Sehr großes Profil mit sehr vielen, großen Unterordnern - Grenze? Tipps?

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    • Thunderbird-Version (konkrete Versionsnummer:(
    • Wurde gerade auf eine neue Versionsreihe aktualisiert (alte und neue Version angeben): 78.
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    • Kontenart (POP / IMAP): POP3
    • Postfach-Anbieter (z.B. GMX): verschiedene
    • Eingesetzte Antiviren-Software: nur Windows-interne Software
    • Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software): nur Windows-interne Software
    • Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):


    Hallo Thunderbird-Community,


    ich bin seit Jahren sehr zufriedener Thunderbird-User. Seit mehreren Jahren habe ich mein Thunderbird-Profil auf einer NAS im Netzwerk ausgelagert. Alles läuft ohne Probleme.


    Ich kommuniziere täglich sehr viel über Mails, teilweise auch mit großen Anhängen. Somit wird mein Profil natürlich immer größer und größer. Blöderweise muss ich doch auch ziemlich regelmäßig auf alte Mails (von vor 3-8 Jahren) zurückgreifen, sonst würde ich einfach alle 2 Jahre alle alten Mails weglöschen oder in eine Archiv-Datei packen.


    Ich arbeite mit einem globalen Posteingang und einer ziemlich ordentlichen Ordnerstruktur mit zahlreichen Unterordnern, so dass ich auch immer schnell das finde, was ich suche. Aktuell habe ich schätzungsweise 40-60 Ordner/Unterordner.

    Meinen Posteingang versuche ich immer aufgeräumt zu haben. Dort liegen meist nicht mehr als 10 Mails - maximal 50 MB.


    Im Anhang ein Bild meiner Ordnerstruktur (bzw. der Ordnergrößen).


    Versionsmäßig bin ich immer aktuell. D.h. sobald mir eine neue Version angeboten wird, installiere ich mir das Update. Hat auch immer ohne Probleme funktioniert.



    Seit einigen Wochen / Monaten bemerke ich, dass Thunderbird immer länger zum Starten benötigt. Das stört mich nicht weiter: Thunderbird starten, Kaffee machen, losarbeiten.

    Seit nun ca. 4 Wochen dauert es auch immer mal wieder länger, bis Thunderbird eine angeklickte Mail anzeigt, oder eine Mail in einen Unterordner verschiebt, was das Arbeiten sehr mühsam macht!



    Ich habe heute mal die global-messages-db.sqlite gelöscht und anschließend in den Einstellungen angeklickt, dass Thunderbird meine Mails nicht mehr indexieren soll. Aufgrund der ordentlich Ordnerstruktur finde ich auch meist ohne globale Suche das, was ich brauche.


    1) Habt ihr noch weitere Tipps, wie ich mein Profil etwas schlanker machen kann?

    2) Woran kann es noch liegen, dass mein Thunderbird immer langsamer wird? Addons nutze ich fast keine. Außer drei Lightning-Kalender.

    3) Habt ihr Tipps zum Archivieren von Mails, so dass man aber trotzdem noch gut darauf zugreifen kann?


    Danke!!

  • Hallo,

    ich sehe da Ordner im Gigabyte-Bereich. Sind die Inhalte tatsächlich alle noch wichtig oder könnte man da was auslagern?

    Wenn große Anhänge drinnen sind hab ich es mir angewöhnt diese Dateien lokal zu speichern und in Thunderbird abzutrennen (Im Menü Nachricht/Anhänge).

  • Hi,

    ich habe ähnlich große Ordner und mit der Performance keine Probleme. Allerdings liegt mein TB-Profilverzeichnis auf einer schnellen SSD lokal auf dem Rechner.


    1) Evtl. liegt das Problem bei der Performance des NAS (Festplatten, RAM, CPU) oder das Netzwerk ist der Flaschenhals? -> Zum Testen einfach mal das Profilverzeichnis auf den lokalen Rechner kopieren.


    Du holst deine E-Mails per POP3 ab und speicherst diese anscheinend im "Lokale Ordner". Wenn Du das mbox-Format verwendest, dann könnten noch korrupte/aufgeblähte mbox- bzw. msf-Dateien die Ursache sein (siehe mein Post).


