Senden fehlgeschlagen...und doch gesendet

Am 24.09.2018, werden in der Zeit zwischen 21:00 Uhr und 09:00 Uhr des folgenden Tages Wartungsarbeiten am Server durchgeführt. Daher wird die Webseite in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar sein.
  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 45.2.0
    * Betriebssystem + Version: Windows 8
    * Kontenart (POP / IMAP): IMAP
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX): hosteurope
    * Eingesetzte Antiviren-Software: Gdata
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):Gdata
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen): ???


    Hallo,
    mir ist es schon öfter passiert, auch mit älteren Versionen und anderen Anbietern, daß Mails mit größeren Anhängen (meist >5MB)
    nach einiger Zeit mit "Senden fehlgeschlagen" quittiert werden, (logische Konsequenz: Nochmal senden) die Mail aber trotzdem rausgeht.
    Weder im "Gesendet"-Ordner noch in "Entwürfe" findet sich die Mail.
    Daß die Mail raus ist merke ich meistens dann, wenn der Empfänger mich frägt, warum ich ihm die gleiche Mail 10x schicke...
    Vorschläge, Ideen?
    Danke und Grüße,
    Otto

    ATARI...das waren noch Computer!

  • Guten Tag Otto, und willkommen im Forum!

    Vorschläge, Ideen?

    Na klar doch ... .


    Mal ganz abgesehen davon, dass das "Medium" E-Mail nie dazu entwickelt wurde, um Massendaten zu versenden (dazu gibt es bessere Möglichkeiten wie ftp und heutzutage WebDAV oder die Cloud!), ist dein Problem kein Problem des Sendens (dieses geschieht per SMTP), sondern ein Problem des plumpen Kopiervorganges per IMAP in den auf dem Server liegenden "Gesendet"-Ordner.
    Bei einer Reihe von Providern (nicht bei allen) gibt es Probleme bei diesem Kopiervorgang. Dieser Vorgang hat auch nichts mit dem eigentlichen Senden zu tun.


    Lösungen:

    • Du denkst mal darüber nach, ob die von dir gesendeten Mails denn wirklich in den auf dem Server befindlichen "Gesendet"- (= SENT-) Ordner kopiert werden müssen. Reicht es dir nicht, wenn du dafür den gleichnamigen Ordner in den "Lokalen Ordnern" nutzt? Das kannst du ganz schnell in den Konten-Einstellungen ändern. Damit ist dieses Problem in der Regel verschwunden.
    • Falls du "unbedingt benötigst", dass du mit mehreren Clients auf die gesendeten Mails zugreifen musst (dass ist ja der Sinn dahinter, diesen Ordner auf dem Server zu benutzen), dann kannst du immer noch die in dem lokalen "Gesendet"-Ordner liegenden Mails ab und an per Maus in den Ordner auf dem Server verschieben. Das funktioniert immer.
    • Wie schon geschrieben, handelt es sich bei der Ablage der gesendeten Mails um ein simples Kopieren der (hoffentlich auch) gesendeten Mails in diesen Ordner. Es ist aber alles andere, als eine echte Sendebestätigung! Bei einer Störung, kann die Mail auch dort liegen, obwohl sie nie korrekt gesendet wurde.
      Kommt es dir nur auf das Senden und nicht auf diese "Dummie-Sendebestätigung" an, dann deaktiviere diesen Kopiervorgang einfach in den Konten-Einstellungen.
    • Willst du aber eine wirkliche echte Sendebestätigung, dann aktiviere die Option, sämtliche von dir gesendeten Mails per BCC an dich selbst zu senden. Wenn die Mail nach ein paar Sekunden wieder bei dir ankommt, dann hast du die echte Bestätigung, dass der SMTP-Server deines eigenen Providers diese Mail korrekt erhalten und auch korrekt weitergeleitet hat.
      Ob eine Mail aber wirklich beim Empfänger angekommen ist, kann dir nur der Empfänger selbst sagen. Mehr "können" die uralten Mailprotokolle einfach nicht.

    OK?


