Schriftgrad zum tausendsten Mal [erl.]

  • Thunderbird-Version: 31
    Betriebssystem + Version: Win 7 x64 aktuell
    Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    Postfachanbieter (z.B. GMX): Google


    Hallo zusammen,


    zum Schriftgrad wurde schon viel geschrieben, verständlich ist das nicht, weil die einfachsten Sachen nicht gehen. Was muss man tun, damit die Schriftgröße bei HTML-Mails OPTISCH im Verfassen Fenster und in der Anzeige bei den Entwürfen übereinstimmt. Ich kann da einstellen was ich will, schon das geht nicht. Wie das beim Empfänger dann aussieht ist sowieso ein Rätsel. Obwohl ich schon viele jahre mit TB arbeite ist dieses Thema ein Buch mit 7 Siegeln.


    Könnte mir bitte jemand einen Tip geben? ich hätte gerne eine Schriftgröße, die ungefähr dem Schriftgrad 11 in einer Textverarbeitung entspricht.


    Danke Detlef

  • Hallo,

    Zitat

    Was muss man tun, damit die Schriftgröße bei HTML-Mails OPTISCH im Verfassen Fenster und in der Anzeige bei den Entwürfen übereinstimmt


    Indem du versuchst, es in den betr. Einstellungen anzupassen.
    Also Extras > Einstellungen > Verfassen >Allgemein > HTML Optionen
    und Extras > Einstellungen > Ansicht > Formatierung > Größe


    Für das Versenden kann man die Größe nur grob einstellen.
    Es empfiehlt sich daher das Add-on
    QuoteAndComposeManager,
    mit dem man in dessen Einstellungen die Schriftgröße pixelgenau einstellen kann.


    Um bestimmte Schriftgrößen zu verwenden gibt es aber noch andere Optionen:
    du könntest deinen HTML-Text in einem anderen Programm erstellen und diesen im Verfassenfenster unter Einfügen > HTML..
    einfügst und als Vorlage abspeicherst.
    Eine weitere Möglichkeit wäre das Add-on EditHtml
    Damit kann man sich im Verfassenfenster den HTML-Code anzeigen lassen und dort auch verändern.
    Etwa:

    Code
    1. <head></head>
    2. <body style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(0, 0, 0); font-family: Book Antiqua; font-size: 24px; font-weight: bold; font-style: italic;" bgcolor="#FFFFFF" text="#000000">Leider habe ich das noch nie<br></body>


    Wie du siehst, steht dort bei font-size eine Pixel-Angabe, die man verändern kann.


    Thunderbird selbst bietet nur den Basic-Code an und versteht komplizierteren Code etwa Skripte nicht.
    Manche im Forum sagen dazu "Gott sei Dank" andere "leider".
    Und wie alles beim Empfänger ankommt, steht in den Sternen. Dieser müsste schon Thunderbird in den gleichen Einstellungen haben. Es gibt nämlich keinen Standard für HTML in Emails.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Hallo mrb,


    Danke für deine ausführliche Antwort, aber das funktioniert leider überhaupt nicht. Die erste Erkenntnis habe ich gewonnen: Es kommt nicht auf das Erscheinungsbild im Verfassen Fenster an, sondern nur darauf an, wie die Vorschau bei den Entwürfen oder im Postausgang aussieht. Warum das auseinander läuft versteht man nicht, ich glaube längst, dass es nur extrem blöd gemacht ist.


    In deinen Ausführen steht ja beschrieben, wie man in html die Pixelgröße mitgeben kann. Ich möchte Mails so schreiben, wie ich einen Brief schreibe, also nicht nur Reintext, sondern ein paar elementare Formatierungen mitgeben.


    Nur in TB geht das nicht, die Entwickler wollen das nicht einarbeiten, weil sie eine andere Art von Mails versenden. Die denken nicht so wie ein Anwender, das wird es sein. Vermutlich tippen die nur Reintext Nachrichten und sind glücklich damit.


    Wenn ich den Schriftgrad beim Verfassen auf "mittel" Stelle, dann kommt die Schrift im Fenster Entwürfe ganz klein an. Stelle ich bei "Verfassen" auf groß ein, dann kommt sie Riesen groß raus. Das ist doch nur nur totaler Unsinn und beide Ergebnisse sind nicht zu gebrauchen.


    Der erste Versuch hat gezeigt, dass Mails, die ich an mich selbst sende bei mir genauso ankommen, wie ich sie im Vorschaufenster "Entwürfe" sehe. Was man da beim Verfassen sieht ist nicht wichtig. Das ist so irritierrend, weil man ja bei Verfassen alle möglichen Formatierungen mitgeben kann. Otto Normaverbraucher erwartet auch, dass die Mails so beim Empfänger ankommen, wie er sie beim Verfassen schreibt. Das geht bei Textverarbeitungssystemen seit ca. 30 Jahren, nicht jedoch bei TB.