    Achtung! Ich verwende IMAP. Bei dem von Dir verwendeten POP3 werden in der Regel die E-Mails nicht auf Dauer auf dem Server vorgehalten. Sollte dies bei Dir auch der Fall sein, dann kannst Du natürlich nicht einfach die mbox-Dateien löschen (dann wären alle Deine E-Mails weg).


    2) Prüfe mal ob die Dateigrößen der einzelnen mbox-Dateien (im TB-Profilverzeichnis) deutlich von den Verzeichnisgrößen abweichen die TB anzeigt. Wenn ja, dann beinhalten die mbox-Dateien vermutlich veraltete bzw. doppelte E-Maileinträge. Allerdings kenne ich unter POP3 dafür keine Lösung. Das "Reparieren" (siehe unten) konnte zumindest mir bei diesem Problem nie weiterhelfen.


    Wenn die mbox-Dateien eine vernünftige Größe haben, dann kann Dir evtl. aber auch die Funktion "Reparieren" (für jedes Verzeichnis -> Eigenschaften -> Allgemein -> Reparieren) weiterhelfen. Damit kann man zumindest unter IMAP einige Probleme mit den Zusammenfassungsdateien (=msf) beheben, ob dies auch für POP3 gilt weiß ich jedoch nicht. Daher am besten an einer Kopie Deines Emailprofils ausprobieren! Leider scheint es noch keine Funktion "Repariere alle Ordner" zu geben :(


    Ein Backup des TB-Profils ist ja sicherlich schon durchgeführt ;)


    Schön Gruß

    Dieter

  • Leider scheint es noch keine Funktion "Repariere alle Ordner" zu geben

    Für das mbox-Format geht es auf Dateiebene recht fix durch das Löschen aller *.msf Dateien. (Natürlich bei beendetem Thunderbird!)


    Nachtrag: (s. auch #7)

    Damit die Indizierung (und damit das Anlegen der *.msf Dateien) korrekt erfolgt, sind in diesem Fall vor dem Abruf neuer Nachrichten alle Ordner einmal aufzurufen!

    Edited once, last by B. Mueller ().

  • Leider scheint es noch keine Funktion "Repariere alle Ordner" zu geben

    Für das mbox-Format geht es auf Dateiebene recht fix durch das Löschen aller *.msf Dateien. (Natürlich bei beendetem Thunderbird!)

    Wie in dem verlinkten Thread beschrieben (siehe #4), blähen sich durch das löschen der *.msf-Dateien bei mir die mbox-Dateien auf, da offensichtlich die Daten doppelt und mehrfach in den mbox-Dateien abgelegt werden. Daher ist dies leider nur die halbe Lösung (für mich).


    Aber für den TO: Backup, Backup, Backup! Dann erst testen!

  • Wie in dem verlinkten Thread beschrieben (siehe #4), blähen sich durch das löschen der *.msf-Dateien bei mir die mbox-Dateien auf, da offensichtlich die Daten doppelt und mehrfach in den mbox-Dateien abgelegt werden.

    Ich glaube, du hast das Problem in einem älteren Thread schon genau erkannt:

    "Einzig das manuelle Ausführen von "Eigenschaften -> Allgemein -> Reparieren" auf einem Ordner und das anschließende synchronisieren (Eigenschaften -> Synchronisation -> Jetzt herunterladen) behebt das Problem (d.h. danach hat die mbox-Datei ungefähr die gleiche Größe wie von TB angezeigt). Allerding nur für einen einzelnen Order. Das Problem ist aber, dass ich dies nicht für alle meine Order manuell durchführen kann, da es einfach zu viele sind."


    «Reparieren» eines Ordners ist ja auch nichts anderes als das Löschen der zugehörigen *.msf Datei und anschließendes Neuindizieren der Nachrichten.


    Das Problem liegt m. E. darin, daß beim manuellen Löschen der *.msf Datei(en) und anschließendem Start des TB der Abruf neuer Mails schon erfolgt, bevor die Indizierung der Ordner erfolgt/abgeschlossen ist.


