[Howto] Synchronisierung mehrerer Kalender zwischen Lightning und acalendar+


  • Um Rückfragen vorzubeugen, bitten wir um folgende Angaben:
    * Thunderbird-Version: 38.3.0
    * Lightning-Version: 4.0.3.1
    * Betriebssystem + Version: Windows 8.1


    Hallo!


    Nicht jeder möchte seine persönlichen Daten Google, Microsoft oder einem anderen Cloud-Anbieter anvertrauen. Auch einen Owncloud-Server auf einem Raspi oder Cubietruck aufzusetzen, ist nicht jedermanns Sache.
    Dennoch muss es doch möglich sein, Termine und Aufgaben zwischen PC, Smartphone und Tablet zu synchronisieren.
    Also habe ich mich auf die Suche nach einer zufriedenstellenden Lösung gemacht und bin fündig geworden. Doch der Teufel steckt - wie stets - im Detail.


    Deshalb habe ich ein Tutorial erstellt, das anderen die Arbeit erleichtern soll.


    Ausgangsbasis bei mir war Folgende:

    • Lightning 4.0.3.1 in Thunderbird 38.3.0. In diesem Kalender werden in der Regel die Termine angelegt.
    • Ich nutze in Lightning vier Kalender, um zum Ersten private von geschäftlichen Terminen zu trennen und zum Zweiten die Art eines Termins schon an seiner Farbe zu erkennen. Das soll auch auf dem Smartphone/Tablet so erscheinen.
    • Alle Daten bleiben lokal und landen nicht in einer wie auch immer gearteten Cloud.
    • Die Termine und Aufgaben aus Lightning sollen auf zwei Mobiles kopiert werden: Samsung Galaxy Note 3 mit Android 4.4.2 und Samsung Galaxy Tab 2 mit Android 4.1.2, die beide gerootet sind (nicht zwingend notwendig).
    • Smartphone und Tablet werden stets per USB mit dem Rechner, der weder WLAN noch Bluetooth kennt, verbunden.
    • Für die Synchronisierung wird die kostenlose Software MyPhoneExplorer (kurz MPE) eingesetzt. Dafür muss am Android-Gerät das USB-Debugging eingeschaltet werden.
    • Bei der Kalender-App habe ich mich für acalendar+ (für 3,99 Euro im Google Play Store) entschieden, die ein sehr durchdachtes Bedienkonzept besitzt. An der App habe ich bis jetzt nur zu bemängeln, dass der Aufgabenplaner ausschließlich mit Google arbeitet. Dieses Problem löst aber MPE.
    • Im Kalender des Smartphones werden ab und zu auch neue Termine eingegeben, weswegen die Synchronisierung in beide Richtungen erlaubt sein soll.
    • Das Tablet dient dagegen nur dazu, mal in den Kalender zu schauen, weswegen hier der Synchronisiermodus einseitig von Thunderbird nach Tablet (in MPE) erzwungen wird.

    Vorbereitungen

    • Für MPE muss in Android das USB-Debugging eingeschaltet werden, wie erfährt man bei Giga. (Wie man das Tab 2 rootet, zeigt ein Beitrag im Forum von XDA-Developers. Wer des Englischen nicht mächtig ist, wird auf android-hilfe.de fündig. Wie man das Galaxy Note 3 rootet, erfährt man bei androidpit.de.) ACHTUNG! Rooten gefährdet die Gesundheit Ihres Smartphones! Auch das "Herumspielen" in den Entwickleroptionen kann zu Forenbeiträgen mit fünf und mehr Ausrufezeichen im Titel führen.
    • Download des MyPhoneExplorer für den PC beim Programmierer.

