Import von maildir

  • Ne, aber ich musste trotzdem jeden einzelnen Ordner (am Ende über 80 Stück) aus dem Backup über den Automator erst umbenennen und dann exportieren - Aufwand ungefähr 5 Stunden....

  • Ich verstehe, das Problem war zuvorderst nicht die große Zahl der Nachrichten, sondern die der zahlreichen Ordner ;)

  • Sie sind übrigens nicht nur auf der Platte, denn nach dem Import konnte ich direkt vom iphone über Mail darauf zugreifen.

    Das kann allerdings nicht sein, jedenfalls nicht aufgrund der Prozedur von Mapenzi. Wenn du die Mails nicht hochgeladen hast, dann


    - waren sie auf dem Server nie gelöscht oder

    - dein Provider hat sie doch aus dem Backup wieder hergestellt oder

    - sie liegen auf dem iPhone nur lokal vor (POP-Konto?), was auch das plötzliche Fehlen erklären würde.


    Von allein kommen Mails jedenfalls nicht auf den Server.

  • Die entscheidende Frage ist, auf welchem Weg würden die *.eml in Thunderbird wieder hinein "gebracht"?

    Das dürfte eigentlich nicht über das Dateisystem des Systems funktioniert haben, da dann bei der IMAP-Synchronisation gleich wieder alles hätte verschwinden müssen.

    Meine Idee wäre, dass man die *.eml also ordentlich in Thunderbird importieren bzw. über die Programm-Benutzeroberfläche hinein kopieren muss, damit diese dann auch auf den IMAP-Server wieder hochgeladen werden.


    Wie würde es denn gemacht?

  • Die entscheidende Frage ist, auf welchem Weg würden die *.eml in Thunderbird wieder hinein "gebracht"?

    Du hast recht. Ich bin davon ausgegangen, dass sie in einen lokalen Ordner kopiert wurden, weil das Hochladen ja angeblich bei größeren Mengen Probleme bereitet.


    Wenn man sie direkt in einen Imap-Ordner zieht oder importiert, dann landen sie auf dem Server. Dass sie hochgeladen wurden, dafür sprechen die 5 Stunden. Das hatte ich vorhin gar nicht gesehen.


    Das hieße dann aber möglicherweise, dass man das hier bereits öfter geschilderte Problem, dass nämlich der Thunderbird beim Hochladen größerer Menge schon mal ab- oder unterbricht, umgehen könnte, indem man eml importiert.

  • Dass sie hochgeladen wurden, dafür sprechen die 5 Stunden. Das hatte ich vorhin gar nicht gesehen.

    So wie ich havanna verstanden habe, hat nicht das Hochladen (per drag&drop vermutlich, so wie ich es vorgeschlagen hatte) der über zehntausend .eml Dateien fünf Stunden gedauert, sondern das Umbenennen der maildir Dateien aus 80 verschiedenen Ordnern.

    Ìch habe eben nochmal versuchsweise maildir Dateien in .eml umbenannt und mit der Maus in einen IMAP-Posteingang gezogen. Das Importieren von .eml Dateien per drag&drop geht ruck-zuck, das ist mir auch schon früher aufgefallen.


    Und wenn havanna du .eml Dateien in von ihm erstellte Ordner des IMAP-Kontos verschoben hat, dann werden sie auch automatisch auf seinem iPhone angezeigt.

  • Ich habe es ganz sachte und vorsichtig gemacht: immer nur einen Ordner, alle darin enthaltenen Dokumente in .eml umgewandelt, dann per drap&drop in den entsprechenden Ordner bei TB verschoben. Die lange Zeit erklärt sich also aus den einzelnen Schritten und dazwischen immer warten, bis alle Mails des jeweiligen Ordners übertragen wurden. Hieß also auch mal 10 min Wartezeit dazwischen, bis die Mails übertragen waren. So bald das fertig war, kam der nächste Ordner dran, etc.

  • Hieß also auch mal 10 min Wartezeit dazwischen, bis die Mails übertragen waren.

