Email-Eingänge thematisch archivieren

  • Hallo liebe Thunderbird Community,


    ich bin noch ein Neuling bei Thunderbird, insofern ich erst vor wenigen Tagen von T-Online 6.0-Email-Client zu TB gewechselt bin.


    Ich arbeite mit Windows 7 in der 64bit-Version. Beim TB-Clienten habe ich das IMAP-Verfahren eingestellt. Nun möchte ich gern wissen, wie ich die eintreffenden Emails (Email-Eingänge) in verschiedene thematische Ordner einsortieren kann. Bei der T-Online 6.0-Software musste man die Unterordner im Email-Client einrichten. So hatte ich dort etwa 20 Unterordner eingerichtet gehabt. Wenn man ältere Emails aus den Unterordnern wieder einmal lesen wollte, ging das nur im Email-Fenster des T-Online-Client.


    Wo und wie richte ich die Archiv-Unterordner, in die ich alte Emails verschieben kann, bei TB ein? Mir ist nicht klar, ob solche thematischen Unterordner unter dem Clienten von TB eingerichtet werden und die dorthin verschobenen Emails sich dann beim Anklicken wieder im Fenster des TB-Clienten öffnen oder ob ich vollkommen unabhängig vom TB Clienten thematische Unterordner auf dem Computer unter Window Documents anlegen kann, so dass ich die älteren Emails dann ganz normal mit meinem Word 2010 öffnen kann.


    Eine unabhängige Speicherung unter einem ganz normalen Window-documents-Unterordner am Computer wäre mir natürlich die sympathischere Lösung, aber ich frage mich, was bei einer solchen Abspeicherung mit den Email-Zusatzinformationen geschieht, z. B. mit den Datum-und Zeitangaben sowie mit der Email-Adresse des Absenders.


    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir schreiben könnt, wie ich meine Unterordner am sinnvollsten ablegen kann. Kaum dass ich hier bei TB bin, quillt mein Postfach schon mit ca. 70 Emails über, die sinnvoll in verschiedenen Themenordnern abgelegt werden wollen.


    Vielen Dank, liebe Community

  • Hallo Historiker007,


    das ist überhaupt kein Problem.
    Zuerst einmal ist wichtig zu wissen, ob du auf dem Server irgendwann einmal mit dem "wunderschönen" magentafarbenen Webmailclient (also per Browser) bereits Ordner und Unterordner angelegt hast. Wenn du das schon getan hast, dann kannst du mittels Datei >> Abonnieren diese bereits auf dem Server vorhandenen Ordner im Thunderbird anzeigen lassen (alle oder nur einige, oder einige auch wieder ausblenden).


    Hast du bislang (also vor dem Thunderbird) noch keine weiteren Ordner auf dem Server angelegt, dann kannst du das jederzeit per Thunderbird jetzt machen. Du markierst mit der Maus den betreffenden Ordner, unter dem du die weiteren Ordner erstellen willst > Rechtsklick > Neuer Ordner. Und nach ein paar Sekunden (oder mal auf "Abrufen" klicken) wird dir der neue Ordner angezeigt.
    Wie ich dir ja schon geschrieben habe, wird bei IMAP alles, was du mit dem Client anstößt letztendlich auf dem Server ausgeführt. Du kannst den Erfolg dieser Aktion (wenn du unbedingt willst) auch wieder per Webmail sehen.


    Zwei Eigenarten des magentafarbenen Providers:
    1.) Er reglementiert die Anzahl der max. möglichen Ordner und auch die Tiefe der Ordnerhirarchie => Informieren auf deren Webseite!
    2.) Es soll dort wohl auch bestimmte Festlegungen geben, wo du die Ordner anlegen kannst. (Genau weiß ich das aber nicht.) => Einfach austesten.
    Und ich erinnere noch einmal an die ganz üble Magenta-Marotte, dass ohne dein Eingreifen "alte" Mails nach 90 Tagen einfach so vom Server gelöscht werden! => Das kann aber in den Einstellungen (im Kundencenter oder wie das heißt) abgestellt werden. Man kann es nur nicht oft genug erwähnen ... .


    In die angelegten Ordner kannst du dann nach Herzenslust deine Mails kopieren oder verschieben. Denke daran, dass das "Hochschubsen" etwas dauern kann. Du kannst das per Maus, per Kontextmenue oder auch per automatisch arbeitender Filter machen. Einfach mit den Filtern etwas spielen. Passieren kann dabei doch nichts. Oder du schickst dir zum Üben ein paar Testmails. (Filter kannst du jederzeit wieder ändern oder gänzlich löschen. Du musst wirklich damit "spielen" um ein Gefühl dafür zu bekommen!)



