Nach Profilumzug leere IMAP-Ordner

  • Hallo,


    ich habe folgendes Problem:


    Nach dem Umzug meines Thunderbirdprofils mit zwei IMAP-Accounts (E-Mails werden jeweils offline gespeichert) von einem Rechner auf einen anderen (beides Win7, gleiche Thunderbirdversion) mittels Kopieren des enstprechenden Ordnerinhalts (XYZ.default) waren zunächst alle E-Mails vorhanden. Jedoch hatte sich bei einem Account die Ordnerstruktur verändert und die Ordnernamen geändert. Nach dem Neustart von Thunderbird waren dann alle Ordner des betreffenden Accounts verschwunden und die betreffenden Dateien, die die E-Mails enthielten waren durch leere Dateien überschrieben worden. Da der betreffende Account inzwischen nicht mehr auf dem Server besteht kam Neuanlegen und erneut herunterladen nicht in Frage. Das Problem ließ sich schließlich dadurch lösen, dass der komplette Thunderbird-Ordnerinhalt inklusive profiles.ini, Crash Repors, etc. auf den anderen Rechner kopiert wurde.


    Nun soll jedoch der Umzug eines ähnlichen Profils auf ein Linux-System (mit Icedove) erfolgen. Dort trat jedoch wieder das oben beschriebene Problem auf. Leider konnte ich hierfür keine Lösung finden.

    Einmal editiert, zuletzt von mrk ()

  • Hallo mrk,


    die Ursache liegt darin begründet, dass der Offinepeicher für das lokale Bereithalten eben nur eine Art Cache ist und mit dem Konto synchronisiert wird, sobald Du wieder online gehst. Diese Ordner sind also kein dauerhafter Speicher!


    Zum dauerhaften Speichern auf dem Rechner dienen die Lokalen Ordner. Wenn Du die Ordner aus dem Cache noch in einem Zustand von vor der neuen Synchronisation hast, dann kannst Du diese einfach bei beendetem TB aus dem Ordner .../ImapMail nach .../Local Folders kopieren. Systemordner, wie z.B. inbox, solltest Du zuvor umbenennen, um Namensgleichheit zu vermeiden.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    vielen Dank für deine Antwort. Falls sich kein anderer Weg findet, werde ich es so machen.


    Aber dennoch interessiert mich die Ursache des Problems. Weiß jemand darüber mehr? Beim Umzug zwischen gleichartigen Systemen lässt es sich ja 'beheben' und zwar durch kopieren der übrigen Dateien außerhalb des Profilordners (s. o.). Was ich allerdings nicht weiß, ist was in diesem Ordner dafür sorgt, dass es in diesem Fall funktioniert. Dann könnte man sicher das Problem auch in dem anderen Fall auf ähnliche Weise lösen.

  • Hallo mrk,


    bei IMAP ist so, dass die E-Mails zunächst nur auf dem Server des Providers vorliegen. Wenn Du dort E-Mails löschst, von der Du Du keine lokale Kopie hast, dann sind diese E-Mail weg.
    Der Thunderbird bietet u.a. deshalb ein besonderes Konto: die Lokalen Ordner. Dort kannst Du Dir nach eigenem Gusto Ordner anlegen und E-Mails speichern, z.B. Kopien der Mails auf dem Server. Diese sind dann auf der Deiner Festplatte und bleiben auch erhalten, wenn Du diese E-Mails auf dem Server löschst.


    Die Funktion, E-Mails zum Offline-Lesen herunterzuladen, unterscheidet sich davon in einem wichtigen Punkt. Diese E-Mails werden zwar auch lokal heruntergeladen und liegen dann im Profil unter .../ImapMail, aber nur temporär. Sie werden wieder mit dem IMAP-Konto synchronisiert, wenn Du das nächste Mal online gehst. Hast Du in der Zwischenzeit E-Mails auf dem Server gelöscht, z.B. über Smartphone oder den Webclient, dann werden diese nun auch im Offline-Cache gelöscht. Das heißt, die Mailboxen unter .../ImapMail bleiben nur so lange mit dem "alten" Offline-Stand erhalten, bis sich der Thunderbird wieder mit dem betreffenden Konto verbindet. Dann gibt einen neuen Offline-Stand.