    Ich werde weiter probieren....


    Herzlichen Dank !!!
    Detlef

  • Hallo deri,


    "deri" schrieb:

    Nur in TB geht das nicht, die Entwickler wollen das nicht einarbeiten, weil sie eine andere Art von Mails versenden. Die denken nicht so wie ein Anwender, das wird es sein. Vermutlich tippen die nur Reintext Nachrichten und sind glücklich damit.


    also wieder einmal die "bösen" Thunderbird-Entwickler, von denen übrigens mit höchster Wahrscheinlichkeit hier in diesem deutschsprachigen Thunderbird-Benutzer-Forum keiner mitliest.


    Für HTML gibt es keine vereinheitlichten Standards. Deshalb hast Du als Verfasser/Absender von HTML-Mails keine Garantie, dass der Empfänger der E-Mail diese genauso sieht, wie sie Thunderbird in Deinem Verfassenfenster bzw. in der Vorschau anzeigt, wenn der Sendevorgang abgeschlossen ist und Du Dir diese E-Mail im Nachhinein im Gesendet-Ordner anschaust.
    Du hast auch keine Garantie, dass der Empfänger den gleichen E-Mail-Client verwendet wie Du bzw. dass er sich empfangene E-Mails überhaupt im HTML-Format anzeigen lässt.


    Ein E-Mail-Client ist dazu da Text von A nach B möglichst Speicherplatz schonend und schnellstmöglichst zu schicken, dazu gegebenenfalls noch Dateianhänge (aber für letzteres war sowohl der klassische E-Mail-Client als auch die E-Mail-Kommunikation schon nicht gedacht). Das, wozu er da ist bzw. entwickelt wurde, kann der Donnervogel hervorragend.
    Das mit dem HTML kam viel später als zusätzliches (neudeutsch) "Feature" hinzu, weil viele Anwender ihre E-Mails verschönern wollten mit Bildchen, Smilies, bunten Texten, Hintergründen usw. usf.
    HTML hat aber nun mal leider keinen internationalen gültigen Standard, d.h. - wenn auch nicht zur Gänze - gibt es unterschiedliche HTML-Sprachelemente über das hinaus, was alle als Befehlssatz nutzen.
    Thunderbird beherrscht bezüglich HTML auf jeden Fall das, was bis jetzt als allgemein verbindlich gelten kann.


    "deri" schrieb:

    Otto Normaverbraucher erwartet auch, dass die Mails so beim Empfänger ankommen, wie er sie beim Verfassen schreibt. Das geht bei Textverarbeitungssystemen seit ca. 30 Jahren, nicht jedoch bei TB.


    Jetzt überlege mal, wieviele unterschiedliche Textverarbeitungs-/Office-Programme es neben dem wohl am weitest verbreitesten MS-Office(-Word) gibt. Nur mal einige Beispiele:
    - Apache OpenOffice(-Writer),
    - LibreOffice(-Writer),
    - SoftMaker Office(-Text Maker),
    - Corel Office Suite(-Word Perfect)
    und noch einige mehr.
    All diese Produkte haben hinsichtlich der Formatierungs- und Steuerungscodes Unterschiede zueinander. Selbst dann, wenn sie gegenseitig Dateiformate unterstützen. Aber wenn Du Dich einmal in diversen Nutzerforen zu diesen Officeprodukten umsiehst, werden viele Nutzer dort ähnlich argumentieren, wenn es um Dateiverarbeiten von Fremdformaten geht. Wieso kann ABC das Format von XYZ nicht richtig darstellen, ausdrucken, ...? Und jetzt sollen Dutzende verschiedenster E-Mail-Programme dies alles berücksichtigen.


    Ein weiterer Aspekt am Beispiel von Microsoft:
    Die Microsoft-Produkte (Office-Programme wie Word, Excel, Outlook Express usw. usw.) sind geschlossener Code.
    Die Thunderbird-Entwickler haben keinen Zugriff auf den Quelltext dieser Programme, um nachvollziehen zu können, wie sie Formatierungs- und Steuerungscodes von Word übersetzen, um es in HTML passend zu machen. Da verlangst Du einfach zu viel.


    Ich finde deshalb: Du tust hier sowohl dem Produkt Thunderbird als auch den Produktentwicklern unrecht.


