Manuelle Archive gesichert - Klassenziel erreicht?

  • Hallo Susanne,

    Das ist eine Umgebungsvariable, wie z.B. auch PATH usw. . Sie kann dauerhaft gesetzt sein oder auch nur für eine aktive Shell/Session, dann z.B. über ein Script oder in Windows über eine *.bat.

    OK, ich bin sicher, dass ich nie eine solche Variable gesetzt habe in den letzten fünf Jahren, weder auf meinem alten Mac noch auf dem neuen.

    Welches das Kommando unter Mac OS ist, weiß ich nicht. Du kannst ja man "env" ausprobieren.

    ich kann's ja mal versuchen. Oder ich frage in einer macOS Diskussionsgruppe, ob einer der Experten eine solche Variable kennt.

    Aufrufparameter -no-remote eine (zusätzliche) einfachere Methode zur Verfügung gestellt hat.
    Nach meinem Verständnis gibt es immer noch beide Methoden, wobei man die über MOZ_NO_REMOTE=1 sogar dauerhaft einstellen kann.

    OK.

    In beiden von Dir geposteten Anleitungen wird übrigens von -no-remote Gebrauch gemacht. Sowohl in dem Artikel von Toad-Hall für Windows

    Normal in der Antwort von Toad-Hall, da er ja von Windows spricht (der Frager benutzt Windows).


    Der erste Befehl in der von mir verlinkten Anleitung für macOS für die Erstellung des FirefoxLauncher lautet



    Shell-Script
    1. #!/bin/bash
    2. /Applications/Firefox.app/Contents/MacOS/firefox-
    3. bin -no-remote -P work &


    Ich habe ihn aber auch ohne -no-remote getestet und das so erzeugte Applikation zum direkten Aufruf des Profile Managers funktioniert eben so gut.
    Wenn ich in das Applikationspaket gehe und die exec Datei ThunderbirdLauncher öffne, sieht sie so aus:



    Der zweite, alternative Befehl open -n -a Firefox.app --args -no-remote -P work funktioniert nicht mehr auf Intel Macs:
    Wenn ich die damit erstellte Applikation starte, erhalte ich eine Fehlermeldung "Die Applikation FirefoxWork.app kann nicht geöffnet werden, da PowerPC Applikationen nicht unterstützt werden".
    PowerPC waren die Vorgänger der Intel Macs.

    Was nun das Script von Azer angeht, verstehe ich es so, dass ein Apple-Script Script gibt, von dem aus mit dem Kommando do shell ein shell-script gestartet wird. Enthält das Apple-Script Script in diesem Fall noch mehr als nur das do shell Kommando?

    Du meinst die Anleitung zum Erstellen eines Apple Scripts von Asa Dotzler?
    Ich zitiere hier einfach mal seine Anleitung:



    Außerdem hast Du zwei verschiedene shell scripte als Ziel genannt. (Man kann übrigens die erste Instanz stets normal starten. Es genügt, wenn die weiteren Aufrufe mit -no-remote erfolgen.) :


    do shell script "/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -p namedesprofils"
    do shell script "/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird -P name &> /dev/null &"

    Da meine profiles.ini Datei in der zweiten Zeile StartWithLastProfile=0 lautet, wird auch die erste Instanz immer über den Profile Manager gestartet, was mich nicht weiter stört.
    Dei beiden Apple Scripts funktionieren gleichermaßen, auch ohne -no-remote, zum Erzeugen von Desktop-Kürzeln.


    Ich habe übrigens noch eine dritte (sehr umständliche) Anleitung von Desktop-Kürzeln unter macOS, die ebenfalls ohne -no-remote auskommt:
    http://spf13.com/post/managing…firefox-profiles-in-os-x/

    Kompliziert und etwas verwirrend wird es in Deinem Fall nur dadurch, dass es unter MacOS offenbar nicht so einfach ist, einen Starter anzulegen, dem man gleich eine Startoption mitgibt. Unter Windows ist das ein Kinderspiel.