    Wie du früher schon erkannt hast, tritt das Problem nicht auf, wenn der Abruf neuer Nachrichten nach dem «Reparieren/Neuindizieren» erfolgt:

    "… und das anschließende synchronisieren (Eigenschaften -> Synchronisation -> Jetzt herunterladen) behebt das Problem …"


    Nachtrag:

    Ein Versuch mit manuellem Löschen einer *.msf Datei zeigt folgendes:

    1. Beim Start von TB wird diese wieder angelegt, allerdings mit 0 Bytes Länge
    2. Nach dem Beenden von TB hat sie immer noch 0 Bytes Länge
    3. Die Indizierung erfolgt erst, wenn der zugehörige Ordner angezeigt wird

    Um also Probleme mit «aufgeblähten» Ordnern zu vermeiden, ist das manuelle «Reparieren» jedes einzelnen Ordners die sichere Lösung.

    Edited once, last by B. Mueller: Nachtrag: Manuelles Löschen der *.msf Dateien … ().

  • Nachtrag:


    Ein Versuch mit manuellem Löschen einer *.msf Datei zeigt folgendes:

    1. Beim Start von TB wird diese wieder angelegt, allerdings mit 0 Bytes Länge
    2. Nach dem Beenden von TB hat sie immer noch 0 Bytes Länge
    3. Die Indizierung erfolgt erst, wenn der zugehörige Ordner angezeigt wird

    Um also Probleme mit «aufgeblähten» Ordnern zu vermeiden, ist das manuelle «Reparieren» jedes einzelnen Ordners die sichere Lösung.

    Das ist leider seit Jahren irgendwie nie so richtig seitens TB gelöst worden.


    Die msf- und mbox-Dateien sind fehleranfällig und ich verstehe nicht warum es keine ordentliche Wartungs-Funktion gibt. Es müssten a) verlässlich alle Ordner heruntergeladen, b) die mbox/msf-Dateien überprüft und ggfs. erneut angelegt werden und c) anschließend auch noch alles automatisch indiziert werden. Bei allen drei Punkten hakt der Tb (zumindest bei mir) immer wieder. Zu jedem Punkt habe ich zwar irgendeine (aufwendige) Lösung gefunden, aber so richtig rund läuft der Donnervogel bei mir leider nicht.


    Ich habe mehrere tausend Ordner und ein manuelles "Reparieren" einzelner Ordner ist keine Lösung für mich. Auch kann und will ich nicht jeden Ordner einzeln anklicken/öffen, damit er danach dann indiziert wird! Soetwas muß einfach automatisch funktioneren! Bei meinem parallel laufenden Outlook (greift auf das selbe IMAP-Konto zu) kommt es nie zu solchen Problemen!


    Aber ich will nicht zu weit vom eigentlichen Thema abkommen.

    Tompa: bist Du schon weitergekommen?

  • Ich finde wir sollten uns erstmal mit dem ANliegen des TO befassen. Da geht es um Mails mit großen Anhängen, nicht um Probleme mit mehreren tausend Ordnern.


    Bringen wir das nicht durcheinander ;)

  • Hallo,

    ich sehe da Ordner im Gigabyte-Bereich. Sind die Inhalte tatsächlich alle noch wichtig oder könnte man da was auslagern?

    Wenn große Anhänge drinnen sind hab ich es mir angewöhnt diese Dateien lokal zu speichern und in Thunderbird abzutrennen (Im Menü Nachricht/Anhänge).

    Das Problem ist, dass ich immer wieder auf alte Mails zurückgreifen muss. Ich kann auch jetzt nicht sagen, welche Mail (+ Anhang) ich in 2 Jahren brauche. Aus diesem Grund lagere ich die Mails nicht aus bzw. entferne auch nicht die Anhänge. Ich brauche immer wieder sämtliche Konversationen.



    Das Profilverzeichnis liegt auf einer DS220+ (https://www.synology.com/de-de/products/DS220+). Ich denke, dass diese leistungsstark genug sein sollte, lasse mich aber gerne belehren.

    Die CPU / RAM der DS220+ zeigt keine großen Auschläge, wenn ich in Thunderbird arbeite.


    Backups werden alle 48 Stunden erstellt.



    Eurer anschließenden Diskussion über msf und mbox konnte ich inhaltlich leider nicht mehr ganz folgen. Wurde irgendwann zu komplex für mich.



