Thunderbird lokale Ordner in Dropbox Cloud - als Sicherung möglich!?

  • Ich nutze Thunderbird auf 2 MacBook und würde gern die lokalen Ordner in meinee Dropbox schieben, da sie dort dauerhaft und automatisch gesichert sind und ich von den 2 MacBooks gleichzeitig darauf zugreifen kann.

    Wie kann ich dieses Vorhaben bewältigen?


    Beste Grüße,

    Daniel

  • graba

    Approved the thread.
  • Hallo Daniel,


    ich kann es hier nicht testen, da ich nur einen modernen Mac Computer besitze. Der andere stammt aus dem vorigen Jahrhundert und ist museumsreif ....


    An deiner Stelle würde ich einfach mal folgenden Test machen:

    • zunächst eine Sicherungskopie des Ordners "Local Folders" machen. Du findest ihn im Profilordner von Thunderbird über den Pfad Users/username/Library/Thunderbird/Profiles/xxxxxxxx.default/Mail/Local Folders/ (wie die normalerweise unsichtbare User-Library angezeigt werden kann, weißt du vermutlich...)

    • eine weitere Kopie des Ordners Local Folders machen und in den Ordner "Dropbox" verschieben.

    • Thunderbird starten, in Extras > Konten-Einstellungen > Lokale Ordner > Nachrichtenspeicher gehen und auf den Button "Ordner wählen" klicken

    • nach users/username/Dropbox/ navigieren, den Ordner "Local Folders" markieren, auf "Öffnen" klicken" und danach auf "OK"

    • TB muss danach neu gestartet werden, dann überprüfen, ob alle Lokalen Ordner angezeigt werden. TB beenden.


    Auf dem zweiten MacBook zunächst den Ordner Dropbox öffnen und überprüfen, ob er den Ordner "Local Folders" enthält. Falls ja, Thunderbird starten und auch dort wie oben beschrieben über "Ordner wählen" den Pfad zum lokalen Ordner des Nachrichtenspeichers der 'Lokalen Ordner" umstellen.


    Danach solltest du unbedingt kontrollieren, ob die Lokalen Ordner tatsächlich auf beiden Rechnern über Dropbox synchronisiert bleiben:

    auf einem MacBook eine oder zwei unwichtige Mails aus einem der lokalen Ordner löschen (in Papierkorb verschieben), Betreff und Datum dieser Mail(s) notieren, ebenfalls die resultierende Gesamtzahl der verbleibenden Mails des betreffenden Ordners sowie die Gesamtzahl der Mails im Papierkorb der Lokalen Ordner notieren. TB beenden.

    Auf dem zweiten MacBook TB starten, in den Lokalen Ordnern zunächst die Gesamtzahl der Mails im Papierkorb überprüfen und danach ebenfalls die Gesamtzahl der Mails des lokalen Ordners, aus dem du zuvor auf dem anderen Mac eine oder zwei Mails gelöscht hattest. Unter Umständen musst du den Ordner Papierkorb bzw. den anderen Ordner zunächst "anklicken" (markieren), damit sich die Gesamtzahl der Mails aktualisiert.


    Wenn es über Dropbox nicht funktioniert, bleibt noch die Möglichkeit, iCloud zu aktivieren, eine Kopie des Ordners "Local Folders" in iCloud Drive zu verschieben und dann wie oben beschrieben in den Konten-Einstellungen der Lokalen Ordner die Pfade umzustellen.


    Gruß

  • Hallo!


    1.)

    Theoretisch kannst Du den Pfad des lokalen Kontos in den Konten-Einstellungen "verbiegen". Das wird auch überwiegend funktionieren. Dennoch kommt es erfahrungsgemäß bei manchen Leuten irgendwann zu Problemen. Thunderbird mag es beispielsweise nicht, wenn er vorübergehend nicht auf bestimmte Dateien zugreifen kann. Er erstellt dann schlichtweg eine leere neue Version der Datei und Deine bisherigen Daten in der ursprünglichen Datei werden von ihm ab da ignoriert und scheinen verloren zu sein. Außerdem ist das Auslagern von einzelnen Konten (per geändertem Pfad in den Konten-Einstellungen) für so manchen Anwender lange Zeit später zur Falle geworden, da der veränderte Pfad nicht in späteren Überlegungen berücksichtigt wird (weil vergessen). Das kann beim Erstellen von Backups sein, oder auch, wenn man Daten migrieren oder wiederherstellen will.


    2.)

    Eine Cloud ist keine ausreichende Backupstrategie. Die Cloud hält nämlich (für sich gesehen) genauso wie ein RAID-System einfach nur die letzte Version einer jeden Datei bereit. Damit kann man nichts wiederherstellen, was gestern oder vorgestern beispielsweise vom Virenscanner beschädigt wurde. Du hast dann nämlich nur die "wunderbare" beschädigte Datei in der Cloud. Zu Backups gehört immer auch eine gestaffelte "Versionierung" (oder wie auch immer man das im Kontext korrekt nennt).

  • Eine Cloud ist keine ausreichende Backupstrategie.

    Richtig, als solche hatte ich sie auch nicht vorgeschlagen.

    Ich denke doch, dass Daniel regelmäßig Backups seiner wichtigen Daten auf einer externen Festplatte macht.

    Und wenn das bisher nicht der Fall ist, dann würde ich ihm es dringend empfehlen, zum Beispiel halb - oder vollautomatisch mit dem von Apple dafür vorgesehenen Programm "TimeMachine".

    Dann würden nämlich seine in Dropbox "ausgelagerten "Local Folders" bei jeder Sicherung durch TimeMachine ebenfalls kopiert, wie es hier in meinem Screenshot sichtbar ist :