Ist die Anzahl der Ordner und Unterordner pro Mailadresse begrenzt ?

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 45.4
    * Betriebssystem + Version: 10
    * Kontenart (POP / IMAP):
    * Postfach-Anbieter (z.B. GMX): GMX
    * Eingesetzte Antiviren-Software: 360 Total Security
    * Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): intern
    * Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):


    Hallo !


    In kann keine neuen Ordern oder Unterordner mehr erstellen bei einer meiner Mailadressen (in linker Spalte wo ich die erhaltenen Mails sortiere und speichere).


    Ist die Anzahl der Ordner oder Unterordner begrenzt? Es sind jetzt 8 Ordner vorhanden und ein Ordner hat 19 Unterordener und es sollten noch mehr werden, was aber nicht geht.


    Bei anderen Mailadressen kann ich noch neue Order / Unterordner einrichten. Deshalb komme ich auch auf die Idee mit der Begrenzung der Anzahl.


    Vielen Dank im voraus. :)


    Tom

  • Guten Tag Fixmagie, und willkommen im Forum!


    Nun, so einfach wie es sich unser "drei-Worte-Antworter" Wolfgangsson macht, ist es leider nicht.
    Zum einen ist es sehr wichtig zu wissen, ob du deine E-Mails noch nach dem alten POP3 verwaltest, oder ob du das modernere IMAP benutzt.
    Bei IMAP werden die Ordner und Unterordner nämlich auf dem Server angelegt, und die maximal mögliche Anzahl an Ordnern und Unterordnern und die Verschachtelungstiefe wird hier vom Provider festgelegt. Es gibt Provider, welche dort keine (spürbaren) Begrenzungen vorgeben (ich nutze mit IMAP über 100 Ordner und Unterordner, teilweise in vier Ebenen) und es ist zumindest ein sehr bekannter Provider dabei, welcher bei seinen Privatkundentarifen sehr restriktiv handelt. Bei fast allen mir bekannten Providern sind diese Vorgaben auf deren Webseite oder in den AGB dokumentiert. Außerdem kann man die Provider ja auch per E-Mail befragen ... .


    Bei der lokalen Speicherung der E-Mails nach dem alten POP3 sind mir keine Begrenzungen bekannt. Es mag vlt. welche geben, aber diese liegen bestimmt so weit weg, dass sie noch niemandem aufgefallen sind. Jedenfalls wurde hier noch nie davon berichtet. Es sieht so aus, dass hier nur die Grenzen des Betriebssystems wirksam werden.


    OK?


    Mit freundlichen Grüßen!
    Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo Peter und Danke für Deine sehr hilfreiche Antwort! :thumbsup:


    Tatsächlich handelt es sich bei GMX um ein IMAP Konto mit Beschränkung: Die maximale Anzahl von Ordnern ist abhängig von Ihrem Tarif: GMX FreeMail 20 Ordner, GMX ProMail 100 Ordner und GMX TopMail 256 Ordner, schreibt GMX.


    Nun hab ich also ein Problem, entweder auf ProMail wechseln, was kostet, oder den Provider wechseln, wobei das nicht so einfach ist, da ich diesen Account auch beruflich nutze.


    Peter, bitte welche kostenlosen Provider ohne Beschränkung der Ordneranzahl kennst Du ?


    Habe jetzt auch den Unterschied IMAP und POP gelernt, das war mir bislang nicht bewusst. IMAP ist zwar ganz nett und praktisch wenn man mehrere PCs mit den Mails nutzt (wie ich), aber bevor ich wegen den Ordnern für IMAP bezahle, kann ich auch darauf verzichten. Also lieber POP und kostenlos als IMAP.


    Vielen Dank! :) 
    Tom

    3 Mal editiert, zuletzt von Fixmagie ()

  • Hallo Tom,

    Peter, bitte welche kostenlosen Provider ohne Beschränkung der Ordneranzahl kennst Du ?

    Ich, als Poweruser was E-Mails betrifft, sehe es folgendermaßen:
    ich will Leistung und Qualität (Sicherheit, viele einzelne Mailkonten, große Postfächer usw.). Und weil ich das so haben will, bin ich auch bereit, gerne dafür einen Obolus zu leisten.
    Die Nutzung eines Kostnix-Kontos für zahlungsunwillige Kunden bringt eben diese Leistung nicht. Ich kann den/die Provider sogar sehr gut verstehen, wenn sie bei diesen Kunden bestimmte Beschränkungen einsetzen.
    (Ich muss der Vollständigkeit halber noch ergänzen, dass es schon einen Provider gibt, welcher riesige Postfächer bietet, ohne dass der Nutzer dafür Geld bezahlen muss. Nun, umsonst gibt es nix, diese Nutzer "zahlen" dafür mit ihren Daten.)



    MfG Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Hallo,


    in manchen Fällen könnte vielleicht auch mit der Beschränkung der (Unter-)Ordner leben. Je nach Anwendungsszenario, könnte man im IMAP-Konto mit den wenigen Ordnern (geräteübergreifend) arbeiten und zusätzlich in Thunderbirds lokalen Konto dann beispielsweise massenweise (Unter-)Ordner anlegen. Diese sind dann aber nur lokal auf dem PC vorhanden.