    Durchführung

    • acalendar+ per Google Play Store auf dem Smartphone installieren. Die kostenlose Version namens acalendar (ohne plus) kann keine weiteren lokalen Kalender erstellen.
    • Zunächst erstellt man in acalendar+ die gleichen Kalender wie in Lightning.
    • Menü => Kalenderliste => noch mal Menü => Neuer Kalender (lokal).
    • Kalendername eingeben und auf OK drücken.
    • Mit einem langen Druck auf den in der Kalenderliste angezeigten Kalender kann man unter anderem die Farbe ändern. Das ist auch unbedingt notwendig, denn bei Lightning wird die Kalenderfarbe als Hintergrundfarbe verwendet, während acalendar+ sie für den Text verwendet. So ist hellgelb in Lightning in Ordnung. In acalender+ ist hellgelbe Schrift auf weißem Grund dagegen kaum lesbar. Man sollte deshalb in acalendar+ etwas dunklere Farbtöne als in Lightning wählen. Umgekehrt sind dunkle Töne in Lightning unproblematisch, weil dort Text automatisch weiß dargestellt wird. Den im Bild dargestellten Kalender „Feiertage Bayern“ (o.a.) erhält man übrigens in acalendar+ über Menü => Kalenderliste => noch mal Menü => Feiertage.
    • In der Kalenderliste wählt man die zu verwendenden Kalender (hier vier) aus. Im Bild ist gut zu erkennen, dass die vorinstallierten Kalender „Geburtstage“ (acalendar+ holt sich die Daten aus den Kontakten) und „My calendar“ sowie der Google-Kalender nicht verwendet werden.
    • Das Smartphone per USB an den PC anschließen. MPE kann immer nur mit einem Gerät Verbindung aufnehmen, das Tablet also noch nicht anschließen.
    • Installation von MyPhoneExplorer auf dem PC. Die Software wird anschließend automatisch auf dem Smartphone installiert, was ich auch so empfehle, weil:
      Beim ersten Mal hatte ich MPEauf diese Weise auf meinem Tablet installiert und die Verbindung klappte auf Anhieb. Nach ersten Versuchen, in denen die Synchronisation scheiterte, deinstallierte ich MPE auf dem Tablet wieder und installierte die App vom Google Play Store. Danach erkannte der Desktop-MPE das Tablet nicht mehr. Erst ein Neustart des Tablets löste das Problem.
    • Gegebenenfalls muss man die vielfältigen Zugriffsrechte, die MPE auf dem Smartphone/Tablet einfordert, abnicken.
    • DER ENTSCHEIDENDE PUNKT: MPE auf dem PC fragt bei der ersten Verbindung nach einem Namen für das Smartphone und möchte auch gleich synchronisieren. Den Namen gibt man in das entsprechende Feld ein, lehnt die Synchronisierung aber mit einem Klick auf „Abbrechen“ ab. Es hat einige Versuche und etwas Nachdenken gekostet, bis ich dahinter kam, dass diese Synchronisierung dafür verantwortlich ist, dass nachher alle Termine in acalendar+ die gleiche Farbe hatten und nicht die jeweilige des Kalenders. Offensichtlich wurden die Termine alle in einen Kalender kopiert.
    • Anschließend im Desktop-MPE F2 drücken (oder Datei => Einstellungen anklicken) und links Synchronisierung anklicken.
    • Im Abschnitt Termine und Aufgaben Synchronisieren mit Thunderbird wählen.
    • Zu synchronisierende Kalender (des Smartphones) anklicken und die gewünschten Kalender wählen (ist im Grunde ein Abbild der Kalenderliste von acalendar+).
    • Danach Erweitert anklicken. Oben sieht man in dem zu kleinen Feld links alle Thunderbird-Kalender. Bei den gewünschten Kalendern (bei mir alle) das Häkchen im Feld davor setzen.
    • Zuordnung rechts wählen und die Zuordnungen zwischen Lightning- und acalendar+-Kalendern herstellen.
    • Die restlichen Einstellungen wie z. B. den zeitlichen Bereich für die Terminsynchronisierung nach Gusto. OK klicken.
    • Synchronisieren.
    • Bei einem zweiten Gerät die Schritte wiederholen.

    Wie oben bereits gesagt, kann acalendar+ Aufgaben nur mit einem Google-Kalender synchronisieren. Deshalb verwende ich als Aufgabenliste die des MyPhoneExplorer. Sie wird bei der Installation von MPE auf dem smartphone/Tablet mitinstalliert und ist unter Android im Menü zu finden.


    Da dies mein erstes Tutorial ist, bitte ich um Vergebung und einen entsprechenden Hinweis, wenn etwas unklar oder gar falsch dargestellt ist. Ich hoffe auf eine rege Diskussion.


    Arcadi

  • Hallo Arcadi,
    und willkommen im Forum!



    Ich finde es Klasse, wenn jemand in seinem ersten Beitrag gleich ein komplettes Howto, und auch noch zu einem für viele Nutzer interessanten Thema veröffentlicht!
    Dafür meinen persönlichen Dank!


    Auch wenn, gerade bei mehreren Thunderbird-Profilen und auch mehreren Smartphones, diese Art der Synchronisierung via MPE schon recht aufwändig ist, so ist die beschriebene Vorgehensweise eine gute Lösung für User, die zum einen Wert auf Privatsphäre legen (dein erster Satz) und die auch (noch) nicht gewillt oder in der Lage sind, einen eigenen kleinen Server (RaspPi) aufzusetzen oder einen der vertrauenswürdigen (!) Provider wie P****o zu nutzen. Oder bei denen es sich, weil nur 2 oder 3 Systeme zu synchronisieren sind, einfach nicht lohnt, einen größeren Aufwand mit ext. Server zu betreiben.