    Da hast du recht, unter Windows ist das sehr viel einfacher.


    Ich muss übrigens noch eine frühere Aussage korrigieren:
    ich hatte geschrieben, dass bei mir im Terminal mit einer Befehlszeile wie /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin —no-remote -P Test1
    überhaupt nichts passiert. Kann ja auch nicht, da -no-remote an der falschen Stelle stand ;)
    Der Befehl muss lauten /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -P —no-remote Test1, aber dann öffnet sich trotzdem nur der Profile Manager, während der Befehl


    /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -P Test1 direkt das Profil Test1 öffnet!


    Sehr merkwürdig....


    Mir raucht der Kopf, während andere sich beim Skilaufen vergnügen ;)


    Jetzt kommt erst mal eine Pause ....



    Grüße


    Mapenzi

  • Lieber Gallier,


    Mir raucht der Kopf, während andere sich beim Skilaufen vergnügen

    Würde es helfen, wenn ich sage, dass das Wetter zum Schifahren schon besser war? Nett war es natürlich trotzdem. :-)


    OK, ich bin sicher, dass ich nie eine solche Variable gesetzt habe in den letzten fünf Jahren, weder auf meinem alten Mac noch auf dem neuen.

    Das musst Du ja nicht selbst gewesen sein. Es könnte auch aus einem Script heraus erfolgen, z.B. in diesem: /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird. Oder aus diesem /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin, falls sich dahinter denn ein Script verbirgt. Der Name deutet ja eher auf ein Binary hin.


    Oder ich frage in einer macOS Diskussionsgruppe, ob einer der Experten eine solche Variable kennt.

    Das Setzen dieser Variable ist nicht spezifisch für den Mac. Das klappt ebenso unter Windows und Linux. Die Variable selbst ist allerdings spezifisch für Firefox und Thunderbird. Du könntest ja seine Majestät Macbeth* im Camp fragen. :D
    Aber das ist eigentlich nicht nötig.


    Ich habe ihn aber auch ohne -no-remote getestet und das so erzeugte Applikation zum direkten Aufruf des Profile Managers funktioniert eben so gut.

    Das ist die einzige Kleinigkeit, die nicht ins Bild passen will. Ohne no-remote (und ohne die Variable) sollte dieselbe TB-Version nur in einer Instanz zu starten sein. Gleiches gilt übrigens auch für den Firefox.


    Du meinst die Anleitung zum Erstellen eines Apple Scripts von Asa Dotzler?

    Ja, ich habe den guten Asa in der Schreibweise nur mit einem US-Kollegen von mir verwechselt.


    Dei beiden Apple Scripts funktionieren gleichermaßen, auch ohne -no-remote, zum Erzeugen von Desktop-Kürzeln.

    Ja, das ist nicht weiter verwunderlich.



    Der Befehl muss lauten /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -P -no-remote Test1, aber dann öffnet sich trotzdem nur der Profile Manager, während der Befehl


    /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -P Test1 direkt das Profil Test1 öffnet!


    Auch das ist ganz normal und hat nichts mit dem Mac zu tun. Die Option -p oder auch -P ohne Angabe eines Profilnamens startet den Profilmanager. In Deinem Beispiel sollte es sogar möglich sein, beide gleichzeitig auszuführen, weil Du Test1 ja mit -no-remote startest.


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend


    Susanne


    * : Dass mich niemand des Verstoßes gegen ein Coypright verdächtigt. Dieser Spitzname stammt leider nicht von mir sondern aus einer kreativeren "Feder".

  • Liebe Bajuwarin,

    Würde es helfen, wenn ich sage, dass das Wetter zum Schifahren schon besser war?

    Sicher immer noch besser als die von Feinstaub verseuchte Pariser Luft!

    Nett war es natürlich trotzdem.