    Gruß
    Thunder


    Keine Forenhilfe per Konversation! - Danke für Euer Engagement und Eure Geduld!

  • Vielen Dank Thunder für den Tip mit dem lokalen Ordner. =O


    Das hilft mir erstmal weiter bis ich den von Peter erwähnten Provider gefunden habe, der riesige Postfächer bietet, ohne dass der Nutzer dafür Geld bezahlen muss.



    Grüße Tom

  • Hallo Fixmagie,


    Das hilft mir erstmal weiter bis ich den von Peter erwähnten Provider gefunden habe, der riesige Postfächer bietet, ohne dass der Nutzer dafür Geld bezahlen muss.


    wie Peter_Lehmann schon geschrieben hat, dass es nichts kostet, heißt nicht, dass man dafür nicht bezahlt. Du bezahlst mit Deinen Daten und mit den E-Mail-Adressdaten und -Inhalten, egal ob gesendet oder empfangen.


    Handelt es sich bei dem Provider um ein US-Amerikanisches Unternehmen, der noch dazu seine Server im wesentlichen in den USA stationiert hat, dann unterliegt dieses Unternehmen dem USA PATRIOT Act, hier besonders Abschnitt 3.3 beachten.
    Nach der Rechtsauffassung der US-Regierung ist der Zugriff auf die Daten keineswegs auf das Territorium der USA beschränkt. Bitte dies ebenfalls beachten!


    Einer dieser US-Amerikanischen Provider bietet 1 T(erra)B(yte) Speicherplatz für ein "Kostnix"-Konto an. Der Name fängt mit "Y" an und endet mit "o". Er ist gleichzeitig ein bekannter Suchmaschinenanbieter. Als Suchmaschine endet der Name allerdings mit "!".


    Gruß
    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Hallo Feuerdrache,


    danke für Deinen Hinweis. :D


    Tatsächlich kann und will ich diesen Provider namen Y..... ! nicht nutzen.


    Da muß ich wohl in den sauren Apfel beissen und auf deutschen Datenschutz ? setzen und auch noch dafür bezahlen oder mich mit den lokalen Ordnern zufrieden geben. Wie man es auch macht, man macht es falsch. Schöne neue Internetwelt.


    Grüße
    Tom

  • Hallo Tom,


    nur mal als Hinweis:


    da ich diesen Account auch beruflich nutze

    falls Du Unternehmer bist, dann hast Du meines Wissens eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht. Bei Deinem kostenlosen Konto hast Du aber keine Zusage bzgl. Verfügbarkeit. Du solltest also auf jeden Fall eine lokale Kopie vorhalten und ein ordentliches Backup pflegen.


    Gruß


    Susanne

  • Falls es noch jemand interessiert:

    Ich hatte vor kurzem ein riesiges Desaster mit der Synchronisierung mit Outlook und meinem Mail-Provider (1und1). Die Ursache lag darin, dass bei 1und1 "nur" 2.000 Ordner pro Account möglich sind. Outlook macht aber munter weiter obwohl der Mailserver die Aktionen ignoriert. Hinweis Fehlanzeige.

    Thunderbird hat hier den Vorteil dass die Aktionen nicht ausgeführt werden. Deshalb habe ich dann im Webmailer die Aktionen versucht. Und sie da: Es kam der Hinweis, dass die 2.000er Grenze überschritten würde.

    Seit dem hasse ich Outlook.

  • Hallo Jominator,


    da kann weder Outlook noch Thunderbird noch irgendein anderes E-Mail-Programm etwas dafür! Folglich ist das, was Dir passiert ist, auch kein Grund, das bisher benutzte Mail-Programm zu hassen.


    Es gibt weltweit hunderte, wenn nicht tausende Provider, also Anbieter von E-Mail-Adressen, Webauftritten, Cloudspeichern usw. usf.

    Ein Mail-Programm kann nicht alle Einstellungen der Angebote der Provider kennen (Postfachgrößen, Ordnerrestriktionen, Aufbewahrungsdauer von E-Mails oder Dateien in der Wolke, usw. usf.). Zumal ja (fast) jeder mehrere und unterschiedliche Angebote vom Kostnix-Konto bis zum teuren "Luxus-Eier-legende-Wollmilchsau"-Konto hat.


    Außerdem kommt hinzu, dass nicht jeder Provider klare Servermeldungen eingerichtet hat, die ein E-Mail-Programm erkennen lassen, dass eine Aktion (in Deinem Falle das Anlegen weiterer E-Mail-Ordner) nicht möglich ist, also ignoriert wird. Hier wäre es an 1&1 Dir mitzuteilen, ob Serverseitig an Dein Outlook eine angemessene Fehlermeldung erfolgte.


