Thunderbird kodiert ungewollt in base64

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    Hallo,


    seit kurzem kodiert mein Thunderbird abgehende Nachrichten manchmal, aber nicht immer, mit base64. Das will ich aber nicht, u. a. deshalb, weil ich oft vor dem Absenden am Quelltext noch etwas ändern will.


    Anders als beim Thema „Suche im Nachrichteninhalt funktioniert nicht mit base64 encodiertem Text (Unicode!)“ teilweise behauptet, geht es nicht um Anhänge (da ist mir schon klar, daß und warum die kodiert werden), sondern wirklich um den Nachrichtentext.


    Und ebenfalls anders als in dem obigen Thema geht es auch nicht um hereinkommende Nachrichten anderer Programme, sondern um die von mir selbst verfaßten Nachrichten.


    Einige Male habe ich es so gemacht, daß ich den kodierten Textteil herauskopiert, ihn mit

    Code
    1. base64 -d Quelldatei > Zieldatei

    dekodiert, ihn anschließend in die Nachricht eingefügt (und natürlich den base64-Teil gelöscht) und zuletzt noch die Zeile

    Content-Transfer-Encoding:

    von base64 auf 8bit geändert habe.


    Das ist 1. ziemlich umständlich und funktioniert 2. nicht immer. Manchmal konnte ich die Nachricht danach absenden, manchmal nicht: Ich mußte sie noch einmal zum Bearbeiten öffnen und erneut in die Warteschlange des Postausgangs einreihen. (Auch die Reparaturfunktion hat nichts gehoften.) Nach dem Absenden merkte ich dann, daß Thunderbird die Nachricht wieder von sich aus und ohne mein Zutun kodiert hatte.


    Wie der Initiator des oben erwähnten Themas bereits feststellte, läßt sich die kodierte Nachricht nicht mehr durchsuchen. Hinzu kommt, daß

    1. sie durch die base64-Kodierung länger wird,
    2. ohne daß (wie etwa bei einer Verschlüsselung) dadurch die Sicherheit erhöht wird,
    3. und sie sich außerdem nicht mehr vor dem Absenden editieren läßt. (Ich verschiebe z. B. die von mir eingefügten CSS-Stilangaben dorthin, wo sie hingehören, nämlich in den HTML-Kopf (zwischen <head> und </head>, und nicht mitten im <body>-Teil, wo Thunderbird sie einfügt.)

    Ich habe keine Erklärung,

    1. warum Thunderbird plötzlich mit diesem Verhalten angefangen hat,
    2. warum es dann nicht immer passiert,
    3. welchen Sinn das Ganze haben soll,
    4. und wie man es wieder abstellt.


    • Könnte es damit zusammenhängen, daß ich ein Rundschreiben an viele Empfänger (mit Bcc) verschickt habe?
    • Könnte es an den Adresßbuch-Einträgen meiner Empfänger liegen? (Ich kenne es nur so, daß man einstellen kann, ob der Empfänger HTML-Nachrichten empfangen kann oder nicht, und ob man ihm verschlüsselte Nachrichten schicken kann. Ist unter den Empfängern auch nur ein einziger, bei dem das nicht der Fall ist, kann man das Rundschreiben nicht verschlüsselt versenden. Aber ich verschlüssele sowieso nicht, da das nicht funktioniert und ich meine eigenen Entwürfe nicht mehr öffnen kann. In einem Fall konnte ich einen langen, mühevoll erstellten Entwurf nur noch mit einem Trick retten, indem ich Thunderbird auf einem anderen Rechner vor der Verbindung mit dem IMAP-Server auf "offline" gestellt und die Nachricht aus dem dortigen Puffer unverschlüsselt kopiert habe.)

      Wonach müßte ich in diesem Fall in den Empfänger-Adreßbuch-Einträgen suchen?


    Schönen Dank für hilfreiche Antworten!

    Feuerrabe

  • Handelt es sich bei den Problem-Mails immer um HTML-Mails?

    Ja, und gerade habe ich wieder eine abgeschickt, bei der es problemlos geklappt hat.


    Mir ist noch eine Idee gekommen:

    In einer der problematischen ist ein Postverweis enthalten. Wenn man den anklickt, öffnet sich ein Nachrichtenfenster mit ausgefüllter Betreffzeile und ziemlich langem Text, Metazeichen vorschriftsmäßig mit %xx maskiert, also z. B. %20 für ein Leerzeichen.


    Könnte es damit zusammenhängen. Denn in der gerade erfolgreich abgeschickten Nachricht war ein solcher Verweis nicht enthalten.


    Gruß

    Feuerrabe

  • Tja, mein 50 Jahre alter Käfer läuft auch noch ... und läuft und läuft und läuft.


    ... hätte ich fast gesagt, wenn ich einen hätte.

  • Ich verstehe den genannten Bug so, dass dann, wenn eine Textdatei als Anhang beigefügt wird, dieser Anhang base64-kodiert wird, obwohl das nicht nötig wäre.