    Vermutlich ist das der Grund, weshalb die E-Mails unmittelbar nach dem Kopieren noch da waren, aber nach dem Neustart nicht: Weil der TB beim Neustart synchronisiert hat. Nach Deiner Beschreibung hatte sich bei Dir ja die gesamte Ordnerstruktur geändert.


    Ich weiß nicht, wie sich dieser Cache verhält, wenn das Konto gar nicht mehr existiert. Da in diesem Fall keine Verbindung mit dem Mailserver aufgenommen werden kann, also auch nicht synchronisiert werden kann, würde ich erwarten, dass die Mails im Offline Cache in diesem Fall erhalten bleiben. Das habe ich nicht selbst ausprobiert.


    Das ist soweit eine Theorie. Sie erklärt nicht alles lückenlos, was bei Dir passiert ist. Aber dafür ist Deine Beschreibung auch nicht genau genug. Ganz nebenbei, wenn Du meinen Rat von oben befolgt hättest, dann hättest Du die E-Mails längst auf Deiner Linuxbüchse. Das kostet Dich weniger Zeit als mich diese Antwort ;-)


    Gruß


    Susanne

  • @Susanne,
    Hallo,


    meines Wissens verhalten sich IMAP-Konten, bei denen "Bereithalten von Nachrichten" aktiviert ist, wie POP-Konten. Alle einmal heruntergeladenen Mails befinden sich in der Mbox, egal ob sie auf dem Server gelöscht wurden.
    Sie sind also immer noch solange verfügbar bis komprimiert wird, zumindest in einigen Fällen.Zeichensätze(=Zeichenkodierung)sie sind sind aber schwer zu reaktivieren. Mit RecoverDeletedMessages geht es jedenfalls nicht und auch nicht über X-Mozilla-Status, weil dieser immer noch auf 00001 steht.
    Man müsste die Mail aus der Datei ausschneiden und eine neue daraus machen und in die lokalen Ordner einkopieren.


    Ich habe das gerade getestet und es geht.
    Ob sich die Mails auch im Cache befinden, weiß ich nicht.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

    Einmal editiert, zuletzt von mrb ()

  • Hallo mrb,


    Sie sind also immer noch solange verfügbar bis komprimiert wird

    ja, das stimmt. Man kann die als gelöscht markierte E-Mails auch zurückholen. Das ist aber nicht das Problem von mrk. Er/sie hat die mboxen ja noch in einem Zustand von vor dem Löschen.
    Letztendlich muss man die E-Mails/mboxen aus dem Ordner ImapMails herausholen, sonst werden sie beim nächsten Sync wieder als gelöscht markiert und werden nicht mehr angezeigt.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne und mrb,


    ich hatte mich wohl in einem Punkt geirrt: Die Ordnerstruktur blieb erhalten, lediglich die Ordnernamen haben sich verändert. Nach dem Neustart sind dann jedoch alle Ordner außer dem leeren Posteingang weg.


    Die von Susanne vorgeschlagene Möglichkeit die Mails in einen lokalen Ordner zu verschieben wäre ein ggf. ein akzeptabler Workaround gewesen, um die Mails zu erhalten. Nun bin ich aber großer kein Freund von Workarounds und habe weiter nach einer Lösung für das Problem gesucht und diese auch gefunden.


    Die Lösung, welche ich gefunden habe, nachdem ich herausgefunden habe, dass das Problem immer genau dann auftritt, wenn sich der Pfad in dem die Dateien gespeichert sind ändert (Wenn die Daten in Windows zuvor auf einer anderen Partition (d. h. insbesondere nicht im Standardverzeichnis) lagen, ist dies leider beim Übergang auf ein anderes Betriebssystem unvermeidbar), ist recht einfach umzusetzten: Es gibt im Ordner, der die Profildaten enthält zwei mit einem einfachen Editor lesbaren Dateien, die Pfadeingaben enthalten: panacea.dat und xpti.dat (wahrscheinlich ist nur erstere hier relevant). Diese Pfadangaben muss man dann einfach an die neue Umgebung anpassen (unter Linux beachten, dass "\\" zu "/" geändert werden muss).
    Danach funktioniert alles wie gewohnt und es gehen insbesondere keine E-Mails verloren.



