Schnittstelle zu Office Outlook Web Access?

  • Thunderbird 3.0.6 in Betrieb, kann aber auf aktuelle Version updaten


    Mein Problem ist, dass mein Arbeitgeber den gesamten E-Mail-Verkehr von POP über Office Outlook Web Access umgestellt hat. Ich will aber aus verschiedenen Gründen diesen Umzug nicht mitmachen.
    Nun sagten mir die Leute von der EDV, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gäbe:
    a) Ich leite alle E-Mails auf ein anderes E-Mail-Konto weiter.
    b) Ich bringe eine Thunderbird-Erweiterung, die mit Office Outlook Web Access zusammenarbeitet.


    Frage:
    Gibt es eine solche Schnittstelle zu Office Outlook Web Access?
    Wenn ja, wo kann ich diese beziehen?
    Wenn nein, ist so eine Schnittstelle in Arbeit?

  • Hallo Klaus,


    wenn ich dies:
    " ... Trotz des Einsatzes der offenen HTTP(S)-Protokolle geht Outlook Web Access (OWA) von der Verwendung des proprietären Internet Explorer aus. Mit freien Webbrowsern wie Firefox oder Konqueror gelingt OWA die Darstellung nur eingeschränkt und wesentliche Funktionen fallen aus (z. B. Herunterladen von Anhängen im ODF-Format oder die Einrichtung von E-Mail-Weiterleitungen)."


    und das:
    " ... Bei OWA baut man eine Verbindung zu einem Microsoft Exchange Server auf, durch die Verwendung eines Webbrowsers und dem HTTP-Protokoll. Diese Technik wird häufig in Unternehmen verwendet, um Mitarbeitern den Zugriff auf ihre Unternehmensmails von außerhalb des Büros zu ermöglichen."
    (Quelle)


    lese bin ich doch recht skeptisch und befürchte die Version a) ist die einzig gangbare.


    Zu Deinen Fragen:
    Per default gibt es das nicht in Thunderbird.
    Der gesamte Aufbau von TB ist völlig divergierend zu der 'Philosophie' von OWA!


    Eine Quelle für so eine "Schnittstelle" kenne ich nicht; IMCO ist es nicht möglich dies per AddOn zu integrieren [*Meine* bescheidene Meinung].


    Da hier definitiv keine Entwickler ständig mitlesen wird Deine letzte Frage unbeantwortet bleiben.
    (IMHO wird da auch *kostenlos* keiner etwas entwickeln / schreiben wollen. ~ Was dürfte es denn kosten?)


    MfG ... Vic

  • Hallo Vic,


    ich danke für die rasche wie auch kompetente Info, wenngleich sie nicht erfreulich ist.
    Mein Arbeitgeber wird sicherlich kein Geld für die Programmierung eines solchen Moduls ausgeben. Ich habe sogar den Eindruck, dass der Arbeitgeber mit OWA Kontrolle über den E-Mail-Verkehr der Mitarbeiter haben will, wenngleich er den Inhalt nicht lesen wird. Er kann aber kontrollieren - und hernach beweisen -, wer wann ein E-Mail geschrieben hat und wer viele E-Mails schreibt. Ich stehe mit meinen über 4.000 E-Mails sicherlich mit Abstand an der Spitze. Damit stehe ich wohl im besonderen Blick meines Arbeitgebers.
    Nach Ihrer Antwort werde ich mich wohl um eine Umleitung kümmern.


    Hallo graba,


    ich danke Ihnen für den Hinweis auf die Wünsche zu Thunderbird. Ich habe momentan hierzu eine Registrierung laufen und werde mit meinem schlechten Englisch versuchen, meinen Wunsch dort bekannt zu machen.


    Mit herzlichem Dank, Klaus

  • Zitat von "bks29"

    ... Nach Ihrer Antwort werde ich mich wohl um eine Umleitung kümmern.


    Hallo Klaus,


    das ist sicherlich das Einfachste.
    Zu bedenken ist jedoch, daß *alle* umgeleiteten mails ja zusätzlich auch auf dem Server liegen, sprich der Arbeitgeber hat so oder so Zugriff auf den mail-Verkehr! ;)


    MfG ... Vic

  • Hallo Vic,


    ich danke Dir für diesen Hinweis. Ich werde dann meinen Absendern alle wissen lassen, dass sie bitte auf meinen E-Mail-Server umsteigen sollen. Nur noch firmeninterne E-Mails lasse ich dann über diesen E-Mail-Server laufen, der dann aber die E-Mails gleich an meine E-Mail-Adresse weiterleitet.