    Das freut mich für dich ;)


    Ich werde vermutlich erst morgen auf den Rest antworten können, da ich Gäste erwarte.
    Außerdem muss ich wohl noch das Zitieren lernen. Ich schaffe es einfach nicht, einen meiner Sätze auf den du geantwortet hast, mit zu zitieren in meiner neuen Antwort.
    Anders gesagt, das Zitieren geht immer nur auf einer Ebene, wobei manchmal einfach der Zusammenhang in der Diskussion verloren geht.


    Bis später
    Mapenzi

  • Hallo graf.koks,

    Danke. Diese paar Einstellungen betreffen aber nicht 50 .. 100 Dateien, die bei fast täglicher Sicherung jedesmal kopiert werden, weil sie Windows als "neu" erscheinen.
    Hab das grad mal im Backup-Protokoll verfolgt - Zeugs wie extensions, mime-types, addons und Dutzende cal-Einträge ändern sich doch nicht permanent. Kann es sein, daß TB das Änderungsdatum aller Profil-Dateien jedesmal schreibt?


    Kurzer Check - der Ordner calender-data enthält Dateien von vor wenigstens einer Woche; gleichwohl wird er schon wieder mitgesichert ...

  • Guten Morgen,

    Das musst Du ja nicht selbst gewesen sein. Es könnte auch aus einem Script heraus erfolgen, z.B. in diesem: /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird. Oder aus diesem /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin, falls sich dahinter denn ein Script verbirgt.

    /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird ist doch nur eine Befehlszeile im Terminal und noch kein Script, oder?
    Alle Programme unter macOS haben eine solche "exec" Datei in /Anwendungsordner/Contents/MacOS/, Thunderbird und Firefox haben zusätzlich zu den exec Dateien thunderbird und firefox noch eine exec Datei thunderbird-bin und firefox-bin:



    Beide exec Dateien haben die selbe Größe. Wenn ich die Dateien thunderbird und thunderbird-bin in einem Text-Editor öffne, kann ich keinen Unterschied erkennen.
    Der Inhalt ist weitgehend "chinesisch" fûr mich, z. B. hier ein Teil der exec Datei thunderbird-bin:



    Das ist die einzige Kleinigkeit, die nicht ins Bild passen will. Ohne no-remote (und ohne die Variable) sollte dieselbe TB-Version nur in einer Instanz zu starten sein. Gleiches gilt übrigens auch für den Firefox.

    Ich bin kein Informatiker, nur ein kompletter Autodidakt.
    Ich habe keine Erklärung dafür, warum das hier - für Thunderbird und Firefox - seit fünf Jahren sowohl auf einem alten wie auch auf dem neuen Mac funktioniert, obwohl es theoretisch nicht funktionieren dûrfte.
    Hat es vielleicht damit zu tun, dass ich (außer jetzt zum Testen) keine Desktop-Kürzel für bestimmte Versionen und/oder bestimmte Profile benutze und dass keine meiner Thunderbird-Versionen direkt gestartet wird, sondern immer über den Profile Manager (StartWithLastProfile=0 in meiner Datei profiles.ini)?

    Ja, das ist nicht weiter verwunderlich.

    Jetzt verstehe ich dich nicht.
    Warum ist das Funktionieren von meinen per Apple Script ohne -no-remote (zum Testen) erstellten Desktop-Kürzeln für ein bestimmtes Profil nicht weiter verwunderlich, wohingegen das Funktionieren des per Apple Script ebenfalls ohne -no-remote erstellten Desktop-Kürzels zum Starten des Profile Managers nicht ins Bild passt?


    Ich muss gestehen, dass das inzwischen etwas über meinen Horizont geht. Leider findet man auch nur sehr wenige Informationen dazu.
    Auf jeden Fall werde ich bei nächster Gelegenheit diese Befehlszeilen ohne -no-remote auf dem Mac einer Freundin testen.


    Gruß
    Mapenzi

  • Hallo Mapenzi,


    ich fasse vielleicht für alles späteren Leser einmal die verschiedenen Punkte zum Starten des TB zusammen und komme so auch auf das eigentliche Thema zurück.


