Konto einrichten bzw. abrufen und senden von Nachrichten funktioniert nicht bzw. stark eingeschränkt

Am 24.09.2018, werden in der Zeit zwischen 21:00 Uhr und 09:00 Uhr des folgenden Tages Wartungsarbeiten am Server durchgeführt. Daher wird die Webseite in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar sein.
  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    • Thunderbird-Version: 60.0 (32 Bit)
    • Betriebssystem + Version: Windows 10 Pro
    • Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    • Postfach-Anbieter (z.B. GMX): GMX, web.de, Gmail, Outlook, Uni-Adresse
    • Eingesetzte Antiviren-Software: nur Windows Defender
    • Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): Windows Firewall
    • Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen): Easybox 802


    Hallo zusammen!


    Vor ca. einem Monat habe ich mir einen neuen Laptop zugelegt, auf dem Thunderbird installieren wollte. Auf meinem alten Laptop (auch Windows 10 pro) lief Thunderbird bis dahin immer problemlos. Bei der Installation auf dem neuen Laptop traten jedoch von Anfang an Probleme auf: Beim Einrichten der E-Mail-Konten auf Thunderbird kam jedes Mal folgende Nachricht: Konfiguration kann nicht überprüft werden - ist der Benutzername oder das Passwort falsch?


    Ich habe Benutzernamen und Passwort mehrfach überprüft - sie sind korrekt. Unter den manuellen Einstellungen habe ich überprüft, ob Ports, Server und Verschlüsselungen den Empfehlungen von GMX etc. entsprechen - tun sie.


    Naja, die Konten waren dann irgendwann in meinem neuen Thunderbird, aber natürlich ohne Verbindung zum Server (Zeitüberschreitung der Verbindung mit Server...). Als ich den PC das nächste Mal gestartet habe, ging es dann plötzlich. Alles super, dachte ich; allerdings kamen dann einige Stunden später bemerkenswert wenig Mails, weshalb ich sie manuell abgerufen habe und siehe da, schon wieder keine Verdindung zum Server. Und so geht es seitdem die ganze Zeit: Aus unerfindlichen Gründen kommen plötzlich Mails durch, die sich jedoch viel langsamer als gewöhnlich abrufen lassen. In solchen Zeiten kann ich dann von Thunderbird aus auch mal Mails versenden. Ansonsten empfängt und sendet Thunderbird nichts.


    Da ich immer mal wieder den neuen und den alten Laptop laufen habe, auf denen dann auch immer gleichzeitig Thunderbird läuft, und ich dann auf dem alten Laptop immer mal wieder Zeitübeschreitungen und einen verzögerten Mail-Abruf hatte, wenn der neue Laptop an war (obwohl Thunderbird auf dem alten Laptop bis jetzt eigentlich immer problemlos lief), war mein Verdacht, dass sich beide PCs beim Abruf gegenseitig behindern und blockieren könnten. Allerdings erklärt das nicht, warum ich auf dem neuen Laptop dauerhaft Probleme mit Thunderbird habe, während sie auf dem alten Laptop nur auftreten, wenn beide PCs glechzeitig laufen.


    Ich habe dann alles probiert, was man im Internet so findet:



    Geht das restliche Internet noch? Ja.


    Ist nur ein Anbieter betroffen? Nein, alle.


    Sind die Benutzernamen und Passwörter wirklich wirklich wirklich korrekt? Ja.


    Entsprechen Ports, Verschlüsselungen, Server den Empfehlungen der Anbieter? Ja.


    Sind die Häkchen bei E-Mail-Abruf über IMAP zulassen gesestzt? Ja.


    Könnte irgendein Anti-Viren-Programm verantwortlich sein? Ob Avira installiert oder deinstalliert ist, macht keinen Unterschied. Windows Defender probeweise deaktiviert - kein Unterschied. Bei Thunderbird unter Einstellungen ausgeschaltet, dass Mails auf Viren etc. überprüft werden sollen - kein Unterschied.


