Bluelight Filter für Thunderbird

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    • Thunderbird-Version: 60.2.1 64-bit
    • Betriebssystem + Version: Linux Mint 19 Tara 64-bit
    • Kontenart (POP / IMAP): POP
    • Postfachanbieter (z.B. GMX): GMX

    Hallo Zusammen,


    Gibt es einen Bluelight Filter (add-on) für Thunderbird?

    In Firefox habe ich Color Temperature (Change Lux) 0.1.4 installiert, um meine Augen zu schützen. So schön die LED-Monitoren auch sind, so schädlich ist die Blaulichtspitze (Farbspektrum) für die Augen. Auf lange Sicht führt dies zu Makuladegeneration. Die biologischen Prozesse sind irreversibel.


    Welche Vorkehrungen habt Ihr getroffen?


    Danke und Grüsse

    Glacier

  • Hast du eine belastbare Referenz/Quelle für deine These?

    Thunderbird 60.6.1 64bit


    Probleme mit Firefox? Hier wird geholfen!

  • OK, habe den Beitrag gelesen... es gibt Studien, die vermuten lassen.... kann es zu Veränderungen kommen.... jüngere Nutzer von Smartphones etc.etc.

    Klingt so, als ob ich mir mit fast 60 keine Gedanken mehr machen muss..

    Die Zukunft wird es zeigen....

    Die Einführung von weniger belastenden Blaulichtemittierenden LED's ist vermutlich die richtige Richtung...

    Um deine Frage schließlich zu beantworten... ich habe keine Vorkehrungen getroffen und habe dies auch nicht vor.

    Thunderbird 60.6.1 64bit


    Probleme mit Firefox? Hier wird geholfen!

  • Boersenfeger Danke auch für Deine Rückantwort.


    @all Gibt es tatsächlich keinen Bluelight Filter (add-on) für Thunderbird?


    Danke und Grüsse

    Glacier

  • Microsoft schenkt dem Thema auch Aufmerksamkeit. Windows 10 bietet einen Bluelight-Filter. Der greift dann für alle Programme. Ob es so etwas für Linux weiß ich nicht. Eine Suchmaschine sollte weiterhelfen.

  • Hallo Glacier,


    ich kann keinen Sinn und keine Notwendigkeit dafür erkennen. Müsste nicht ggf. das Betriebssystem selber die Blauanteil senken, statt dies einzelnen Programmen einzeln zu überlassen? Schließlich schaue ich ggf. SEHR viel länger auf meine Textverarbeitung als auf ein eh im Hintergrund laufendes Mailprogramm. Unabhängig bezweifle ich den Sinn solch eines Filters für Computer zumindest aus dem von dir genannten Grund ohnehin generell.


    Nach über 30 Jahren überwiegend recht aktiver Arbeit am Computer (den größten Teil davon sogar hauptberuflich in Vollzeit und zusätzlich noch privat) haben meine Augen durchaus nachgelassen, aber ich mache das am Alter fest und nicht am Blaulichtanteil. Eine Seite ist übrigens noch sehr gut und nur eine Seite hat nachgelassen - da ich aber bestenfalls für Sekunden und nie für Tage, Wochen, Monate oder Jahre mal nur mit einem Auge auf den Bildschirm schaue, müssten doch beide Augen gleichermaßen nachlassen, wenn es in so starkem Maße am Blaulichtanteil liegen würde.


    Mein neuer E-Book-Reader (Pocketbook InkPad 3, mein neuer Favorit nach teils jahrelanger Nutzung von Geräten von Sony und Kindle) hat übrigens so einen Filter. Das ist nett, wenn der abends nach und nach etwas gelblicher wird (man kann da eine richtige Verlaufskurve einstellen und nicht nur einen festen Sprung zu einer festen Zeit wie beim Paperwhite) und es blendet und ermüdet dann weniger, wenn ich mal lange nach Sonnenuntergang bei zudem nachlassender Konzentration ein spannendes Buch einfach nicht loslassen kann. Darin also verstehe ich den Sinn solcher Filter und kann sie nach eigenem Erleben nachvollziehen.


    Aber das mit den so schädlichen Blaulichtspitzen ist m.E. nicht unhaltbar - allein schon Sonnenlicht dürfte SEHR viel mehr davon mit deutlich höherem Energiegehalt enthalten und daran haben sich die Menschen nach über 100.000jähriger Evolutionsgeschichte längst angepasst.