    @graf.koks eröffnen bitte Deinen eigenen Faden. Wir sind hier hier eh schon recht off-topic, da sollten wir uns nicht auch noch um das Thema "Windows-Backup" kümmern.


    Ausgangssituation war, dass ich dem Bratfrosch als Option für ein Archiv vorgeschlagen hatte, dafür ein eigenes Profil zu erstellen, das man dann über den Profilmanager auswählen oder auch direkt per Desktopverknüpfung starten kann.


    Dazu wurde die Frage gestellt, ob das zu Konflikten zwischen den Profilen führen könnte. Die Antwort lautet: Nein. Man muss allerdings darauf achten, dass ein Profil ggf. hin und wieder mit neueren Versionen des TB aktualisiert werden muss.


    Zum Thema Programmstart. Man hat grundsätzlich folgenden Möglichkeiten, den TB (oder den FF) zu starten:

    • Man startet den TB mit dem jeweils zuletzt benutzen Profil. Das ist der Normalzustand, wenn nur ein Profil vorhanden ist.
    • Man startet über den Startparameter -p den Profil-Manager und wählt ein Profil aus.
    • Man startet über den Startparameter -p Profilname direkt das gewünschtes Profil "Profilname" unter Umgehung des Profilmanagers.
    • Man baut sich ein eigenes Startscript (in Windows eine *.bat). In diesem Script starten man den TB gemäß der Möglichkeiten 1 bis 3, hat aber zusätzlich die Möglichkeit, vor und nach dem Start des TB weiter Aktionen erfolgen zu lassen.

    Auf diese Art ist es also möglich, mehrere Profile anzulegen und für jedes eine eigene Desktopverknüpfung anzulegen, die dann den TB gleich mit dem gewünschten Profil startet.


    Beispiel 1: Jemand hat ein aktives Profil "Produktion" und möchte z.B. eine Erweiterung oder irgendwelche Optionen testen, bevor er sie im produktiven Profil benutzt. Er kann sich dann einfach zusätzlich ein Profil "Test" anlegen und dieses per thunderbird -p Test starten.
    Unter "normalen" Bedingungen kann er aber nicht beide Profile gleichzeitig starten. Das verhindert der TB bzw. der Firefox. Es geht kein zweites TB-Fenster auf, wenn man versucht, den TB ein zweites Mal zu starten.

    Beispiel 2: Nun sei aber gewünscht, dass sich beide Profile "Produktion" und "Test" gleichzeitig jeweils in einem eigenen TB-Hauptfenster starten lassen. Auch das ist möglich. Dazu startet man

    • ...\thunderbird.exe -p Produktion
    • ...\thunderbird.exe -no-remote -p Test

    Mit der Startoption -no-remote wird also das Starten mehrerer Instanzen derselben Version ermöglicht.


    @Feuerdrache: Im Gegensatz zu meiner Aussage in Beitrag #25 ist -no-remote auch dann erforderlich, wenn man zwei verschiedene Versionen des TB installiert hat. Ich habe gerade unter Windows getestet. Ich werde den Beitrag korrigieren.


    Noch kurz zur Option 4. Alternativ zu einer Desktopverknüpfung kann man sich natürlich auch jeweils ein Startscript (unter Windows z.B. "Produktion.bat" und "Test.bat") anlegen, das man ebenfalls per Doppelklick starten kann.
    Man könnte dann z.B. vor dem Start des TB eine Kopie des Profils erstellen lassen oder/und nach dem Beenden ein Backup anstoßen usw. .


    In der Standardinstallation von Ubuntu startet der Aufruf "thunderbird" nicht das Programm Thunderbird sondern das in Beitrag 40 erwähnte Script, welches dann über den Befehl exec $MOZ_LIBDIR/$EXE (das entspricht gemäß der gesetzten Variablen dem Pfad /usr/lib/thunderbird/thunderbird) das eigentliche Programm startet.