    Du kannst (und solltest) dir auch in den "Lokalen Ordnern" eine Ordnerhirarchie anlegen. Für diese gibt es keinerlei Größenbeschränkung, was die Anzahl der Ordner betrifft. Dorthin kannst du dir die "älteren" Mails verschieben. Du musst nur immer daran denken, dass für den Schutz vor Verlust der lokal gespeicherten Mails einzig und allein du verantwortlich bist. Hier kannst du nicht mit dem Finger auf deinen Provider zeigen. Deshalb musst du immer wissen, wo du besonders wichtige Daten hinlegst. (Server und als Kopie lokal!)


    Mails werden im Mailclient (oder dem IMAP-Server) gespeichert. Mailanhänge gehören in eine Ordnerhirarchie irgendwo in deinen "Eigenen Dateien" im Betriebssystem. Dort (und nur dort!) werden sie zuerst mit dem AV-Scanner überprüft und dann vor Ort geöffnet. Es gab auch mal ein Add-on, mit welchem man Mailanhänge direkt aus einer Mail "herausschneiden" und wie oben beschrieben extern speichern konnte (AttachmentExtractor). Ich weiß nicht, ob es das noch gibt bzw. unter den neuen TB-Versionen noch läuft.


    Selbstverstänbdlich kannst du (besonders wichtige) E-Mails auch als Textdateien oder im standardisierten .eml-Format extern (also z. Bsp. zusammen mit Dokumenten bestimmter Projekte usw. in einer Ordnerhirarchie deiner "Eigenen Dateien") speichern. Das geht hervorragend mit dem Add-on "ImportExportTools".
    Bei derart exportierten Mails bleiben auch alle Daten erhalten. Zum Betrachten öffnet sich ... der Thunderbird.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo, da ist er wieder, der Peter, der echt nützliche Tipps hat! -


    So weit ich das beurteilen kann, hatte ich bei T-Online bisher keine virtuellen Email-Ordner im web gehabt, sondern die Unterordner, in die ich ältere Emails thematisch einsortiert hatte, haben sich auf meinem Computer befunden, denn ich konnte diese älteren Emails auch "offline" lesen. - Abgesehen davon halte ich auch gar nichts davon, dass irgendwelche Emails virtuell im Netz gespeichert werden können. Ich hätte mich ja auch für die Fortführung meines Email-Dienstes bei T-Online entscheiden können, hätte aber eben kein "handmade" 6.0 Email-Client mehr auf dem Computer gehabt, sondern eben nur noch T-Online-Web-Mail im Internet.


    Genau das ist auch ein Hauptgrund, warum ich nicht weiter bei T-Online bleibe: a) Emails können bei T-Online demnächst nur noch "virtuell" im Web betrieben werden und b) T-Online soll vielleicht demnächst an den Springer-Konzern verkauft werden, gehört dann nicht mehr zur Telekom. Damit steht dann auch nicht mehr der relativ gute Kundenservice der Telekom zur Verfügung.


    Ich habe irgendwann im letzten Jahr zur Kenntnis nehmen müssen, dass sogar die - ach so als absolut sicher hochgelobten - virtuellen Clouds gehackt worden sind, indem dort private Fotos von irgendwelchen Stars und Sternchen geklaut worden sind. Genau aus diesem Grund haben ältere Emails nicht das geringste in irgendeinem Web-Archiv zu suchen, sondern sollten ausschließlich "handmade" auf dem eigenen Computer archiviert werden. Natürlich können dort auch Trojaner etc. eindringen, aber darauf hat man ja wenigstens mit der Pflege von Virenscannern ein bisschen Einfluss.


    Viele Grüße

  • Genau das ist auch ein Hauptgrund, warum ich nicht weiter bei T-Online bleibe: a) Emails können bei T-Online demnächst nur noch "virtuell" im Web betrieben werden und b) T-Online soll vielleicht demnächst an den Springer-Konzern verkauft werden,


    Hallo,
    aus reiner Neugier: könntest du uns dazu ein oder mehrere Links posten, ich bin ja selbst bei der Telekom.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • a) Emails können bei T-Online demnächst nur noch "virtuell" im Web betrieben werden und

    Wer behauptet denn diesen Blödsinn?