    Die Funktionen Reparieren und Komprimieren klicke ich gelegentlich, aber das kann ich ja nicht bei all den vielen Unterordnern regelmäßig machen...



    Welche Größe sollte denn ein Ordner nicht übersteigen?

    Macht es einen Unterschied, ob es ein Ordner ist mit dem ich regelmäßig arbeite oder ein Ordner, auf den ich nur 1x pro Jahr zugreife?

    Kann ich die selten benutzten Ordner größer lassen? Oder sollte ich eine bestimmte Ordnergröße grundsätzlich nicht überschreiten?



    Was ist genau der Unterschied zwischen einer Archiv-Funktion und einem manuell erstellten Unterordner? Ein Archiv kann ich automatisieren, schon klar. Aber hat es sonst noch irgendwelche Vorteile?



    Vielen Dank für eure Unterstützung!

  • Hallo Tompa,

    sorry, bin da tatsächlich etwas abgeschweift.


    Zurück zu meinen Fragen:

    1) Hast Du die mbox-Dateigrößen im Profil-Verzeichnis mit den Größenangaben von Thunderbird verglichen und sind diese etwa gleich groß oder unterscheiden sie sich wesentlich? (Ich gehe mal davon aus, dass Du das mbox-Format verwendest.)

    3) Test auf lokalem PC (damit man das NAS inkl. Netzwerk ausschliessen kann)


    Das Problem ist, dass ich immer wieder auf alte Mails zurückgreifen muss. Ich kann auch jetzt nicht sagen, welche Mail (+ Anhang) ich in 2 Jahren brauche. Aus diesem Grund lagere ich die Mails nicht aus bzw. entferne auch nicht die Anhänge. Ich brauche immer wieder sämtliche Konversationen.

    -> Wie Graf.Koks schon schrieb würde ich die ganz großen Dateianhänge (z.B. ab ~5 MByte) auch von den E-Mails abtrennen und separat speichern. Mach ich selbst so. Du kannst zusätzlich auch die gesamte E-Mail als eml-Datei abspeichern.

    Das Profilverzeichnis liegt auf einer DS220+ (https://www.synology.com/de-de/products/DS220+). Ich denke, dass diese leistungsstark genug sein sollte, lasse mich aber gerne belehren.

    Die CPU / RAM der DS220+ zeigt keine großen Auschläge, wenn ich in Thunderbird arbeite.

    Ich kenne das NAS nicht, aber von den Daten sollte es ausreichend Power haben (im Normalfall). Wenn jedoch viele kleine Datenpakete gelesen und hin und her geschickt werden (wie beim neuerstellen der Zusammenfassungsdateien oder bei der Indexerstellung für Gloda), dann sollte man dies eigentlich schon deutlich in der Auslastung sehen.

    -> Greifst Du eigentlich von mehreren Rechnern aus auf das TB-Profilverzeichnis auf dem NAS zu?

    -> Hast Du die CPU-, RAM- und Netzwerklast auch zu der Zeit geprüft wenn es mal wieder langsam geht?


    Quote

    Eurer anschließenden Diskussion über msf und mbox konnte ich inhaltlich leider nicht mehr ganz folgen. Wurde irgendwann zu komplex für mich.

    Sorry, leicht vom Thema abgedriftet! Jedoch kann ich mir schon vorstellen, dass Dein Problem mit den mbox-Ordnern zu tun hat (siehe oben Punkt 1). Die folgenden Links fand ich übrigens ziemlich nützlich um ein Verständnis für mbox zu bekommen:

    - Mbox-/Mailbox-Format - Vermeidung von Problemen

    - Ordner komprimieren

    - Index-Datei reparieren


    Quote from Tompa

    Die Funktionen Reparieren und Komprimieren klicke ich gelegentlich, aber das kann ich ja nicht bei all den vielen Unterordnern regelmäßig machen...

    -> Reparieren geht tatsächlich nur pro Ordner.

    -> Komprimieren kann man jedoch auch ein ganzes Konto mit nur einen Klick (Datei -> "Alle Ordner des Kontos komprimieren")


    Quote from Tompa

    Welche Größe sollte denn ein Ordner nicht übersteigen?