    Es gibt eine (Standard 2014) einfache Methode, wie man gut (im Auge des Text produzierenden Betrachters) gestaltete Texte in den verschiedensten Variationen per E-Mail in fünf Schritten übermitteln kann.


    a) Mit der Textverabeitung oder dem Desktop-Publishing-Programm verfassen und gestalten.
    b) In ein PDF-Dokument exportieren oder drucken lassen (Stichwort für WinDOSen: PDFCreator).
    c) Eine kurze E-Mail schreiben: "Sehr geehrte(r) ..., als Anlage erhalten Sie ... Mit freundlichen Grüßen ...
    d) Exportiertes PDF-Dokument anhängen
    e) E-Mail nebst Anhang senden


    Wenn Dir dies nicht möglich ist und Du die "Eier legende Wollmilchsau" erwartest, dann wirst Du Dir diese wohl selbst programmieren müssen. Und daran wirst Du genauso scheitern, wie jeder andere, der so etwas versuchen wollte ...


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Hallo Fuerdrache,
    ich verlange doch gar nicht viel. Ich möchte nur meine Mails z.B. in Arial 11 schreiben und so sollen sie in der Vorschau sichtbar sie und auch rausgehen. Mehr nicht!


    Und das geht nicht. Die Stufen "Klein, mittel, groß..." beim Verfassen sind unverständlich. Die Ziffern bei der Einstellung der Ansicht ebenso, denn sie stellen nicht die Schriftgröße dar, die man von Textverarbeitungssystemen gewohnt ist. Das ist eher als Zoom-Faktor zu verstehen.


    Wenn ich den Wert bei der Ansicht höher stelle, dann ändert sich auch die Darstlelung beim Verfassen. Das ist doch nicht mehr zu begreifen! Auch bekomme ich nie eine Übereinstimmung zwischen der Darstellung beim Verfassen und der Vorschau. Es werden unterschiedliche Schriftgrade und andere Schriftarten verwendet. Wenn ich in Arial schreibe, dann kommt in der Vorschau eine andere Schriftart zum Zug. Bei den Einstellungen im Verfassen steht "Helvetica, Arial", beim Schreiben wird aber zweifelsfrei Arial verwendet. "Helvetica/ Arial kommt immer wieder, auch wenn ich das mal auf Arial abändere. Unverständilich.


    Das ist alles volkommen wirr und die einfachste Anforderung läßt sich nicht umsetzen. Normalerweise würde man eine solche Software sofort umweltgerecht entsorgen, aber das geht mangels Alternativen überhaupt nicht. Andere Programme haben viel schwerwiegendere Mängel.


    E-Mail scheint ein ganz schwieriges Problem zu sein.


    Grüße Detlef

  • Du hattest das von mir angesprochene Add-on installiert?
    Übrigens habe ich dein Problem nicht, habe das gerade mit meinem Testprofil überprüft.


    Außerdem schreibe ich nie in HTML. Und beim Lesen wird ebenfalls alles in Reintext angezeigt mit ein paar Ausnahmen etwa beim Newsletter des "Spiegels" und andere. Es gibt eben ein paar davon, die sich wirklich nicht lesbar darstellen lassen.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
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    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

    Einmal editiert, zuletzt von mrb ()

  • Hallo mrb,


    ja, da ist des Rätsels Lösung: "....Außerdem schreibe ich nie in HTML...."


    Stell dir mal vor du führst die gesamte Korespondenz in einem Rechtsstreit mit deinem Anwalt und dem Gegner per Mail. Da wäre es sicherlich nicht verkehrt den Text mit elementaren Formatierungen zu versehen. Das sind alles Unterlagen, die in einem Zivilprozess Beweischarkter haben.


    Ich verwende E-Mail als Briefersatz, so ist das. Das macht anscheined das Entwicklerteam nicht. Ich bekomme aber Mails am laufenden Band, die ordentlich formatiert sind, z.B. von Arztpraxen, oder von Anwälten. Da gibt es noch ein paar mehr, die das gerne so machen, vermutlich sind das hauptsächlich Outlook Anwender.


    Wenn ich natürlich nur belanglose Sachen schreibe, wo es in keiner Weise auf die äußerer Form ankommt, dann kann ich Reintext tippen, wie ich lustig bin - ist alles richtig, oder alles egal.


    Ich habe jetzt eine Einstellung gefunden mit der ich leben kann. Ansicht auf 14 und Verfassen auf mittel. Das geht einigermaßen. Mehr sollte man das nicht machen, das geht nicht richtig und wird auch nicht besser.