    Meine eigenen Erfahrungen mit dieser Art der Synchronisierung liegen zwar schon ein paar Jährchen zurück, aber deine Vorgehensweise erscheint mir schlüssig.



    Mit freundlichen Grüßen!
    Peter

    Thunderbird 45.8.x, Lightning 4.7.x, openSUSE Tumbleweed, 64bit
    S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
    Nebenbei: die Benutzung der (erweiterten) Suche, und von Hilfe & Lexikon ist völlig kostenlos - und keinesfalls umsonst!
    Und: Ich mag kein ToFu und kein HTML in E-Mails!

  • Herzlichen Dank für das Lob!


    Peter_Lehmann : Die vorgestellte Synchronisationweise dürfte in der Tat mit mehreren Thunderbird-Profilen schwierig werden, da MyPhoneExplorer nur die Auswahl der Termin-/Aufgaben-Anwendung erlaubt, nicht aber explizit die eines Profils. Zumindest konnte ich dazu nichts entdecken. Allerdings sehe ich als Nutzungsmöglichkeit für mehrere Thunderbird-Profile auch nur eine: Mehrere Personen an einem Rechner.
    Zum RaspPi könnte ich einiges sagen, es gehört aber nicht hierher, also lasse ich es.


    Die vorgestellte Synchronisation verwende ich jetzt seit circa vier Wochen. Zeit für ein erstes Resümee, das besser ausfällt als zunächst erwartet.
    Ich erstelle Aufgaben und Termine beliebig am Smartphone oder am PC. Die Synchronisation klappt einwandfrei. Keine doppelten Termine oder Aufgaben, keine fehlerhaften Erinnerungen an Aufgaben, keine verlorengegangenen Einträge, keine Synchronisationsprobleme.


    Einzig beim Anschließen des Smartphones oder Tablets muss man kurz kontrollieren, ob MyPhone Explorer den richtigen Nutzer (siehe letztes Bild, links unten) ausgewählt hat und ggf. korrigieren. Dann wird auch der gewünschte Synchronisierungsmodus benutzt (siehe vorletztes Bild).

  • Hallo Arcadi,
    vielen Dank für das HowTo. Genau das will auch schon seit einiger Zeit umsetzen, hatte es auch genauso gemacht wie du, aber es ist mir nie gelungen. Jetzt hast du mich mit deinem HowTo wieder angestachelt und endlich hat es geklappt.
    Ich habe ein Samsung Note 3 und habe im S-Planer unter Eigene Kalender einige zusätzliche mit passendem Namen angelegt, die es in Thunderbird-Lightning genauso gibt. Es ist mir aber nie gelungen diese passend zu synchronisieren. Meines Erachtens gibt es da einen Bug im MPE, was mir jetzt mehr oder weniger zufällig aufgefallen ist.
    Wenn ich in MPE die zuzuordnenden Kalender auswählen wollte, dann wurde mir immer nur MyCalender angeboten, aber keiner der neuen, im Smartphone angelegten Kalender. Ich hatte das viele Male probiert und wusst mir keinen Rat mehr. Bis ich jetzt zufällig im MPE unter "zu synchronierende Ordner" ganz unten auch mal den Kalender für "Neue Termine erstellen in" abgeändert habe. Danach waren auch plötzlich alle im Smartphone angelegten Kalender für die Zuordnung im MPE vorhanden und auswählbar. Scheinbar war das der Trigger für den MPE. Da habe ich jetzt schon viel Zeit rumprobiert, hatte aber wohl nie diese Einstellung verändert. Sicher ein Bug im MPE. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen noch weiter.
    VG, Safrani

  • Hallo zusammen,

    Nicht jeder möchte seine persönlichen Daten Google, Microsoft oder einem anderen Cloud-Anbieter anvertrauen. Auch einen Owncloud-Server auf einem Raspi oder Cubietruck aufzusetzen, ist nicht jedermanns Sache.

    diejenigen, die schon länger in diesem Forum lesen, wissen, dass ich so etwas wie eine kleine "Mission" verfolge. Ich möchte dazu ermuntern, von den bekannten Datenkraken loszukommen, die sich von ihren Benutzern die Erlaubnis geben lassen, E-Mails, Kalender, Kontakte, das Bewegungsprofil usw. auszuwerten. Deshalb gefällt mir diese Anleitung auch richtig gut!


    Wie Peter benutzte ich einen RasPi mit einem *DAV-Server. Aber, wie Arcardi schon schrieb, ist das nicht jedermanns Sache. Der MPE ist da sicher eine gute Alternative.


