Listennamen in mehreren Adressbüchern

  • Hi zusammen,


    kann ja sein, dass mein Wunsch etwas verrückt ist, aber ich überlege gerade von Gmail auf einen anderen Provider umzusteigen. Daher teste ich gerade auch ein Webhosting bei Hetzner.


    Ich nöchte dort die Adressen von Gmail importieren und wollte jetzt eine Liste gleichen Namens anlegen. Doch was muss ich feststellen, es ist fast wie bei Oracle RDBMS: Die Listen in verschiedenen Accounts dürfen nicht die gleichen Namen haben, wie bei der Mist Oracle DB die Indizes der verschiedenen Tabellen nicht die gleichen Namen haben dürfen.


    Da ich dies unerträglich finde, meine Frage: Täusche ich mich hier, oder gibt es vielleicht einen Trick, dies zu umgehen?


    Kopfschüttelnde Grüße


    Reiner



    Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    * Thunderbird-Version: 31.6
    * Betriebssystem + Version: Win 8.1
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfachanbieter (z.B. GMX): Gmail und Hetzner
    * Sync-Add-on für Online-Adressbuch?: gContactSync
    * Eingesetzte Antivirensoftware:
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):

  • Hallo Reiner,


    kann ja sein, dass mein Wunsch etwas verrückt ist, aber ich überlege gerade von Gmail auf einen anderen Provider umzusteigen.

    Ich halte das nicht für verrückt sondern für sehr verständlich. Weniger Verständnis habe ich allerdings für Dein Problem oder besser gesagt, für die Art in der es formulierst.


    Mir ist keine Möglichkeit bekannt, innerhalb eines eines Adressbuches gleichnamige Listen anzulegen. Ich wüsste auch nicht, wozu das erforderlich sein sollte. Innerhalb eines Profils sind die Listen ja für alle Konten sichtbar. Außerdem lassen sich Listen umbenennen, z.B. dann, wenn das Online-Adressbuch des Kraken importiert ist und nicht mehr benötigt wird.


    Im Gegensatz zu Dir finde ich das auch nicht unerträglich sondern halte es für ganz normal. Bezeichner sollten in ihrem Kontext eindeutig sein, denn sie dienen ja dazu, die Dinge zu unterscheiden.
    Nebenbei, das hat auch nichts mit Oracle zu tun. Meines Wissens entspricht es der Definition einer Relationalen Datenbank, dass es innerhalb eines Schemas keine gleichnamigen Tabellen geben kann/darf. In einem Oracle-System werden Tabellen eindeutig durch die Kombination aus Schema- bzw. Nutzername und Tabellenname identifiziert. Und das ist nach meinem Kenntnisstand bei Ingres oder MS-SQL ebenso.
    Ein Oracle DBMS-Server kann natürlich mehrere Schemata verwalten, ähnlich kann der TB mit mehreren Profilen umgehen - allerdings nicht gleichzeitig.



    Der TB ist also in guter Gesellschaft, auch wenn das Adressbuch weit davon entfernt ist, ein RDBMS zu sein.


    Ebenfalls



    Kopfschüttelnde Grüße


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    ich hätte Deine Antwort wirklich toll gefunden, wenn Du meine Beschreibung richtig gelesen hättest.


    Wie ich schrieb, handelt es sich NICHT um ein Adressbuch, sondern um verschiedene Adressbücher in verschiedenen Accounts bei verschiedenen Providern! Wenn also bei einem Addressbuch in einem Account bei einem Provider eine Liste mit Namen ABC existiert, ist es NICHT möglich eine Liste mit gleichem Namen in einem Adressbuch in einem anderen Account eines anderen Providers zu erstellen.


    Keine Angst, ich bin mehr als 20 Jahre als Softwareenwickler tätig und ich weiß so einigermaßen, wovon ich rede und schreibe.


    Do I make myself clear?


    Noch ein Wort kurz zu Oracle: Nein, es ist bei keiner anderen Datenbank ein Problem, gleichnamige Indizes für verschiedene Tabellen zu erstellen (also NICHT gleichnamige Tabellen innerhalb eines Schemas), da diese normalerweise einer Tabelle Untergeordnet werden. Bei Oracle wird alles, eben auch die Indizes, direkt dem Root untergeordnet. Also "Root/Tabellen", "Root/Indizes", etc. Dazu kommt noch die bescheuerte Beschränkung auf 30 Zeichen, was, wenn man eine Datenbank mit z. B. 120 Tabellen (inkl. Verweistabellen für n:m Beziehungen) anlegt, wie ich es musste, ein absolut nerviges Problem darstellt. Das hat dann absolut nichts mit Schemata zu tun. Zum Glück gibt es Tools wie LLBLGen, die einem Softwareentwickler (nicht einem Programmierer), die Arbeit in so einem Fall durch Übersetzungstabellen sehr erleichtern.


    BTW, definiere bitte die Voraussetzungen um eine Datenhaltung RDBMS zu nennen. Diese Bezeichnung bezieht sich lediglich auf die Art der Datenablage und deren Verwaltung, kann also auch eine XML Datei sein.



