Thunderbird keinerlei Hinweis, dass dieser netzwerkfähig ist.
    Selbstverständlich geht es trotzdem - irgendwie. Aber allein der Gedanke, dass hier riesige mbox-Dateien immer und immer wieder durch das Netzwerk gepresst werden müssen, bringt mir Unbehagen.
    Ich würde jedenfalls nie auf die Idee kommen, in einer Firma ein derartiges Konstrukt aufzusetzen. Das Risiko (ich müsste je jedesmal Support leisten ...) wäre mir einfach zu groß.
    Ich würde einen sauberen IMAP-Server aufsetzen und auf allen Clients den TB als IMAP-Client betreiben und fertig ist. Die Benutzer können dann gemeinsam auf ein bestimmtes Postfach zugreifen und/oder auch jeder noch sein persönliches Postfach eingerichtet bekommen. Es kann auch ein Client festgelegt werden, der mittels Filter die ankommenden Mails nach bestimmten Kriterien auf die Mitarbeiter verteilt, evtl. sogar automatisch. Es ist sogar möglich, eine interne Maildomain einzurichten. Nach außen hin tritt die Firma unter einer gemeinsamen Mailadresse auf.
    Und damit die Adressverwaltung vereinfacht wird, kann man gleich noch einen ldap-Server aufsetzen und darauf ein gemeinsames Adressbuch pflegen.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo silverhead,


    "Peter_Lehmann" schrieb:

    Ich würde jedenfalls nie auf die Idee kommen, in einer Firma ein derartiges Konstrukt aufzusetzen.


    Ich würde den Admin (ich hoffe, Du bist es nicht selbst), der solch ein Konzept in einem betrieblichen Umfeld aufsetzt, mindestens abmahnen.


    Ihr missbraucht eine portable App, die nicht für den konkurrierenden Netzwerkeinsatz gedacht ist, und offenbar ein einzelnes Verzeichnis auf einem Storage (siehe Performance) als Ersatz für einen Mailserver und vernünftig aufgesetzte Clients! Aus welchem Grund? Damit der Admin nur einmal das TB-Programmverzeichnis zu pflegen hat? Dafür riskiert ihr den totalen Datenverlust?
    Ich habe im IT-Support ja schon viel erlebt, aber Überraschungen gibt es doch immer wieder!


    Kopfschüttelnd


    Susanne

  • Hallo
    wir versuchen auch unsere Posteingänge leer zu halten, soviel ist schon klar. Nur geht das leider nicht immer.
    Komprimieren ist so bei allen Clients eingestellt (auch in Verbindung mit dem Addon XPUNGE (autom. Komprimieren aller konten und Unterordner)).


    Und zum Sachlichen:
    Ja, ich bin der hiesige Systembetreuer *duck und weg*,
    ne Spaß beiseite:
    Hier im Unternehmen ist es von der Firmenzentrale so erwünscht, dass auf dem Server Thunderbird Portable für alle Mitarbeiter eingerichtet wird und läuft.
    Sicherlich ist das bei "UNSEREN - DIESEN RIESIGEN DATENMENGEN" absolut unverständlich. So eine TB-Lösung kann ich machen, wenn ich 20 Mails pro Tag bekomm mit 5 Anhängen.... :confused:
    Auch ich habe schon diverse Verbesserungsvorstellungen eingereicht, doch nicht auf Sympathie gestoßen. :aerger:
    Auch der Kosten wegen, welche keine wären, aber - sorry - ich kämpfe nicht gegen Windmühlen an, dafür ist mein persönliches privates Belangen zu gering.
    Jeder Systemadministrator muss sich - sollte es keine Möglichkeit geben seitens des Unternehmens auf Veränderung - mit den Gegebenheiten zufrieden geben und das Beste draus machen.
    Klar hat dieses TB-Konzept fast nur Nachteile, angefangen dass sich jeder Client wiederholt immer wieder dieselben Daten über die - eigentlich schon begrenzte - DSL Leitung holt gefolgt zwecks "Open-Source-"jeder macht ein kleines bißchen am Ganzen (TB)" - Konzept in einer Business-Umgebung....usw.
    Aber das ist ein anderes Thema, mir wäre eine komplette Outlook Landschaft mit einem ordentlichen Server und Active Directory mit Administrations-"Erleichterung" auch lieber, aber das ist hier und heute nicht das Thema *grins*.