    Wenn du auf die großen Vorteile von IMAP verzichten willst, dann richte dein Mailkonto doch einfach als als POP3-Konto ein (aber bitte so, wie das in der POP3-Spezifikation steht, also NICHT das bei POP3 gewollte Löschen der Mails auf dem Server verhindern).
    Neue Mails werden dann sofort heruntergeladen und auf dem Server gelöscht.
    Aber bitte heule nicht herum, wenn du auf dem eigenen Rechner wegen eines Hardwareschadens, eines Softwareproblems oder eines "zuckenden Löschfingers" (Level 8-Fehler) einen Datenverlust hast. Du wirst privat nie den hohen Grad an Verfügbarkeit erreichen, welchen dir ein seriöser Provider bietet!


    Und dann gebe dich bitte dem Irrglauben hin, dass eine Mail, welche du "sofort" heruntergeladen und gelöscht hast, nicht noch woanders gespeichert ist. Du kannst sicher sein, dass jemand der sich für deine Mails interessieren sollte, diese schon vorher bei sich gespeichert hat. Für die Masse der User wird sich niemand für ihre Mails interessieren und diese auch nicht "mitlesen", wenn sie Jahre auf einem Mailserver liegen. Lassen wir mal die (natürlich nur ausländischen ...) Geheimdienste außer acht, die alle für sie greifbaren Informationen durch ihre Filter jagen und auswerten. Aber Lesen kann diese Flut an Informationen niemand.



    So, Thema für mich durch.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Doch dazu noch eine Antwort von mir:


    Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass der schöne magentafarbene Name "T-online" für drei Dienste steht:
    1. für Deutschlands größten und IMHO bedeutendsten Internetprovider
    2. für den von diesem Internetprovider betriebenen E-Maildienst (vermutlich auch Deutschlands größter)
    3. für das gleichnamige bunte Informationsportal


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Telekom ihren eigenen Internetprovider und ihren Maildienst verkauft.
    Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ein Informationsportal bei einem Verlagshaus besser angesiedelt ist, als bei einem technisch ausgerichteten Konzern. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die journalistische Qualität eines Portals bei einem Verlagshaus nur besser werden kann.
    (Ich wäre nicht mal traurig, wenn dieses Portal ganz eingestellt würde, denn ich habe es noch nie als Informationsquelle benutzt. Gehöre wohl nicht dieser Zielgruppe an.)


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Ich hatte die Meldung dazu, dass T-Online vielleicht an Axel Springer verkauft werden soll, vor ein paar Tagen im öffentlich-rechtlichen Videotext gelesen, wenn ich mich recht erinnere. Der Kommentar der Telekom dazu war, die in dem Kurztext zitiert wurde, dass sich die Betreuung von Email usw. als Geschäftsmodell überlebt hätte, weil im www genügend andere Seiten Email-Clienten usw. anbieten würden.


    MfG

  • [OT]Hallo Feuerdrache,


    Du hast unter Deinem Gruß eine sicherlich zutreffende Gesellschaftskritik (Zitat des Astrophysikers) formuliert.


    Wenn man morgens an Schulbushaltestellen vorbeifährt, sieht man viele Schülerinnen und Schüler (aber vor allen Dingen Schülerinnen), die auf dem Bürgersteig entlanglaufen, die ihren Blick leicht nach vorn unten geneigt haben, wo sie ihr Smartphone wie eine "heilige Monstranz" vor sich hertragen. Manchmal glaube ich, dass ein solches Mädchen der drei oder vier Meter vor ihr herlaufenden Freundin einfach nur Kurzbotschaften sendet, weil diese genauso auf ihr Smartphone schaut.


    Viele, vielleicht die meisten Leute, sagen, dass es eben dem "Geist der Zeit" entspricht und dass man sich nicht gegen diese Entwicklung stellen könnte. Das sehe ich anders. Hinter dieser Aussage verbergen sich oft nur eigene Faulheit und Bequemlichkeit. Die Eltern müssen es selbst vorleben, dass man nicht unablässig das Smartphone aus der Handtasche oder der Jacke zieht, um zu kontrollieren, ob jemand geschrieben hat (als Gradmesser der eigenen gesellschaftlichen Wichtigkeit?), sondern dass man mit Freunden und Nachbarn den direkten Kontakt pflegt.


    Die Eltern müssen es aushalten können, wenn sie den Kindern Regeln in der zeitlichen Beschränkung der Nutzung auferlegen. Dabei wird es zu Wutausbrüchen kommen, dabei werden viele böse Worte fallen, dabei werden Tränen fließen. Aber es muss eben von Eltern und Alleinerziehenden ausgehalten werden können. Sicherlich sind die Eltern oftmals selbst beruflich gestresst und möchten zuhause unter dem eigenen Dach keine weiteren Konflikte haben. Wer Kinder hat und diese auch erziehen muss/will, muss da eben durch!


    Gruß
    [/OT]

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