Nach Umzug auf neuen Rechner werden alle Emails nochmals abgerufen, obwohl sie im Posteingang schon zu sehen sind

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

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    • Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): nein
    • Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):


    Hallo in die Runde,

    leider habe ich beim Suchen hier im Forum noch nichts die Antwort gefunden.

    Problem:

    Ich habe auf PC 1 meine emails in einem lokalen Ordner gespeichert (in Servereinstellungen angegeben). In diesem Ordner wurden dann die bekannten Unterverzeichnisse \Profiles\xxx\mail\name.Provider.com angelegt und alles hat ganz normal funktioniert.

    Nun der Umzug auf Laptop:

    1. Thunderbird installiert, das Mail-Konto eingerichtet und geschlossen

    2. Daten von PC 1 kopiert (Pfad: Profiles\xxx\mail\name.Provider.com) und auf Laptop in einen lokalen Ordner (xyz) gespeichert

    3. Thunderbird geöffnet, Konteneinstellung für das eingerichtete Konto geöffnet und bei Server-Einstellungen bei "Ordner wählen" den lokalen Ordner xyz (dort befindet sich also \Profiles\xxx\mail\name.Provider.com) angegeben. Thunderbird wieder geschlossen.

    4. Thunderbird wieder geöffnet

    Ergebnis:

    Alle Emails (etwa 20.000), die in dem Konto auf PC 1 waren, sind zu sehen. Allerdings will Thunderbird nun neue Emails abrufen und dabei wird unten in der Statusleiste angezeigt, dass x von 20000 Nachrichten heruntergeladen wurden. Es werden also alle Emails nochmals vom Server heruntergeladen.


    Es sieht für mich so aus, als ob Thunderbird den POP-Status des Kontos nicht mehr kennt, also vergessen hat, dass schon emails runtergeladen wurden und ja auch zu sehen sind.


    Hat jemand eine Idee, wie ich verhindern kann, dass nun auf dem neuen Laptop alle emails nochmals heruntergeladen werden müssen?

  • graba

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  • Gargamel

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  • Hallo Gargamel,

    Ich habe auf PC 1 meine emails in einem lokalen Ordner gespeichert (in Servereinstellungen angegeben). In diesem Ordner wurden dann die bekannten Unterverzeichnisse \Profiles\xxx\mail\name.Provider.com angelegt und alles hat ganz normal funktioniert.

    du hast du deine NAchrichten in einem außerhalb des Profilordners gelegenen Ordner gespeichert ?

    Und soviel kann ich schon mal jetzt sagen : die Hauptursache dafûr, dass deine Nachrichten alle nochmals herunter geladen werden, liegt an deiner Einstellung, sie auf dem Server zu belassen und niemals zu löschen.

    Edited once, last by Mapenzi ().

  • Es sieht für mich so aus, als ob Thunderbird den POP-Status des Kontos nicht mehr kennt, also vergessen hat, dass schon emails runtergeladen wurden und ja auch zu sehen sind.

    Inzwischen habe ich deine Manipulation als Test hier nachgestellt mit dem Unterschied, dass ich ein neues Test-Profil erstellt habe, ein POP-Konto eingerichtet und danach ähnlich wie du den NAchrichtenspeicher des PoP-Kontos in einen auf dem Desktop angelegten Ordner namens "TB-Speicher" ausgelagert habe. Und im Gegensatz zu deinem Fall befinden sich bei mir nur 32 Mails auf dem Server.

    Im nächsten Schritt habe ich den Ordner "TB-Speicher" auf einen USB-Stick kopiert, mein Test-Profil gelöscht, ein neues Test-Profil erstellt, mein POP-Konto eingerichtet und wiederum in den Server-Einstellungen den Pfad umgestellt, diesmal aber so, dass der Pfad zum Ordner "TB-Speicher" auf dem USB-Stick führt. TB neu gestartet und gesehen, dass der Posteingang wie zuvor nur 32 Mails enthielt und dass keine weiteren Mails herunter geladen wurden.


    Du hast also richtig erkannt, dass es etwas mit dem POP-Status zu tun haben muss. Ich glaube, dass du an irgend einer Stelle einen Fehler gemacht hast. An welcher Stelle, ist für uns unmöglich heraus zu finden, da wir dir bei der Prozedur nicht über die Schulter gucken konnten und nur auf deine etwas pauschale Narration angewiesen sind.

    Die einfachste Erklärung wäre, dass du nicht deinen kompletten außerhalb des Profilordners gelegenen lokalen Ordner des Nachrichtenspeichers auf den Laptop kopiert/eingefügt hast, sondern nur einzelne Daten, also vielleicht nur die Mbox-Dateien und nicht die Datei popstate.dat. "Daten kopiert" ist nämlich eine sehr unklare Beschreibung.

