"Log-in" während Sendens verlangt - ist mail tatsächlich rausgegangen?

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 45.1.1
    * Betriebssystem + Version: Windows 7
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX):
    * Eingesetzte Antiviren-Software: Avira
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):?
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):


    Hallo,
    ein klasse Forum, schön, dass es dies gibt!
    Habe die Suche bemüht, aber zu meiner Frage nichts gefunden, daher bitte ich so um Tipps.


    Als ich neulich eine mail mit großem Anhang verschicken wollte (insg. rd. 10MB, wie sich später zeigte), poppte im Thunderbird ein rot unterlegtes Fenster auf, das ein "Log-In" wünschte und fragte, ob ich nochmal versuchen möchte?
    Reflexhaft drückte ich auf "Bestätigen"(?), weil die Meldung während des Sendevorgangs kam.


    Nun scheint diese mail mehrmals rausgegangen. Die Message-ID der Quelltexte sind identisch, die mails sind quasi eineiige Mehrlinge. Die Anhänge sind in die mail eingebunden, obwohl ich das nicht wollte und zusätzlich als Dateien angefügt.
    Da scheint einiges schiefgelaufen zu sein.


    Fragen:
    was ist diese "Log-In"-Meldung?
    Wieso ist die mail mehrmals rausgegangen?
    Bedeutet deren Vorhandensein im "Gesendet"-Ordner, dass sie tatsächlich verschickt worden ist?


    Und last but not least: wie kann ich verhindern, dass die Anhänge doppelt gemopplet werden?

    4 Mal editiert, zuletzt von woodstock ()

  • Hallo woodstock,


    willkommen im Thunderbird-Forum.


    Auch wenn wir in einer zunehmend hektischer werdenden Zeit leben, ist die gute, alte, bewährte Tugend der Geduld noch immer gefragt. Nicht jeder ist in diesem Forum immer präsent, auch nicht immer die Leute, die bei einem (in diesem Fall Deinem) drängenden Problem sofort und unmittelbar helfen können. In diesem Sinne ...


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Feuerdrache : Den sanften Tadel vernahm ich wohl. Und bitte um Pardon.
    Habe mittlerweile zumindest im Forum herausbekommen, dass ein Vorhandensein einer mail im "Gesendet"-Ordner kein Beweis ist, dass sie wirklich versendet worden ist...


    Die anderen Fragen sind nach wie vor gültig.

  • Hallo woodstock, und willkommen im Forum!

    ein klasse Forum, schön, dass es dies gibt!

    Über ein derartiges Lob freuen wir uns sehr!
    Allerdings lassen wir uns sehr ungern "drängeln", denn wir machen das hier freiwillig, unbezahlt und in unserer Freizeit.


    Normalerweise erfolgt sowohl für das erstmalige Senden einer Mail, als auch für das erste Empfangen jeweils eine einzige Abfrage des PW. Im Unterschied zu diversen anderen Mailprogrammen wird das dabei eingegebene Passwort gleichzeitig geprüft und auch gespeichert.


    Eine weitere Abfrage kommt selbstverständlich immer, wenn du regelmäßig mit dem Provider ein neues Konto-Passwort vereinbarst. Ansonsten ist dieses Verhalten untypisch und deutet auf ein wie auch immer geartetes Problem hin.
    Eine Möglichkeit dafür wäre, wenn infolge des Monsteranhanges (*) und weil dein AV-Scanner die Verbindung zum SMTP-Server überwachen darf diese Verbindung in ein timeout läuft.


    (*) Der Maildienst wurde niemals dafür entwickelt, um große Anhänge zu übertragen! Dafür gab (z. Bsp. ftp) und gibt es heute moderne Protokolle (z. Bsp. WebDAV), mit denen man beliebig große Anhänge übertragen kann. Und du sollt auch wissen, dass die 3 Mailprotokolle nur reine ASCII-Zeichen übertragen können. Und da wurden Krückenlösungen entwickelt, mit deren Hilfe binäre Dateien oder auch Dateien mit Umlauten, Sonderzeichen etc. nach ASCII konvertiert werden. Ergebnis dessen: die zu übertragende Datei wird bei der Übertragung und der Speicherung innerhalb der E-Mail um ca. 1/3 aufgebläht. Also nichts mit 10MB, eher mindestens mehr als 13MB!
    Ich betrachte das Senden von Anhängen mit ~3MB als die zumutbare Grenze.