    Ich vermute, dass hier die Qualität des Internetzugangs eine Rolle spielt.

  • Auf jeden Fall - ist hier mit realen 200MBit/s bzw. 20MBit Upload ganz in Ordnung

  • Also, es war nicht meine Absicht, Verwirrung zu stiften. Mein Fehler war der, wie selbstverständlich davon auszugehen, dass der Import in den Lokalen Ordner erfolgt.

    Ich vermute, dass hier die Qualität des Internetzugangs eine Rolle spielt.

    Selbstverständlich spielt die eine Rolle. Wenn man von IMAP zu IMAP kopiert, dann sogar doppelt, weil es Down- und Upload gibt. Das kopieren der Platte hat somit einen Vorteil.


    20MBit Upload

    Bei 20 Gigabyte = 160 Gigabit macht das unter Vollauslastung rein rechnerisch schon 8000 Sekunden, also rund 2 und eine Viertelstunde. In der Praxis dürften es eher > 3 Stunden gewesen sein.

    Ich habe es ganz sachte und vorsichtig gemacht

    Das war gut so, weil es oftmals schon bei deutlich kleineren Datenmengen zu Problemen kommen kann.

    Ich habe erst vor wenigen Monaten vor einer ähnlichen Ausgabe gestanden. Teilumzug auf eigenen Mailserver. Da ich hier im Forum gelesen hatte, dass das mit dem Thunderbird nicht immer klappt, habe ich das erst gar nicht probiert. Ich habe es mit Outlook und ImapSync erledigt. Mailstore Home kann das laut Beschreibung ebenfalls zuverlässig.


    Immerhin bist du jetzt ein Positivbeispiel mit gleich 20 Gig. Allerdings halt mit einer sehr ordentlichen Leitung und von Platte, nicht Server zu Server.

  • dann per drap&drop in den entsprechenden Ordner bei TB verschoben.

    Also quasi aus dem Dateisystem in Thunderbirds Programmfenster hinein gezogen (und somit quasi importiert). Das ist der entscheidende Punkt, damit die Daten dann auch tatsächlich von Thunderbird auch auf den IMAP-Server "hochgeladen" werden. Das mag Euch banal und selbstverständlich erscheinen, aber es ist wichtig, dieses vom Kopieren pur innerhalb des Dateisystems aus dem Backup heraus "einfach nur" in Thunderbirds Profilordner zu unterscheiden, was letztlich nicht funktionieren würde.

  • Was mich nun interessieren würde: Welche Zeitstempel haben die neu importierten Mails denn letztendlich? Sind es die Zeiten des ursprünglichen Versands / Empfangs, oder die Zeit des Imports?

  • Genau da liegt der Hase im Pfeffer - die Zeiten der originalen Mails aus dem Backup verschwinden leider und es wird nur noch die Zeit des Imports angezeigt

  • Welche Zeitstempel haben die neu importierten Mails denn letztendlich?

    Sie behalten den originalen Zeitstempel.

    In meinem Beispiel werden links die Kopfzeilen der als .eml in einen IMAP Posteingang importierten maldir Datei angezeigt und rechts die Kopfzeilen der originalen maildir Datei (INBOX-Datei und maildir Datei jeweils in einem Text-Editor geöffnet):



  • Ich habe jetzt mal mehrere Wege des Imports von Thunderbirds eigenen Maildir-Dateien ausprobiert. Für jede der Varianten habe ich zuerst in Thunderbird einen Ordner entsprechend der folgenden Varianten angelegt:


    1.) Im lokalen Konto den Ordner angelegt; dann im Dateisystem die Maildir-Dateien (auch ohne *.eml-Endung) in den Ordner kopiert. Danach in Thunderbird über die Ordner-Eigenschaften den Ordner repariert und "simsalabim", die Mails erscheinen alle ordentlich in dem Ordner und der Zeitstempel stimmt sowohl bei "Datum" als auch bei "Emfpangen".