    Da zwischenzeitlich auch einmal eine Meldung von wegen zu vieler maximal aufrecht erhaltener Serververbindungen kam, habe ich die Anzahl der maixmal möglichen Serververbindungn nach oben und nach unten verändert. Kein Unteschied.


    Da ich den Inhalt meines Profilordners auf meinem alten Laptop in den Profilfordner vom neuen Laptop kopiert hatte (hatte ich bei meinem letzten Rechnerumzug davor auch gemacht, damals gab's keine Probleme), um meine ganzen Einstellungen zu übernehmen, habe ich Thunderbird mit einem neuen Profil gestartet. Kein Unterschied.


    Ich habe eine ältere Version von Thunderbird installiert. Kein Unterschied.


    Habe die neue Version wieder installiert. Kein Unterschied.


    Habe die Konten gelöscht und neu angelegt. Es traten die gleichen Probleme wie schon beim ersten Mal auf.


    Habe mit dem Revo Uninstaller Thunderbird inkl. aller Ordner deinstalliert und gelöscht und danach neu installiert. Gleiches Spiel wie vorher.


    Habe gerade eben noch einen den Uni-VPN probeweise entfernt, da er auf meinem alten Laptop manchmal im WLAN Probleme gemacht hat. Hat, wie zu erwarten, nicht geholfen.



    Langsam fällt mir wirklich nichts mehr ein. Hat hier noch irgendjemand eine Idee, was man noch machen könnte?


    Vielen Dank!

  • Hallo!


    Wie schau es denn mit der "restlichen" Internetverbindung auf dem Laptop in dem Moment aus, wenn Thunderbird quasi keine Verbindung mehr hat? Kannst Du in dem Moment beispielsweise problemlos einen Download mit dem Browser machen?


    Könnten auf dem Router irgendwelche Einstellungen sein, die bestimmte Ports blockieren, drosseln, "forwarden". Gibt es dort Einstellungen, die (intern) IP-abhängig das Gerät "behindern" könnten.

  • Hi, danke für die schnelle Antwort!


    Ja, das restliche Internet funktioniert ganz normal, kann ohne Probleme andere Programme oder Dateien downloaden.


    An den Router-Einstellungen habe ich nie was geändert... Ich habe mich gerade auf die graphische Oberfläche meiner Easybox eingeloggt. Kenne mich da leider nicht wirklich aus, aber soweit ich das hier verstehe, werden weder spezielle Inhalte gefiltert noch sind irgendwelche Ports bestimmten Aufgaben (?) zugewiesen... Worauf müsste ich denn da achten, um so etwas zu erkenenn?

  • Nur der Form halber möchte ich auf folgendes eingehen:

    Bei Thunderbird unter Einstellungen ausgeschaltet, dass Mails auf Viren etc. überprüft werden sollen - kein Unterschied.

    Das Wort "sollen" stimmt hier nicht. Diese Option führt nicht dazu, dass ein Virenscanner prüfen soll, sondern es führt dazu, dass man im Zweifelsfall weniger Probleme hat, wenn ein (vermeintlicher) Schädling gefunden wird. Die Option ermöglicht meinem Verständnis nach im Optimal-Fall nämlich folgendes:


    Notwendige Einstellungen:

    • In Thunderbird ist die oben genannte Option aktiviert.
    • Im Virenscanner ist der Profilordner des Thunderbird von jeglichem Scan ausgeschlossen.
    • Im Virenscanner verzichtet man auf das Scannen der eingehenden E-Mails (der Datenstrom soll also nicht gescannt werden). Das gilt vor allem bei verschlüsselten Verbindungen (SSL und/oder TLS).

    E-Mail mit Virus/Schädling wird empfangen:

    Der Schädling wird im Datenstrom nicht wahrgenommen (weil diese nicht gescannt wird) und wird von Thunderbird zunächst empfangen. Das macht aber zunächst nichts, denn die betroffene E-Mail wird jetzt außerhalb von Thunderbirds Profilordner in einem Temp-Ordner des Systems in eine eigenständige Datei geschrieben/gespeichert. An dieser Stelle kann und darf der Virenscanner diese Datei/E-Mail untersuchen und findet den Schädling. Die E-Mail kann hier problemlos vom Virenscanner gelöscht werden und wird letztlich nicht in die Mbox-Datei im Profilordner gespeichert. Sollte E-Mail unauffällig sein, wird sie von Thunderbird nach dem Temp-Ordner dann final in die Mbox-Datei im Profilordner geschrieben/gespeichert.


