automatische Datein-Anhänge an jeder mail - Wie?

  • * Thunderbird-Version: 31.5.0
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP



    Ich möchte, dass Thunderbird bei nur einem von mehreren Mail-Konten automatisch bei jeder versendeten Mail immer dieselben Dateianhänge hinzufügt. Ich möchte also nicht jedesmal diese Dateianhänge selbst hinzuklicken müssen.


    Wie kann man das erreichen?
    Trotz intensiven Googelns habe ich da bisher nichts gefunden.


    Danke im Voraus.

  • Hallo und willkommen im Forum!


    Es gibt keine direkt Funktion dafür - so weit ich weiß.
    Wenn du dir aber Vorlagen erstellst und die Anhänge dort schon integrierst und immer die Vorlagen startest, kommst du deinem Wunsch einen Schritt näher.
    Nachteil: bis zum Schreiben musst du zweimal klicken. Einige User empfinden das schon als Belästigung.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Hallo und willkommen im Thunderbird-Forum, JerryMaus! ..... <wir hier im Kreis GG (Rhein-Main Gebiet) begrüßen uns noch immer, altmodisch, gelle?...


    Du kannst mal versuchen, ob du in Extras>Konten-Einstellungen>%Account% bei der Signatur die Option Datei anhängen für deine Zwecke missbrauchen kannst...
    :whistling:

  • Danke für die Willkommengrüße.
    Danke für die Tipps.
    Nachteil von Tipp 1: Funktioniert nicht bei Antworten und Weiterleitungen. Trotzdem mache ich das jetzt so.
    Nachteil von Tipp 2: Wenn ich eine Datei als Signatur anhänge, dann kann ich keinen Signaturtext mehr benutzen. Den brauche ich aber auch.

  • Hallo JerryMaus,


    aus Neugierde gefragt, um was für Anhänge handelt es sich denn dabei und aus welchem Grund möchtest Du sie denn bei jeder E-Mail dieses Kontos mitsenden?


    Gruß


    Susanne

  • Ich signiere meine Mails mit X.509-Zertifikat (S/MIME). Zusätzlich biete ich außer S/MIME aber noch die Möglichkeit, mir per PGP verschlüsselt zu antworten. Deshalb hänge ich noch meinen öffentlichen PGP-Schlüssel an.

  • Ja, so etwas in der Art dachte ich mir schon. Dann gibt es eine ganz einfache Lösung für Dich. Enigmail bietet für jedes Konto die Möglichkeit, den öffentlichen Schlüssel anzuhängen. Du musst also nicht über Vorlagen oder die TB-Signatur gehen. Schau einfach unter
    Kontoeinstellungen -> OpenPGP-Sicherheit -> Erweitert.

  • Hallo JerryMaus,


    Ja, hier sehen wir wieder einmal, wie gut es ist, wenn ein anfragender User gleich von Anfang an möglichst viel Informationen rüberbringt.
    Meine langjährige Tätigkeit genau auf diesem Gebiet (X.509 und S/MIME) hat mir gezeigt, dass wir mit dem von uns initiierten Signieren von E-Mails und dem sichtbaren Anhängen von Zertifikaten oder gar GnuPG-Schlüsseln nur eines erreichen: den Empfänger stark verunsichern!
    Das Mailprodukt des so genannten "Marktführers" hat es sogar drauf, mitgeschickte Zertifikate als "gefährliche Dateien" zu bezeichnen und deren Empfang zu verhindern. Und die meisten Signaturen werden mit einer derartigen Warnung angezeigt, dass ONU diese Mail lieber gleich löscht, bevor er sich irgend welchen "Schadcode" einfängt.