    Macht es einen Unterschied, ob es ein Ordner ist mit dem ich regelmäßig arbeite oder ein Ordner, auf den ich nur 1x pro Jahr zugreife?

    Kann ich die selten benutzten Ordner größer lassen? Oder sollte ich eine bestimmte Ordnergröße grundsätzlich nicht überschreiten?

    Siehe hier: http://kb.mozillazine.org/Limits_-_Thunderbird

    Bzgl. der Größe gibt es keine eindeutige Antwort, da dies von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Da mbox jedoch mehrere E-Mails in einzelnen Dateien zusammenpackt, würde ich sagen je schlanker in Anzahl und Größe (d.h. Emails pro Ordner) umso besser.


    Quote from Tompa

    Was ist genau der Unterschied zwischen einer Archiv-Funktion und einem manuell erstellten Unterordner? Ein Archiv kann ich automatisieren, schon klar. Aber hat es sonst noch irgendwelche Vorteile?

    Mir sind keine wesentlichen Unterschiede bekannt. Ein Archiv ist im Prinzip ein normaler Ordner.

  • Hallo Tompa,

    Ich habe heute mal die global-messages-db.sqlite gelöscht und anschließend in den Einstellungen angeklickt, dass Thunderbird meine Mails nicht mehr indexieren soll. Aufgrund der ordentlich Ordnerstruktur finde ich auch meist ohne globale Suche das, was ich brauche.

    Hat die Maßnahmen etwas gebracht?


    Meinen Posteingang versuche ich immer aufgeräumt zu haben. Dort liegen meist nicht mehr als 10 Mails - maximal 50 MB.

    Das ist jedenfalls schon mal ein gute Maßnahme. Generell kann man empfehlen, die Systemordner von Thunderbird 'sauber' zu halten, um Problemen vorzubeugen. Also insbesondere den 'Posteingang'. 10 Mails und 50 MB sind sicherlich unkritisch.


    Für andere Ordner fand ich gerade die Empfehlung von ~ 800 MB - 1 GB. Zu einer empfohlenen Anzahl an Mails pro Ordner habe ich gerade keine Empfehlung gefunden. Aber genau wie manch anderer User hier, stelle ich bisher keine Problem mit Ordnern fest, die teils mehrere tausend Mails enthalten.


    Backups werden alle 48 Stunden erstellt.

    Je nach eingesetzter Backup-Technologie hoffentlich bei beendetem Thunderbird. Sonst ist das Backup möglicherweise unvollständig.


    Das Profilverzeichnis liegt auf einer DS220+

    Nur zum Verständnis: die DS220+ ist per LAN vermutlich mit einem 1 GBit/s-Ethernet-Link angebunden. Die theoretische Übertragungsbandbreite liegt bei 117 MB/s. Praktisch und weil vermutlich das SMB-Protokoll von Windows genutzt wird, liegt die Transferrate ziemlich sicher ein gutes Stück unter 100 MB/s. Das ist deutlich weniger, als eine eingebaute klassische Festplatte leisten kann und ein Bruchteil von dem, was eine aktuelle SSD bietet. Ein NAS wie zum Beispiel die DS220+ ist für sich ein leistungsfähiges Gerät, aber schon aufgrund der Anbindung liegt das nicht gleichauf mit einer eingebauten Festplatte. Schon das alleine kann ein möglicher Grund für das von Dir beobachtete Verhalten sein.


    Auch wenn Du den Windows Defender nutzt, kommt der ebenfalls als eine Ursache für die beschriebenen Verzögerungen in Frage. Lege doch testhalber mal eine Ausnahmeregel im Windows Defender für das gesamte Profilverzeichnis an.


    Auf die Dauer ist das natürlich kontraproduktiv, weil dadurch der Scan des Maileingangs auf Schadsoftware ausgesetzt wird.


    Macht es einen Unterschied, ob es ein Ordner ist mit dem ich regelmäßig arbeite oder ein Ordner, auf den ich nur 1x pro Jahr zugreife?

    Durchaus. Oft frequentierte Ordner sollten schlanker gehalten werden.