    Es gibt auch einen guten Mittelweg auf den ich hinweisen möchte.
    Wenn man einen Provider wählt, dem man vertraut, dann gibt es eine komfortablere Möglichkeit, die Kalender und Adressbücher zu synchronisieren. Es gibt eine Reihe Provider in Deutschland, die einen hohen Grad an Datenschutz zusagen, bis hin zum verschlüsselten Speichern der Daten auf ihren Servern.
    Diese Provider bieten auch die Möglichkeit, Kalender und Adressbücher per CalDAV bzw. CardDAV zu synchronisieren. Im TB benötigt man für die Kalender lediglich Lightning, für die Adressbücher zusätzlich die Erweiterung CardBook* oder den SoGO-Connector. Für iPhones und Windows-Phones wird nichts weiter benötigt. Beide beherrschen *DAV von Haus aus . Benutzer von Android-Phones benötigen eine zusätzliche App.


    Anleitung dazu findet man auf den Webseiten der Provider, z.B. für


    Mailbox.org: https://support.mailbox.org/kn…-einbinden-in-thunderbird
    Posteo: https://posteo.de/hilfe/kalend…h-mit-caldav-sync-android
    GMX: https://hilfe.gmx.net/kalender/mobil.html
    Web.de: https://hilfe.web.de/kalender/mobil.html



    Dieser Weg ist wesentlich einfacher als der über einen eigenen Server und gleichzeitig bequemer als eine manuelle Synchronisation. Das Anschließen des mobilen Gerätes an den PC ist hier nicht mehr nötig. Allerdings liegen die Daten dann immer noch in der Cloud! Es kommt also darauf an, ob man seinem Provider die Daten anvertrauen möchte.


    Auf geht's, holt eure Kalender und Kontakte heim!


    Gruß


    Susanne



    *
    Zum SoGO-Connector:
    Ich benutze diese Erweiterung schon eine ganze Weile an meinem RasPi. Sie funktioniert einwandfrei. Die Adressbücher erscheinen als normale TB-Adressbücher. Kontakte können per Drag&Drop aus bestehenden Adressbüchern kopiert werden.
    Es ist mir damit jedoch nicht gelungen, das Adressbuch von GMX zu verbinden. (Ich habe nur mir GMX getestet. Für andere Provider könnte das ähnlich sein.)


    Zu CardBook: Damit gelang mir das Einbinden des Adressbuchs von GMX sofort. Allerdings ist diese Erweiterung für mich relativ neu. Einige andere Forenteilnehmer und ich habe sie in den letzten Tagen ein wenig getestet. Das ist noch ein wenig zu frisch, um eine abschließende Beurteilung abzugeben.
    Im Gegensatz zum SoGO-Connector legt CardBook eigene Adressbücher an. Wie @edvoldii herausgefunden hat, sind diese sind im Format vcard Version 3.0. Das TB-Adressbuch hat noch die Version 2.1. Will man also Daten aus den TB-Adressbüchern importieren, muss man die Version per Suchen&Ersetzen manuell nachbearbeiten. Bei mir hat das funktioniert, andere hatten Probleme damit.
    Einige Provider bieten aber die Möglichkeit, Adressbücher im vcf-Format direkt per Web zu importieren. Das habe ich nicht ausprobiert. Ich nehme jedoch an, dass das mit den TB-Adressbüchern funktioniert. Damit wäre der Import auch möglich.



    P.S.: Ihr dürft die Liste der Provider und Links zu Anleitungen gern ergänzen.

  • Hallo Arcadi,


    danke für dein HowTo.


    Ich arbeite ebenfalls seit langem mit aCalendar(+). Meine Daten liegen seit einem Jahr auf einem SoGo (OpenChange) Server (CalDav / CardDav)) und bin über deinen Artikel gestolpert da ich das System gerade wieder mal auffrische und alles in Thunderbird Lightning einpflege. Ebenso experimentiere ich mit Evolution. Das alles unter Ubuntu 16.04.


    arcadi schrieb:

    Bei der Kalender-App habe ich mich für acalendar+ (für 3,99 Euro im Google Play Store) entschieden, die ein sehr durchdachtes Bedienkonzept besitzt. An der App habe ich bis jetzt nur zu bemängeln, dass der Aufgabenplaner ausschließlich mit Google arbeitet. Dieses Problem löst aber MPE.


    Nun zu deinem Kommentar: aCalendar kann sehr wohl mit anderen Servern umgehen (wie z. B. SoGo) und die Aufgaben . Die Voraussetzung dafür ist die kostenpflichtige Android App CalDav-sync. Sind die Programme installiert und die Konten eingerichtet tauchen sie in der Aufgabenliste (Leiste ganz oben) links bei KONTEN auf. Die Quellen (Konten) können separat an- bzw. ausgeschaltet werden.


