TB konnte nicht zu Ihrem IMAP-Server verbinden

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 45.2.0
    * Betriebssystem + Version: WIN 10
    * Kontenart (POP / IMAP):IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX):Arcor
    * Eingesetzte Antiviren-Software: G Data
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): 48.0
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):Fritz!Box 6490 Cable


    Hallo,
    nach "senden" erscheit die Anzeige :
    " TB konnte nicht zu Ihrem IMAP-Server verbinden. Sie haben eventuell die maximale Anzahl von Verbindungen zu diesem Server überschritten. Falls dies der Fall ist, verwenden Sie den Dialog für erweiterte I..."
    Ich verstehe nicht was da gemeint ist. Kann jemand helfen?
    Im voraus danke.
    Gruß hono

  • Hallo hono,


    darf G-Data ausgehende E-Mails in Echtzeit scannen?
    Wenn ja, dies bitte abschalten und beobachten, ob sich das Verhalten beim Senden verbessert.


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Hallo Feuerdrache,


    danke für den Hinweis. Ich habe die Einstellung vorgenommen und beobachten.


    Gruß
    hono

  • Hallo Hono,


    der Tipp vom Feuerdrachen ist völlig korrekt - der AV-Scanner ist unser Hauptverdächtiger, wenn es Verbindungsprobleme beim Senden und auch beim Empfangen von Mails gibt.
    Dass liegt daran, dass kein AV-Scanner in der Lage ist, die verschlüsselte Verbindung zu den Mailservern aufzubrechen und darin mitzulesen. Das wäre ja auch schlimm, denn wenn es der AV-Scanner könnte, dann könnten diejenigen, wegen denen wir die Verschlüsselung durchführen, dieses ja auch ... .
    Die Hersteller der AV-Scanner wenden deshalb einen üblen Trick an, den wir Man-in-the-Middle-Angriff nennen. Und dabei gibt es eben Probleme - was in gewisser Hinsicht auch Vorteile bringt, um diesen Angriff zu erkennen.


    Die Überwachung der Verbindung zu den Posteingangsservern (POP3 bzw. IMAP) hat für den Nutzer eines Windows-Rechners schon Vorteile - vor allem, wenn dieser zu bequem ist, Mailanhänge (nur darin kann sich Schadcode verbergen!) zuerst abzulösen, dann im Downloadordner zu scannen und erst dann aus diesem Ordner heraus zu scannen. Leider gibt es immer noch Leute, welche dieses missachten. Und dann bietet die Überwachung dieser Verbindung wenigstens einen gewissen Schutz.
    Also lasse diese Überwachung bestehen, wenn damit keine Probleme auftreten.


    Etwas anderes ist es mit dem Scannen der Verbindung zu den Postausgangsservern (SMTP).
    Ich betrachte es als unverantwortlich gegenüber den Mailpartnern, einen Mailanhang zu versenden, wenn dieser nicht vor dem Anhängen an die Mail bewusst mit einem frisch aktualisierten AV-Scanner überprüft wurde! Im Umkehrschluss bedeutet das, wenn du als sicherheitsbewusster Mensch jeden zu versendenden Mailanhang vorher überprüfst, dann kannst du die Überwachung der Verbindung zu den SMTP-Servern mit gutem Gewissen deaktivieren. Denn diese Überwachung schafft mehr Probleme, als sie Nutzen bringt.


    Nun zu deinem eigentlichen Problem:
    Diese Meldung kommt, nachdem der Sendevorgang (per SMTP) durchgeführt wurde. Dieser funktioniert ja in der Regel auch.
    Es tritt also kein Problem mit dem Sendevorgang, sondern ein Problem beim Kopieren der höchstwahrscheinlich erfolgreich gesendeten Mail in den "Gesendet"-Ordner auf! Das hat mit dem eigentlichen Senden nichts zu tun, sondern ist ein plumper nachträglicher Kopiervorgang! Und weil bei einem IMAP-Konto dieser Ordner standardmäßig auf dem IMAP-Server liegt, wird dieser Kopiervorgang auch nicht per SMTP, sondern mit IMAP durchgeführt. Und bei vielen Providern gibt es dabei eben Probleme (das hat etwas mit den zu haltenden IDLE-Verbindungen zu tun, aber das führt jetzt zu weit.)


    Lösungen (unabhängig von der Problematik mit dem AV-Scanner!):

    • Du überlegst dir, ob es dir nicht auch reicht, die gesendeten Mails in den gleichnamigen Ordner in deinen "Lokalen Ordnern" abzulegen. Also, ob du diese Mails wirklich auf dem Server haben "musst". Dann ist es nur ein immer funktionierender lokaler Kopiervorgang.
    • Falls du (warum auch immer ...) die gesendeten Mails auf dem Server haben willst (Nutzung mehrerer Mailclients wäre IMHO die einzige Begründung dafür), dann kannst du den Inhalt des lokalen "Gesendet"-Ordners "ab und an" per Maus oder auch per automatisch arbeitenden Filtern auf den Server schubsen. Das funktioniert normalerweise auch immer problemlos.
    • Falls du die gesendeten Mails aus "Beweisgründen" aufhebst, dann solltest du wissen, dass dieses plumpe Kopieren alles andere als eine echte Sendebestätigung ist! Letztere kannst du aber einrichten, indem du die Option in den Konten-Einstellungen nutzt, und zusätzlich automatisch eine jede von dir gesendete Mail per BCC an eine eigene Mailadresse senden lässt. Wenn diese Mails dann nach ein paar Sekunden wieder bei dir ankommen, hast du die Bestätigung (inclusive einiger wichtiger Einträge im Mailheader!), dass der SMTP-Server deines Providers diese Mail erfolgreich entgegengenommen und weitergeleitet hat. Mehr gibt das uralte Protokoll nicht her - aber das ist viel mehr, als ein plumper Kopiervorgang!


    BTW: Es ist auch "zulässig", sich zum Testen mal ein paar Mails an die eigene Adresse zu schicken. Du musst also nicht abwarten.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!