    Vorteile der Kombination obiger Einstellungen:

    • Keine notwendige "Man-in-the-middle"-Methode des Virenscanners, der die Verschlüsselung des Datenstrom sonst aufbrechen müsste. Somit hat man auch nicht die suspekten und für die meisten Anwender nervigen und unverständlichen Zertifikat-Meldungen, die letztlich Folge der "Man-in-the-middle"-Methode des Virenscanner sind. Sollten dann trotzdem irgendwann Zertifikat-Meldungen erscheinen, kann man diese wieder bewusster ernst nehmen, was eigentlich wichtig für die Sicherheit ist.
    • Kein Verlust kompletter Mbox-Dateien, die sonst vom Virenscanner beschädigt werden könnten und durch leere neue Mbox-Dateien ersetzt werden würden. Somit in Thunderbird kein überraschender Verlust von kompletten Ordnern als Folge des Virenscanners.
    • E-Mails können dennoch quasi beim Empfang gescannt werden und sollten somit weitgehend sicher sein.
  • Update: Aus lauter Frust wollte ich zumindest vorübergehend auf Outlook umsteigen. Interessanterweise passiert da genau das Gleiche: Die automatische Konfiguration des Postfachs funktioniert nicht und wenn ich das Ganze dann manuell einrichte, kann keine Verbindung hergestellt werden, obwohl alle Angaben stimmen.

    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter...

  • Habe gerade eben noch einen den Uni-VPN probeweise entfernt, da er auf meinem alten Laptop manchmal im WLAN Probleme gemacht hat. Hat, wie zu erwarten, nicht geholfen.

    Ich weiß nicht, wie gut du das überprüft hast. Falls jedoch eine vpn-Verbindung besteht oder sich herzustellen versucht oder falls damit zusammenhängende Proxy-Einstellungen existieren, könnte das dein Problem erklären.

  • Habe gerade eben noch einen den Uni-VPN probeweise entfernt, da er auf meinem alten Laptop manchmal im WLAN Probleme gemacht hat. Hat, wie zu erwarten, nicht geholfen.

    Ich weiß nicht, wie gut du das überprüft hast. Falls jedoch eine vpn-Verbindung besteht oder sich herzustellen versucht oder falls damit zusammenhängende Proxy-Einstellungen existieren, könnte das dein Problem erklären.

    Als "Nicht-Computer-Crack" wahrscheinlich nicht besonders tiefgehend. ;)


    Es handelt sich um eine SSTP-VPN-Verbindung mit Windows als Anbieter (also kein externer VPN-Client), die sich eigentlich nur aufbauen sollte, wenn ich explizit auf "verbinden" klicke. Bislang hatte ich eigentlich auch keinen Grund zur Annahme, dass sich da auch "einfach so" was verbinden könnte. (Die Probleme mit dem WLAN gab's auf dem alten Laptop, wenn sich der VPN-Client eigenständig getrennt, nachdem ich die VPN-Verbindung hergestellt, aber länger nicht genutzt hatte.) Zum Testen hatte ich die VPN-Verbindung einfach unter den entsprechenden Einstellungen bei Windows entfernt und versucht, Mails über Thundebird abzurufen. Hat nicht funktioniert, daher bin ich davon ausgegangen, dass es nichts damit zu tun hat.


    Ich denke, als nächsten Schritt werde ich einfach mal irgendwo in ein anderes WLAN-Netz benutzen. Wenn das Ganze wirklich an meinem Router liegt, dann sollte es doch woanders funktionieren.

  • PS: Jetzt habe ich es just for fun einfach mal umgekehrt probiert und zwar über die besagte VPN-Verbindung und siehe da, plötzlich funktioniert die automatische Konfiguration des E-Mail-Kontos und eine Verbindung zum Server scheint es auch zu geben. Mal sehen, ob das so bleibt.

