Nach Win-8.1-Update kommt Timeout beim Senden - Mail kommt dennoch beim Empfänger an

  • Thunderbird-Version: 51.9.1


    Betriebssystem: 8.1
    Kontenart (POP / IMAP): POP


    Postfach-Anbieter (z.B. GMX): webgo24
    Eingesetzte Antiviren-Software: AVIRA Antivirus Pro

    Firewall: ebenfalls AVIRA


    Ich habe kürzlich ein Upgrade vom Betriebssystem 8 auf 8.1 durchgeführt.

    Jetzt habe ich ein ähnliches Problem wie B4 (Anfrage vom 5.7.)

    Ich kann eMails problemlos empfangen. Beim Senden passiert Folgendes (siehe hierzu die screen-shots im Anhang):

    - zuerst "Verbinden mit..."

    - dann "Verbunden mit..."

    - dann "Sende Nachricht xxx" Status "Nachricht wird gesendet .... 99%"

    und dann passiert ziemlich lange nichts mehr. Irgendwann kommt dann die Meldung

    "Senden der Nachricht ist fehlgeschlagen.... - siehe Anhang -

    Die Nachricht wure aber gesendet, denn sie ist beim Empfänger angekommen!!!

    Kann das am neuen Betriebssystem liegen?

    Kann das an der Internetgeschwindigkeit liegen? Zur Zeit ist meine Internetverbindung sehr langsam.

    Schon mal vielen Dank für einen Tip!

  • Ich habe mal ein eigenständiges Thema aus Deinem Problem gemacht, da in Deinem Fall die Mails ja aus Thunderbird heraus immerhin beim Empfänger ankommen.


    Bitte anonymisiere Deinen 3. Screenshot noch (den Benutzernamen) und lade diesen hier nochmal neu hoch oder mache die Angaben gleich mit Text statt Bild ;-)

  • Hier noch die SMTP-Einstellungen:

    ich habe 2 Ausgangsserver, einmal den von webgo24 und einmal den von GMX. Ich verwende als Standard den von GMX (geht aber auch bei webgo24 nicht)

    - Port 465

    - Authentifizierung "Passwort, normal"

    - Verbindungssicherheit "SSL/TSL"

  • Hallo!


    Es könnte sein, dass Thunderbird zum Abschluss des Sendens quasi noch auf eine Bestätigung des SMTP-Servers wartet, welche dann (aus welchen Gründen auch immer) nicht zurück kommt. Daran kann eine sehr langsame Verbindung schuld sein, aber auch der im Datenstrom dazwischen hängende Virenscanner, oder auch andere Dinge.


    Bezüglich der multiplen SMTP-Server muss man sagen, dass in der Regel immer der korrekte SMTP-Server genutzt werden sollte, der zur Absender-Adresse gehört. Wenn Du also mit Deiner GMX-Adresse sendest, dann sollte da auch der GMX-SMTP verwendet werden. Das ist der Fall, wenn den SMTP-Server korrekt in den Konten-Einstellungen zugeordnet hast.

  • Hallo Thunder,

    danke für den Tip.

    Also das mit der Zuordnung vom SMTP-Server habe ich evtl. falsch aufgefasst. Ich habe bei den Konteneinstellung jeweils den zugehörigen SMTP-Server ausgewählt. Beim Menüpunkt "Postausgangs-Server (SMTP)" habe ich GMX als Standardserver gewählt. Dadurch bin ich davon ausgegangen, dass beim Senden immer der Standardserver benutzt wird. Aber offensichtlich wird jener unter der Konteneinstellung verwendet und damit hatte ich es ja unbewußt richtig gemacht.

    Ich vermute sehr stark, dass es an der Übertragungsgeschwindigkeit liegt. Ich habe ja Satelliten-DSL und durch die Win-8.1-Installation mein Daten-Kontigent ausgeschöpft. Als Folge drosseln die die Geschwindigkeit.

    Heute wollte ich einen Anhang mit 4 MB versenden, da kam er bei der Meldung "Senden der Nachricht..." auf 47% und hat dann ebenfalls durch Timeout abgebrochen. Diese Nachricht kam aber nicht an, zumindest hatte ich keine DSN-Rückmeldung erhalten.

    Kann ich den Timeout verlängern und würde das was bringen?

    Habe ich mit dem Anfordern des Übermittlungsstatus DSN eine Kontrolle über das Ankommen der Nachricht?

    Gestern z.B. habe ich 2 eMails mit Anhang versendet, die dann - nach "langer" Zeit - auch korrekt im Gesendet-Ordner abgelegt wurden, jedoch kam hier keine DSN-Rückmeldung bei mir an. Bei anderen eMails aber schon.

    Nochmals vielen Dank für Deine Unterstützung.

    Gruß

  • Aber offensichtlich wird jener unter der Konteneinstellung verwendet

    Wenn Du bei jedem Konto korrekt zugeordnet hast (und dort eben nicht einfach "Standard-Server verwenden" gewählt hast, dann ist das so.