    Und denke bitte darüber nach, ob es wirklich nötig ist, weiterhin Massendaten per Mail zu versenden. Das ist lediglich eine sehr üble Unart.


    edit:
    Fast was vergessen:
    Der installierte AV-Scanner darf niemals das Thunderbird-Userprofil überwachen! => dieses im Scanner als Ausnahme eintragen! Ganz wichtig!
    Und das Überwachen der Verschlüsselten Verbindung, zumindest der zum SMTP-Server (gern werbewirksam als "Mailschutz" bezeichnet), bringt mehr Schaden und Probleme, als Nutzen. Wenn du nicht völlig sicher bist, dass die von dir verschickten Mailanhänge auch frei von Malware sind, dann handelst du unverantwortlich gegenüber deinen Mailpartnern. Du solltest also Mailanhänge vor dem Anhängen an eine Mail immer mit einem aktuellen AV-Scanner überprüfen. Und wenn du das getan hast, kannst du dir die Überwachung der abgehenden Verbindung durch den Scanner schenken. Das von dir beschriebene Problem wird mitunter auch dadurch verursacht. Auf jeden Fall sind Timeout-Meldungen bei deinen Monsteranhängen ein üblicher Zustand.


    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Danke für die schnelle Antwort.
    Die Größe der Anhänge kann ich oft nicht beeinflussen, da es sich um geschäftliche Korrespondenz handelt...bin auch kein Fan davon.


    Mir geht es weniger um die Kopie im Gesendet Ordner, als um die Meldung Senden fehlgeschlagen.
    Da denke ich als DAU natürlich, "blöd, dann nochmal!"
    Mittlerweile, da mir die Problematik bekannt ist, frage ich einfach in einer 2. Mail nach, ob der Anhang angekommen ist.


    Nochmal Danke und wenn euch noch was einfällt, immer her damit, ich versuche dazuzulernen...

    ATARI...das waren noch Computer!

  • Hallo Otto,


    Du könntest mal diese Erweiterung testen: AttachExtraTools.


    Da wird Dir dann beim Verfassen-Fenster, sobald Du einen Anhang anfügst, ein Schalter zur Verfügung gestellt, wo Du anhaken kannst, dass beim Versenden der E-Mail der E-Mail-Anhang nicht in den eigenen "Sent"-Ordner mit kopiert wird, sondern nur die E-Mail selbst. Meinerseits ohne Gewähr, da ich diese Erweiterung nicht einsetze!


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Arbeite im Bereich Qualitätssicherung, da muss alles zwölfzigmal kopiert, dokumentiert und aufbewahrt werden...

    ATARI...das waren noch Computer!

  • Hallo Otto,

    Arbeite im Bereich Qualitätssicherung, da muss alles zwölfzigmal kopiert, dokumentiert und aufbewahrt werden...


    Wenn es dir um die "Nachweisbarkeit" oder Dokumentation gesendeter Mails geht, dann bleibt dir wirklich nur die von mir unter Punkt 4. beschriebene Methode, also alle gesendeten Mails automatisch per BCC an eine deiner eigenen Adressen zu senden.
    Aus dem Quellcode der Mail kann man dann auch bestimmte Einträge entnehmen, die deutlich anzeigen (ich schreibe bewusst nicht "beweisen"!), dass diese Mail wirklich gesendet wurde und du sie dann wieder neu erhalten hast. Der Server schreibt also einiges rein, was im Streitfall auch ausgewertet werden könnte.
    Selbstverständlich ist das alles kein gerichtsverwertbarer Beweis - aber es ist alles, was die alten Protokolle eben hergeben.


    Das sinnfreie Kopieren in den Gesendet-Ordner (was ja - noch einmal - keinerlei Bestätigung eines Sendevorganges ist!), kannst du dann einfach in den Konto-Einstellungen deaktivieren.
    Und dann legst du dir eine Filterregel an, welche ankommende Mails mit dem eigenen (oben verwendeten) Absender automatisch in den Gesendet-Ordner verschiebt. Letztendlich liegen die von dir gesendeten Mails im Gesendet-Ordner, letztendlich funktioniert dieses Verschieben ankommender Mails so gut wie immer störungsfrei und du kannst anhand der Einträge im Quelltext zumindest glaubhaft zeigen, dass diese Mail wirklich gesendet und nicht nur "von irgendjemandem" in den Gesendet-Ordner kopiert wurde.


    Die Größe der Anhänge kann ich oft nicht beeinflussen, da es sich um geschäftliche Korrespondenz handelt...bin auch kein Fan davon.