    Als mir privat von einem IT-affinen Verwandten mein Internetauftritt eingerichtet wurde (vor beinahe 10 Jahren) - dazu bei mir ein E-Mail-Konto bei T-Online - hat er mir gleich den Rat gegeben, zuerst über den Webauftritt von T-Online die Voreinstellungen zu prüfen und entsprechend meinen Bedürfnissen anzupassen. Ebenso auch den Leistungsumfang meines Postfaches zu prüfen.

    Ich habe das danach auch bei jedem anderen Provider, wo ich mir E-Mail-Konten angelegt habe, immer entsprechend diesem Rat praktiziert.


    Gruß

    Feuerdrache

    „Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.“
    Clifford Stoll, amerik. Astrophysiker u. Computer-Pionier

  • Hallo Feuerdrache,


    danke für deine Einschätzung. Mir ist das auch alles bewusst. Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass das Ausführen einer Operation im Client vom Server bestätigt werden muss. Wo käme man denn sonnst hin? Das ist doch das Prinzip von IMAP. Und Thunderbird hält sich anscheinend ja auch daran. Das Anlegen eines 2.000sten Ordners wird nicht umgesetzt. Es wird zwar kein Grund angegeben - was schön wäre - aber so bin ich immerhin auf die richtige Fährte gekommen.


    Ob es so eine Konvention tatsächlich gibt, weiß ich nicht. Logisch und hilfreich wäre es aber auf alle Fälle.


    Beste Grüße,


    Jominator

  • Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass das Ausführen einer Operation im Client vom Server bestätigt werden muss.

    Natürlich hast du Recht. Jede Operation wird vom Server bestätigt. Auf TCP-Ebene wird sogar jedes Paket acknowledged. Im IMAP-Log sieht man einen Eintrag wie


    OK CREATE completed


    wenn das Anlegen eines Ordners funktioniert hat. Das ist per RFC normiert. Zu behaupten, ein Mailprogramm müsse dazu tausende Provider usw. kennen, da sage ich jetzt mal lieber nichts zu. Sonst schimpfen sie mich gleich wieder.


    Wenn Outlook hier Fehler ignoriert, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dann ist das ein Fehler im Outlook. Ob man deshalb zu so starken Wörtern wie "hassen" greifen muss? Nee, muss und sollte man nicht.




  • Outlook hat mich durch sein undurchsichtiges Verhalten bereits so viele Tage an Zeit gekostet. Dieser Vorgang hier und den damit verbundenen Datenverlust, bzw. der Zeitaufwand für das Wiederherstellen der Ordner unter Zuhilfenahme des kostenpflichtigen Backups von 1und1, hat bei Outlook das Fass halt zum Überlaufen gebracht.


    Vielleicht sind bei Anderen Tolleranzschwellen für Ärger höher angesetzt. Aber ich bin der Meinung dass ein Programm welches seit 20 Jahren entwickelt wird, und von dem Wikipedia behauptet, dass es einen erweiterte IMAP-Unterstützung bietet, mir mitteilen sollte wenn auf dem Server etwas nicht umgesetzt werden kann.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…e_Access_Protocol#Clients

  • Hallo

    bitte schreibe immer einen neuen Thread und hänge dich hier im Forum nie an ältere Fragen.

    Jetzt werden nämlich alle Teilnehmer des aus der 2016 stammenden Frage benachrichtigt, obwohl das Thema vermutlich schon für diese gelöst ist.


    Anders als Bowman - wenn ich ihn richtig verstanden habe - bin ich schon der Meinung (siehe die Antworten Peter_Lehmann), dass es nur am Mailserver liegt (bei IMAP), wie viele Unterordner man hinzufügen kann und nicht am Mailklienten.

    Wenn der Server richtig programmiert ist, müsste er Thunderbird das mitteilen, wenn man einen Ordner nicht hin zufügen kann, weil es der Server nicht erlaubt. Ich kenne solche Meldung aus der Vergangenheit, weiß aber auch, dass Thunderbird auch keine Meldungen macht. Sicher ist das für den Normaluser nachteilig. Ich selbst sehe darüber hinweg und denke mir meinen Teil.

    Und 2000 Unterordner ist so viel Holz, dass das selbst für ein kostenpflichtiges Postfach zu viel ist.


    Gruß

    Konversationen ohne vorherige Anforderung werden ignoriert..
    Windows 10, 64-bit, immer die aktuelle Thunderbird-Version und ältere Testversionen. Testprofile vorhanden.
    Testkonten bei den meisten größeren Mailanbietern wie GMX, Web.de usw

  • Sorry, falls hier jemand durch Benachrichtigungen belästigt wurde.


    Dass der Client nicht über die Anzahl der Unterordner bestimmen kann ist evident.


    Wenn man pro Tag einmal online einkauft und für jeden Einkauf einen Ordner anlegt, ist man schon nach 5,5 Jahren bei 2.000 Ordnern. Finde das persönlich nicht außergewöhnlich, bin mir aber bewusst, dass Ordnerbegrenzungsproblem nicht sehr populär ist.Was auch immer das bedeuten mag. ;-)


    Für mich soll's das gewesen sein. Der nächste kann ja einen neuen Fred aufmachen.


    Vielen Dank allerseits.