    Seufzende Grüße


    Reiner

  • Hallo Reiner,

    Wie ich schrieb, handelt es sich NICHT um ein Adressbuch, sondern um verschiedene Adressbücher in verschiedenen Accounts bei verschiedenen Providern!
    .......
    Do I make myself clear?

    Damit es auch für Nicht-Softwareentwickler wie die überwältigende Mehrheit von uns klar wird:
    redest du vom Thunderbird-Adressbuch mit seinen standardmäßig erstellten Adressbüchern "Persönliches AB", "Gesammelte Adressen" und selbst erstellten oder importierten AB oder handelt es sich um deine Adressbücher, die sich in deinen Konten im Webmail deiner verschiedenen Provider befinden?


    Greifst du auf die lokalen Adressbücher von Thunderbird zu oder auf einen LDAP-Verzeichnisserver?


    Gruß

  • Hallo Reiner,


    ... wenn Du meine Beschreibung richtig gelesen hättest.

    Mit dem Lesen ist das so eine Sache.


    In der Tat hast Du oben von gleichnamigen Indizes und nicht von gleichnamigen Tabellen geschrieben. An dieser Stelle bin ich wohl etwas zu schnell über den Text geflogen.
    Lesen ist aber etwas anderes als Hellsehen. Du schreibst oben ausdrücklich, von gmail auf einen anderen Provider umzusteigen zu wollen.


    Ich nöchte dort die Adressen von Gmail importieren und wollte jetzt eine Liste gleichen Namens anlegen


    Von mehreren Quellen, bei verschiedenen Providern ist dort nicht die Rede.


    Es spielt aber eh keine Rolle, weil der TB die Adressbücher nun einmal nicht einem Konto sondern einem Profil zuordnet und von sich aus keine gleichnamigen Listen innerhalb eines Profils zulässt. Das magst Du jetzt für nicht gut halten, aber es gibt sicher viele andere Anwender, die gerade wollen, dass Adresslisten in allen Konten zur Verfügung stehen.


    Dieses Konzept wirst Du wohl vorerst akzeptieren müssen. Es hindert Dich aber nicht daran, Deine Listen zu importieren, ihnen eindeutige Namen zu geben und dann im TB zu verwenden.


    BTW, definiere bitte die Voraussetzungen um eine Datenhaltung RDBMS zu nennen. Diese Bezeichnung bezieht sich lediglich auf die Art der Datenablage und deren Verwaltung, kann also auch eine XML Datei sein.

    Ich würde es etwa so beschreiben: Ein Relationales Datenbank Management System ist ein Datenbanksystem (DBS), das auf einem relationalen Datenmodell beruht. :mrgreen:
    Das DBS enthält die Datenbasis, das Verwaltungssystem, das Datenmodell, die Abfragesprache usw. . Oracle, MS-SQL-Server, Ingres, DB2, ... und natürlich auch MySQL sind RDBMS. Sie beinhalten mehr als nur die reine Datenablage.



    Manche beschränken den Begriff RDBS auf das reine Verwaltungssystem des DBS, manche benutzen den Begriff DBS synonym zur Datenbank. Such's Dir aus.


    Es ist unstrittig, dass die Adressbücher im TB ein Relikt und ein echter Schwachpunkt sind, beginnend mit dem Datenformat. An einem neuen Adressbuch wird auch gearbeitet, aber es ging in den letzten Jahren halt nur sehr, sehr langsam voran. Du kannst Deine 20-jährige Erfahrung als Softwareentwickler gern einbringen. Die Community würde sich freuen.


    Ich würde mich freuen, wenn Du künftig auf überflüssiges Bashing wie in diesem Satz


    Doch was muss ich feststellen, es ist fast wie bei Oracle RDBMS: Die Listen in verschiedenen Accounts dürfen nicht die gleichen Namen haben, wie bei der Mist Oracle DB

    einfach verzichten würdest.
    Wenn wir von großen Datenbanken reden, also schnell im Petabyte-Bereich sind, dann bleiben nur wenige Systeme zur Auswahl. Systeme, die solche Datenmengen schnell, transaktionssicher und persistent handhaben (Stichwort: ACID) kosten nicht nur sehr viel Geld, sie sind gewiss auch alles andere als Mist. Dabei ist es egal, ob es sich nun ob Oracle oder IBM handelt.



    Mit solchen Aussagen disqualifizierst Du Dich nur selbst. Mich erinnert das sehr an das platte Windows-Bashing (Windoof), das häufig von Leuten verwendet wird, die sich überhaupt nicht auskennen.
    Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen. Ich glaube Dir schon, dass Du Dich auskennst, in diesem Gebiet sicher sogar besser als ich. Das macht die Sache aber nicht besser.