    Den Timeout kann man meiner Erinnerung nach nur begrenzt verlängern (warum auch immer). Allerdings bringt dies vermutlich oftmals nichts, da der Mail-Server (also Dein "Gegenüber") vermutlich auch eine Art Timeout hat. Der Timeout sollte ja auch nur zu ticken beginnen, wenn nichts übertragen wird und sobald wieder ein paar Byte gesendet werden, sollte der Timeout wieder bei Null beginnen. Korrigiert mich, wenn ich irre.


    DSN wird meines Wissens nicht von allen Mail-Servern unterstützt. Was DSN macht, wenn womöglich nur ein Teil der Mail (mit korruptem, fehlendem Anhang) ankommt, kann ich nicht sagen.


    Ich würde mich eher mal wieder auf das eigentliche Problem konzentrieren: Warum ist die Verbindung "gestört"? Deinstalliere Avira mal komplett, starte den PC neu und teste dann eine Zeit lang.

  • Hallo Thunder,

    danke für Deine Tips.

    Ich hatte Dir ja beim letzten Mal geschrieben, dass ich über SAT-DSL arbeite und durch das Überschreiten meines Monats-Datenvolumens gedrosselt wurde. Jetzt muss ich eben warten, bis die Drosselung wieder aufgehoben wird. Das kann aber dauern. Ich melde mich dann wieder.

    Nochmals vielen Dank, dass Du/Ihr so selbstlos helft!!

    LG

  • Betrifft diese Drosselung nicht nur den Download? Dann dürfte sie keine Rolle spielen.

  • dass ich über SAT-DSL arbeite

    Das hatte ich in der Tat inzwischen schon vergessen. Ich habe keine Erfahrung mit Sat-DSL, kann mich nur an die Anfänge der Technik erinnern, wo oftmals die Rede von sehr langen Latenzzeiten bis zur Antwort des Servers war - was ja in gewisser Weise zu Deinem Problem passt.

  • Darauf bezog sich meine Frage. Ich kenne es so, dass nur der Download über Satellit erfolgt, während der Upload über eine normale DSL-Verbindung geht.

    Dann wäre zwar die Downloadrate reduziert, nicht aber der Upload zum SMTP-Server.

  • Dann wäre zwar die Downloadrate reduziert, nicht aber der Upload zum SMTP-Server.

    Naja, aber dennoch wäre es vorstellbar, dass Thunderbird brav den Upload machen kann (die Mails kommen ja scheinbar durchaus an) und dann erhält er aber per SAT einfach zu lange keine Antwort als Bestätigung, dass der Upload komplett/erfolgreich war. Dann kommt die Timeout-Meldung.

  • Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Die Bestätigung ist, wie andere Acknowledgements auch, nur wenige Bytes lang. In TCP wird jedes einzelne Paket auf ähnliche Art bestätigt.


    Wenn selbst diese wenige Bytes in mehreren Sekunden nicht durchkommen würden, dann würde gar nichts mehr gehen.


    Zum Vergleich: Ein altes 24k-Modem konnte schon 3000 Bytes pro Sekunde übertragen. Bei einem für heutige Verhältnisse sehr langsamen 1 MBit DSL wären es 125 000 Bytes pro Sekunde.


    Erklärbar wäre es, wenn die Response-Zeit oder Latency in den Bereich des Timeouts rücken würde. Das hätte in diesem Fall aber gewiss nichts mit der Drosselung der Bandbreite zu tun.

  • Ich finde das toll, wie Ihr Euch da so engagiert, um mir zu helfen.

    Also diese SAT-DSL-Verbindung geht zwar nur über eine Leitung, aber sowohl download als auch upload. Download mit 10MBit/s, upload mit 2MBit/s. Diese sogen. Drosselung wirkt auf beide Richtungen.

    Das Timeout kommt nicht bei jedem Senden. Ich kann zwischendurch durchaus Mails versenden, die ganz normal "durchlaufen", also ohne Fehlermeldung im Gesendet-Ordner abgelegt werden.

    Blöd ist nur, wenn das Timeout kommt. Dann weiß ich nicht, ob die Nachricht ankam oder nicht. Meistens schon, aber in Ausnahmefällen nicht. Hier hilft mir der DSN-Übermittlungsstatus (wenn er übermittelt wird).

    Also langer Rede kurzer Sinn: ich muss jetzt einfach warten, bis die mir die Drosselung wieder wegnehmen, was aber sehr lange dauern kann (bis zu 4 Wochen!!). Erst danach kann ich wieder eine Aussage machen, ob es daran lag.

    Jetzt habe ich noch folgendes gemacht: ich habe meinen alten PC wieder vorgeholt (Windows XP) und diesen an die Internetleitung gehängt. Da habe ich das gleiche Problem. Damit könnte wohl das Betriebssystem ausgeschlossen werden.