    Diesen Fall kann ich reproduzieren. Der von mir selbst im Verfassenfenster eingegebene Text wird dabei korrekt kodiert. So, wie im Bug beschrieben. Das Problem betrifft also nur den Anhang.


    Feuerrabe , beschreibe genauer, wie du diese E-Mails erstellst und was es damit auf sich hat:

    In einer der problematischen ist ein Postverweis enthalten.

  • Zitat

    Ich verstehe den genannten Bug so, dass dann, wenn eine Textdatei als Anhang beigefügt wird, dieser Anhang base64-kodiert wird, obwohl das nicht nötig wäre.

    Diesen Fall kann ich reproduzieren. Der von mir selbst im Verfassenfenster eingegebene Text wird dabei korrekt kodiert. So, wie im Bug beschrieben. Das Problem betrifft also nur den Anhang.


    Dann paßt er für meinen Fall doch nicht, denn bei mir geht es nicht um Anhänge, sondern um den Nachrichtentext selbst (ohne die Kopfdaten, die natürlich im Klartext erscheinen).



    Zitat

    Feuerrabe , beschreibe genauer, wie du diese E-Mails erstellst und was es damit auf sich hat:


    1. Verfassen-Fenster öffnen, Textkodierung ist standardmäßig (schon immer, seit ich 2010 auf Linux umgestiegen bin) auf UTF-8 eingestellt.
    2. Nachricht schreiben.
    3. Dabei ggf. CSS-Stilangaben (<style type="text/css"> (CSS-Angaben) </style> als HTML einfügen.
    4. Rechtschreibprüfung.
    5. Strg + Umschalt + Enter: Nachricht wird im Postausgang gespeichert
    6. Ggf. Quelltext mit vi bearbeiten, z. B. wie oben beschrieben
    7. Sollte sich dadurch die Länge der Nachricht verändert haben, Ordner im Thunderbird reparieren: Im Kontextmenü des Ordners "Eigenschaften" anklicken, dann Reparieren.
    8. Quelltext und Nachricht nochmals überprüfen.
    9. Datei -> Nachrichten im Postausgang senden

    Der Teil, den ich (möglicherweise) im Verdacht habe, sieht im Quelltext so aus:

    Code
    1. <a href="mailto:Max Empfänger <Max@Moritz.de>?subject=Anmeldung zur Veranstaltung&body=Guten%20Tag,%0a%0aich%20melde%20mich%20für%20folgende%20Veranstaltung%20an:%0abla%20bla%20bla%0a%0aMit%20freundlichen%20Grüßen%0a%0a%0a">Anmeldung</a>

    Dazu habe ich mir ein Skript geschrieben, damit es nicht in Arbeit ausartet, schneller geht und Fehler vermieden werden.


    Bisher wurde aber auch bei solchen Nachrichten niemals der Text mit base64 kodiert.

  • Dann paßt er für meinen Fall doch nicht,

    Deshalb hatte ich den Zusammenhang mit dem Anhang erwähnt. Weil mir der Bug nicht zu passen scheint.


    Deine Vorgehensweise beim Erstellen dieser E-Mails weicht deutlich vom "normalen" Erstellen ab. Da du der einzige zu sein scheinst, bei dem das beschriebene Fehlerbild auftritt, liegt der Verdacht nahe, dass hier die Ursache zu suchen ist.

  • Hallo Feuerrabe ,


    interessenhalber habe ich Deine seltsame Erstellung einer E-Mail einmal nach Deinen Punkten nachvollzogen, allerdings nicht mit vi unter Linux sondern mit Notepad++ unter Windows.

    Wenn man das nun auch schlecht vergleichen kann, habe ich dennoch deutliche Fehler feststellen können.

    Eine mit dem Editor bearbeite Nachricht, in welcher nur der HTML-Code bearbeitet wurde, konnte nicht versendet werden, da offensichtlich eine Differenz zwischen HTML- und Text-Format vorlag.

    Ohne diesen Schritt der Bearbeitung war alles Okay.

    Eine base64 Codierung des Nachrichtentextes habe ich in keiner empfangenen Datei gefunden, nur mein Bild in der Signatur ist mit base64 codiert. Das ist aber schon in der HTML-Datei so.

    Die umgeschriebene Datei war nach den Fehlern aus dem Postausgang verschwunden. Sie liegt im Ordner "Gesendet" und kam allerdings nirgends mehr an. Auch dort, außer in der Signatur, kein base64 Code im Nachrichtentext.

    Eventuell ist ja das nachträgliche Editieren die Ursache.


    Jetzt einmal meine Frage:

    Warum verwendest Du nicht einfach das Add-on "Quicktext"?

    Dort kannst Du Dir sämtliche Vorlagen auch in HTML abspeichern.


    Gruß

    Crashandy

    Einmal editiert, zuletzt von Crashandy ()

  • /*

    Als Anmerkung, die Base64-Kodierung hat nichts mit der Datenbank-Software dBASE zu tun.

    */