    Ich habe jetzt hier auf meiner Testumgebung mal TB Portable 17.0.0 probiert, der läuft - im Gegensatz zu allen darauffolgenden Versionen 0....1,2,3,4,5... schneller, stabiler, besser.
    Das löschen ist annähernd so schnell wie lokal installiert.


    zum Beitrag Susanne:
    Wir haben keine Bedenken zwecks Totalverlust da Backup durch Raid und externe Sicherungen auf HDD's und 3 x Backup-Server.
    Portable versteht der Haupt-System-IT-Leiter so, dass man eben das "normale TB" nicht lokal installiert, sondern die "Portable" Version auf den Server installiert, sodass man von allen Clients auf jedes "TB" zugreifen kann.
    Klar dezentralisierter Zugriff ist schon schön, "angedacht" als "App-Server", aber Thunderbird bleibt Thunderbird.
    Nur Susanne soll das hier nicht Thema sein, wie man ein Unternehmen führt oder wie der Admin seine Arbeit global gesehen macht, sondern dieser Thread war von mir so gedacht, dass mir Hilfe angeboten wird mit konstruktiven guten Tipps und Tricks, wie ich das von mir geschilderte Problem dieses Threads hier "verbessern" kann.
    Jedenfalls nutzt mir ein "Kopfschütteln" rein gar nichts, sorry.


    Ich habe den Cache auf 1000MB erhöht...mal sehen, was das bringt und habe wie besagt TB portable 17.0.0 installiert, was schon eine deutliche Besserung mitbringt.


    Gerne nehme ich weiterhin alle Tipps, Tricks, Hilfen und Ratschläge weiter an und freue mich auf Antworten,
    grüße Marc

  • Hallo Marc,



    "silverhead" schrieb:

    Hier im Unternehmen ist es von der Firmenzentrale so erwünscht, dass auf dem Server Thunderbird Portable für alle Mitarbeiter eingerichtet wird und läuft.


    Nun, den Chef kann man nicht ganz so einfach abmahnen, aber vielleicht auf diverse gesetzliche Verpflichtungen zur Aufbewahrung usw. hinweisen.
    Zentrale klingt für mich nach einer Firma, die mehrere Niederlassungen hat, heißt das, es geht um insgesamt mehr als 15 Mitarbeiter?


    "silverhead" schrieb:

    Wir haben keine Bedenken zwecks Totalverlust ...


    Ich hoffe ja sehr für euch, dass dieser Fall nicht eintritt, andererseits wird Dein Chef vielleicht für eine gescheite Lösung zugänglicher, wenn die Firma mal für ein paar Stunden steht, weil gerade der Restore läuft, oder weil eben trotz RAID doch eine ganz wichtige E-Mail verloren geht.


    Abgesehen davon, dass ich diese Lösung ernsthaft für unverantwortbar halte und ich der Meinung bin, dass man der "Firmenzentrale" mögliche Konsequenzen (betriebswirtschaftliche wie rechtliche) deutlich vor Augen führen sollte, noch ein paar Gedanken zur Performance:


    "silverhead" schrieb:

    Ich habe den Cache auf 1000MB erhöht...


    Welchen Cache meinst Du?
    Ich kenne den TB-portable nicht gut, weil ich ihn nicht verwende. Außerdem gibt es verschiedene "Distributionen". Nach meinem Verständnis haben sie aber gemeinsam, dass sie die Daten (das Profil) in einem Verzeichnis auf dem portablen Storage speichern. In Deinem Fall hieße das, dass Deine Anwender nicht nur auf den selben physikalischen Storage sondern auch auf denselben Verzeichnisbaum zugreifen. Gute (teure) Storages können damit besser umgehen als billige, manche Filesysteme besser als andere. Im einfachsten Fall, wenn das Storage über keinen bzw. nur wenig Cache verfügt und der Controler außer locking keine Verfahren kennt, mit gleichzeitigen Zugriffen auf ein Verzeichnis effizient umzugehen, verlierst Du hier wohl deutlich an Performance (und schlimmstenfalls Daten). Wie der TB sich in diesem undurchsichtigen Scenario verhält, wissen möglicherweise nicht einmal die Entwickler, weil es ja nicht vorgesehen ist.
     
    Die mir bekannte Locking-Methode des TB sollte einen gleichzeitigen Zugriff auf ein Profil verhindern. Allerdings betrifft das einen Zugriff von verschiedenen, lokalen Instanzen des TB. Ob das noch sauber funktioniert, wenn ihr denselben portablen TB startet, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber vorgesehen ist das sicher nicht. Wenn ihr also sogar dasselbe Profil verwendet, sind Probleme vorprogrammiert.


    TB verursacht in der Regel relativ viele, kleine Zugriffe. Das kommt Deinem Setup ebenfalls nicht gerade entgegen.


    Zurück zur Performance. Die Frage ist, wo der bottleneck ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Performance (bei allen Risiken) deutlich besser wird, wenn ihr nicht den Portable verwendet sondern eine normale Version und diese z.B. über einen Terminal- oder Appserver betreiben würdet oder auch einfach nur von einem Server startet und die Daten (Profile) lokal speichert bzw. zumindest besser verteilt. Siehe z.B. Option 2 hier.


    Aber nochmals: Das ist Frickelei und hat in einem Unternehmen nichts verloren!


    Gruß


    Susanne