    Danke für die Antworten
    Detlef

  • Hallo Detlev,


    auch ich gehöre zu denjenigen, die HTML in E-Mails vermeiden, wo sie nur können. Mir ist allerdings völlig klar, dass HTML im beruflichen Umfeld längst Standard geworden ist. Da komme auch ich inzwischen wegen der Corporate Identity nicht mehr drum herum.
    Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, warum Mozilla es von Anbeginn so kompliziert gemacht hat. Schon zu alten Netscape-Zeiten gab es diese Buttons zum Vergrößern oder Verkleinern der Schrift. Weshalb sie nie die direkte Auswahl der Schriftgröße erlaubt haben - ich weiß es nicht.


    Aber, ...
    Ganz so schlimm, wie Du es darstellst ist es nicht. Und ich glaube, Du machst einen gedanklichen Fehler: Das, was Du beim Verfassen auf dem Bildschirm siehst, wird beim Empfänger fast immer etwas anders aussehen.
    Die absolute Größe, z.B. in pt, spielt doch lediglich beim Druck eine Rolle. Die angezeigte Größe auf einem Bildschirm variiert mit der Größe des Bildschirms, der eingestellten Auflösung, des gewählten Zooms etc. . Außerdem unterscheidet die reale Größe sehr von Schriftart zu Schriftart.


    Für die Anzeige Deiner E-Mail auf dem Bildschirm ist es somit egal, welchen konkreten Schriftgrad Du wählst. Der eine Empfänger sieht 14pt recht groß, sagen wir 6 mm hoch, für den anderen erscheint es bei seinen Einstellungen recht klein, z.B. nur 3 mm hoch. Darauf hast Du als Verfasser der E-Mail überhaupt keinen Einfluss.
    Bei den von mir gewählten Einstellungen würde 14pt für mein Gefühl zu groß erscheinen, egal ob im TB oder im Office. Vielleicht hat 14pt bei mir die reale Größe der 16pt bei Dir, vielleicht auch nur wie 12pt. Weder Du noch ich wissen das, ohne dass wir es vergleichen würden.
    Wenn ich dieselbe E-Mail an einem anderen Computer/Bildschirm bei uns im Haus anschaue, oder auf dem Netbook, meinem Smartphone oder einem Tablet, sieht sie jedes mal anders aus.


    Es gibt natürlich so eine Art "etabliertes Mittelmaß". Ich weiß es jetzt nicht genau, aber ich glaube selbst Outlook verwendet standardmäßig keine 14pt, eher 11pt oder 12pt.


    Was in jedem Fall erhalten bleibt sind die Proportionen. Eine von Dir größer gewählte Schrift wird auch beim Empfänger im selben Maße größer erscheinen. So gesehen, genügen die Buttons zum Vergrößern und Verkleinern vollkommen.
    Ansonsten bietet Dir der TB alle wichtigen Formatierungsmöglichkeiten auf gewohnte Weise: Du kannst fett schreiben oder kursiv, bunt, in allen installierten Schriftarten. Du kannst Absätze verwenden, einfache Tabellen, Grafiken, Hyperlinks, ... .


    Wie gesagt, wenn es ums (richtige) Drucken geht, spielt der Schriftgrade eine Rolle. Für die reine Anzeige jedoch nicht so sehr. Ich denke, Du musst Dich einfach nur von dem Gedanken befreien, dass der Schriftgrad irgendetwas mit der real auf dem Bildschirm sichtbaren Größe zu tun hat.


    Das trifft übrigens ebenso (oder erst recht) auf die von mir bevorzugten Reintext-Mails zu.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Detlef,


    du WILLST es wohl nicht verstehen - bzw. eher nicht wahrhaben.

    "deri" schrieb:

    Ich möchte nur meine Mails z.B. in Arial 11 schreiben und so sollen sie in der Vorschau sichtbar sie und auch rausgehen.


    Erstens ist das durchaus möglich (siehe gleich die erste Antwort von mrb), zweitens ist es irrelevant. Du hast nämlich keinen Einfluss darauf, wie deine Mail beim Empfänger dargestellt wird. SusiTux hat dies noch etwas besser ausgeführt, denn neben nicht existenten Standards für HTML-Mails kommen noch die höchst verschiedenen Umgebungen der Empfänger hinzu, neben Mailclient selber also auch Monitorgrößen und Zoomfaktor bis hin zum Betriebssystem, welches womöglich nicht mal die von dir gewählte Schriftart kennt und deswegen vom Mailer dort ggf. eine andere Schriftart als Ersatz verwendet wird.


