Neue Version von FireTray für TB 60.2.1

  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:

    • Thunderbird-Version:60.2.1
    • Betriebssystem + Version:Debian Buster Xfce /Kde
    • Kontenart (POP / IMAP):alle Knten
    • Postfachanbieter (z.B. GMX): GMX Posteo

    Monatelanges Suchen hat sich gelohnt. :mrgreen:


    Heute stolperte ich endlich über ein funktionierendes FireTray was mit dem neuen Thunderbird funktioniert.


    Fündig wurde ich bei den "Russen", dort gibt es auch die unten angeführten Installationsschritte[1]


    Auf github selbst habe ich keine Download Möglichkeit gesichtet [2]


    Funktionieren tut es perfekt. Download:

    Code
    1. git clone https://github.com/firetray-updates/FireTray

    Anschließend in das Verzeichnis


    ~/FireTray/src/manövrieren

    und mit

    Code
    1. make build

    die xpi-Datei generieren.


    Die Kompilierung ist zwar für Linux, die Erweiterung sollte nach der Beschreibung aber auch für Windows funktionieren.



    [1] https://addons.thunderbird.net…d/addon/firetray/reviews/

    [2] https://github.com/firetray-updates

  • Moin, moin allerseits!


    *argh* Ich fasse es nicht, warum schafft es OpenSource immer wieder seine Nutzer derart vor den Kopf zu stoßen? Ok, ich halte jetzt meinen Mund und versuche produktiv an die Sache ranzugehen.


    Bin ohne Vorwahrnung (automatisches Mint Update) darauf gestoßen, dass etliche Add-ons in TB nicht mehr funktionieren. Dabei benutze ich nur Firetray. Für mich einfach essentiell für ein eMail Programm. Ok, andere sehen das anderes.

    Also Suchmaschine angeworfen, einiges gelesen und Kernaussage:

    Es wird keine Add-On mehr geben, das die Funktionalität von Firetray nachbilden kann, da aus Sicherheitsgründen dieses und jenes geändert wurde.

    Ok, so weit, so gut.

    Dann obiges Posting gefunden und schnell mal selber ausprobiert. Gut dass ich Linux nutze und rudimentäre Ahnung habe.

    Jupp, funktioniert auch unter Linux Mint KDE (17 schieß mich tot).


    Mmmmmmmmmh, Russland, da kommt doch alles Böse (TM) her. Also nach "altem" Source-Code von Firetray umgesehen, dann noch KDiff installiert und ein bisschen die Dateien verglichen.

    Sah jetzt auf den ersten Blick nicht großartig verdächtig aus. Halt STOPP! Ich bin kein Experte!


    Aber die nagende Frage bleibt: Ist es vertrauenswürdig?


    Und, ist es wirklich so einfach? Hat es sich gelohnt, dass User sich anfeiden, weil sie den anderen und seine Nutzungsgewohnheiten nicht verstehen?


    Ja, nicht sehr produktiv, mein Posting, ist mehr Frust ablassen.


    Grüße an alle,

    und es funktioniert immerhin, Sicher, sei dahingestellt!


    PS: Ach ja, fast vergessen: Danke!

  • Aber die nagende Frage bleibt: Ist es vertrauenswürdig?

    Diese Frage kann dir nur jemand beantworten, der er ein vollständiges Code-Review durchgeführt hat und das nötige Fachwissen hat. Bei einer solchen Erweiterung wäre das sogar möglich, weil deren Umfang überschaubar ist.


    Nehmen wir einmal an, jemand hier im Forum könnte das und würde dir bestätigen, dass die Erweiterung vertrauenswürdig ist. Was wäre damit gewonnen? Es wäre nur die Aussage eines anonymen Mitglieds in einem Forum.


    Wichtiger wäre es, diese Frage auch auf anderen Programme auszudehnen. Diese können zum Teil vollen Zugriff auf alle Daten und jede Aktion bekommen, die du am Rechner ausführst.

    Selbst bei Open-Source-Projekten hast du keine Garantie. Auch wenn die Vielzahl der Beteiligten und der Umstand, dass der Source Code verfügbar ist, eine gewisse Sicherheit geben. Es gibt kaum jemanden, der den gesamten Code des Firefox, des Thunderbirds, des OpenOffice oder deines Linux überblickt.


