Hilfe! Ubuntu Linux! Grub2 (gelöst)

  • Hallo Freunde,
    auch wenn ich niemanden persönlich kenne, verwende ich einfach mal diese Anrede, schließlich treibe mich hier schon 10 Jahre rum.
    Da darf ich auch gleich noch mehr falsch machen, wie die Überschrift... :D
    Ich weiß, es gibt Linuxforen, wo ich auch hin und wieder mehr lese als schreibe, aber es gibt ja auch hier ein paar Experten.
    Langer Rede kurzer Unsinn, ich brauche eine idiotensichere Anleitung, wie man einen zerschossenen Bootloader/Grub/was auch immer wiederherstellt. Nicht für mich, sondern für jemanden, der 500km weiter wohnt und ziemlich hilflos ist. Sonst hab ich immer per Teamviewer alles repariert, aber dazu muß man wenigsten booten können. Und ich bin schuld, daß da Ubuntu läuft und nicht mehr Windows XP :-(
    Es gibt sowas wie SuperGrub, Rescatux(?) u.ä., aber damit habe ich auch nicht die besten Erfahrungen gemacht, auf jeden Fall sind es Expertenwerkzeuge.
    Man kann Linux neu installieren, dabei findet es dann in der Regel alle Linux- und Windows-Partitionen, die meistens problemlos wieder ins Bootmenü eingebunden werden. Geht's auch einfacher?
    Ursache war ein Restore-Versuch von einem Clonezilla-Image nach einem ungewollten Dist-Upgrade (12.04LTS -> 14.*), wobei (wie ich inzwischen denke), die Standardeinstellungen von Clonezilla gerade nicht funktionieren und man sehr genau wissen muß, was man tut, sonst hat man das oben beschriebene Problem.
    Ich könnte natürlich mal mein System im Selbstversuch schreddern und sehen, wie man es wieder hinbekommt - ich bin sicher, man schafft beides, aber dann bleibt es immer noch "Blindschach", es jemandem ohne Fernwartungszugang zu erklären.
    Hat jemand eine Idee?
    Danke,
    muzel

    Einmal editiert, zuletzt von muzel ()

  • Hallo muzel,


    das sollte mit Super Grub 2 zu machen sein. Eine recht narrensichere Anleitung findest Du hier.


    "muzel" schrieb:

    Man kann Linux neu installieren, dabei findet es dann in der Regel alle Linux- und Windows-Partitionen, die meistens problemlos wieder ins Bootmenü eingebunden werden. Geht's auch einfacher?


    Falls der MBR so zerschossen ist, dass SG ihn nicht reparieren kann, wird die Neuinstallation wohl die einzige Option sein. Zuvor kann man das Ubuntu ja von der DVD booten und wichtige Daten kopieren.


    Ich bin aber optimistisch, dass es mit SG klappt. Mir ist das zwar erst ein einziges Mal (durch den mutigen Test eines selbst geschriebenen Programmes) passiert, aber mit dem SG war das in wenigen Minuten repariert. Am meisten Zeit hat noch das Brennen auf CD benötigt.


    Gruß


    Susanne


    Nachtrag: Was mir gerade noch einfällt. Es kann sein - das weiß ich aber nicht genau - dass Ubuntu bei der Installation eine Option "recovery" anbietet. Ich würde aber zunächst dem SG den Vorzug geben.

  • Hallo ihr beiden,


    ich kann das, was Susanne geschrieben hat, nur bestätigen. Mit "SuperGrubDisc" habe ich auch schon alles mögliche wiederbeleben können. Ich habe, als das Teil herauskam, sogar bewusst auf einem alten Bastelrechner den Bootvorgang zerschossen und wieder neu aufgebaut.


    Viel Erfolg!


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo zusammen,
    danke an die "üblichen Verdächtigen" ;-) - ich fürchte trotzdem, es wird für einen Laien schwierig werden...
    Ich hoffe, SuperGrub ist besser geworden, ich habe da vor einiger Zeit mal ziemlich "gekämpft" und fand es auf keine Fall anfängertauglich - was vielleicht auch an der Übergangsphase Grub1 / 2 lag. Inzwischen ist ja Version 2 fast überall im Einsatz.
    Viele Grüße,
    muzel

  • Hallo muzel,


    ist eventuell eine L(inux)U(ser)G(roup) in der Nähe, die er kontaktieren könnte. Sicherlich wäre in regionaler Nähe auch jemand bereit "vor Ort" zu helfen.


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Hallo muzel,


    ich denke doch, dass das hinzubekommen ist. Dein "Patient" muss auch nur bis Seite 2 lesen:


    Zitat


    Auf der ersten Bildschirmseite steht Ihnen ein umfangreiches Menü zur Verfügung. Gehen Sie je nach Konstellation wie folgt vor:
    Wählen Sie „GNU/Linux“ aus, wenn Sie möchten, dass Linux wieder startet und die damit zusammenhängenden Fehler behoben werden.
    1.
    Um das GRUB-Bootmenü bzw. den Master Boot Record (MBR) wiederherzustellen, wählen Sie aus dem folgenden Untermenü den Menüpunkt „Repariere GNU/Linux-Start“. Damit versucht GRUB automatisch in den MBR zu schreiben.


    und Bilder sind auch dabei.


    Gruß


    Susanne

  • Moin,
    danke nochmal für alle Tips.
    Es ist zum (...), ich schaff's natürlich nicht, mein System mal eben testweise kaputtzumachen, Backup und Restore mit den Standardeinstellungen von Clonezilla haben funktioniert, allerdings (wahrscheinlich) nur, weil beim Zurückschreiben des GRUB was schiefgegangen ist (Fehlermeldung...).
    Wie kriegt man den grub kaputt? Mit dd ein paar Bytes drüberbügeln (wohin genau)?
    Sorry, wenns jetzt sehr speziell wird, aber wir sind ja im OT.
    Grüße, muzel

  • Hallo muzel,


    willst Du das wirklich machen? Das muss wohl Liebe sein ;-)
    Wenn Du dabei die Partitionstabelle überschreibst, hilft möglicherweise SG auch nicht mehr. Ich sehe Dich schon neu-installieren ;-)
    Wenn Du den mbr tatsächlichen überschreiben willst, dann beschränke Dich vielleicht sicherheitshalber auf die ersten Bytes. Siehe : wikipedia.


    Zitat


    Löschen kann man den GRUB- oder LILO-MBR mit dem Befehl „dd if=/dev/zero of=/dev/hdx bs=512 count=1 conv=notrunc“. Dabei wird der Boot-Code des MBR und die Partitionstabelle (Bestandteil des 512 Bytes großen Sektors!) komplett mit Nullen überschrieben. Soll die Partitionstabelle jedoch erhalten bleiben und nur der eigentliche Bootcode überschrieben werden, muss man dd mit einer Blockgröße von 1 Byte betreiben und darf nur die ersten 440 Bytes überschreiben:
    dd if=/dev/zero of=/dev/hdx bs=1 count=440 conv=notrunc.


    Viel Erfolg


    Susanne

  • Danke, ich versuchs.
    Vielleicht vorher noch "andersum" per dd sichern, als weitere Rückfallebene ;-)


    Nachtrag: inzwischen hat die Reparatur mit einem Fachmann vor Ort mit Installations- und/oder SuperGrub-CD geklappt.


    Gruß+Dank, m.