    Und selbst wenn wir mal Computermonitore als etwas Eigenständiges betrachten, worauf die Evolution beim besten Willen noch nicht reagieren konnte, dann sollte man auch da mal die Kirche im Dorf lassen: Wir sind bei LED-Monitoren angekommen, die mit sehr viel weniger Energie in Gesicht und Augen strahlen als die CRT-Bildschirme, die wir anfangs für mehrere Jahrzehnte hatten ohne messbare schädliche Folgen. Klar gab und gibt es Augenprobleme im Kontext mit Computerbildschirmen, aber die haben viel mit sehr langer Fokussierung auf eine vergleichsweise kurze Distanz zu tun, was unheimlich ermüdend ist.

    Wer ebenso lange dabei ist, erinnert sich auch noch an Probleme mit damaligen Monitoren: gerötete und hin und wieder auch trockene Gesichtshaut bei sehr intensiver Bildschirmarbeit, geringer Distanz und empfindlicher Haut. Da half schon etwas größere Distanz zum Bildschirm, etwas weniger Zeit vorm Bildschirm, und ggf. eine leichte Pflegelotion.

    Für die Augen halfen und helfen gut entspiegelte Brillen, ggf leicht beschichtet und ein Arbeitsplätze mit Fenstern, aus welchem man ab und zu in die Ferne schauen kann und sollte ....Blaulichtfilter wohl eher weniger.


    Wie gesagt, für die abendliche/nächtliche Wahrnehmung haben Blaulichtfilter sicherlich durchaus eine Berechtigung, also aus einem ganz anderen Grund als von dir genannt.


    Dies ist natürlich nur ein subjektiver Beitrag mit dem Hintergrund von ca. 35 Jahren Bildschirmerfahrung, mehrheitlich von 8 bis 10 Stunden (arbeits)täglich, und ich bin auch kein Mediziner. Aber aus purem Eigeninteresse haben sehr viele meiner Kollegen wie ich eben auch immer die zahlreichen Risiken unserer Arbeit im Blick, verfolgen entsprechende Diskussionen aufmerksam und haben vielfach ihre Termine bei Augenärzten oder Optikern gehabt. Niemand will seine Gesundheit leichtfertig ruinieren und dazu gehören auch die Augen bzw. die Sehleistung. Daher resultiert meine Meinung, dass so ein Blaulichtfilter für den PC-Monitor - und erst recht nur für einzelne Computerprogramme! - zumindest wegen Blaulichtspitzen usw. unnötig ist.


    MfG

    Drachen

  • Gerade gefunden: In macOs und Gnome gibt es solche ebenfalls standardmäßig. Es gibt auch zusätzliche Programme wie Redshift oder f.lux.


    glacier , danke dir für den Hinweis. Hänge selbst viele Stunden am Tag vor dem Bildschirm.

  • Drachen Danke auch für Deinen langen und interessanten Beitrag.


    Ruhezone Meine Suche hat mich zu Redshift geführt. Ich habe es in Linux Mint 19 aktiviert. Redshift ist sehr praktisch während nächtlichen Stunden. Tagsüber leider unbrauchbar, da nicht aktiv. Eine Immer-aktiv-Option in der Software wäre hilfreich. Andererseits bin ich auch nicht der grosse LED-Glotzer. Mein Augenarzt meinte neulich, dass meine Augen noch 300 Jahre halten würden. Da war ich froh! :)

  • Hi


    Warum ändert ihr nicht einfach die Farbkurve der Grafikkarte, wenn der Blauanteil subjektiv zu hoch ist?


    Da kann ich doch alles einstellen, wie ich will und das wirkt dann global.


    Und falls ich wirklich mal Bildbearbeitung mache, lade ich solange das Profil vom Spyder


    Mein Monitor hat übrigens auch eine Direkttaste, um den Blauanteil zu reduzieren.

    Gruß Thomas

  • Ich versteht die ganze Diskussion jetzt nicht über ein Addon speziell im Thunderbird, wenn Windows 10 dies in den Anzeigen Einstellungen bereits von sich aus mitbringt, wie übrigens auch mein Samsung S7 bereits.


    Ich habs schon längere Zeit am Laufen, eben in Windows 10 (hier 1809) und man kann dies auch von der Uhrzeit abhängig einstellen. Es ist definitiv angenehmer fürs Auge, auch wenn Grafiker da wahrscheinlich jetzt nicht so von dieser Einstellung begeistert sein werden ;-)

  • Tagsüber leider unbrauchbar, da nicht aktiv.

    Der Ubuntu (oder generell Gnome?) vorhandene Nachtmodus erlaubt eine manuelle Zeiteinstellung. Vielleicht geht das ja auch in Mint ganz ohne Redshift?