    Nun, zum Glück (!) achten da die Provider schon etwas darauf, dass dieser Missbrauch (!!) des Maildienstes etwas eingeschränkt wird. Das betrifft die Einschränkung der maximalen Größe eines E-Mailanhanges beim Senden, aber auch die maximale Größe einer zu empfangenden Mail. Es kann zum Bsp. schnell mal passieren, dass du über deinen Provider eine "fette" Mail gerade noch senden kannst, der "Billigheimer" des Empfängers eine Mail dieser Größe ablehnt und zurückschickt. (Gut so!)
    Und du sollst auch wissen, dass beim Versenden eines Mailanhanges, welcher nicht nur aus puren ASCII-Zeichen besteht (also alles, was binäre Anhänge sind, aber auch Office-Dokumente und sogar Reintext mit Umlauten) bei der notwendigen Umcodierung nach ASCII (die alten Mailprotokolle können nur mit ASCII umgehen!) die Dateigröße um ca. 1/3 aufgebläht wird. Da sind die Grenzen schnell erreicht.


    Heutzutage werden Mailanhänge vom Absender auf einen (doch wohl immer vorhandenen!) Server kopiert, und dem Empfänger dann lediglich ein Link dorthin geschickt. In diesen Link kann sogar ein Passwort mit reingepackt werden. So dass der Empfänger nur auf den Link klicken muss, der Browser startet und er kann Dateien in "beliebiger Größe" herunterladen.
    Und der Thunderbird ist sogar in der Lage, dieses vollautomatisch zu realisieren! Der Absender muss lediglich einen geeigneten Server bereitstellen.



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
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  • Mir geht es weniger um die Kopie im Gesendet Ordner, als um die Meldung Senden fehlgeschlagen.

    Die Ablage ist in diesem Fall nicht so wichtig, das kann ich über eine simple Notiz klären, da es nur darum geht wer hat was wann an wen geschickt.
    Irritierender finde ich eben obige Fehlermeldung - Senden fehlgeschlagen - da die Mail eben doch rausgeht, inkl. Anhang. Käme da was von wegen "Kann nicht im Ordner Gesendet gespeichert werden" oder so wäre ja alles klar.
    Ich meine wenn ich schon dicke Dinger schicken muß, will ich es nicht unnötig oft tun.
    Danke,
    Otto

    ATARI...das waren noch Computer!

  • Kann es sein, dass Gdata auch die ausgehenden Emails scannt? Ich hatte bei Kaspersky mal ein ähnliches Problem. Nachdem ich das Scannen von ausgehenden Emails deaktivert habe, hat es wieder ohne Probleme funktioniert.

  • Hallo Ganzfix,
    glaube ich nicht, da ich dise Meldung auch schon früher hatte auf einem anderen Rechner
    mit win7 und eine freeware AVS (avast) draufhatte.
    Ich finde auch keine Konsistenz, manchmal gehen eMails mit fetten Anhängen einfach normal raus
    und dann kommt die Meldung bei eMails mit kleinerem Anhang.


    Sie kommt auf jeden Fall nur bei eMails mit Anhang.
    Sie erscheint eher wenn die Anhänge groß sind, als bei kleinen Anhängen (aber eben nicht immer gleich)
    Ich kann also leider nicht sagen bei Anhängen mit mehr als x MB...


    Im Nachhineien kann ich es natürlich nicht mehr feststellen, aber vielleicht hat die Verbindung noch einen Einfluß.
    Danke und Gruß,
    Otto

    ATARI...das waren noch Computer!

  • Hallo Otto,


    so lange du dem AV-Scanner die Überwachung der gehenden Verbindung zum smtp-Server nicht verbietest, wirst du immer mit diesen Probleme leben müssen.
    Ich habe dir das mitgeteilt, ich habe es begründet und ich habe dir eine Alternative genannt.


    Jetzt ist es an dir zu reagieren oder eben damit zu leben.



    MfG Peter

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    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Lieber Peter,
    Du hast mir mehrfach beschrieben wie ich das "Anhangproblem" (worum es mir, wie mehrfach erwähnt, nicht vordergründig geht!)
    lösen könnte und das war auch wirklich sehr informativ und hilfreich, danke dafür.


    Was es allerdings mit der Meldung
    SENDEN FEHLGESCHLAGEN
    auf sich hat,
    obwohl die eMail gesendet wurde
    hast Du mir nicht beantwortet.
    Sorry wenn wir ein wenig aneinander vorbeireden. Ich hoffe jetzt ist mein eigentliches Problem
    (die Meldung SENDEN FEHLGESCHLAGEN - obwohl die Mail gesendet wurde!) klar. Auf jeden Fall danke für deine Mühe. Otto

    ATARI...das waren noch Computer!