    Wenn man einen Schritt weitergeht und auch Windows, macOS, Android, die Treiber, das BIOS, die Chips auf dem Mainboard usw. einbezieht, dann bleibt realistisch gesehen keine Möglichkeit mehr, die Vertrauenswürdigkeit nachzuweisen.


    Als Benutzer bleibt dir aber die Wahl, zu entscheiden welche Software du installierst. Um die Hardware-Komponenten und deren Treiber sowie um ein Betriebssystem kommst du nicht herum. Bei anderen Komponenten kannst du aber abwägen, ob du das Restrisiko eingehen willst oder nicht.

  • Es ist schon lustig. Den Verweis auf die "Russen" hab ich natürlich extra betont, und genau solche Reaktionen erwartet.:thumbsup:

    Ich hoffe, keiner von den hier Lesenden hat z.B. was von Kaspersky auf seinem Rechner .

    Wenn man einen Schritt weitergeht und auch Windows, macOS, Android, die Treiber, das BIOS, die Chips auf dem Mainboard usw. einbezieht, dann bleibt realistisch gesehen keine Möglichkeit mehr, die Vertrauenswürdigkeit nachzuweisen.

    Genau so ist es.

    Nicht zu vergessen, dass es ja irgendwann in grauer Vorzeit mal die Snowden- Affäre, diverse Skandale um Facebook, Google, gehackte Datenbanken usw. usw. gab. Aber weggewischt auf dem Smartie und gut ist- sind ja alles Freunde .:wall:

    Für die tägliche Erbauung und ein Abstecher in die Wirklichkeit sei dann noch die morgendliche Lektüre der bekannten Sicherheitslücken beim BSI (Cert-Bund) zu empfehlen.

    Kurz und gut:

    Wer glaubt, ein Computer zu benötigen, muss sich darüber klar sein, das er damit seine

    "Wohnungstür" ausgebaut hat, und freiwillig auf das Menschenrecht der Privatsphäre

    verzichtet.

    Unter Windows sicherlich mehr als unter Linux.


    Ich will damit nicht sagen, dass man nicht darüber nachdenken sollte, von wo man sich seine

    Software holt. Aber immerhin sei darauf hingewiesen, dass die von mir verlinkte Seite zumindest eine offizielle ist. Man kann das ru einfach gegen de austauschen.^^

  • warum schafft es OpenSource immer wieder seine Nutzer derart vor den Kopf zu stoßen?

    Sorry, aber das war in wirklich jeder Hinsicht Quatsch.

    OpenSource ist ein Prinzip, eine Philosophie, eine Bewegung, ein Trend oder was auch immer (hier eine Definition aus der Wikipedia) - aber kein Ding und keine Person und es (oder eher sie) hat auch keine Nutzer. Das "vor den Kopf stoßen" kommt von Programmen oder besser von deren Programmierern und das wiederum hat nun wirklich überhaupt nichts damit zu tun, ob eine Software Open oder Closed Source ist, es hat nicht einmal mit Programmen und IT zu tun.


    Bei allem Verständnis für Entäuschung und (oft aus eigenem Unwissen) enttäuschten Erwartungen, aber derart unsinnige Sprüche sind nicht einmal zum Frust ablassen geeigenet, sondern disqualifizieren ausschließlich ihre Urheber und werten deren eigentliche Aussagen leider nur ab.

  • Zitat

    Bei allem Verständnis für Entäuschung und (oft aus eigenem Unwissen) enttäuschten Erwartungen, aber derart unsinnige Sprüche sind nicht einmal zum Frust ablassen geeigenet, sondern disqualifizieren ausschließlich ihre Urheber und werten deren eigentliche Aussagen leider nur ab.

    Ich bin noch nie so vornehm beleidigt worden. :thumbsup:

  • Hallo nochmal,


    wenn du darin eine Beleidigung zu erkennen glaubst, hast du ein sehr viel tiefer gehendes Verständnisproblem - sowohl von Software als auch von Sprache allgemein.


    Und nun noch ein Versuch, den Thread wieder wieder OnTopic zu kriegen: Was macht FireTray? Hast du die vom Threadstarter gefundene Version eigentlich ausprobiert oder lässt du es lieber, weil es von den bösen [%aktueller_Lieblingsfeind%] stammt?