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    ich würde es nicht unbedingt als Bashing bezeichnen, da ich auch eine Reihe anderer Entwickler kenne, die Probleme mit Oracle haben. In Zeiten sprechender Benennungen, auch in DBMS, die maximale Länge auf 30 Zeichen zu beschränken ist schon mehr als nervig. Eine Datenbank die ich unter Oracle anlegen musste, hatte ca. 120 Tabellen inkl. der Referenztabellen für n:m Beziehungen. Was war ich froh, dass LLBLGen Pro hatte und damit die Datenzugriffsschicht generieren konnte. Dank der Möglichkeit einer Übersetzungstabelle, wurden die kryptischen Benennungen der DB in schöne Namen für die Objekte umgewandelt. 8)


    BTW, die Oracle DB musste ich bei Siemens benutzten. Das war im Bereich Rail Highspeed, im Support. Jeder Zug von Siemens meldet min. 1 x am Tag seinen Status, auch wenn notwendig über eine Tröpfchenleitung per Modem, an Siemens. Da kommen täglich auch mehrere Millionen Datensätze zusammen, die ausgewertet werden müssen. Der DB Server (ein einfacher Midi-Tower) stand in einem Nebenraum. Allerdings hatte ich damit nichts zu tun, sollte eigentlich eine Anwendung schreiben, die mehrere große Exel-Tabellen ersetzt, mit denen von dem Moment an, an dem ein Kunde mit einem Auftrag droht, die Personalplanungen für mehrere Jahre hinterlegt werden, von Konstruktion, Herstellung, Inbetriebnahme und Garantiezeit, durchgeführt werden. ;)


    Hm, das mit dem einen Adressbuch für ein Profil ist ja ganz nett und verständlich, aber da ich in einem Profil beliebig viele Accounts anlegen kann, diese ggf. sogar geschäftlich und privat gemischt. Weiterhin werden vom Provider jeweils Adressbücher zur Verfügung gestellt. Wenn ich dann eine E-Mail an eine Person einmal von einem Privataccount und einmal von einem Geschäftsaccount versende, wo wird der Kontakt online gespeichert? In beiden Adressbüchern? Nein, wird er nicht. Ich habe mit TB mit einem Account eine Mail versendet an eine Adresse, die bei Gmail gespeichert ist. Sie ist aber im anderen Account nicht vorhanden. Dies vermeidet zwar Redundanz, aber wenn ich mich über das Webinterface des einen Account mal anmelden muss, habe ich die Adressdaten dort nicht zur Verfügung. Wäre an dieser Stelle Redundanz nicht sinnvoller? ?(



    Nachdenkliche Grüße


    Reiner

  • Hallo,


    ich habe ja nicht so Ahnung von Datenbanken und finde euer Gespräch off topic nicht uninteressant.


    Doch wenn dir, Reiner, hier weiter geholfen werden soll, dann fehlen in meinen Augen die Angaben, wie du überhaupt deine Adressen speicherst. Mapenzi hat ja schon nachgefragt:

    Zitat

    Greifst du auf die lokalen Adressbücher von Thunderbird zu oder auf einen LDAP-Verzeichnisserver?


    Und du selbst nennst ein Addon

    Zitat

    Sync-Add-on für Online-Adressbuch?: gContactSync

    Ist das denn im Einsatz?


    Also erklär dich doch bitte mal, ohne dabei nicht verwendete Datenbanksysteme als Beispiel zu verwenden, sondern benenne genau, was du tust und willst.



    Zitat

    Wäre an dieser Stelle Redundanz nicht sinnvoller?

    Ich denke, das ist "Geschmackssache". Ich persönlich finde die Trennung gut. Würde ich in einem Thunderbirdprofil geschäftliche und private E-Mails verwalte, würde ich mich bedanken, wenn private E-Mailadressen auf dem Server meines Arbeitgebers landen, nur weil ich am Wochenende eine Einladung zur Geburtstagsfeier an nahezu das gesamte private Adressbuch gesendet habe (mal nur so als Szenario).
    Noch interessanter wird es für den Arbeitgeber bei Bewerbungen per E-Mail...



    Und jetzt werde auch ich [off topic]
    Heutzutage hat keiner mehr eine Ahnung davon, wo seine Daten wirklich gespeichert sind; Smartphones werden standardmäßig mit vielen vorinstallierten Apps ausgeliefert, doch es gibt keine vorinstallierte Software, die die Dateien auf den Speichermedien anzeigt. Fragt man einen Ottonormaluser, wo seine Adressbücher auf dem Smartphone gespeichert sind, weiß er es nicht, und wie er ein Backup macht, weiß er auch nicht....
    Das finde ich keine gute Entwicklungsrichtung. Ich bin für klare Regelungen, was wo gespeichert wird und es hindert einen ja dann keiner daran, das klar separierte auf irgend eine Weise (eigene Skripts, AddOns, ...) zusammen zu bringen.


    Grüße, Ulrich

  • [OT]

    Ich bin für klare Regelungen, was wo gespeichert wird und es hindert einen ja dann keiner daran, das klar separierte auf irgend eine Weise (eigene Skripts, AddOns, ...) zusammen zu bringen.

    Ich klicke auf den zum Glück nicht vorhandenen Like-Button!


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