    Es gibt jedoch zwei Probleme:


    1. Wenn bereits ein Google Konto registriert wurde, verhindert ein Bug in Android, das weitere Konten hinzu geschaltet werden können. Die App (aCalendar) gibt auch einen entsprechende Meldung aus. Die Lösung ist, die App zu deinstallieren, und wieder zu installieren. Ich habe das mit Titanium-Backup gemacht (sichern -> überprüfen -> deinstallieren und die Sicherung mit App wieder hergestellt). Voilá.


    2. Google führt je Kalender mehrere Aufgabenlisten. In SoGo (Openchange), Echange, ... dagegen gibt es pro Kalender nur eine Aufgabenliste. Dies entspricht dem Exchange Verhalten. Wurden in Acalendar mehrere Listen pro Kalender angelegt müssen diese händisch exportiert und jeweils neue Kalender in SoGo / Outlook angelegt und die Listen darin importiert werden.


    Gruß
    Axel

  • Hallo Axel,


    herzlichen Dank für das Feedback.


    Beim Aufgabenplaner von aCalendar+ habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Das "ausschließlich" bezog sich nicht auf eine Unfähigkeit aCalendars mit anderen Cloudanbietern als Google zu synchronisieren, sondern darauf, dass aCalendar+ seine Aufgaben nicht über MPE synchronisieren lässt (zumindest habe ich keine Möglichkeit gefunden).


    Allerdings habe ich im HowTo auch klar gestellt, dass ich meine persönlichen Daten nicht in irgendeine Cloud (außer vielleicht einer in meinem Büro) ablegen möchte.


    Und weil ich gerade einen Beitrag schreibe: Noch immer klappt die Synchronisation reibungslos. Es sind keinerlei neuen Probleme aufgetaucht. Keine Inkonsistenzen bei den Daten.


    Gruß
    Arcadi

  • Hi arcadi,


    Allerdings habe ich im HowTo auch klar gestellt, dass ich meine persönlichen Daten nicht in irgendeine Cloud (außer vielleicht einer in meinem Büro) ablegen möchte.



    Hatte ich natürlich gesehn. Die Offline-Synchronisation Ist im übrigen ein sehr interessanter Ansatz - leider total aus der Mode gekommen. Der Grund ist halt die Anzahl der Geräte, die wir (oft auch drahtlos via Wlan) synchron halten müssen.


    Cheers
    Axel

  • Sorry für das Auferwecken eines doch schon etwas älteren Threads, aber da in diesem Forum – soweit ich die Regeln verstehe – schamlose Eigenwerbung im Rahmen des Themas in Ordnung geht:


    Ich hatte vor ca vier Jahren das gleiche Problem (nur mit mehr Geräten), und habe daher mit GeneralSync in den letzten Jahren eine dezentrale Synchronsiationslösung entwickelt, die seit gestern im Rahmen der öffentlichen Betaphase für Thunderbird und Android kostenfrei erhältlich ist. Solange die Geräte im gleichen WLAN / LAN sind, muss man sich damit keine Gedanken um Server oder ähnliches machen – nur einen Code generieren und auf dem anderen Gerät eingeben, um eine saubere Verschlüsselung zu ermöglichen. Da die Daten nur direkt zwischen den Geräten ausgetauscht werden, kann ich euch auch nicht einfach alle Daten klauen :)


    Gerne stimme ich auch einer Verlinkung im Lexikon zu (man sollte vielleicht auch noch das Tutorial am Anfang dieses Threads dort verlinken / einbauen?) – oder soll / kann ich das selber machen? Ich würde auch ganz uneigennützig ein bisschen aufräumen. ;)

  • Hallo!

    schamlose Eigenwerbung im Rahmen des Themas in Ordnung geht:

    Höre ich da eine Spur von Ironie, oder wie sollen wir die Aussage verstehen? :/


    Ich denke, das Aufwecken des Themas geht in Ordnung und auch der Link zu dem entwickelten Add-on.


    Vielleicht finden sich ein paar Leute, die an dem Beta-Test teilnehmen und uns dann hier ein Rückmeldung zu dem Add-on geben können. Davon hat der Entwickler etwas und die User hier profitieren davon vielleicht auch. Falls es positive oder negative Kritik an dem Add-on gibt, so kann man dies ebenfalls hier beschreiben.