    Viele Grüße


    mrk

  • Hallo mrk,


    ich denke Dir ist gar nicht bewusst, was Du da empfiehlst. Ich habe den Eindruck, dass Du die Lokalen Ordner munter mit den IMAP-Ordner durcheinander bringst.
    Die Ordner, die bei Dir verschwunden sind, waren offenbar gar nicht die offline gespeicherten IMAP-Ordner sondern auf Deiner Festplatte vorhandene lokalen Ordner. Und wenn ich Deine Angaben richtig deute, dann hattest Du sie außerhalb des Profils gespeichert, also wie wir hier sagen, das Profil zerrissen.
    Die Lösung dafür wäre noch simpler gewesen als die oben vorgeschlagene. Sie wäre vor allem in wenigen Minuten erledigt gewesen.


    Nimm es mir nicht übel, aber das hättest Du längst aufklären sollen. Ich komme mir jetzt gerade ziemlich verkaspert vor. Da ich Dir keinen bösen Willen unterstellen will, kann ich es mir nur so erklären, dass Dir der Unterschied überhaupt nicht klar war. Umso mehr wundert mich Dein Lösungsvorschlag, den ich nicht zur Nachahmung empfehlen würde. Ich kann nur jedem, der diesen Faden liest, raten, die Finger von den Konfigurationsdateien zu lassen.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    nein, ich bringe nicht die lokalen Ordner und die IMAP-Ordner durcheinander. Die lokalen Ordner werden von mir überhaupt nicht verwendet (sind mehr oder weniger leer). Es war jedoch dein Vorschlag die IMAP-Ordner (bzw. die darin enthaltenen Mails) in die lokalen Ordner zu verschieben.


    Nein, entschuldige, falls das falsch herüber kam. Aber es war bei mir so, dass sich das gesamte Profil auf meinem Windowssystem auf einer anderen Partition als das Betriebssystem befand (wie es im Übrigen auch auf dieser Website empfohlen wird).
    Prinzipbedingt kann jedoch das Profil auf dem Linuxsystem nicht den gleichen Pfad haben. Und der Wechsel des Profilpfades verursacht (nebenbei bemerkt auch unter Windows) den von mir oben beschriebenen Verlust der offline gespeicherten IMAP-Order/E-Mails.


    Das gezielte Ändern der o. g. Konfigurationsdatei, die neben einigen anderen Einstellungen die Pfade zu den *.msf-Dateien enthält, betrachte ich als relativ unkritisch. Führt man die oben beschriebenen Änderungen nicht (oder nicht richtig) durch und startet Thunderbird, dann passiert nämlich folgendes: Die Zeilen mit den falschen Pfadangaben werden von Thunderbird ignoriert und neue Zeilen mit den richtigen Pfadangaben unten angefügt. Leider gehen dabei nicht nur die Informationen über die Zeichencodierung der Imap-Ordner verloren, sondern die von Thunderbird durchgeführten Änderungen führen auch zur Löschung der die Imap-Ordnder/E-Mails enthaltenden Dateien im Profilverzeichnis (/PROFILORDNER/ImapMail/*/...) beim Beenden des Programms (nach dem ersten Start mit dem umgezogenen Profil).
    Mit der von mir oben beschriebene Modifikation der entsprechenden Datei(en) lässt sich dies jedoch vermeiden. Dass man dabei (wie sowieso auch schon beim Umzug des Profils) immer eine komplette Sicherung seines Profils in der Hinterhand haben sollte, versteht sich von selbst.



    Ich hoffe nun das Missverständnis aufgeklärt zu haben und dass die beschriebene Lösung auch anderen hilft.



    Viele Grüße


    mrk

  • Hallo mrk,


    ich meine es wirklich nicht böse. Ich kann aber jedem, insbesondere ungeübten Thunderbirdanwendern, nur eindringlich empfehlen, nicht in den Konfigurationsdateien herumzuwurschteln!
    Schaut besser in der Dokumentation hier im Forum nach, wie der Thunderbird und sein Profil funktionieren und wie man ein Profil auf einen anderen Rechner umzieht.
    Das ist in den Anleitungen gut beschrieben und kommt ohne "Hacks" aus, deren Folgen man oftmals nicht abschätzen kann.


    Aber es war bei mir so, dass sich das gesamte Profil auf meinem Windowssystem auf einer anderen Partition als das Betriebssystem befand (wie es im Übrigen auch auf dieser Website empfohlen wird).
    Prinzipbedingt kann jedoch das Profil auf dem Linuxsystem nicht den gleichen Pfad haben

    Das ist so nicht ganz korrekt. Wenn man wirklich das gesamte Profil auf eine andere Partition auslagert, dann kann man es (mit Ausnahme einiger weniger Add-Ons) sogar als gemeinsames Profil von beiden Betriebssystemen aus nutzen. Die Pfadangaben innerhalb des Profiles sind nämlich relativ bzw. werden vom TB automatisch beim Start des Profils angepasst, sofern man diese zuvor nicht selbst manuell verbogen hatte.