    Frage:
    Bleiben selbst bei einer Weiterleitung der E-Mails die gesamten E-Mails auf dem Server oder nur Informationen (Absender, Datum, Empfänger, ...) bei OWA?


    Mit herzlichem Dank, Klaus

  • Hallo Klaus,


    ich will auch mal versuchen, dir auf deine Fragen zu antworten.
    Wir müssen zuerst einmal sauber zwischen der technischen und der rechtlichen Problematik trennen.


    Technisch hat der Administrator ("die Firma" oder "der Provider" oder meinetwegen auch "der Wolfgang") immer vollen Zugriff auf deine Mails. Sie werden auf etlichen Server zumindest temporär gespeichert und können dort "ausgeleitet" werden. Selbst wenn irgendwo eine Mail nach dem Löschen oder der Weiterleitung (= an die angegebene Adresse senden und danach vor Ort löschen) nicht mehr zu sehen ist, heist das noch lange nicht, dass sie nicht doch noch gespeichert ist.
    Immer daran denken: eine (unverschlüsselte!) Mail ist eine elektronische Postkarte! Kein Briefträger liest deine Postkarten - aber er könnte es jederzeit. Wenn du so wie ich nicht zulassen, dass "dritte" deine Mails lesen können, dann musst du sie verschlüsseln. Aber das ist ein anderes Thema.
    Noch mal zum OWA:
    Der Thunderbird ist ein Mailclient, welcher die standardisierten Protokolle POP3, IMAP und SMTP beherrscht. Das sind die uralten (ab ca. 1982) und sehr ausgereiften Techniken für das Medium E-Mail. Und alle üblichen Mailprogramme sprechen diese Sprache. Daneben gibt es proprietäre (firmenspezifische) Protokolle, welche in verschiedenen firmeneigenen Intranets angewendet werden. Oder Anwendungen, welche "in die Cloud" ausgelagert werden. Aber all das ist außerhalb der üblichen Protokolle und wird von den gängigen Mailprogrammen nicht unterstützt. Sicherlich kann jemand, der persönliches Interesse daran hat, ein Add-on schreiben. Aber dazu wird entweder genügend persönlicher Leidensdruck - oder aber ein entsprechender finanzieller Anreiz benötigt ... .


    Rechtlich gibt es andere Probleme.
    Zuerst einmal muss in der Firma klar geregelt sein, ob die Firma das private Benutzen des Internets zulässt. Dieses sollte in entsprechenden Vereinbarungen geschehen. Die blose Duldung ("Wegsehen") kann schon mal gegen den Beschäftigten umschlagen. Wenn der Arbeitgeber die private Nutzung des Internets zulässt, dann darf er auch nicht selbige überwachen. Wobei auch das mit Vorsicht zu genießen ist! Klar darf er dann keine inhaltliche Überwachung vornehmen. Aber wenn jemand überdimensional viele private E-Mails sendet und empfängt, dann kann niemand dem Arbeitgeber verübeln, wenn er sich dann mal fragt, ob er diesen oder jenigen für seine Arbeit oder seine private Beschäftigung bezahlt ... .
    Und immer daran denken, du kannst umleiten was du willst - Spuren gibt es immer.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo,


    schön und gut erklärt :!:


    Nur mal als 'Gedanken': Also *ich* würde niemals meine (privaten oder nicht dienstlichen) e-mails umleiten lassen ~ never!
    (Auch wenn in diesen meist nur belangloses Blabla steht ...
    Ich pinne ja meine Briefpost auch nicht ans Öffentliche Brett!)


    In der Signatur von P_L steht etwas bezüglich *Selbstbestimmung* ... :top:
    (Macht zwar Mühe {auf beiden Seiten des mail-Verkehrs, aber Freiheit muß eben erarbeitet werden. ;) )