    Gerne stimme ich auch einer Verlinkung im Lexikon zu

    Wie wäre es, wenn @generalsync erst mal die Beta-Phase hier im Forum mit begleitet und sich ein wenig im Forum und somit in der Community einbringt? Wenn wir dann Rückmeldungen von Usern haben, kann man das Add-on gerne auch im Lexikon beschreiben und verlinken. Solange man als Teilnehmer des Forums nicht bekannt ist, bin ich gegen einen direkten, freien Schreibzugriff auf das Lexikon. Wenn man gerne im Lexikon mit seinem kommerziellen Produkt erwähnt werden möchte, kann man sich aber gerne die Mühe machen, um einen sinnvollen Abschnitt zu dem referenzierten Lexikon-Artikel zu schreiben, oder womöglich auch einen neuen Artikel zu schreiben - diesen können wir dann gerne hier einfügen.

    Gruß
    Thunder


    Keine Forenhilfe per Konversation! - Danke für Euer Engagement und Eure Geduld!

  • Höre ich da eine Spur von Ironie, oder wie sollen wir die Aussage verstehen? :/ 


    So war es gemeint, kam aber wohl nicht an. Ich empfand es als wichtig, eindeutig klarzustellen, dass ich nicht unparteiisch / neutral bin und der Beitrag gegebenenfalls als Werbung aufgefasst werden könnte. Ohne derartige Kennzeichnung finde ich Posts über eigene Software eher problematisch – gerade wenn es der erste Post eines Nutzers ist, der sonst noch nicht forenbekannt ist.


    Wie wäre es, wenn @generalsync erst mal die Beta-Phase hier im Forum mit begleitet und sich ein wenig im Forum und somit in der Community einbringt?


    Dafür bin ich hier :) – ich wollte nur nicht direkt einen separaten Thread aufmachen, da das gemäß Forenregeln problematisch wäre.



    Wenn man gerne im Lexikon mit seinem kommerziellen Produkt erwähnt werden möchte, kann man sich aber gerne die Mühe machen, um einen sinnvollen Abschnitt zu dem referenzierten Lexikon-Artikel zu schreiben, oder womöglich auch einen neuen Artikel zu schreiben - diesen können wir dann gerne hier einfügen.

    Kann ich gerne machen, wobei ich persönlich eine größere Überarbeitung des Artikels für sinnvoller erachten würde (wie du bereits kommentiert hast, fehlen die CalDav-Apps und ggf. noch ownCloud als selbstgehostete Optionen). Ich glaube aber nicht, dass ich derartiges direkt schreiben sollte (wegen Befangenheit) – einen Entwurf kann ich aber gerne machen.

  • Hallo Dirk,


    ich komme gleich mal mit einer ersten Frage. Es geht um die Speicherformate. Ich habe gerade die Anleitung zur Thunderbird integration überflogen, siehe https://doc.generalsync.com/de…/integration-thunderbird/


    Ich verstehe sie so, dass Generalsync jeweils eigene Kalender anlegt und dazu ggf. bestehende Kalender kopiert. Falls das so richtig ist, werden diese Kalender dann auf dem PC in einem standardisierten Format gespeichert, das Lightning auch ohne Generalsync lesen kann? Oder handelt es sich um ein eigenes Format?
    Eine ähnliche Frage zu Android: Arbeitet Generalsync mit dem Standardkalender in Android und dessen Format?


    Hintergrund der Frage ist das geplante Lizenzmodell mit Monats- bzw. Jahreslizenzen.


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,

    Ich verstehe sie so, dass Generalsync jeweils eigene Kalender anlegt und dazu ggf. bestehende Kalender kopiert.

    Jein. Das Thunderbird Add-on legt eigene Kalender an, bestehende Kalender werden nicht automatisch kopiert. Ich will damit vermeiden, dass Nutzer versehentlich bestehende Termine mit Dritten teilen. Wenn jemand eine gute und sichere Idee für einen Import-Automatismus hat, immer her damit. :)


    Aber deine eigentliche Frage war glaube ich der zweite Teil:


    werden diese Kalender dann auf dem PC in einem standardisierten Format gespeichert, das Lightning auch ohne Generalsync lesen kann?

    Aus technischer Sicht (ich hoffe das war gemeint) wird eine normale Lightning-Datenbank angelegt, der jedoch nicht ohne das GeneralSync Add-on gefunden wird (wenn du die Datei suchst: Profil/generalsync/lightning/calendars.sqlite). Die Trennung ist notwendig, damit alle Änderungen von GeneralSync überwacht werden können. Neben den vom Add-on gehaltenen Daten wird außerdem ein eigenes Datenformat verwendet, das für Synchronisationszugriffe optimiert wurde. Dort werden zusätzliche Metainformationen für die Erkennung von Synchronisationskonflikten, etc. hinterlegt. Zentraler Unterschied: die Lightning-Datenbank eignet sich besonders für den Zugriff via Thunderbird (Abfragen z.B. Anhand des Zeitraums eines Termins werden mit Indices unterstützt), während das GeneralSync-eigene Format für die Synchronisation deutlich hilfreicher ist (z.B. Verwaltung von Änderungsprotokollen zur Bestimmung von Konflikten).