    2.) Im lokalen Konto den Ordner angelegt; dann per Drag&Drop aus dem Dateisystem die Maildir-Dateien ohne *.eml-Endung in Thunderbirds Programm-Fenster in den Ordner gezogen. Es passiert letztlich nichts.


    3.) Im lokalen Konto den Ordner angelegt; dann per Drag&Drop aus dem Dateisystem die Maildir-Dateien mit *.eml-Endung in Thunderbirds Programm-Fenster in in den Ordner gezogen. Die Mails erscheinen alle ordentlich in dem Ordner und der Zeitstempel stimmt sowohl bei "Datum" als auch bei "Emfpangen".


    4.) In einem IMAP-Konto den Ordner angelegt; dann per Drag&Drop aus dem Dateisystem die Maildir-Dateien mit *.eml-Endung in Thunderbirds Programm-Fenster in in den Ordner gezogen. Die Mails erscheinen alle ordentlich in dem IMAP-Ordner und der Zeitstempel stimmt sowohl bei "Datum" als auch bei "Emfpangen".


    Bei mir funktionieren (mit Thunderbird 60.5.1) also die Wege Nummer 1, 3 und 4 ohne Probleme.


    Im Übrigen sehe ich dies auch als eine Art Rückmeldung an Ruhezone bezüglich seiner Sorgen zu Backups und deren Wiederherstellung, wenn man Thunderbird mit seiner Maildir-Speichermethode verwendet. Alle meine Ursprungs-Mails stammen von Thunderbirds eigener Maildir-Speichermethode. Und havanna hat gezeigt, dass man sogar die Maildir-Dateien von einem Mail-Server direkt in Thunderbird wieder importieren (also letztlich wiederherstellen) kann.


    Bleibt die Frage, warum ist bei havanna der Zeitstempel anschließend falsch?

  • 1.) Im lokalen Konto den Ordner angelegt; dann im Dateisystem die Maildir-Dateien (auch ohne *.eml-Endung) in den Ordner kopiert.

    Das verstehe ich nicht.

    Wie machst du das im Dateisystem (also im Profilordner), um die maildir Dateien in den neu angelegten Ordner kopieren? Kopierst du sie in einen Ordner in Thunderbird oder im Profil? bei mir funktioniert das nicht. Ich kann lediglich die maildir Dateien in einem Text-Editor öffnen, ihre Inhalte kopierten und in die Mbox-Datei "Test" meines in TB neu angelegten lokalen Ordners "Test" einfügen.

  • Bei mir funktionieren (mit Thunderbird 60.5.1) also die Wege Nummer 1, 3 und 4 ohne Probleme.

    Wie geschrieben hatte ich eine andere Methode gewählt. Die Zeitstempel blieben dabei alle korrekt erhalten.

    Mir fällt aus Anwendersicht auch kein plausibler Grund ein, weshalb ein Programm wie Thunderbird diese bei einem Import absichtlich ändern sollte, indem es nicht den Zeitstempel aus der Mail sondern den der Datei oder des Imports übernimmt. Welchen Zweck sollte das erfüllen? Absicht ist das bestimmt nicht.


    havanna , schau doch mal vergleichsweise in die Dateien hinein, wie Mapenzi das oben getan hat.


    bezüglich seiner Sorgen zu Backups und deren Wiederherstellung, wenn man Thunderbird mit seiner Maildir-Speichermethode verwendet.

    Ja, deine Tests hinterlassen ein positiveren Eindruck. Nach wie vor Sorgen bereitet mir, dass Maildir im Thunderbird immer noch eine Baustelle ist und man nicht mit Sicherheit weiß, was morgen kommt.

    Wenn ich die Vergangenheit betrachte, dann ist die Sorge unbegründete. Es wäre sehr überraschend, wenn man etwas implementieren würde, das zu Inkompatibilitäten führen würde. Andererseits bin in dieser Beziehung ich bei E-Mail und Office weitaus sensibler als zum Beispiel bei einem Browser. Die Dokumente möchte ich noch in 10 Jahren lesen können.