    MfG ... Vic

  • Hallo Peter, hallo Vic,


    ich danke Euch sehr für Eure Antworten. Sie zeigen mir deutlich Technik und Recht auf.
    Zu meiner Situation:
    Ich bin Klinikseelsorger und verbringe in der Woche normalerweise 5 Nächte in der Klinik. Ich habe eine 6-Tagewoche mit mind. 3 Tagen 24 Stunden Rufbereitschaft. Tagsüber habe ich meinen 8-Stunden-Tag. In dieser Zeit bin ich für die Patienten der Klinik da. Außerhalb dessen bin ich für andere Menschen seelsorglich da, auch per E-Mail.
    Jährlich komme ich auf über 4.000 E-Mails. Davon sind meiner Schätzung nach
    10% rein dienstlich (d.h. innerhalb der Klinik),
    20% halb dienstlich (d.h. Kontakte zu ehemal. Patienten bzw. Hinterbliebenen)
    50% ehrenamtlich (d.h. hat nichts mit der Klinik zu tun, aber mit leidenen Menschen)
    20% rein privat
    Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, dass mein Arbeitgeber bzw. Leute der EDV meine E-Mails lesen können. Ich habe hier nichts zu verbergen.
    Ich habe die flotte Arbeitsweise und die Flexibilität von TB kennen und schätzen gelernt. Nun werde ich in das Korsett von OWA gepresst. Das gefällt mir gar nicht. Dagegen wehre ich mich. Ich will weiterhin mit TB arbeiten! Daum bin ich bereit, bis in die höchsten Ebenen zu gehen.


    Schade, einen direkten Weg von OWA zu TB gibt es noch nicht.
    Mir fallen momentan zwei weitere Möglichkeiten ein, von der ich bei der 1. nicht weiß, ob sie technisch umsetzbar ist:
    a) Die Klinik weist mir einen eigenen Proxy zu, z.B. "Proxy9". Ich lasse alle meine E-Mails der Klinik auf eine E-Mail-Adresse meiner Domain weiterleiten. Von dort rufe ich sie mit TB wieder ab. Mit dem normalen "Proxy" der Klinik kann ich dies nicht. Da ist irgend etwas gesperrt. - Daher meine Frage: Kann ein Proxy so eingerichtet werden, dass ich die E-Mails für TB von meinem privaten E-Mail-Server abrufen kann?
    b) Ich erwirke mir einen eigenen DSL-Anschluss und stelle mir damit einen 2. Rechner ins Büro, mit dem ich ungehindert ins Internet kann. Damit kann ich auch in der Klinik Dateien mit Filezilla auf meine Domain hochladen. Momentan muss ich das umständlich mit www2ftp.de machen. - Hiervon weiß ich, dass dies technisch möglich ist, aber ich glaube nicht, dass mir die Klinik einen eigenen DSL-Anschluss legt.


    Daher wiederhole ich hier meine Frage von a): Kann ein Proxy so eingerichtet werden, dass ich die E-Mails für TB von meinem privaten E-Mail-Server abrufen kann?


    Mit herzlichem Dank, Klaus

  • Hallo Klaus,


    Danke für deine offenen Worte. Ich fühle mich verpflichtet, Nutzer mit derartigem Ansinnen auf bestimmte mögliche Probleme hinzuweisen. Wir wollen ja mit bestimmten Tipps niemanden in Gefahr bringen, seinen Job zu verlieren.
    Aber in deinem speziellen Fall sehe ich solche Probleme natürlich nicht. Oder: jetzt nicht mehr.


    Selbstverständlich ist es technisch möglich, Firewall- und Proxyeinstellungen so zu konfigurieren, dass bestimmte berechtigte Nutzer (nach Anmeldung am Proxy mit Benutzername und Passwort) bzw. bestimmte Rechner mit einer fest zugeordneten IP in der Firewall über die sonst gesperrten Ports ins Internet gehen können.
    Aber: niemand macht das gern! Was der eine darf, wollen dann gleich andere auch, usw.
    Es gibt aber auch noch einen anderen, wirklich realen Grund: In einem Intranet wie dem einer Klinik sollten sehr hohe Sicherheitsanforderungen üblich sein. Dazu gehört auch, dass ein Sicherheitsgateway den kompletten E-Mailverkehr überwacht, Anhänge scannt, Spam rausfiltert usw. Und wenn da ein Rechner dieses Gateway umgeht, ist schon wieder ein großes Loch aufgerissen.
    So sehr, wie ich dich verstehe, mit mir hättest du so meine Probleme mit deinem Wunsch.


    Ich würde dieses Problem lösen, indem ich mir einen privaten UMTS-Vertrag für mein Notebook leiste. Kostet nur die Hälfte wie ein DSL-Zugang und ist mit 3,... Mbit/s auch schnell genug. Und du trennst sauber zwischen privat und dienstlich.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter,


    Du bist nicht nur mit Deinen Antworten verantwortungsbewusst (auf Gefahren hinweisend), sondern auch sehr schnell, kompetent und weitblickend (nicht nur die konkrete Frage im Blick habend, sondern das Anliegen als solches).
    Dein Vorschlag mit dem UMTS ist sehr verlockend, wenn es nur die Hälfte von DSL kostet. Da muss ich mal mind. eine Nacht darüber schlafen. Für mich kommt als Ordensmann hinzu, dass ich nicht über das Geld eines normalen Arbeiters verfüge. Ich glaube nicht, dass meine Oberen einen solchen "Luxus" bezahlen. - Wo beginnen preislich denn diese UMTS-Verträge, wenn ich täglich meine rund 20 E-Mails abrufen will?
    Meine andere Frage ist, ob ich denn bei einer Weiterleitung meiner E-Mails nicht von OWA der Klinik schon mal vorfiltern lassen kann und damit schon mal den gröbsten Spam draußen habe?