  • Fürs Port-Verbiegen hätte ich dann noch den Citrix-Client im Angebot, über den ich mich von zu Hause bei der Arbeit einloggen kann (den hatte ich beinahe vergessen).


    Aber falls wirklich die Verbindung zur Uni oder zur Arbeit zu den Problemen im "Normalbetrieb" führen, dann müssten doch eigentlich schon jede Menge Leute vor mir dieses Problem gehabt haben...

  • Ich kann dir bzgl. Microsofts SSTP nicht weiterhelfen. Nach meinem Dafürhalten sollte es keine Ports dauerhaft verbiegen, weil es für den Tunnel ein eigenes Netzwerkinterface mit eigener lokaler IP-Adressen erstellt.


    Wenn die VPN-Verbindung aktiv ist, dann ist dein Rechner Teil eines anderen Netzwerks. (Je nach VPN-Client und Konfiguration kann er auch in beiden Netzwerken sein.)

    Sofern nicht anders konfiguriert erfolgt dein Zugang ins Internet und damit auch die Verbindung zu den Mailservern dann über dieses andere Netzwerk.

    Wenn darüber alles funktioniert, ohne die VPN-Verbindung jedoch nicht, dann weißt du damit, dass die Ursache in der Konfiguration deines eigenen Netzwerks zu suchen ist.

    Wenn ein anderes Gerät im selben WLAN einwandfrei funktioniert, dann würde ich den Router zunächst nicht als Fehlerquelle betrachten, es sei denn, du hast dort Regeln erstellt, die nur den nicht richtig funktionierenden Rechner betreffen. Somit erscheint mir zunächst die Konfiguration des betroffenen Laptops als wahrscheinlichste Fehlerquelle


    Ich würde zunächst die Proxyeinstellungen im Windows kontrollieren. Ein weitere Test wäre der, den Rechner nach dem Beenden der VPN-Verbindung neu zu booten.


    Nachtrag:


    Fürs Port-Verbiegen hätte ich dann noch den Citrix-Client im Angebot,

    Dann hast du gleich noch eine mögliche Fehlerquelle, insbesondere in der Kombination beider.

  • Nach Beenden der VPN-Verbindung und Neustarten des PC funktioniert Thunderbird wie gehabt nicht.


    Die Proxy-Einstellungen bei Microsoft (von mir zumindest nicht bewusst verändert) besagen folgendes:

    Proxy

    Einstellungen automatisch erkennen: ein

    Setupskript verwenden: aus

    Manuelle Proxyeinrichtung

    Proxyserver verwenden: aus


    Alle sonstigen Felder sind grau und leer.

  • Hallo,


    der Citrix-Receiver verbiegt aber keine Ports. Den habe ich bei mir auch drauf zum gleichen Zweck (Einloggen in der Firma von zuhause aus) und keinerlei Auswirkungen auf Firefox, Thunderbird oder sonstige Programme und Verbindungen.


    MfG

    Drachen

  • Tut mit leid. Aus der Ferne kann ich dir nicht weiterhelfen. Dazu müsste ich mir genauer anschauen, wie deine VPN-Clients konfiguriert sind und vielleicht auch mal einen geeignet gefilterten Netzwerk-Trace ziehen, um zu sehen wie der Verbindungsversuch stattfindet. Alles andere wäre ein Rätselraten. Wobei das selbstverständlich u.U. auch zum Ziel führen könnte.


    Die Indizien deuten auf die Netzwerk-Konfiguration im Zusammenhang mit dem VPN.

  • Hm, okay, dann muss ich wohl damit leben. Echt blöd, zumal ich beide VPN-Clients brauche.


    Danke für die ganzen Antworten! Falls sich was Neues ergibt, werde ich berichten. Und falls doch noch jemand andere Ideen hat, bin ich auch aufgeschlossen. ;)

  • Hm, okay, dann muss ich wohl damit leben.

    Ich denke nicht. Ich vermute eher, dass ein Fehler in der Konfiguration vorliegt. Wenn du den findest, wäre das Problem gelöst.