    Fazit: Obwohl ich genau mit diesem Thema viele Jahre meine Brötchen verdient habe, "überfalle" ich niemals Mailempfänger ohne Vorankündigung mit einer signierten E-Mail! (Trotzdem ist fast meine gesamte Kommunikation verschlüsselkt und signiert. Mittlerweile ... )



    Deshalb meine Empfehlung an dich:
    Erschrecke deine Mailpartner nicht durch das plumpe Anhängen von Schlüsseln und Zertifikaten! Du erreichst genau das Gegenteil von dem, was du beabsichtigst.
    Versuche deine Mailpartner neugierig zu machen auf etwas, was eure Kommunikation sicherer macht. Bringe es als Empfehlung rüber! Dei einen lassen sich davon inspirieren - und bei den anderen rennst du eh gegen eine Wand.


    Deshalb solltest du eine kleine, neugierig machende (Reintext-)Signatur unter deine Mails setzen, in welcher du mit ganz wenig Text die Nutzer darauf hinweist, dass du zu Erhöhung der Vertraulichkeit und Glaubwürdigkeit anbietest, eure Kommunikation zu verschlüseln oder zumindest deine gesendeten Mails zu signieren. Und dann folgt ein Link ("hier können Sie/kannst du mehr darüber nachlesen") wo der interessierte oder neugierig gemachte Nutzer bewusst anklicken kann und eine Webseite erreicht mit:
    - deinen herunterladbaren persönlichen und Herausgeberzertifikaten
    - deinem pub Key für GnuPG
    - den unbedingt dazugehörenden Hashwerten für alle Schlüssel und Zertifikate
    - und für ONU geschriebenen kleinen Anleitungen für S/MIME und GnuPG (davon ist das Netz ja voll, musst du dir nicht mal ausdenken.)
    - und zum Schluss der Hinweis, dass dir der Empfänger mitteilen kann, wenn er von dir signierte Mails erhalten möchte - oder sogar mit deiner Hilfe die Verschlüsselung wagen will.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Da ich beide Techniken (S/MIME und PGP) anbieten will, greife ich auf mein E-Mail-Konto über zwei verschiedene Thunderbird-Profile zu. In einem ist S/MIME eingestellt, im anderen PGP und nur hier ist Enigmail installiert. Beides im selben Profil wäre mir zu stressig und zu kompliziert im Falle des Umschaltens. Standardmäßig benutze ich nur das S/MIME-Profil, weise aber darauf hin, dass ich auch PGP benutzen kann und hänge deshalb den öffentlichen PGP-Schlüssel als Dateianhang an.


    Den PGP-Schlüssel auf einer Web-Seite zu veröffentlichen halte ich nur für sinnvoll, bei einer Web-Seite, die man unter alleiniger Kontrolle hat. [1] ist dafür ein vorbildliches Beispiel. Andere Seiten wie die der öffentlichen Schlüsselserver sind dafür (viel) weniger geeignet, siehe auch [2].


    Außer einem kurzen Signaturtext, in einer X.509-signierten Email mit dem öffentlichen PGP-Schlüssel als Dateianhang gebe ich keine weiteren Hinweise und will, besser gesagt kann auch keinen neugierig machen. Wer weiß, was es mit den Verschlüsselungstechniken auf sich hat, der braucht nicht mehr Erklärungen. Die anderen 99,9%, die es (bewusst) ignorieren sind auch mit mehr Erklärungen nicht zu überzeugen - das betrifft Banken genauso wie Leute aus der IT-Branche (selbst erlebt).


    [1]
    https://posteo.de/site/kontakt


    [2]
    http://www.heise.de/ct/ausgabe…ys-im-Umlauf-2549724.html

  • Den PGP-Schlüssel auf einer Web-Seite zu veröffentlichen halte ich nur für sinnvoll, bei einer Web-Seite, die man unter alleiniger Kontrolle hat

    Hier gebe ich Dir grundsätzlich recht. Allerdings ist das Risiko, dass jemand eine Seite hackt, um dort einen falschen Schlüssel zu hinterlegen, wesentlich geringer als dass jemand einen solchen Schlüssel unter Deiner Adresse auf einen Schlüsselserver lädt. Letzteres kann ein jeder, das Hacken nur sehr wenige. Im würde sagen, im Vergleich geht es gegen null.


    Wenn Du dennoch Deinen Schlüssel lieber anhängen möchtest, siehe oben.