    -> Wie Graf.Koks schon schrieb würde ich die ganz großen Dateianhänge (z.B. ab ~5 MByte) auch von den E-Mails abtrennen und separat speichern. Mach ich selbst so. Du kannst zusätzlich auch die gesamte E-Mail als eml-Datei abspeichern.

    Ich finde diese Idee eigentlich nicht so charmant, weil man sich damit Thunderbird als Basis für die Suche nach Inhalten fragmentiert. Da stellt sich doch immer die Frage, findet man das Gesucht noch in Thunderbird, nur in Thunderbird, nur auf Dateiebene in der eigenen Ablagestruktur oder gar auf beiden Seiten und eine Verknüpfung zwischen Thunderbird und Dateiablage ist leider auch nicht möglich.


    Andererseits hat Tompa ja eh schon die Indexierung deaktiviert und verzichtet somit auf die Suche und führt eine saubere Ablagestruktur in Thunderbird. Da könnte es passen, mit einer Parallelstruktur auf Dateiebene zu arbeiten und auf diesem Wege Thunderbird zu entlasten.


    Gruß

    Sehvornix

  • Hallo Sehvornix,


    kann Dir in diesem Fall nicht ganz zustimmen. Beim "Abtrennen" bleiben die Dateinamen der Anhänge erhalten und es wird der lokale Speicherpfad der abgetrennten Anhänge in der Email abgelegt. Dadurch ist es möglich die abgetrennten Anhänge direkt in der Email per klick zu öffnen. D.h. es gibt sehr wohl eine Verknüpfung zwischen TB und Dateiablage. Der Status "Enthält Anhang" bleibt auch erhalten. Ich finde das hat schon Charme. Allerdings muß man seine lokale Ordnerstruktur dauerhaft beibehalten, andernfalls darf man seine Anhänge tatsächlich manuell suchen (alles andere bleibt jedoch erhalten).


    Tompa: Hast Du dir die mbox-Dateigrößen angesehen und kannst Du Dein Profil lokal testen?


    Gruß

    didda

  • Ah! Danke für Deine Erläuterung. War mir nicht mehr bewußt - aber ja, dann könnte man damit was bewerkstelligen.


    // Für mich käme es wohl dennoch nicht in Frage, weil meine Hauptablagestruktur auch immer mal kleine Änderungen erfährt. Zwar ist meine Dateiablage auch strukturiert, vielleicht ähnlich wie der OP das handhabt, aber die Verzeichnisse sind z. B. nach Kunden benannt. Deren Rechtsform ändert sich mal oder der Inhaber ändert sich oder es ist mal ein Umbenennung meinerseits erforderlich, weil die eingangs gewählte Bezeichnung doch nicht so eingängig ist. Hin und wieder muss auch mal konsolidiert werden. Sowas passiert natürlich nicht dauernd, aber über die Jahre gesehen hätte ich schon ziemlich viele Verknüpfungen verloren oder würde mich über die Einschränkung ärgern, das nicht anpassen zu dürfen, weil Thunderbird sonst die Anhänge nicht mehr zu fassen bekommt.


    Gruß

    Sehvornix

  • Hi,

    da dieser Vorschlag von mir kam, dann hier noch meinen Senf dazu:


    Mail-Anhänge haben ja gewöhnlich einen Bezug auf andere Daten, die im Dateisystem (hoffentlich) in einer strukturierten Form abgelegt sind. Wenn ich z.B. Bank-Infos (Kontoauszüge, Zinsmitteilungen, Wertpapiersachen) als PDFs erhalte, dann lege ich die in einem geeigneten Verzeichnis wie privat\Hausbank ab. Damit sind sie auch ohne Referenz in den empfangenen Mails leicht zu finden. Dasselbe gilt für zugesandte medizinische Befunde, Impfbestätigungen, Rechnungen oder technische Dokumentationen. Alles Zeugs also, das bequem im Explorer zu finden ist.


    Auch rückwärts ist in der Regel nachvollziehbar, aus welcher Quelle diese Dokumente stammen.


    Und nein - ich lösche/trenne nicht gleich alle Anhänge, aber gelegentlich gehe ich mal Verzeichnisse mit großem Speicherplatz durch & miste aus.