    Noch spannender, prüfst du eigentlich Quelltexte und kompilierst deine Software grundsätzlich selber?

    Und welche OpenSourceSoftware oder auch nur Freeware nutzt du denn sonst noch außer Thunderbird und mind. zwei verschiedenen Linux-Distributionen, die dich zu obiger himmelschreiend unsinniger Aussage getrieben hat?


    MfG

    Drachen

  • Interessant, aber wenn beim GitHub Link https://github.com/firetray-updates/FireTray auf das letzte Commit Datum schaue (vor 3 Jahren das Readme, mit 'Discontinuation announce') dann ist das kein FireTray Nachfolger. Das dürfte der Source des Originals sein - und TB 60 unterstützt ja die Js-ctypes Interfaces ( noch - bis auch die in einer der nächsten Versionen entfernt werden: https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Mozilla/js-ctypes ).


    Wir hatten die ganze "FireTray-Diskussion" ja schon vor ein paar Monaten. Wobei meiner Meinung nach diese Diskussion nicht darum geht, ob ein bestimmtes AddOn weiter funktioniert oder nicht.


    Diese Diskussion geht darum, wie E-Mail Clients verwendet werden. Die "Gruppe der FireTray Anwender" will einen E-Mail Client immer im Hintergrund laufen haben, der selbständig E-Mails abruft und über neue E-Mails und Kalender Ereignisse benachrichtigt - auch dann, wenn man in der Hitze des Arbeitsalltags mal unbeabsichtigt auf das Fenster Schließen "X" im Hauptfenster von TB geklickt hat.


    Die andere Gruppe will einen E-Mail Client starten, die Mails abrufen und dann wieder beenden. Und dazu zählen vermutlich die TB Entwickler, weil der entsprechende Bug-Eintrag schon 16 Jahre alt ist: https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=208923


    Ich bleibe jetzt solange es geht bei TB 52.9.1 - bis sich in diese Richtung im TB grundsätzlich etwas tut - oder bis ich einen Ersatz für TB gefunden habe.

    CU

  • Die "Gruppe der FireTray Anwender" [...] Die andere Gruppe will

    Es gibt mindestens drei weitere Gruppen:


    • Diejenigen, denen diese Funktion nicht wichtig ist. Diese Gruppe stellt, beurteilt anhand der Downloadzahlen, die sehr große Mehrheit dar.
    • Diejenigen, denen diese Funktion so wichtig ist, dass sie deshalb selbst eine Erweiterung schreiben oder die bestehende anpassen.
    • Diejenigen, die diese Funktion zwar nützlich finden, aber nicht für so notwendig halten, dass sie deshalb auf andere Funktionen verzichten oder gar Sicherheitslücken inkaufnehmen würden.
  • Aus diesem Thread geht hervor, dass dieses Problem - wenn überhaupt - vermutlich nur vorläufig gelöst ist. Siehe Beitrag #10 von awag72 .

    Weiterhin gibt es Anwender wie nojadrik, die sich nicht einfach irgendwas von GitHub installieren möchten.

  • Es gibt mindestens drei weitere Gruppen:

    Stimmt! Es gibt sicher mehrere Gruppen.
    Für mich wäre das Problem mit einer einzigen neuen Option im TB gelöst: "Schließen Schaltfläche soll TB Hauptfenster minimieren: Ja/Nein".
    In den Tray muss das Icon gar nicht unbedingt. Kann gerne in der Taskbar als geöffnet markiert bleiben.

    Ich darf nur das Programm nicht unabsichtlich beenden können. Z.b. Ich habe 10 Fenster im Vollbild offen, bin mit meiner Arbeit fertig und fahre mit der Maus nach rechts oben auf das X und klicke 10 mal hintereinander um alle Fenster zu schließen. Wenn jetzt TB auch darunter ist, dann ist TB beendet und ich merke das gar nicht und bekomme keine Nachrichten mehr.

    Und eventuell als neuer Startparameter "-minimized". Dann könnte man Thunderbird per Autostart minimiert starten. Das ist aber nicht unbedingt notwendig, das ist nur Kosmetik.

    So ähnlich wie bei z.B. Spotify - das ist aber schon Luxus ;) Ein Eintrag in about:config würde mir auch schon genügen... :D