    Ich danke nochmals allen, die hier mitgeholfen haben und melde mich sicherlich, wenn ich neue Erkenntnisse gewonnen habe.

    Gott sei Dank bekommen wir nächstes Jahr Glasfaserkabel bis ins Haus. Bis dahin muss ich mich dieser Abzockerei der SAT-DSL-Anbieter beugen.

    Nur ein Beispiel dazu: für 10 EUR kann ich 1 GB ungedrosselt nutzen. 10 GB Monatsvolumen kosten 30,-- EUR. Komme ich darüber, zahle ich bis 30 GB 60,-- € und über 30 GB werde ich gedrosselt. In meinen Augen ist das einfach unverschämt und Ausnutzung der Abhängigkeit.

    Liebe Grüße an alle!

  • Interessehalber habe ich mir gerade Angebote zum Satelliten-DSL angeschaut. In der Kürze habe ich tatsächlich nur Angebote für bidirektionale Übertragungen gefunden. Die alten hybriden Modelle scheint es nicht mehr zu geben.


    Damit erscheint mir eine theoretische Ursache des Problems auch klarer. Womit nicht gesagt ist, dass es tatsächlich mit der Drosselung in Zusammenhang steht. Aber eine mögliche Kausalkette lässt sich nun aufbauen.


    Sat-DLS hat technisch gegenüber dem dem Kabel-DLS einige Nachteile. Einer davon ist der, dass die Bandbreite im Betrieb deutlich mehr schwanken kann, wodurch Latenzen entstehen.

    So kann es zum Beispiel trotz Puffer beim Schauen eines Videos öfter zu kurzen Hängern kommen, obwohl die durchschnittliche Bandbreite mehr als ausreichend ist.

    Einen ähnlichen Effekt beobachten Benutzer von WLAN-Repeatern, wenn der über einen Stick geschaute Film immer wieder mal stockt. Gerade wenn weitere Geräte aktiv sind, kann es zu Hängern kommen obwohl die Bandbreite insgesamt ein Vielfaches der benötigten ist.

    Ursache ist nicht die mangelnde Übertragungsrate sondern die Latenz. Ein WLAN-Repeater kombiniert mit einem Empfänger, der nur einen geringen Puffer hat, führt dann zu solchen Unterbrechungen.


    Die Latenzen beim Sat-DSL entstehen u.a. durch die geringe Kapazität eines Satelliten im Vergleich zu den Internetknoten am Boden. Bei einem Satelliten lassen keine zusätzliche Switches anschließen oder der Puffer vergrößern.

    Will man hier die Kapazität erhöhen, benötigt man einen zusätzlichen Satelliten, was mit ungleich höheren Kosten und Risiken verbunden ist.


    Einhergehend mit der Drosselung hast du vermutlich (im Rahmen des Fair-Use, wie sie es nennen) gegenüber anderen, die noch innerhalb ihres Volumens sind, auch an Priorität verloren. Deine Pakete müssen bei Auslastung länger warten.


    Ich würde hier nicht von Abzocke reden. Das halte ich nicht für gerechtfertigt. Ich wüsste auch nicht, dass die Anbieter übertriebene Gewinnen einfahren würden.

    Die Preise sind ohne Frage im Vergleich zur Landleitung hoch. Die Kosten für die Betreiber sind es jedoch auch. Gleichzeitig ist die Anzahl der Kunde sehr gering und zusätzlich nach oben begrenzt. Der Preis pro Nutzer muss daher zwangsläufig höher ausfallen.

  • Inzwischen ist die Drosselung meiner Internetgeschwindigkeit vorbei und das Senden der eMails funktioniert wieder problemlos.

    Meiner Meinung nach sollte dieser Fehler bei niedrigen Übertragunsraten nicht auftreten. Aber das gehört wohl bald der Vergangenheit an.

    Nochmals Danke für Eure Bemühungen und herzliche Grüße.

  • Entschuldige, diesen Faden hatte ich ganz vergessen.


    Weil mich es mich interessiert hat, ob es noch hybride Angebote gibt oder nicht, habe ich einen der Anbieter kontaktiert und mir bei der Gelegenheit auch deren Fair-Use-Modell erläutern lassen.

    Mir wurde bestätigt, dass die Latenz keine direkte Folge der verminderten Bandbreite ist. Jedoch werden selbstverständlich die Kunden, deren Limit noch nicht überschritten ist, in Bezug auf die technisch nicht vermeidbare "Wartezeit" bevorzugt. Alles andere wäre auch nicht fair.


    Falls du erneut in dieses Problem läufst, könntest du versuchen, den Timeout im Thunderbird zu erhöhen. Es gibt keine Garantie, dass das hilft, denn es wirkt nur in einer Richtung. Die Server der Provider haben ebenfalls einen Timeout und beenden die Verbindung irgendwann von sich aus.