    Mit herzlichem Dank, Klaus


    PS: Habe soeben gegoogelt und bin darauf gestoßen:
    http://www.laptopkarten.de/Lex…t-UMTS-Flatrate-BASE.html
    Hier wird bei monatlich 10 Euro und 7 MB/s 1 GB Flatrate angeboten. Das kann ich finanziell halbwegs schultern.
    Ich weiß, die Frage gehört in einen anderen Bereich von TB:
    Kann man TB so einstellen, dass er nur die E-Mails mit bis zu 200 KB herunter lädt und alle größeren zwar anzeigt, so dass ich selbst entscheide, ob ich dieses E-Mail auf meinen Laptop herunterladen will? Andernfalls lade ich sei dann Zuhause von meinem stationären Rechner herunter.

  • Hallo Klaus,


    Zitat von "bks29"


    Meine andere Frage ist, ob ich denn bei einer Weiterleitung meiner E-Mails nicht von OWA der Klinik schon mal vorfiltern lassen kann und damit schon mal den gröbsten Spam draußen habe?


    Wenn die technischen und personellen Möglichkeiten (sowie das Wollen!) vorhanden sind, ist das schon eine gute Lösung. Ich denke mal, dass du eine Person bist, welche auch mit einem Admin darüber sprechen kann. Wenn du entsprechend gute Argumente vorbringst aber auch gleichzeitig deren Argumente (Sicherheitsrichtlinien der Firma!) respektierst, könnt ihr gemeinsam das Machbare ausloten. So ein Gespräch auf der Arbeitwsebene ist durch nichts zu ersetzen ... .


    Zitat

    Kann man TB so einstellen, dass er nur die E-Mails mit bis zu 200 KB herunter lädt und alle größeren zwar anzeigt, so dass ich selbst entscheide, ob ich dieses E-Mail auf meinen Laptop herunterladen will? Andernfalls lade ich sei dann Zuhause von meinem stationären Rechner herunter.


    Es gibt in den Kontoeinstellungen sowohl für IMAP als auch für POP3 entsprechende Einstellungen. Ich habe sie allerdings selbst noch nie genutzt, so dass ich nichts konkretes dazu sagen kann.
    Sollte deine Frage allerdings in Richtung UMTS gehen: Ich mache mit meinem Linux-Rechner täglich Updates. Ich lade mir Programme, Bilder usw. Ich helfe anderen Nutzern per Fernwartung, und ich arbeite auch fleißig mit meinem eigenen ftp-Server. Aber ich habe es wirklich noch nie geschafft, die 5 GB meines UMTS-Vertrages auch nur annähernd auszuschöpfen.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Danke Peter für Deine Hinweise und Informationen.
    Bei jährlich über 4.000 geschriebenen E-Mails, z.T. auch mit Anhängen, weiß ich nicht, wie weit ich an die 1 GB-Grenze von 1&1 komme. Ich will es mal damit versuchen, dass ich alle größeren E-Mails (>200 KB) auf dem Server lasse und von Zuhause dann abrufe.
    Auch will ich Firefox so einstellen, dass er Flash und Werbung abblockt, damit ich wirklich nur mit Informationen surfen kann.
    Frage:
    Weiß jemand hier im Forum, ob den Rechner auch so einstellen kann, dass Firefox seine Daten aus dem LAN bezieht, TB hingegen die E-Mails über UMTS bezieht bzw. versendet?
    Fröhliche und gesegnete Weihnachten, Klaus

  • Hallo Klaus,


    Zitat von "bks29"

    Bei jährlich über 4.000 geschriebenen E-Mails, z.T. auch mit Anhängen, weiß ich nicht, wie weit ich an die 1 GB-Grenze von 1&1 komme.