    "deri" schrieb:

    Stell dir mal vor du führst die gesamte Korespondenz in einem Rechtsstreit mit deinem Anwalt und dem Gegner per Mail. Da wäre es sicherlich nicht verkehrt den Text mit elementaren Formatierungen zu versehen. Das sind alles Unterlagen, die in einem Zivilprozess Beweischarkter haben.


    Da ich sowas gerade durch habe, weiß ich, dass du auch hier an der Realität vorbei argumentierst.
    - Einerseits akzeptieren noch längst nicht alle Gerichte E-Mails als beweiskräftig.
    - Zweitens ist nicht erkennbar oder gerichtsfest nachweisbar, ob eine E-Mail ankommt - ganz im Gegensatz zu eingeschriebenen Briefen.
    - Drittens haben wir auch mit unserem Anwalt per Mail korrespondiert und alle relevanten Schriftstücke kamen als PDF-Datei - die man bekanntlich direkt aus nahezu allen einschlägigen Schreibprogrammen erzeugen kann und deren Layout auch ganz genauso beim Empfänger ankommt. Auch der gegenerische Anwalt hat (unserem Anwalt) PDF-Dateien versendet, der Schriftverkehr von und zum Gericht hingegen lief klassisch und rechtswirksam per "snailmail".
    - Und als Viertes nochmal: Du hast keinen EInfluss darauf, ob und wie deine Formatierungen beim Empfänger dargestellt werden, folglich solltest du besser auf eine saubere Gliederung statt Spielereien mit Schriftgrößen und -arten oder fett/kursiv/unterstrichen setzen, so eine Gliederung klappt übrigens auch bei Textmails gut inklusive Nummerierungen oder Aufzählungen.


    Achja: bestimmte Attribute wie fett oder unterstrichen sind auch bei Reintextmails üblich; so wird *Text* in Sternchen als fett verstanden und _Text_ in Unterstrichen als unterstrichen. Das äußert sich sogar derart, dass viele Viewer derart "markierten" Text von sich aus fett bzw, unterstrichen anzeigen. Wer also nicht zu festgefahren ist und derartige Markierungen sparsam einsetzt, kann Texte sehr gut lesbar samt Hervorhebungen und ggf. stukturiert als Reintext schreiben, nur muss man dazu auch mal die Word-Scheuklappen ablegen und sich mal ein wenig damit beschäftigen, wie man gut strukturierte und lesbare Texte verfasst.


    Dein "Problem" liegt einzig darin begründet, dass es keinerlei Standard oder Normen gibt für den Umgang mit HTML-Mails. Das Medium/Protokoll E-Mail war niemals für layoutgetreue Kommunikation konzipiert, egal wie du dir das auch wünschen magst (und nicht allein damit dastehst). Aber dafür kann der Thunderbird nichts (wie auch kein anderer Mailclient) und deine völlig haltlosen Unterstellungen gegen seine Entwickler fallen eigentlich nur auf dich selber zurück.


    MfG
    Drachen

  • Hallo Susi,
    Hallo Drachen,
    ich möchte das Thema von meiner Seite gerne beenden. Mich hat vor allem der Unterschied in der Darstellung beim Verfassen und in der Vorschau gestört. Dass die Formatierung von HTML-Mails in TB umständlich und schwer zu verstehen ist, kann man kaum bestreiten. Eine brauchbare Einstellung habe ich ja gefunden, die werde ich jetzt beibehalten und die Mails so schreiben.


    Danke für die Antworten; das Thema kann von mir aus geschlossen werden.


    Viele Grüße
    Detlef

  • Hallo Detlef,


    "deri" schrieb:

    das Thema kann von mir aus geschlossen werden.


    Das kannst Du selbst erledigen, indem Du ein "[gelöst]" hinter den Titel des Themas setzt. Damit ist der Faden nicht zu, aber jeder sieht, dass es eine für Dich passende Lösung gab.


    "deri" schrieb:

    Dass die Formatierung von HTML-Mails in TB umständlich und schwer zu verstehen ist, kann man kaum bestreiten.


    Ein wenig schade finde ich, dass Du meinen Beitrag so wenig genau gelesen hast. Dabei hatte ich mir doch so viel Mühe gegeben. :(
    Die sichtbare Größe ist völlig unabhängig davon, ob Du nun HTML verwendest oder nicht, ob nun den TB oder Word oder gar LaTex.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,


    das weiß ich doch, dass es ungewiss ist, wie die Nachricht beim Empfänger aussieht. Ich arbeite mindestens seit 9 Jahren mit TB, kannst du nachsehen und die Einstellungen sind immer noch eine Geheimwissenschaft. Das hat bisher niemand vereinfacht.


    Viele Grüße
    Detlef