    Eine ähnliche Frage zu Android: Arbeitet Generalsync mit dem Standardkalender in Android und dessen Format?

    Gegenüber anderen Apps wird der Standardkalender verwendet, doch technisch wird auch hier zweigleisig gefahren. Wie bereits erwähnt, hilft das unter anderem bei der Performance. Wobei "Standardkalender" hier nicht ganz so klar definiert ist, da der Content Provider von Android intern so speichern kann wie er beliebt (Kalender werden unter Android vom Betriebssystem verwaltet, der Zugriff erfolgt über einen Content Provider). Im Gegensatz zu Lightning, das weitgehend alle Funktionen eines Kalenders unterstützt, kann Android jedoch einige Details nicht abbilden. Diese werden teilweise simuliert (z.B. floating-Zeitzonen werden anhand der aktuellen Zeitzone eingetragen) oder sind nicht über die Kalender-API verfügbar (z.B. Kategorie).


    Hintergrund der Frage ist das geplante Lizenzmodell mit Monats- bzw. Jahreslizenzen.

    Sofern es um einen etwaigen Lock-in geht: es ist zu jedem Zeitpunkt ein vollwertiger Export möglich (via Thunderbird als iCal). Es gibt bestimmt auch Android-Apps zum Exportieren, dann fallen jedoch Informationen weg, die nicht von Android unterstützt werden.


    Viele Grüße,
    Dirk

  • Hallo Dirk,


    danke für die rasche Antwort.

    Sofern es um einen etwaigen Lock-in geht: es ist zu jedem Zeitpunkt ein vollwertiger Export möglich (via Thunderbird als iCal).

    Ja, u.a. darum ging es wegen des erwähnten Lizenzmodels natürlich. Insofern ist es sehr positiv, dass es eine Exportmöglichkeit gibt.


    Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, ich halte ein neutrales Format aber auch aus weiteren Gründen für sehr wichtig. Zum einen könnte es in Zukunft Änderungen seitens Lightning oder Android geben, auf die jedes Synctool dann u.U. sehr rasch reagieren müsste. Dass dies manchmal dauert und nur bis zu einem gewissen Grad möglich ist, sieht man an den Office-Produkten. Nun ist ein Kalender zwar einige Komplexitätsgrade niedriger, aber man kann ja nicht wissen, ob Google nicht schon morgen ein Feature anbieten wird, das sich nicht so ohne weiteres abbilden lässt.


    Ein weiterer Hintergrund meiner Frage war der nach einer möglichen Unterstützung weiterer Betriebssysteme. Damit sind wir dann wieder beim Thema Unabhängigkeit und Lock-In, diesmal allerdings die Hersteller betreffend.
    Sowohl Google als auch Apple und Microsoft schaffen ja ihr eigenes kleines "Universum" und möchten die Benutzer natürlich halten und nicht an den Mitbewerb abgeben. Im Gegensatz zum Marktführer Android unterstützen iOS und Windows (mobile) jedoch mit WebDAV von Haus aus eine standardisierte Schnittstelle. Zumindest in puncto Kalender und Adressbuch kann man hier leichter unabhängig werden und mit deutlich weniger Aufwand wechseln.
    (Auch der TB hat hier nach wie vor ein dickes Manko: Das wenig verbreitete Format des Adressbuchs, mit dem kaum ein anderes Programm etwas anfangen kann. Das lässt sich zum Glück dank Erweiterungen oder eben dem Export in *.csv zumindest lindern. Aber ein Ruhmesblatt ist das wahrhaftig nicht.)


    Der Produktname Generalsync scheint mir anzudeuten, dass es über das Syncen von Lightning mit Android hinausgehen wird. Hast Du für die Zukunft mehr geplant?


    Gruß


    Susanne

  • Hallo Susanne,

    Der Produktname Generalsync scheint mir anzudeuten, dass es über das Syncen von Lightning mit Android hinausgehen wird. Hast Du für die Zukunft mehr geplant?

    ja. Die Idee hinter GeneralSync ist die Bereitstellung einer abstrakten Synchronisationsplatform, an die sich (mit relativ wenig Aufwand) weitere Anwendungen und Betriebssysteme anbinden lassen. Langfristig soll damit ein Ökosystem entstehen, das Hersteller- und Betriebssystemsgrenzen generell überwindet, und z.B. Mitarbeiter im gleichen Unternehmen Outlook und Thunderbird je nach Präferenz parallel nutzen können. Kurz- bis Mittelfristig geplant sind Unterstützung von Adressbüchern und Outlook, langfristig hoffe ich Mitarbeiter einstellen zu können, um eine breite Palette von Anwendungen und Inhaltstypen zu unterstützen. Entsprechend ist das Lizenzmodell notwendig, da sich Anwendungen und Betriebssysteme – wie du richtig erwähnt hast – ständig ändern können (und damit ständige Updates erforderlich sind). Natürlich wäre es auch eine Option, Nutzerdaten auszuschlachten, aber ich finde das ethisch nicht vertretbar (und würde so einen Dienst privat nicht nutzen wollen).