    Man kann also, ohne auch nur eine einzige Datei von Hand editieren zu müssen, ein Profil z.B. auf ein share legen und es vom mehreren Betriebssystemen aus nutzen. Man kann auch ein komplettes Profile von einem Windows-Rechner auf einen Linux- oder Mac-Rechner kopieren. Dazu muss man dieses Profile nach dem Kopieren lediglich mit dem Profile-Manager einmalig auswählen und einbinden. Der Benutzer selbst muss keinen einzigen Pfad anpassen.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo,

    Man kann auch ein komplettes Profile von einem Windows-Rechner auf einen Linux- oder Mac-Rechner kopieren. Dazu muss man dieses Profile nach dem Kopieren lediglich mit dem Profile-Manager einmalig auswählen und einbinden. Der Benutzer selbst muss keinen einzigen Pfad anpassen.

    Ich kann Susannes Beiträgen nur zustimmen.
    Die einfachste und sicherste Methode des Profilumzugs ist immer noch das Übertragen (Kopieren) des Profilordners von der alten in die neue Installation und das anschließende Einbinden über den Profile-Manager.
    Wenn das alte Profil im Standardverzeichnis (\Thunderbird\Profiles\) angelegt wurde und von dort nicht - auch nur teilweise - ausgelagert worden ist, kann man sogar den kompletten Datenordner "Thunderbird" kopieren/einsetzen und sich den Profile-Manager sparen (so wie mrk es letztendlich auch beim Umzug von dem einen auf einen anderen PC unter Win7 praktiziert hat).
    Das funktioniert auch OS-übergreifend (aus Neugierde selber getestet in beiden Richtungen zwischen meinem Mac und dem PC einer Freundin), da Thunderbird bei der Verwendung der Pfade zu den Konten dem relativen Pfad den Vorzug gibt vor dem absoluten.


    Desgleichen kann ich dem Normal-Anwender nur davon abraten, das hier diskutierte Problem durch das Ändern der Pfade in der panacea.dat-Datei zu beheben.
    Ich habe auch bislang nirgendwo eine Empfehlung oder Beschreibung in diesem Sinne gefunden.
    mrk scheint aber nicht der Erste zu sein, der es versucht hat:
    in "Migrating Thunderbird profiles - a story in three acts" https://fgiesen.wordpress.com/…es-a-story-in-three-acts/ (Act III Absatz 8 ) beschreibt ein Benutzer ein ähnliches Unterfangen.
    Dann doch lieber - nach vorheriger Sicherung - in der prefs.js-Datei (oder im Konfig-Editor) die "mail.root.xxxxx" Pfade bereinigen!
    Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht noch der Bug 883645 "Use relative path in panacea.dat"


    Gruß,


    Mapenzi

  • Hallo,


    Schaut besser in der Dokumentation hier im Forum nach, wie der Thunderbird und sein Profil funktionieren und wie man ein Profil auf einen anderen Rechner umzieht.Das ist in den Anleitungen gut beschrieben und kommt ohne "Hacks" aus, deren Folgen man oftmals nicht abschätzen kann.

    Das ist grundsätzlich korrekt. Das Standardprozedere funktioniert in diesem Fall (nicht mehr auf dem Server vorhandener IMAP-Account mit dem Synchronisiert werden könnte) aber leider nicht.


    SusiTux schrieb:

    Das ist so nicht ganz korrekt. Wenn man wirklich das gesamte Profil auf eine andere Partition auslagert, dann kann man es (mit Ausnahme einiger weniger Add-Ons) sogar als gemeinsames Profil von beiden Betriebssystemen aus nutzen. Die Pfadangaben innerhalb des Profiles sind nämlich relativ bzw. werden vom TB automatisch beim Start des Profils angepasst, sofern man diese zuvor nicht selbst manuell verbogen hatte.