    Hmmmm, bei derartigen Größenordnungen (1 GB) bekomme ich immer wieder das Grübeln. Ich nutze E-Mail seit gut 30 Jahren. Und ich hatte nie ein privates Mailkonto, welches auch nur annähernd an diese Grenze kam. Und auf Arbeit haben wir für die persönlichen Mailkonten ein Quote von 100 MB - und alle kommen damit aus.
    Ob das daran liegt, dass ich/wir Anhänge grundsätzlich ablösen und extern speichern????
    Und: die 1GB-Grenze gilt für ein (!) Mailkonto. Insgesamt bietet 1&1 (zumindest bei meinem Vertrag) für die bei mir möglichen 100 echten Mailkonten 25 GB an Speicherplatz für Mails an. Ich könnte dir davon locker 20 GB vermieten ... .


    Zitat

    Auch will ich Firefox so einstellen, dass er Flash und Werbung abblockt, damit ich wirklich nur mit Informationen surfen kann.


    Sehr löblich ... .


    Zitat

    Frage:
    Weiß jemand hier im Forum, ob den Rechner auch so einstellen kann, dass Firefox seine Daten aus dem LAN bezieht, TB hingegen die E-Mails über UMTS bezieht bzw. versendet?


    Selbstverständlich ist das möglich. Mit entsprechenden Routingeinträgen kannst du festlegen, dass alles zu den www-Ports über die LAN-Schnittstelle und meinetwegen die POP3/IMAP/SMTP-Verbindungen über UMTS gehen.


    Aber ich will aus zwei Gründen darauf nicht eingehen:
    1.) Das ist und bleibt eine Frickelei. Du kannst dich mit so etwas ganz schnell aussperren. Und ich will mir mit so einer Bastellösung auch keine dauerhafte Service-Baustelle schaffen ... .
    2.) Du verbindest mit dieser Methode das LAN deiner Klinik (was ja wirklich als ein geschützer Bereich bezeichnet werden kann - zumindest sollte das so sein!) direkt mit dem ungeschützten Internet! Ein Wurmloch der besten Art! Wenn wir bei uns jemanden erwischen der so etwas macht, dann ist er "weg vom Fenster"! Und ich glaube, das ist in jeder Firma so, die zumindest ein klein wenig auf IT-Sicherheit achtet.
    => Bitte vergiss es!


    Ein "vernünftiger" UMTS-Vertrag bietet monatlich 5 GB an Traffic. Das schaffst du mit "Mailen und Surfen" nie!



    Zitat

    Fröhliche und gesegnete Weihnachten, Klaus


    Diesen guten Wünschen schließe ich mich gern an!


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter,


    die 1-GB-Grenze ist die Trafic bei 1&1. Das ist die monatliche Obergrenze, was ich über UMTS laufen lassen kann. Oft bekomme ich Dateianhänge, die in der Größenordnung von 200 KB bis 2 MB reichen, zuweilen sogar noch größer. Ich habe Sorge, dass die 1 GB Trafic schnell überschritten ist.


    Du hast mich überzeugt. Ich werde am Laptop mit Firefox und Thunderbird nur mit UMTS ins Netz gehen, um eine saubere Trennung zwischen privat und Geschäft zu haben.


    Herzlichen Dank für Deine rasche Antwort, Klaus

  • Vielleicht etwas spät, aber dennoch:
    Du bekommst ca. 4000 Mails pro Jahr, manchmal mit Anhängen bis 2MB. Dann manchen wir doch mal einen Worst-Case Dreisatz ;)
    4000 Mail pa entsprechen 334 Mails pro Monat. Gesetzt den Fall, dass alle Absender Dateien in der Größe von 2 MB anhängen, so macht das 668 MB pro Monat. Du hast also bis zur 1GB Obergrenze noch 332 MB "Luft". Das sollte für viele, lange Antwortmails reichen.
    Beste Grüße
    frank

  • Hallo Klaus,


    auch auf die Gefahr hin, dass du es nicht mehr liest:

    Zitat von "Klaus"

    Ich werde am Laptop mit Firefox und Thunderbird nur mit UMTS ins Netz gehen, um eine saubere Trennung zwischen privat und Geschäft zu haben.


    Hier ist mir noch nicht ganz klar, ob der besagte Laptop auch am LAN angeschlossen ist; und daher ist es mir wichtig, nocheinmal das zu betonen, was Peter bereits schon gesagt hat:
    Ist der Laptop auch am LAN angeschlossen, ist es völlig egal, mit welchen Programmen du über UMTS ins Internet gehst! Wenn du das nicht mit dem Arbeitgeber abgesprochen hast, macht er dich zu recht einen Kopf kürzer, denn das ist eine gravierende Sicherheitslücke.


    Grüße, Ulrich