    Wenn also bei dem Transfer auf den Laptop keine beschriebene popstate.dat Datei im Gepäck war, hat TB beim Neustart nach der Pfadumstellung auf dein lokales Konstrukt keine popstate.dat vorgefunden und lädt naturlich wieder alles runter, was sich noch auf dem Server befindet. Und das sind bei dir nun mal 20000 Mails.

  • Um deine "Frage" zu beantworten. In dem Ordner Profiles\xxx\mail\name.Provider.com befindet sich selbstverständlich die Datei popstate.dat und diese wurde auch vom PC 1 auf den Laptop kopiert (weil ich natürlich nicht (nur) Daten, sondern den ganzen Ordner kopiert habe, anders macht es ja auch keinen Sinn). Trotzdem wird beim Abruf neuer emails alles heruntergeladen, was schon da ist.

    Das Ergebnis ändert sich auch nicht dadurch, dass ich die einzelnen Dateien popstate.dat, popstate-1.dat und popstate-1.msf von PC 1 nochmals separat kopiert und in das entsprechende Verzeichnis auf dem Laptop hineingespeichert (die alten Dateien also überschrieben) habe.

  • Das Ergebnis ändert sich auch nicht dadurch, dass ich die einzelnen Dateien popstate.dat, popstate-1.dat und popstate-1.msf von PC 1 nochmals separat kopiert und in das entsprechende Verzeichnis auf dem Laptop hineingespeichert (die alten Dateien also überschrieben) habe.

    Vielleicht liegt der Fehler da : normalerweise gibt es nur eine einzige Datei popstate.dat und keine weiteren popstate-1, popstate-2.dat, .... popstate-x.dat usw. Ich habe schon öfter in den Foren gesehen, dass diese popstate-x.dat Dateien aus einem mir unbekannten Grund erzeugt werden, manchmal zu Dutzenden. Ich vermute, dass eine beschädigte Datei popstate.dat von TB umbenannt wird in popstae-1.dat, während er gleichzeitig eine neue jungfräuliche popstate.dat erstellt, die keine Einträge von schon heruntergeladenen Mails enthält. Etwa so ähnlich wie eine korrumpierte prefs.js Datei umbenannt wird in prefs-1.js, bloß dass in einem solchen Fall die Folgen wesentlich unangenehmer sind, da sämtliche Konten nicht mehr angezeigt werden.


    Ich habe keine Patentlösung für dein Problem. Du könntest bei beendetem TB

    • testhalber die Datei popstate.dat entfernen und popstate-1.dat umbenennen in popstate.dat

    • wenn du ein kürzliches Backup deines aus dem Profilordner ausgelagerten Nachrichtenspeichers hast, die popstate.dat Datei kopieren und in der neuen Struktur auf dem Laptop einfügen

    • die Lawine von 20.000 Mails über dich ergehen lassen und dann die 20.000 Duplikate entfernen.

    • die Datei Inbox aus ihrem gegenwärtigen Verzeichnis in ein anderes Verzeichnis verschieben, die Datei Inbox.msf löschen und TB neu starten. Dann würde eine neue Datei Inbox erzeugt und TB würde erneut die 20.000 Mails herunter laden, bloß dass es diesmal keine Duplikate gibt.


    Ich vermute, dass die letzte Option die einfachste und schnellste wäre.

    Da ich selber aber noch nie einem solchen Problem begegnet bin, würde ich aus purer Neugierde alle Optionen durchspielen, aber das möchte ich dir nicht zumuten

    Edited once, last by Mapenzi ().

  • Das Entfernen der popstate.dat und das Umbennen der Popstate-1.dat hat leider nichts gebracht.


    Möglicherweise liegt das daran, dass in der popstate.dat irgendwo der kryptische Ordnername "asdf44wr35" abgelegt wurde. Wenn ich aber den vollständigen Ordner Profiles ... kopiere, dann benutze ich natürlich den Namen vom PC und nicht den vom Laptop. Denn ich habe ja vor dem Kopieren der Daten des PC auf den Laptop ein Konto in TB auf dem Laptop anlegen müssen. Ansonsten hätte das Programm gar kein Konto erkannt. Dort wird natürlich unterhalb von Profiles der Ordner mit dem kryptischen Namen angelegt und diesen Namen habe ich nicht beibehalten. Das könnte ich noch ausprobieren.


    Die doppelten Dateien mit dem Tool entfernen, ist ja kein Problem, aber das Herunterladen der 20000 emails dauert einfach lange.

  • Möglicherweise liegt das daran, dass in der popstate.dat irgendwo der kryptische Ordnername "asdf44wr35" abgelegt wurde.