    Das ist so auch nicht ganz korrekt. Die Pfadangaben sind nämlich absolut in bestimmten Konfigurationsdateien (wie bspw. panacea.dat) gespeichert (lediglich in prefs.js gibt es auch noch relative Pfadangaben). Das kann man u. a. auch der Diskussion zu Bug 883645 auf die Mapenzi verweist entnehmen. Relative Pfade sind ja zudem auch nur möglich, wenn sich die Daten unterhalb des Ortes befinden, wo sie normalerweise standardmäßig gespeichert sind. Das kann aber bei Verwendung zweier verschiedener Betriebssysteme (nebeneinander) niemals der Fall sein (wenn man mal von der evtl. möglichen Verwendung von Verlinkungen o. ä. absieht).
    Es ist richtig, dass Thunderbird automatisch die richtigen Pfade in die Datei schreibt. Aber das führt in diesem Fall eben zum Datenverlust. Im Übrigen werden die richtigen Pfade auch (zumindest im Falle der panacea.dat) nicht durch Ersetzen der alten Angaben, sondern durch Anhängen von neuen Zeilen, die die korrekten Pfade enthalten, in die Datei geschrieben. Ich vermute mal (aber weiß es nicht, da nicht getestet), dass bei der abwechselnden Verwendung eines Profils in zwei verschiedenen Betriebssystemen diese Datei dann jeweils gültige Einträge für jedes der beiden Systeme enthält und die jeweils nicht passenden von Thunderbird ignoriert werden.


    Desgleichen kann ich dem Normal-Anwender nur davon abraten, das hier diskutierte Problem durch das Ändern der Pfade in der panacea.dat-Datei zu beheben.Ich habe auch bislang nirgendwo eine Empfehlung oder Beschreibung in diesem Sinne gefunden.
    mrk scheint aber nicht der Erste zu sein, der es versucht hat:
    in "Migrating Thunderbird profiles - a story in three acts" https://fgiesen.wordpress.com/…es-a-story-in-three-acts/ (Act III Absatz 8 ) beschreibt ein Benutzer ein ähnliches Unterfangen.
    Dann doch lieber - nach vorheriger Sicherung - in der prefs.js-Datei (oder im Konfig-Editor) die "mail.root.xxxxx" Pfade bereinigen!
    Interessant in diesem Zusammenhang ist vielleicht noch der Bug 883645 "Use relative path in panacea.dat"

    Die vorgeschlagenen Modifikationen der prefs.js verhindern in diesem Fall leider auch nicht den oben erläuterten Datenverlust.


    Abschließend kann ich nur sagen, dass das Einzige, was bei mir geholfen hat, die oben beschriebene Modifikation der panacea.dat-Datei war. Damit hat sich das Ganze für mich persönlich auch erledigt.

  • Es ist richtig, dass Thunderbird automatisch die richtigen Pfade in die Datei schreibt. Aber das führt in diesem Fall eben zum Datenverlust.

    Aus deinen Beiträgen konnte ich leider nicht entnehmen, ob - ohne vorherige Sicherung - ein reeller Datenverlust eingetreten wäre.
    Die Ordner des IMAP-Kontos wurden nach dem Neustart nicht mehr angezeigt, aber waren die entsprechenden Mbox-Dateien im Ordner "imap*****" im Profil auch verschwunden?

    Abschließend kann ich nur sagen, dass das Einzige, was bei mir geholfen hat, die oben beschriebene Modifikation der panacea.dat-Datei war.

    Ich gestehe dir gerne zu, dass du dich geschickt aus der Affäre gezogen hast ;)
    Das ist nur möglich, wenn man sich vorher schon ausgiebig mit Thunderbird-Profilen beschäftigt hat.
    Du kannst aber nicht sagen, dass diese Methode die einzige war, die dir geholfen hat.
    Das von Susanne vorgeschlagene Herausholen der E-Mails/mboxen aus dem Ordner ImapMails oder deren Kopieren nach .../Local Folders war dir einfach zu schnöde und deinen Fähigkeiten nicht würdig.


    am 27.04.2015:
    Aber dennoch interessiert mich die Ursache des Problems. Weiß jemand darüber mehr?

    Auch mich interessiert der dem Problem zugrunde liegende Mechanismus.
    Da für dich die Diskussion offenbar abgeschlossen ist, appelliere ich an die Tenöre des IMAP-Protokolls in diesem Forum, damit sie mich erleuchten ;):

  • Hallo mrk,


    ich sehe schon, Du hast es nach wie vor nicht verstanden. Du rätst Anwendern zu Maßnahmen, die fürchterlich in die Hose gehen können. Und das völlig unnötigerweise, weil man das alles auf sicherem Wege und mit weniger Aufwand erreichen kann.