    Sowohl Google als auch Apple und Microsoft schaffen ja ihr eigenes kleines "Universum" und möchten die Benutzer natürlich halten und nicht an den Mitbewerb abgeben.

    Genau das ist das Problem, das eine Software wie GeneralSync zu lösen versucht. Die von GeneralSync verwendeten Datenformate sind daher – auch im Gegensatz zu dem weit verbreiteten iCal – für eine möglichst breite Verwendung ausgelegt: es ist klar definiert, welche Teile des Formats interpretiert werden müssen (oder z.B. im Falle von floating-Zeitzonen auf Android simuliert werden müssen) und welche optionale Information darstellen, sodass eine abwärtskompatible Weiterentwicklung des Formats möglich ist. Damit muss immer nur die Anbindung von GeneralSync an eine Drittanwendung aktualisiert werden, wenn sich die Funktionalität dieser Drittanwendung ändert (oder wie im Falle von Android: die Funktionalität des Cloud-Services des Herstellers).


    Viele Grüße,
    Dirk

  • Hallo zusammen, ich möchte noch eine Alternative zu einem RasPi bzgl.eingene Kalender-Cloud beisteuern. Es gibt einen Anbieter der sich darauf spezialisiert hat Open Source Software die normalerweise auf dem Server installiert wird auch für technische Laien zugänglich zu machen (Link unten). Die Server-Software selbst ist Open Source und jeder könnte sie sich auf einem eigenen Server zuhause installieren. Allerdings ist das nix für technische Laien. Das Unternehmen bietet aber Speicherplatz an um diese Software auf deren Servern zu nutzen und das kann eigentlich jeder einrichten. Man kann jetzt sagen das man nun seine Daten doch wieder in eine Cloud hochladen muss die eine Firma betreibt. Das ist zwar richtig, aber immerhin läuft alles etwas transparenter ab als bei Google & Co. . Die Firma verspricht das niemand in die Daten reinschauen kann als man selbst und auch die Server Software selbst ist ja Open Source. Das gibt noch keine 100% Sicherheit, aber es geht dennoch Richtung 99% Sicherheit, würde ich sagen und viel besser als Google & Co ist es allemal denn die schauen ja 100%-tig in die Daten rein und nutzen sie auch.
    Die Firma heißt Sandstorm.io und die App heißt Radicale. Radicale ist sowas wie Baikal (Ein Server für Kalender und Adressbücher) und ist ebenfalls Open Source.


    So wie ich das sehe ist im Moment noch alles auf englisch gehalten. Probiert es einfach mal aus. Es kostet nichts in der Basis-Version. Die Demo-Version kann man 1 Stunde ohne Anmeldung testen und dann muss man sich anmelden um die Daten dauerhaft speichern zu können. https://apps.sandstorm.io/app/…fvjc2dgdn27n5pt66mxa40m1h


    Anleitung zur Konfiguration Radicale mit Thunderbird (engl.).
    http://radicale.org/user_docum…on/#idstarting-the-client


    Ich hoffe und gehe mal davon aus dass sowohl Sandstorm als auch Radicale irgendwann auf deutsch übersetzt werden

  • Hallo!
    Ich habe mir mal die Seiten von generalsync angesehen und einen Download probiert.
    Beim Download und dann beim Installationsversuch schreit mein Norton-Tool "ALARM". Da habe ich die Arbeit abgebrochen.
    Ist da etwas bekannt?? :saint::evil:X(

  • Hallo!

    schreit mein Norton-Tool "ALARM"

    Ich gehe doch davon aus, dass Norton mehr meldet als nur "ALARM". Es ist wie so oft wenig hilfreich, wenn man nur die Überschrift liest bzw. inhaltlich nennt. Was genau meldet denn Norton? Es könnte beispielsweise sein, dass Norton sinngemäß meldet: "Dieser Download ist unbekannt - nur wenige Leute haben diesen Download bisher getätigt". Wenn dies so ist, dann dürfte daran gar nichts schlechtes sein, da die Software von generalsync bisher halt ein Nischenprodukt ist.

    Gruß
    Thunder


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