    In einem solchen Startscript könnte man auch eine Umgebungsvariable MOZ_NO_REMOTE=1 setzen. Dann benötigt man kein -no-remote. Setzt man diese Variable permanent, dann lassen sich sowohl der TB als auch der FF ohne -no-remote mehrfach starten.


    Deshalb hatte ich nachgefragt, was sich hinter /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird bzw. /Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin verbirgt - also ob hier bereits das Programm gestartet wird oder ein Startscript wie bei mir.


    Deinen Screenshots zufolge ist es kein Script, zumindest kein lesbares. Weshalb Du dort zwei offenbar identische ausführbare Dateien Thunderbird und Thunderbird-bin hast, kann ich nicht sagen. Das ist vielleicht speziell beim Mac so, wenngleich ich nicht wüsste, weshalb zwei identische Executables vorhalten sollte. Für mich lag die Vermutung nahe, dass Thunderbird-bin das Programm und Thunderbird ein Startscript wären.



    Warum ist das Funktionieren von meinen per Apple Script ohne -no-remote (zum Testen) erstellten Desktop-Kürzeln für ein bestimmtes Profil nicht weiter verwunderlich, ...

    Das beruhte auf meinem Irrtum, man könne zwei verschiedene Versionen auch ohne -no-remote starten. Siehe oben.




    Auf jeden Fall werde ich bei nächster Gelegenheit diese Befehlszeilen ohne -no-remote auf dem Mac einer Freundin testen.

    Ja, ein weiterer Test unter MacOS wäre gut. Meine Tests unter Windows und Linux bestätigen, was Mozilla selbst dazu schreibt. Möglicherweise verhält es sich unter MacOS tatsächlich anders. Dann müsste man den Artikel ergänzen.


    Gruß


    Susanne

  • Guten Morgen Susanne,

    Ja, ein weiterer Test unter MacOS wäre gut. Meine Tests unter Windows und Linux bestätigen, was Mozilla selbst dazu schreibt.

    Der von dir verlinkte Artikel der MozillaZine KB ist von Mitarbeitern des amerikanischen Mozilla Forums erstellt und sehr allgemein gehalten. Er geht leider nicht auf die Unterschiede zwischen Betriebssystem ein.

    Möglicherweise verhält es sich unter MacOS tatsächlich anders.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass es sich unter macOS anders verhält und habe auch gesehen, dass ich nicht der einzige bin, der ohne -no-remote auskommt:
    http://xulforge.com/blog/2011/…le-firefox-instances-mac/ (siehe unter "Comments").


    Um noch einmal auf die beiden "exec" Dateien "thunderbird" und "thunderbird-bin" im Anwendungspaket Thunderbird.app/contents/MacOS/ zurückzukommen:
    die Mozilla-Anwendungen Thunderbird und Firefox sind die einzigen unter macOS, die zwei solcher exec Dateien haben.
    Ich habe die beiden exec Dateien nochmal im Text-Editor geöffnet und genau unter die Lupe genommen. Ihre Inhalte sind identisch außer am Ende, wo die Datei "thunderbird" einige andere und zusätzlichen Zeilen hat. Das hatte ich beim ersten Vergleich leider übersehen.
    Da das alles binäre Zeichen sind, kann ich nicht erkennen, worin der Unterschied besteht.
    Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen exec Dateien um "Starterdateien" (launcher). Ich vermute jetzt einfach mal ganz kühn, dass beim "normalen" Start von TB die Datei "thunderbird" benutzt wird und dass beim Aufrufen des Profile Managers (oder beim Start via ein Desktop-Kürzel) die Datei "thunderbird-bin" eingesetzt wird.


    Gruß
    Mapenzi

  • Hallo Mapenzi,


    ja, den Kommentaren dort zufolge bist Du nicht der einzige, bei dem das ohne -no-remote funktioniert. Somit scheint bestätigt, dass der Startparameter -no-remote nur unter Windows und Linux notwendig ist, nicht aber unter MacOS.


    Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen exec Dateien um "Starterdateien" (launcher). Ich vermute jetzt einfach mal ganz kühn, dass beim "normalen" Start von TB die Datei "thunderbird" benutzt wird und dass beim Aufrufen des Profile Managers (oder beim Start via ein Desktop-Kürzel) die Datei "thunderbird-bin" eingesetzt wird.

    Dazu kann ich gar nichts sagen, denn ich kenne mich mit dem Mac und seinen Besonderheiten viel zu wenig aus. Ein Kollege sagte mir heute, man könne kompilierte Applescript-Dateien auch gleich als Programm speichern, also in ausführbarer aber nicht mehr lesbarer Form. Vielleicht handelt es sich ja um solche Dateien? Wobei ich nicht weiß, ob Applescript-Dateien überhaupt mit einem Texteditor lesbar sind oder eh nur mit dem Applescript-Editor.
    Vom Stammpersonal hier bist Du der einzige Apple-Benutzer. Würde hier jemand danach fragen, würde ich raten "Warte, ob Mapenzi sich dazu meldet." :-)


    Ich denke, damit haben wir unseren etwas längeren Exkurs erfolgreich zu einem Ende gebracht. Für den @Bratfrosch ändert sich mit dieser Erkenntnis nichts. Wenn er für sein Archiv ein eigenes Profil anlegen möchte, dann kann er es konfliktfrei zu seinem bestehenden, produktiven Profil benutzen.
    Wenn es der Speicherplatz hergibt, würde dieses Archivprofil auf einer lokalen Platte speichern und mir dazu der Einfachheit halber eine eigene Desktop-Verknüpfung anlegen. Das ist unter Windows ja sehr einfach in einer Minute erledigt. Natürlich gehört ein Backup auf einer externen Platte dazu.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,

    Ein Kollege sagte mir heute, man könne kompilierte Applescript-Dateien auch gleich als Programm speichern, also in ausführbarer aber nicht mehr lesbarer Form.

    Das ist richtig. Das ist der große Vorteil, dass man ein Shell script gleich als Programm (Application) speichern kann.
    Wenn ich zum Beispiel im Apple Script Editor das Shell script mit dem Inhalt do shell script "/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -p" als Programm "TB Profile Manager.app" speichere, erhalte ich ein kleines Programm, mit dem ich direkt den Profile Manager von Thunderbird starten kann anstelle zunächst das Terminal zu öffnen und die entsprechende Befehlszeile einzugeben.

    Vielleicht handelt es sich ja um solche Dateien? Wobei ich nicht weiß, ob Applescript-Dateien überhaupt mit einem Texteditor lesbar sind oder eh nur mit dem Applescript-Editor.

    Wenn ein Apple Script als *.scpt gespeichert wird, kann es natürlich wieder im Script Editor geöffnet (und modifiziert) werden.
    Ein als Programm (*.app) gespeichertes Script wie im Beispiel der "TB Profile Manager.app" ist nicht mehr als Ganzes im Script Editor oder einem Text-Editor lesbar.
    Man kann aber wie auch bei anderen Programmen (z. B. Thunderbird.app, Firefox.app, Safari.app, ...) den Inhalt des Programm-Pakets im Finder des Mac anzeigen und die einzelnen Bestandteile ansehen:



    Bestimmte Dateien darin, z. B. "Info.plist", lassen sich in einem Text-Editor lesen und ändern.
    Der Unterordner "MacOS" enthält immer die exec(utable) Datei, in der Instruktionen zur Ausführung des Programms stehen. Auch diese exec Dateien kann ich im Text-Editor öffnen, meist enthalten sie jedoch weitestgehend nur binäre Zeichen.