    Relative Pfade sind ja zudem auch nur möglich, wenn sich die Daten unterhalb des Ortes befinden, wo sie normalerweise standardmäßig gespeichert sind.

    Das stimmt nicht. Siehe z.B. im angesprochenen Bug.

    Das kann aber bei Verwendung zweier verschiedener Betriebssysteme (nebeneinander) niemals der Fall sein (wenn man mal von der evtl. möglichen Verwendung von Verlinkungen o. ä. absieht)

    Dazu nur nochmals die Anmerkung, dass man ohne Probleme ein gemeinsames Profil z.B. auf einem NAS oder im Dual-Boot von verschiedenen Betriebssystemen auf einem Rechner betreiben kann.


    Die Mailboxen liegen standardmäßig immer unterhalb des Profils. Nicht ohne Grund raten wir hier stets davon ab, das Profil zu zerteilen. Wer es dennoch macht und die Pfade auf die Nachrichtenspeicher oder die Lokalen Ordner verbiegt, sollte wissen was er tut. Übrigens lassen sich diese Pfade auf die gleiche Art und Weise, in der man sie zuvor bewusst verändert hat, auch wieder über die Konteneinstellungen des TB anpassen.


    Ferner möchte ich noch anmerken, dass es beim Kopieren überhaupt nicht zu einem Datenverlust kommt und auch bei Dir nicht gekommen ist. Selbst wenn man sein Profil zerrissen hat, können die Pfade über die Einstellungen des TB wieder angepasst werden und sämtliche E-Mails sind da.
    Wie oben beschrieben, können E-Mails aus dem Cache verloren gehen, wenn diese inzwischen auf dem Server vorhanden sind und man synchronisiert. Aber das ist ein ganz anderes Thema und fällt eher in die Rubrik "selbst schuld". Wenn man einen Cache als Backup benutzt gilt ebenso wie beim Verbiegen der Pfade und Zerteilen des Profils: Man sollte sich vorher informieren, welche Konsequenzen so etwas hat.


    Mapenzi :


    Nette Geschichte, die Du da gefunden hast. Sie passt auch hier recht gut, auch wenn da mehr zusammenkam und ich den Frust des Autors ganz gut verstehen kann.
    Trotzdem, einige Passagen sind schon "lustig": :mrgreen:


    Zitat


    I picked the latter option, because the Thunderbird profile is spread across multiple directories (…why?!?)

    oder

    Zitat


    to realize that I wasn’t sure about the password anymore [...] I did have it written down on a post-it in my office [...] so I asked around whether we had the passwords written down somewhere ...


    Gruß


    Susanne

  • Die Ordner des IMAP-Kontos wurden nach dem Neustart nicht mehr angezeigt, aber waren die entsprechenden Mbox-Dateien im Ordner "imap*****" im Profil auch verschwunden?

    Ja, wenn man Thunderbird nach dem ersten Start beendet werden die entsprechenden Dateien gelöscht (bzw. durch neue leere Dateien überschrieben).


    Du kannst aber nicht sagen, dass diese Methode die einzige war, die dir geholfen hat.
    Das von Susanne vorgeschlagene Herausholen der E-Mails/mboxen aus dem Ordner ImapMails oder deren Kopieren nach .../Local Folders war dir einfach zu schnöde und deinen Fähigkeiten nicht würdig.

    Es war die einzige Methode, die das Problem selbst gelöst hat. Susannes Vorschlag hätte es nur umgangen (trotzdem Danke für den Tipp).
    Der Grund, warum ich den anderen Weg gegangen bin, war aber unter anderem der, dass ich nicht auf meine gewohnte Struktur in Thunderbird verzichten wollte. Und du hast recht, mich hatte auch der Ehrgeiz gepackt, dass die Sache doch irgendwie auch zu lösen sein musste. ;-)


    Da für dich die Diskussion offenbar abgeschlossen ist, appelliere ich an die Tenöre des IMAP-Protokolls in diesem Forum, damit sie mich erleuchten ;):

    Das würde mich allerdings auch noch interessieren.
    Ggf. wäre es vielleicht auch wert, die Sache als Bug an die Entwickler zu melden.