    Da ist etwas faul in dieser popstate.dat Datei, sie sollte auf keinen Fall einen Ordner asdf44wr35 enthalten sondern nur NAchrichten-Identitäten X-UIDL wie in meinem Screenshot gezeigt



    Wenn ich aber den vollständigen Ordner Profiles ... kopiere, dann benutze ich natürlich den Namen vom PC und nicht den vom Laptop. Denn ich habe ja vor dem Kopieren der Daten des PC auf den Laptop ein Konto in TB auf dem Laptop anlegen müssen.

    Ich verstehe einfach nicht, aus welchen Gründen man den Nachrichtenspeicher eines POP-Kontos aus dem Profil auslagert. Welchen Vorteil soll das bringen ? Wenn auslagern, dann den kompletten Profilordner. Teile auszulagern funktioniert so lange, bis man auf eine anderen Rechner umzieht oder die Festplatte reinitialisiert. Benutzer, die solche Änderungen vornehmen, haben sie häufig nach Monaten oder Jahren vergessen. Dann sind Komplikationen angesagt wie wir es hier im Forum immer wieder sehen müssen. Du weißt zwar, was du vorgenommen hast, hast aber Pech gehabt mit einer faulen popstate.dat Datei und lässt zudem alle Nachrichten auf dem Server.

    Die doppelten Dateien mit dem Tool entfernen, ist ja kein Problem,

    Dann wähle diese Lösung. Ich habe keine besseren als die, die ich oben vorgeschlagen habe.

    aber das Herunterladen der 20000 emails dauert einfach lange.

    Du könntest den Laptop über Nacht laufen lassen, während TB diese 20.000 Mails herunter lädt (das war mein Vorschlag mit dem Verschieben den aktuellen Dateien Inbox und popstate.dat). Dazu muss man nicht unbedingt vor dem Bildschirm sitzen.

  • Schade, dass es bisher keine einfache Lösung für das Problem gibt.


    Um noch die Frage zu beantworten, weshalb ich den Profil-Ordner ausgelagert habe. Ich bin kein Freund von Speicherung der Daten eines Programms auf der Programm-Platte. Die Daten sollen bei mir auf der Daten-Platte sein und die Programme auf der Programm-Platte. Dadurch kann die Partitioniertung der Programm-Platte klein gehalten werden und ein Backup der Daten umfaßt alle Daten (d. h. ich muß nicht für jedes Programm suchen, welchen Ordner auf der Programm-Platte nun in ein Daten-backup einbezogen werden muß). Wenn denn mal die Programm-Platt crashed, habe ich immer noch meine Daten auf der Daten-Platte und brauche nur das Programm neu zu installieren. Deswegen habe ich auch keine Programme auf der System-Platte. Dort befindet sich allein das Betriebssystem (kann also auch klein gehalten werden).

  • Ich habe nicht gesagt, dass ich ein Gegner des Speicherns der Benutzerdaten auf einer externen Festplatte bin. Aber deine Methode zerreißt das Thunderbird-Profil, da du lediglich die Nachrichten-Dateien ausgelagert hast. Und wie ich es schon in meiner vorigen Antwort gesagt habe: wenn schon Auslagern, dann den komplette Profilordner von TB (mit Nachrichten-Dateien, Adressbuch-Dateien, Kalender-Dateien, Einstellungen, usw ...). Außerdem wägst du dich mit diesem Auslagern auf nur eine externe Festplatte in einer falschen Sicherheit : was passiert denn, wenn diese den Geist aufgibt und nicht etwa die deine PC ? Dann hast du auch nichts mehr.

    Meine Strategie ist eine andere : ich belasse meine Daten auf der internen Festplatte, solange der Speicherplatz ausreicht, mache aber relativ häufig (ein bis drei Tage) Backups meiner Benutzerdaten auf zwei externen Festplatten. Zusätzlich noch tägliche, automatisierte Backups meines Thunderbird-Ordners mit drei Profilen auf Dropbox.

    Schade, dass es bisher keine einfache Lösung für das Problem gibt.

    Was ist denn so kompliziert an meinem Vorschlag, vor dem Schlafen gehen die Dateien Inbox, Inbox.msf und popstate.dat zu verschieben, TB neu zu starten und über Nacht laufen zu lassen, währen du deine Nachtruhe genießt. Am nächsten Morgen hast einen neuen Posteingang mit 20000 Mails ohne Duplikate.

    Mir fällt keine Lösung ein, die nur ein paar Minuten erfordert, aber es gibt hier ja noch andere Helfer mit vielleicht anderen Ideen.

  • na ja, inzwischen habe ich es ja so gemacht, dass ich alle Mails erneut abgerufen habe. Es war ja bisher keine andere Lösung da und ich will ja nicht länger mit dem neuen Gerät der Warteschlange bleiben.


    Ich hatte halt gehofft, das es wir den Grund für dieses Phänomen finden und dann später dieses Problem schneller gelöst werden kann als alle Nachrichten auf jedem neuen Rechner immer wieder neu runterladen zu müssen.