    Im Unterschied zu der obigen im Script Editor erstellten "TB Profile Manager.app" habe ich mein seit fünf Jahren benutztes Programm zum Aufrufen des Thunderbird Profile Managers manuell nach dem hier http://asqueella.blogspot.fr/2…profiles-on-mac-os-x.html beschriebenen "Baukasten-Prinzip" gebastelt und am Ende "executable" gemacht über einen chmod u+x Befehl im Terminal. Ich habe diese Anleitung erneut getestet unter Auslassung des -no-remote Befehls, und das so erzeugte Programm funktioniert eben so gut.

    Ich denke, damit haben wir unseren etwas längeren Exkurs erfolgreich zu einem Ende gebracht.

    Ja, ich glaube auch, dass das "Klassenziel" erreicht ist ;)



    Gruß
    Mapenzi


  • Ja, ich glaube auch, dass das "Klassenziel" erreicht ist


    Ich denke, damit haben wir unseren etwas längeren Exkurs erfolgreich zu einem Ende gebracht. Für den @Bratfrosch ändert sich mit dieser Erkenntnis nichts. Wenn er für sein Archiv ein eigenes Profil anlegen möchte, dann kann er es konfliktfrei zu seinem bestehenden, produktiven Profil benutzen.


    nun, Susanne (jo servus!) und Mapenzi


    erst mal ganz herzlichen Dank für Eure Geduld mit einem, der ganz viel keine Ahnung hat :thumbsup:


    Ich bin noch am Verdauen, ahne aber, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.


    Viele Grüße

  • Hallo Bratfrosch,


    Ich bin noch am Verdauen, ahne aber, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

    Lass Dich nicht schrecken. Unsere vielen Beiträge zum Nebenthema "-no-remote" betreffen Dich ja gar nicht. Du könntest Dir ganz einfach ein zusätzliches Profil, z.B. "Archiv_2016", anlegen. Dort hinein importierst Du mit der Erweiterung ImportExportTools alle lokalen Ordner, die Du archivieren möchtest.
    Wenn Du überprüft hast, ob alles korrekt importiert wurde, kannst Du diese Ordner aus dem Arbeitsprofil löschen.


    Ein Backup solltest Du nicht nur regelmäßig sondern natürlich auch insbesondere vor diese Aktion durchführen!


    Auch dieser Schritt:


    Wenn ich zum Beispiel im Apple Script Editor das Shell script mit dem Inhalt do shell script "/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin -p" als Programm "TB Profile Manager.app" speichere, erhalte ich ein kleines Programm, mit dem ich direkt den Profile Manager von Thunderbird starten kann anstelle zunächst das Terminal zu öffnen und die entsprechende Befehlszeile einzugeben.

    betrifft Dich nicht. Ich bin recht überrascht, dass man dazu auf dem Mac solche Klimmzüge machen muss.


    Unter Windows geht das sehr viel einfacher. Ganz allgemein über eine *.bat-Datei, in diesem Fall aber sogar noch simpler: Du kopierst Dir auf dem Desktop einfach die vorhandene Verknüpfung zum TB, benennst sie um in "Archiv_2016" und editierst sie so, dass der TB mit der Option -p Archiv_2016 gestartet wird. Das sind nur wenige Klicks und die Buchstaben, die Du anhängen musst. Danach kannst Du Dein Archiv per Doppelklick auf dieses Icon startet. In einem der Links, die Mapenzi gepostet hat, gibt es auch ein Bild dazu.


    Gruß


    Susanne

  • Nein, sie ist nicht untergegangen. Es ist nur so, dass Mapenzi und ich ja schon ein ordentliches Stück off-topic waren. Noch ein drittes Thema aufzumachen und damit noch weiter vom eigentlich Thema weg zu gehen, ist keine gute Idee und dem Bratfrosch gegenüber nicht fair.


    Deshalb hatte ich Dir bereits oben geantwortet:


    @graf.koks eröffnen bitte Deinen eigenen Faden. Wir sind hier hier eh schon recht off-topic, da sollten wir uns nicht auch noch um das Thema "Windows-Backup" kümmern.