    Und falls aktiviert, schalte diese sinnfreie Überwachung der Verbindung zum SMTP-Server (gerne werbewirksam "Mailschutz" genannt) ab. Wenn du nicht durch das bewusste Scannen mit einem frisch aktualisierten AV-Scanner vor dem Anhängen eines Mailanhänges an eine Mail die Freiheit von Schadcode prüfst, dann handelst du gegenüber deinen Mailpartnern fahrlässig. Und wenn du diese Prüfung (wie ich mal hoffe ...) durchführst, dann kannst du dir die problembehaftete Überwachung dieser Verbindung sparen.


    Dass dieses plumpe Kopieren einer vornehmlich gesendeten Mail in den Gesendet-Ordner alles andere als eine Sendebestätigung ist, weißt du ja inzwischen.
    Die einzige "ultimative Sendebestätigung" bekommst du, indem du deine Mails per BCC auch an eine deiner Adressen sendest. Wenn diese Mail nach ein paar Sekunden wieder bei dir ankommt, dann weißt du, dass der SMTP-Server deines eigenen Providers diese Mail erfolgreich angenommen und weitergeleitet hat. Mehr als dieses gibt das uralte Protokoll SMTP nicht her.


    OK?



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Danke, Peter.


    Wenn ich deine Antwort richtig verstehe, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass besagte mail, da sie in ein "time-out" geraten ist, nicht korrekt versendet worden ist, richtig?


    "Monsteranhang" - jetzt fühle ich mich schlecht, denn, wenn diese mail verschickt wurde, ist sie sogar xmal rausgegangen, hat ein Postfach zugemüllt...


    Dein Tipp für die Nachvollziehbarkeit ist super!


    PS: wo finde ich heraus, ob die Verbindung zum SMTP-Server überwacht wird?

    Einmal editiert, zuletzt von woodstock ()

  • PS: wo finde ich heraus, ob die Verbindung zum SMTP-Server überwacht wird?

    In den Einstellungen deines AV-Programms.
    Einfach die dortigen Einstellungen schrittweise durchgehen. Und der Name des Herstellers ist auch nicht automatisch das Programm selbst - da gibt es große Unterschiede zum Bsp. zwischen der Bezahl- und der Kostnixversion. Meines Wissens gibt es in der Kostnix-Version den "Mailschutz" nicht. Aber es ist Jahre her, dass ich mal einen Windowsrechner hatte.


    Ob eine bestimmte Mail überhaupt und dann auch noch korrekt (bitgenaue Übertragung) gesendet wurde, kannst du als Absender einfach nicht feststellen. Das Vorhandensein einer gesendeten (??) Mail im SENT-Ordner ist nur ein Indiz, aber kein Beweis für korrektes Senden. (Kurioserweise kommten trotzdem alle gesendeten Mails korrekt an, es sei denn, es kommt eine Fehlermeldung. Aber verlassen solltest du dich darauf niemals!)


    Du kannst lediglich nachweisen, dass der SMTP-Server des eigenen Providers eine von dir gesendete Mail korrekt erhalten und weitergeleitet hat. Wie du das machst, habe ich beschrieben. Ob sie die gewünschten Empfänger auch erhalten, ist auch durch dich nicht erkennbar.


    Du solltest dich auch keinesfalls auf die so genannte Empfangsbestätigung verlassen. Von mir (und vielen anderen, die sich nicht gängeln lassen wollen) wirst du nie eine bekommen.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Du solltest dich auch keinesfalls auf die so genannte Empfangsbestätigung verlassen. Von mir (und vielen anderen, die sich nicht gängeln lassen wollen) wirst du nie eine bekommen.

    Das habe ich herausgefunden: kurioserweise schicken manchmal Leute, die nicht auf solche Fragen antworten, eben diese. ;-)


    Danke für deine Antworten. Sie haben mir weitergeholfen.