Passwort

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    • Thunderbird-Version:38.5.0
    • Betriebssystem + Version:Windoxs 7 Enterprise
    • Kontenart (POP / IMAP): beide
    • Postfach-Anbieter (z.B. GMX): netaachen
    • Eingesetzte Antiviren-Software: unbekannt
    • Firewall (Betriebssystem-intern/Externe Software):unbekannt
    • Router-Modellbezeichnung (bei Sende-Problemen):netconnect


    Wie kann ich den Zugang zu thunderbird und meinen privatem emailkonto vor Zugriff ducrh andere Rechnerbenutzer schützen?

  • Das geht letztlich nur durch den Schutz Deines Benutzerkontos des Betriebssystems. Dieses Benutzerkonto darf von keinem anderen verwendet werden können und die gespeicherten Daten von Thunderbird müssen natürlich auch dort liegen, wo Thunderbird dies standardmäßig vorsieht.

  • danke, und wie kann ich das schützen?

    kann man nicht bei thunderbird für das Abrufen der emails ein password setzen?

  • Je nachdem wie viel Energie und Wissen du den anderen Benutzern zutraust, bekommst du einen vollständigen Schutz nur durch Verschlüsselung der Partition.

    Der Schutz, den das Betriebssystem über die Benutzerverwaltung bietet, lässt sich relativ leicht umgehen.

  • Die Frage ist wie viel Aufwand will man betreiben...


    Thunderbird speichert alle Daten im Klartext auf die Festplatte. Daher ist ein Passwort beim Start des Programms nur eine symbolische Hürde. Jeder könnte einfach die Dateien auf der Festplatte suchen und öffnen, wenn er seitens des Betriebssystems die notwendige Berechtigung hat, um an die Dateien dran zu kommen.


    Das Betriebssystem schützt die Daten der Benutzeraccounts zumindest grundlegend gegen den Zugriff von dritten Personen.


    bei thunderbird für das Abrufen der emails ein password

    Das "Abrufen" ist durch die jeweilige Kombination aus Benutzername + Passwort der Postfächer geschützt. Wenn man die Passwörter von Thunderbird speichern lässt, stellt dies Komfort dar, der natürlich auch wieder geschützt werden muss. Dafür gibt es in Thunderbird das Master-Passwort, welches man selbst vergeben kann. Damit ist das Abrufen nur noch nach Eingabe des Master-Passwortes möglich. Davon sind aber nicht die Daten geschützt, die schon lokal in Thunderbird vorhanden sind. Da kommt dann das Benutzerkonto des Betriebssystems ins Spiel. Du benutzt Windows Enterprise, da würde ich erstmal denken, dass Du Dich damit grundlegend auskennen müsstest. Der nächste Schritt wäre dann die Verschlüsselung der Daten auf der Festplatte bzw. der kompletten Partition, was aber eher zu viel des Guten ist, wenn man nicht gerade besondere Anforderungen (Rechtsanwalt, Gesundheitswesen, ....) erfüllen muss.

  • Der nächste Schritt wäre dann die Verschlüsselung der Daten auf der Festplatte bzw. der kompletten Partition, was aber eher zu viel des Guten ist, wenn man nicht gerade besondere Anforderungen (Rechtsanwalt, Gesundheitswesen, ....) erfüllen muss.

    Dazu habe ich aus beinahe leidvoller Erfahrung eine sehr abweichende Meinung.


    Ich habe einmal mein Smartphone verloren. Dank eines ehrlichen Finders habe ich es wiederbekommen. Dennoch war ich sehr froh, dass die Daten darauf verschlüsselt waren - vor allem in der ungewissen Zeit, bis feststand, dass es gefunden wurde.


    Nicht nur Anwälte, Ärzte und Co. haben einen Schutzbedarf. Die meisten von uns haben ihn. Unter Umständen wird einem das erst bewusst wenn man sein Gerät verliert.


    Viele von uns haben sehr persönliche Daten auf dem Rechner, nicht nur E-Mails sondern auch andere Dokumente, Kalender, Kontakte, Kontoauszüge der Bank, den einen oder anderen Chatverlauf usw. . Ganz zu schweigen von gespeicherten Passwörtern.

    Die Festplatte eines privaten PC verrät oftmals das halbe Leben seines Benutzers, einschließlich sehr privater Details. Wer sich ein paar Minuten Zeit zum Nachdenken nimmt, wird für sich bestimmt die eine oder andere Datei finden, von der er nicht möchte, dass sie in fremde Hände gelangt.


    Bewegliche Medien sind einer größeren Gefahr ausgesetzt. Aber auch Familien-PCs können Daten enthalten, die nicht von jedem eingesehen werden sollen. Die Kinder von heute sind oftmals geschickter als deren Eltern.


    Der Benutzerkontenschutz lässt sich in wenigen Sekunden umgehen, ganz einfach indem man ein anderes Betriebssystem von einem Stick startet. Schon liegen sämtliche Dokumente zum Lesen oder Kopieren bereit.

    Das können selbst absolute Laien. Entsprechende Anleitungen finden sich gewiss auf YouTube.

    Dank USB 3.0 sind auch Gigabyte an Daten schnell und unbemerkt kopiert und können anschließend in aller Ruhe ausgewertet oder schlimmstenfalls auch für einen Identitätsdiebstahl benutzt werden.


    Das Verschlüsseln einer Partition schützt davor zuverlässig. Sie einzurichten ist weder schwierig noch besonders aufwendig. Man muss es nur machen.

  • Nicht nur Anwälte, Ärzte und Co. haben einen Schutzbedarf

    Den Schutzbedarf haben deren Kunden, daher ist dies in deren Fall nochmal ein ganz anderes Thema. Der persönliche Schutzbedarf ist sicherlich auch unbestritten, aber weitgehend "Privatvergnügen".

  • aber weitgehend "Privatvergnügen".

    Deshalb erwähnte ich das überhaupt. Um Privatleute anzuregen, sich einmal bewusst zu machen, welche sehr privaten Informationen sie auf ihren Festplatten und Smartphones gespeichert haben, und wie leicht es ist, diese zu erbeuten.


    Es gibt eine Ähnlichkeit zum Thema Backup. Bewusst wird es vielen erst, wenn es zu spät ist.